Rechte Propaganda zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens aufgetaucht

Der Naziaufmarsch in Dresden floppte auch 2013 wieder. Gerade einmal ein paar hundert Neonazis kamen in die Elbmetropole, um die alliierte Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg für sich zu vereinnahmen. Doch mehr als gelangweiltes Herumstehen war für die 600 bis 800 Nazis auch dieses Jahr nicht möglich.

Zwar fuhr auch dieses Jahr eine Abordnung von Neonazis aus MV nach Dresden, viele blieben lieber zu Hause. In Mecklenburg-Vorpommern tauchten in der Nacht zum 13. Februar dennoch verschiedene rechte Schmierereien mit Bezug auf die Bombardierung Dresdens auf.

In Waren wurden drei Ortseingangsschilder mit Plakaten, auf denen Sprüche wie „Dresden – Alliierter Massenmord“, versehen. Die Polizei entfernte mehrere Transparente entlang der Autobahn A20 mit rechten Parolen. Auch in anderen Ortschaften kam es zu ähnlichen Aktionen der hiesigen Neonaziszene.

Die Täter_Innen brauchen derweil nicht lange gesucht werden. Die NPD-nahe Internetplattform „Mupinfo“, für die der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit verantwortlich zeichnet, hat unlängst Bilder von den illegalen Aktionen veröffentlicht. Doch dass solche Indizien bei der ermittelnden Polizei Beachtung findet, ist fraglich. Diese hat aber immerhin Ermittlungen wegen Sachbeschädigungen und Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aufgenommen. Es werde ein „verfassungsfeindlicher Hintergrund“ geprüft, heißt es in einer entsprechenden Erklärung des Polizeipräsidiums Rostock. Ob ihre „Ermittlungen“ Erfolge erzielen können, ist mehr als fraglich.


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