Wismar: Die „Unsterblichen“ auf der Flucht

In den vergangenen Jahren versuchen Neofaschist_Innen in der Bundesrepublik mal mehr mal weniger erfolgreich junge Menschen zu rekrutieren. Neben den sogenannten „Autonomen Nationalisten“, die Aussehen und Aktionsformen der Autonomen Antifa imitieren, stellen die sogenannten „Unsterblichen“, ursprünglich von der rechtsradikalen Gruppe „Spreelichter“ aus Berlin, eine besondere Form des „Nationalen Widerstands“ dar.

Mit weißen Masken und schwarzen Klamotten laufen die „Unsterblichen“ nachts mit Fackeln durch die Straßen von Städten und größeren Dörfern. Oft werden anschließend Videos auf YoutTube und anderen Video-Anbietern hochgeladen, um Werbung für die „nationale Sache“ zu machen. Da ihre Aufmärsche nie angemeldet werden, laufen die nationalen Maskenträger stets davon, wenn ein erster Streifenwagen der örtlichen Polizei auftaucht.

Ein ähnliches Spektakel nationalen Weglaufens spielte sich gestern in der Hansesradt Wismar ab. Ganze vierzig Neofaschist_Innen fanden sich gegen 11Uhr abends in der Wismarer Innenstadt zusammen, um wenige hundert Meter zu marschieren.
Als ein verwunderter Bürger die Polizei rief, war diese ungewöhnlich schnell vor Ort. Den vermeintlich Unsterblichen blieb darauf hin nichts weiter übrig, als die panische Flucht zu ergreifen. Zwar generieren sich die selbsternannten „Nationalen Sozialisten“ oft als „volkstreue Jugend“, die zu ihren angeblichen Idealen steht, bei den vierzig Kameraden gestern war davon jedoch wenig zu spüren.

Die Polizei hat nun die Ermittlungen wegen Verstoßes des Versammlungsgesetzes aufgenommen.


Bild: Die „Unsterblichen“ – heroisch oder doch nur aktionsorientiert? (Screenshot www.youtube.com)


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