Anklam: NPD-Vertreter_Innen wollen nicht gegen „Deutsche Stimme“-Pressefest protestieren

Am 5. August veröffentlichte die kostenlose Verteilzeitung „Peene Blitz am Sonntag“ einen Artikel über das Aktionsbündnis gegen das an diesem Wochenende stattfindende Pressefest der „Deutschen Stimme“, der Parteizeitung der neofaschistischen NPD. Dem Bündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt” gehören neben den meisten Parteien auch Verbände, Kirchen, Unternhemen und engagierte Einzelpersonen an. In dem Bericht über das Bündnis hieß es unter anderem, sämtliche Stadtvertreter_Innen Anklams würden die Teilnahme möglichst vieler Bürger_Innen an den Veranstaltungen des Anti-NPD Bündnisses begrüßen.

Die NPD ist in Anklam stark vertreten und so sitzen unter anderem zwei Neonazis für die rechtsradikale Partei im Stadtparlament. Doch was war hier passiert? Hatten die beiden eine Kehrtwendung gemacht oder wurden sie einfach von der Zeiutng übersehen, weil sie an inhaltlicher Arbeit im Parlament sowie so nie teilnehmen?

Schnell musste sich die NPD erklären. Natürlich ist sie nicht gegen ihr eigenes Pressefest. In eine knappen und hastig zusammengeschriebenen Mitteilung heißt es unter anderem gewohnt martialisch, dass die „nationale Opposition“ sich nicht weg lügen ließe. Um dem Ganzen einen skandalträchtigen Charakter zu geben, wurde wieder einmal eine „SED-ähnliche Einheitsfront“ gegen die NPD fabuliert.

Das Pressefest der „Deutschen Stimme“ findet dieses Wochenende erstmals in Mecklenburg-Vorpommern statt. Doch die vermeintlich rechte Hochburg im Nordost hat so seine Tücken. Vor Kurzem brannte der ehemalige Schweinestall, in dem das Pressefest unter anderem stattfinden sollte, ab und dann verweigerte die Stadt den braunen Organisatoren die Zelterlaubnis. Das Fest wurde darauf von drei Tagen auf einen Nachmittag zusammengeschraubt. Ein auf nicht einmal ein Drittel gekürztes und wenig attraktives Bühnenprogramm, strenge Verhaltensregeln und der lautstarke Protest in der Region dürften vielen Nazis die Anreise vergehen lassen.


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