Die Schlacht um Stalingrad: Operation „Wintergewitter“ – Der Entsatzversuch

70 Jahre nach der Schlacht von Stalingrad feiern Millionen Menschen den Sieg über die sechste deutsche Armee und dien Sieg im heutigen Wolgograd. Stalingrad – Ein historischer Abriss. Teil 4 von 5.

Hitler hatte der sechsten Armee einen unbedingten Haltebefehl gegeben. Ein Ausbruch oder gar eine Kapitulation der sechsten Armee sollte ausgeschlossen, die Stadt Stalingrad um jeden Preis gehalten werden.
Es wurde immer deutlicher, dass die sechste Armee die Situation alleine nicht stabilisieren konnte und diese dringend Verstärkung brauchte. Generalfeldmarschall Erich von Manstein, der schon die berühmt-berüchtigte Sichelschnitt-Operation, der Überfall auf Frankreich 1940, geplant hatte, sollte nun eine Entsatzarmee aufstellen und eine Bresche zu den eingeschlossenen Stalingrad-Einheiten freikämpfen. Das Unterfangen war jedoch mehr als schwierig, nicht nur weil der Kessel in und um Stalingrad durch die Rote Armee immer enger gezogen wurde, sondern auch, weil gleichzeitig weitere sowjetischen Einheiten nach Westen vorrückten und die Ostfront sich damit immer weiter von Stalingrad entfernte. Zudem wurden die Divisionen der Wehrmacht ständig geschwächt. Dennoch griff Manstein mit der vierten Panzerarmee unter dem Befehl von Generaloberst Hoth und weiteren Panzertruppen an. Die Panzerdivisionen erhielten die modernsten Waffen, die die deutsche Rüstungsindustrie aufbieten konnte. Tiger I Panzer, neue Sturmgewehre und winterfeste Ausrüstung sollten der zahlenmäßig weit unterlegenden deutschen Panzertruppe den Durchbruch ermöglichen. Der Spruch „Haltet aus, der Führer haut euch raus!“ sollte den eingeschlossenen Landsern – so der Begriff für den einfachen Soldaten der Wehrmacht – letzten Mut geben. Doch zu dem Entsatz kam es nicht. Zwar hatte die sechste Armee bereits ihre letzten schweren Geschütze und weiteres Gerät gesprengt, um bei einem Ausbruch schneller nach Westen vorstoßen zu können, aber der Angriff der Panzergruppe Hoth wurde durch starken sowjetischen Widerstand aufgehalten. Die Truppen der Roten Armee stellten sich zur Operation Saturn, die die gesamte Heeresgruppe Süd der Wehrmacht einschließen sollte, auf und verhinderten durch ihre neuerliche Offensive den Entsatz Stalingrads. Nun war es klar, die sechste Armee würde Stalingrad weder verlassen, noch halten können.


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