Die Schlacht von Stalingrad: Ein historischer Abriss zum 70. Jahrestages des Sieges über die 6. deutsche Armee Teil 1v.5

Stalingrad – kaum ein anderer Name steht so symbolhaft für den Zweiten Weltkrieg wie der Name dieser Stadt an der Wolga. Es war eine Millionenmetropole, die für die geschwächte Sowjetunion Anfang der 1940er Jahre lebenswichtig war. Hilfeleistungen der westlichen Alliierten kamen hier über die Wolga, in den Rüstungsbetrieben wurden die neuesten Waffen gegen Hitler-Deutschland gebaut. Die Stadt, die heute Wolgograd heißt, war eines der Zentren der sowjetischen Gesellschaft.

Noch heute – fast ein dreiviertel Jahrhundert nach der Schlacht – werden Ausgrabungen in und um die Stadt vorgenommen, immer noch werden Überreste von Soldaten und Zivilisten, Höhlen in die die Menschen sich zurückgezogen hatten weil ihre Häuser zerstört worden waren, Blindgänger von Granaten und Fahrzeugwracks gefunden.

Wir wollen euch einen Überblick über das über das Geschehene an der Wolga geben, die in diesem Jahr genau 70 Jahre zurückliegen, läutete das Ende der der deutschen Stalingradtruppen doch das Ende des Nazi-Reiches mit all seinen Schrecken und Unmenschlichkeiten ein.

Die Ausgangslage vor der Schlacht

Nachdem die Wehrmacht im Jahr zuvor die sowjetische Hauptstadt Moskau nicht nehmen konnte, wurde im Sommer 1942 von der deutschen Generalität bereits eine neue Offensive geplant. Ziel war es, die Ölfelder im Kaukasus einzunehmen, um auch in Zukunft den Krieg gegen die riesige Sowjetunion, führen zu können. Die deutsche Industrie und Armee waren auf das Öl angewiesen. Umso verheerender war es, dass Hitler der deutschen Generalität befahl, gleichzeitig die an dem Fluss Wolga liegende Stadt Stalingrad einzunehmen. Die Stadt war eine der größten Rüstungsstädte der Sowjetunion, die Wolga eine der wichtigsten Nachschublinien für die sich 1942 immer noch in der Defensive befindlichen Roten Armee. Hilfsgüter aus den USA gelangten über den Fluss genauso wie anderes Kriegsmaterial für die sowjetischen Verteidiger_Innen.

Beide Ziele – der Kaukasus und Stalingrad – gleichzeitig anzugehen, bedeutete zum einen eine weitere Aufsplitterung der ohnehin schon stark geschwächten deutschen Divisionen und provozierte zum anderen eine starke und großangelegte sowjetische Gegenoffensive geradezu. Trotzdem wurde die Heeresgruppe Mitte in zwei Unterheeresgruppen aufgeteilt: Während die Heeresgruppe A auf den Kaukasus vorstieß, rückte die Heeresgruppe B direkt auf Stalingrad vor. Die geplante Eroberung bekam den Namen Operation Blau.

Adolf Hitler glaubte, dass die Sowjetunion im ersten Kriegsjahr ihre Reserven, sowohl Mensch wie Material, aufgebraucht hätte. Tatsächlich wurden große Teile der Rüstungsindustrie hinter den Ural verlagert. Diese produzierte bis Anfang 1942 über 4.000 Panzer, etwa 3.000 Kampfflugzeuge, sowie knapp 15.000 Geschütze und über 50.000 kleinere Granatwerfer. Das Stawka, das sowjetische „Hauptquartier des Kommandos des Obersten Befehlshabers“, schätzte, dass noch etwa 16 Millionen sowjetische Bürger_Innen im wehrfähigen Alter gegen die deutsche Wehrmacht ins Feld ziehen können. Die sowjetische Kriegswirtschaft lief also auf Hochtouren und die Fabriken östlich des Urals waren weder für deutsche Bodenverbände, noch für die deutsche Luftwaffe in irgend einer Art erreichbar. Gleichzeitig spitzte sich für die Wehrmacht die Nachschublage stetig zu, Rüstungsfabriken wurden immer häufiger von alliierten Bomberverbänden angegriffen und im Gegensatz zur unendlich erscheinenden Sowjetunion verfügte das Deutsche Reich nur in geringem Maße über natürliche Rohstoffe.


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