Lichtenhagen: Wir kommen!

Heute ist es so weit: ab 14Uhr startet am Bahnhof Rostock Lütten Klein die antirassistische Demonstration „Grenzenlose Solidarität“. Ein übergroßeses Polizeiaufgebot fährt schon seit gestern durch die Stadt.

Lange wurde die Demo vorbereitet und fast genauso lange gab es Widerstand gegen den Gedenkaufzug 20 Jahre nach den Pogromen in Rostock Lichtenhagen. Vertreter_Innen der Stadt, aber auch vieler Politiker_Innen äußerten ihre zumeist vorgeschobenen Befürchtungen. Zuletzt schäute sich auch der Innenminster MVs, Lorenz Caffier, nicht sich inhaltlos aber wortreich zum bevorstehenden Polizeieinsatz zu äußern.


Bild: Mobi Plakate der VVN-BdA und des Bündnisses „Rassismus tötet!“

Davon ließ sich die VVN-BdA offenbar nicht beeindrucken und organisierte – zusammen mit dem Bündnis „Das Problem heißt Rassismus“ – zusätzlich eine Kundgebung am Rostocker Rathaus. Dort soll heute um 11Uhr eine Gedenkplakette zur Erinnerung an die Opfer der Pogrome von 1992 erinnern. Die Rostocker Bürgerschaft hatte sich erst am Mittwoch für die rassistischen Angriffe entschuldigt.

Bürgerliche Zeitungen schrieben darauf hin, die Stadt wolle die anzubringende Plakette „dulden“. Bereits 1993, knapp ein Jahr nach den Pogromen, scheiterte ein Versuch von Beate Klarsfeld und anderen mutigen Antirassist_Innen, eine solche Tafel ans Rathaus zu montieren. Sie wurden damals von der Polizei mitgenommen.

Im vorderen Bereich der Demo wird es keine Fahnen von Parteien oder deren Jugendverbände oder anderen Organisationen in dieser Richtung geben. Im Anfangsblock werden unter anderem Flüchtlingsgruppen antirassistische Initiativen laufen. Bunt, entschlossen und laut werden wir heute gemeinsam zeigen, was wir von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit halten.

Im Anschluss an die Demo wird es eine musikalische Abschlusskundgebung unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“, unter anderem mit Feine Sahne Fishfilet und Frittenbude geben. Auch hier lohnt es sich, nicht einfach vorbei zugehen, sondern stehen zu bleiben und zu verweilen.

Aktuelle Informationen zur Demo findet ihr bei Twitter unter @20jahrelichtenh. Zusätzlich gibt es ein Infotelefon, dass ab 9Uhr zu erreichen ist. Die Nummer lautet 0176 – 706 407 29. Für den Fall staatlicher Repression gibt es einen Ermittlungsausschuss, dessen Nummer wird demnächst auf lichtenhagen.blogsport.de veröffentlicht.

#update:
Die Nummer des EA lautet: 0176 – 94 36 94 25

Wir wünschen allen Demonstrationsteilnehmer_Innen eine entspannte Demo und ein repressionsfreies Wochenende.

Das Problem heißt Rassismus! Für grenzenlose Solidarität!


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