Greifswald: Sämtliche Stolpersteine aus dem Boden gerissen

Während erst heute das Oberverwaltungsgericht in Greifswald einen Aufmarsch der neofaschistischen NPD am Jahrestag der Reichspogromnacht für legitimierte, wurden in der vergangenen Nacht in der Hansestadt sämtliche Stolpersteine aus dem Boden gerissen. Insgesamt elf solcher Stolpersteine gibt es in der Stadt. Sie erinnern an Jüdinnen und Juden, die während der Nazi-Zeit in der Stadt verschleppt und/oder ermordet wurden.

Die Steine wurden in der Nacht vom 8. auf den 9. November aus dem Belag gerissen. Die Schändungen sind heute früh nach Angaben der Ostsee-Zeitung durch aufmerksame Bürger_Innen bemerkt worden. Die Polizei hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen und geht sinniger Weise von einem „politisch motivierten Hintergrund“ aus, wie die OZ weiter verlauten ließ.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November brannten in ganz Deutschland Synagogen, wurden Jüdinnen und Juden durch die Straßen gehetzt, verprügelt und nicht selten ermordet. Mindestens 30.000 Menschen wurden damals in die Konzentrationslager der Nazis verschleppt. Die NS-Propaganda verklärte die Pogrome zur „Reichskristallnacht“, in Anlehnung an die vielen zerborstenen Scheiben jüdischer Geschäfte.


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