Rostock: Antisemitische Schmierereien am Max-Samuel-Haus entdeckt

Am Vormittag des 23. Januar stellten die Mitarbeiter des Max-Samuel-Hauses in Rostock Schmierereien auf dem an der Vorderfront des Hauses angebrachten Großbanner zur „Josephy-Ausstellung“ fest.

Die Porträts von Marianne und Joseph Josephy waren mit „Bärten“ und „dicken Zigarren“ versehen worden. Art und Inhalt der Schmierereien stehen eindeutig in der Tradition eines Hauptklischees antisemitischer Karikaturen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts: der Darstellung des „dicke Zigarren rauchenden, spitzbärtigen, geldgierigen und blutsaugenden jüdischen Kapitalisten“. Die Ausführung und das Datum lassen die Stiftung auf eine gezielte antisemitische Provokation – wenige Tage vor dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar – schließen.

In der Vergangenheit ist das Max-Samuel-Haus bereits mehrfach die Zielscheibe rechtsextremistischer und antisemitischer Angriffe gewesen. Im Zuge der Ilja-Ehrenburg-Debatte wurde das Haus mit Wurfzetteln als „zionistische Plattform des Weltjudentums“ diffamiert.


1 Antwort auf „Rostock: Antisemitische Schmierereien am Max-Samuel-Haus entdeckt“


  1. 1 Ulf Jäger 01. Februar 2013 um 1:05 Uhr

    Manche Leute sind einfach nicht in der Lage, aus der Geschichte zu lernen. Die Juden sind ein großartiges Volk. Es gibt keinen Grund, die Juden anzufeinden.

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