Die Schlacht um Stalingrad: Angriff auf die Metropole an der Wolga

70 Jahre nach der Schlacht von Stalingrad feiern Millionen Menschen den Sieg über die sechste deutsche Armee und dien Sieg im heutigen Wolgograd. Stalingrad – Ein historischer Abriss. Teil 2 von 5.

Dem Sturm der Stadt durch deutsche und verbündete Truppen – zu denen italienische, rumänische, kroatische und ungarische Verbände zählten – ging die massive Bombardierung der Stadt voraus. Wohnviertel und öffentliche Gebäude wurden genauso angegriffen, wie Rüstungsfabriken. Schon am ersten Tag starben über 600 Zivilist_Innen, dennoch verbot Stalin die Evakuierung der 600.000 Einwohner_Innen in der Stadt. Insgesamt warf die deutsche Luftwaffe etwa 100.000 Tonnen Bomben auf die Wolga-Metropole. Die Bombardierungen sollten den letzten Widerstand in der Stadt brechen, tatsächlich nutzte die weitgehende Zerstörung im weiteren Schlachtverlauf ehr den Verteidiger_Innen. Die Rotarmist_Innen kannten sich in den Trümmern ihrer Stadt gut aus, wogegen die siegesgewohnten deutschen Panzerkräfte in den Straße nur schwer agieren konnten und schon in den Anfangskämpfen hohe Verluste erlitten.

Am 23. August 1942 erreichten deutsche Voraustruppen die äußeren Viertel der Stadt. Der Widerstand vor und in der Stadt selbst war jedoch weitaus heftiger, als alle Generäle in der Wehrmacht, ihrer Verbündeten und natürlich Adolf Hitler geglaubt hatten. Da der Bevölkerung die Flucht verboten war, um angeblich die Kampfmoral der Soldaten zu stärken, beteiligten sich auch Zivilist_Innen auf verschiedenste Arten an der Verteidigung Stalingrads: Gräben wurden ausgehoben, Schutt weggetragen, Nachschub an die kämpfenden Einheiten herangebracht. Diese und andere Aufgaben waren nicht weniger gefährlich als das direkte Kämpfen gegen die Wehrmacht und deren Verbündeten. Über 40.000 Frauen, Kinder und alte Menschen starben alleine in den ersten Wochen der Schlacht. Weder die Faschisten, noch die Rote Armee nahmen besondere Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Tausende verhungerten schlicht oder starben den Kältetot, nachdem nahezu alle Gebäude der Stadt durch Luftangriffe oder Artillerie zerstört worden war und die Bevölkerung in selbstgegrabenen Höhlen leben musste.

Nach der Verhängung des Belagerungszustands in der Stadt wurde der bisherige Befehlshaber der sowjetischen Truppen abgelöst. Ihm folgte der damalige Generalleutnant Wassili Tschuikow, einer schon zu diesem Zeitpunkt bekanntesten sowjetischen Generäle. Trotz des zähen Widerstands rückte die Wehrmacht immer weiter vor und drängte die Rote Armee weiter zurück. Trotzdem kam der Nachschub für die Rote Armee ununterbrochen über die Wolga herangefahren. Dem gegenüber stand eine sich ständig verschlechternde Versorgung der deutschen und verbündeten Einheiten. Ihr Nachschub kam unzureichend, da die hinteren Verbindungswege Angriffen durch sowjetische Flugzeuge und Partisanengruppen bedroht wurden. Dazu kamen die unendlich weit erschienenen Wege und der immer lebensfeindlicher werdende Winter. Schließlich hielten Einheiten der Roten Armee nur noch wenige hunderte Meter Landstreifen westlich der Wolga. Die Wehrmacht, so schien es, würde die Stadt trotz der prekären Versorgungslage und der hohen Verluste, doch einnehmen.


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