Greifswald: „Mit solch einer blödsinnigen Position sind sie für mich unwählbar!“ – JU erneut vom Verwaltungsrat abgelehnt

Auf der Sitzung des Verwaltungsrats des Studentenwerks sind die von der Bürgerschaft vorgeschlagenen Vertreter erneut abgelehnt worden. Die Mieten der Studierendenwohnheime werden zum 1.03.(NB und HST) bzw. 1.04.2013(HGW) um durchschnittlich 11,50€ erhöht.

Liskow und Kuentzel vom Verwaltungsrat abgelehnt
Am 22.11.2012 tagten Vorstand und Verwaltungsrat des Studentenwerks Greifswald, welches auch die Fachhochschulstandorte Neubrandenburg und Stralsund betreut. Nachdem in der letzten Sitzung bereits die Wahl der von der Bürgerschaft Greifswald vorgeschlagenen Vertreter für den Vorstand, Franz-Robert Liskow und Franz Küntzel(beide CDU/Junge Union), auf Grund formaler Bedenken abgelehnt wurde, hatte die Stadt nun beide kandidaten erneut entsendet. Über Liskow wurde Kritik laut, da er als Vertreter der jungen Union Mecklenburg-Vorpommerns auf deren Landesversammlung für die Möglichkeit des Austrittes aus der verfassten Studierendenschaft gestimmt hatte. Die Vertreter des Verwaltungsrats sahen darin eine problematische Haltung nicht nur zur studentischen Selbstverwaltung, sondern auch zum Solidaritätsprinzip des Studentenwerkes selbst. Zudem sprach sich Liskow gegen die sozialen Anlaufstellen des Studentenwerkes wie z.B. die psychologische Beratung aus und regte an, man solle aus Kostengründen auf lokale Möglichkeiten zurückgreifen oder die Verwendung von Psychologiestudierenden für die entsprechende Beratung diskutieren. Zwei Drittel der Verwaltungsratsmitglieder lehnten ihn daraufhin ab.
Auch Franz Küntzel, seines Zeichens Vorsitzender der JU Greifswald bestärkte seine zuvor geäußerte Kritik an der studentischen Selbstverwaltung, insbesondere an deren allgemeinpolitischen Positionierungen und der Verwednung der Semesterbeiträge. Es sei fragwürdig, wenn “mit 200000 Flyern für einen Antifa-Aufmarsch” mobilisiert würde. Von Prof. Dr. Harald Wilde von der FH Stralsund wurde Küntzel dafür scharf kritisiert, politisches Engagement sei in ureigenem studentischen Interesse und die Ablehnung des Antifaschismus nicht diskutabel. Küntzel erhielt in der Abstimmung lediglich eine Stimme.

Neue Mensa laeuft schleppend an
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete die Geschäftsführerin des Studentenwerks Dr. Cornelia Wolf-Körnert über laufende Projekte. Die neue Mensa am Beitz-Platz habe noch diverse Anlaufschwierigkeiten, die man nach und nach beheben werde. Veränderungen insbesondere im Erscheinungsbild könne man nur in Absprache mit dem Klinikum umsetzen, was die Vorgänge verlangsame. Studentische Rückmeldungen und Veränderungsvorschläge nehme sie aber gern entgegen. Die Caféteria im Klinikum soll ab dem Sommersemester 2013 wieder öffnen, derzeit werde zum Ausgleich die Caféteria der neuen Mensa auch am Wochenende geöffnet. Der Baubeginn des neuen Mensastandortes sei für November 2013 geplant.

Mieten werden teurer
Gegen Ende der Sitzung wurden schleßlich die Mieterhöhungen der Studierendenwohnheime einstimmig beschlossen. Das Thema war bereits auf der letzten Sitzung des Studierendenparlamentes umfangreich diskutiert worden. StuPa Präsident Milos Rodatos regte außerdem an, die Problematik auf der kommenden Vollversammlung am 6. Dezember den Studierenden vorzutragen, um die Hintergründe der gestiegenen Mieten den Studierenden erläutern zu können. Auch mit den neuen Mieten bleibt das Studentenwerk noch unterhalb des Greifswalder Mietspiegels, finanziert gleichzeitig jedoch die Instandhaltung und Renovierung der Wohnheime.

Übernommen mit freundlicher Genehmigung der linksjugend [’solid] Greifswald.


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