Greifwald: „Auto kaputt“ – Nazis künftig mit dem Fahrrad unterwegs?

In der Nacht zum 9. Mai wurden in Greifswald zwei Autos von stadtbekannter Neofaschisten demoliert. Scheiben seien eingeschlagen und Autoreifen zerstochen worden, heißt es auf der rechten Internetseite „Mupinfo“. Die vermeintlichen Täter_Innen sind auch schnell ausgemacht: die sogenannte linksextremistische Szene in Greifswald soll es gewesen sein. Die „Nationalen Sozialisten Greifswald“ (NSG) werden in dem Artikel von Markus Gewe wie folgt zitiert: „Selbstverständlich werden wir auch nicht tatenlos zusehen, wenn sich kriminelle Elemente an unserem Eigentum zu schaffen machen, sondern geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen“. Eine unverhohlene Drohung gegen alles und jeden, denn wer letztlich hinter den Angriffen steckt, bleibt ein Rätsel. Ein Kleinkrieg zwischen rivalisierenden Nazigrüppchen oder schlicht ein besoffener „Nationaler“, der nachts irgendwo seine Wut auslassen wollte und dabei womöglich das Vehikel eines „Kameraden“ beschädigte, liegt ebenfalls im Bereich des Möglichen.
Wer auch immer wirklich hinter den kaputten Autoscheiben steckt, die nächste Zeit wird mensch wohl auf das Fahrrad ausweichen müssen.


1 Antwort auf „Greifwald: „Auto kaputt“ – Nazis künftig mit dem Fahrrad unterwegs?“


  1. 1 Janne 10. Mai 2012 um 6:48 Uhr

    Irgendwie schmunzel ich immer wieder, wenn ich so etwas lese. Jedoch gibt es aber auch eine andere Seite, wo ich mir die Frage stelle, was beide Seiten davon haben, wenn sie gegenseitig materielle Schäden verursachen. Und meist steht niemand zu dieser Tat. Ob es nun linksextreme waren ist mir ja egal, da ich glaube, diese Taten fördern nicht mehr als Wut & Dummheit in den faschistischen Köpfen. Ich finde es schade, wenn man den Faschisten immer wieder Gesprächsstoff gibt. Genialer sind dann doch die Strategien, welche kreativ gegen den Faschismus vorgehen. Ein Lob an alle die auch so agieren.

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