Eggesin: Erneut Israel-Fahne vor Jugendhaus gestohlen

Schon im vergangenem August wurde im vorpommerschen Eggesin mehrmals eine Israel-Fahne vor dem „Haus der Versöhnung“, das von der Europäischen Missionsgemeinschaft betrieben wird, gestohlen. Vermutlich in der Nacht zum 22. Februar wurde zum insgesamt dritten Mal die Flagge entwendet.

Vergangenes Jahr wurde vor dem Jugendhaus eine bundesdeutsche und eine israelische Fahne gehisst, als Zeichen der Versöhnung wie es hieß. Auch nach über 70 Jahren sind die Wunden bei Überlebenden der Shoa, dem industriell organisierten Massenmord an den europäischen Juden, nicht verheilt. Nach dem zweiten Weltkrieg flohen viele in den jungen Staat Israel.

„Zu unserer Fahnenweihe kam keiner der eingeladenen Kommunalpolitiker“, bedauerte Annelie Brussig von der Europäischen Missionsgemeinschaft vergangenen Sommer kurz nach den ersten beiden Diebstählen gegenüber der Ostsee-Zeitung.

Markus H. Gewe verklärt den wiederholten Diebstahl auf der NPD-nahen Internetseite „Mupinfo“ als „Widerstand“, denn „die öffentliche Beflaggung mit den Symbolen des Judenstaates [seien] vielen alteingesessenen Eggesinern nur schwer vermittelbar“. Noch unverblühmter kann ein Geständnis aus der neofaschistischen Szene M-Ms kaum aussehen.


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