Güstrow: „Nicht ihre Homezone“ – Nazis wollen gegen Flüchtlingsheim marschieren

Es ist eines der zentralen Themen der selbsternannten „nationalen Opposition“: die vermeintliche „Ausländerflut“. Egelmäßig hetzen Nazis und Rechtspopulisten aller Schattierungen gegen Flüchtlinge. Auch in MV, einem Bundesland mit verwchwindend geringem Migrant_Innenanteil wird regelmäßig Stimmung gegen Menschen, die ihre Länder aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen müssen und zu uns kommen, gemacht. Erst im November vergangenen Jahres hatte die neofaschistische NPD in der Stadt Wolgast mit einem Fackelmarsch ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938 gegen angeblichen „Asylmissbrauch“ demonstriert. Dort ist erst vor wenigen Monaten ein neues Flüchtlingsheim eröffnet worden.


Bild: Graffiti „refugees welcome“

Güstrow gilt als Hochburg der neofaschistischen Szene in Mecklenburg-Vorpommern. Auch hier ist erst kürzlich ein neues Flüchtlingsheim entstanden. Unter dem Motto „Einmal Deutschland und zurück“ wollen Nazis am 23. März durch die Stadt marschieren um wieder einmal ihre rassistische Propaganda zu verbreiten. In einem entsprechendem Aufruf heißt es unter anderem krude:

„Als Nationale sind wir auch klipp und klar gegen einen Vielvölkerstaat auf deutschem Boden. Trägt „Multikulti“ doch den Keim des Kulturen- und Völkerkrieges in sich. Deshalb setzen wir uns für eine schrittweise Rückführung der Fremden ein.“

Der Wahn der „Volksgemeinschaft“, wie er schon von der historischen NS-Bewegung und dem Dritten Reich propagiert wurde, tritt auch an anderer Stelle des Aufrufes deutlich zu Tage:

„Jedes Volk hat sein Heimat- und Selbstbestimmungsrecht im angestammten Lebensraum. Deshalb wenden wir national denkenden Menschen uns gegen Einwanderung, Überfremdung und Landraub.“

Mittlerweile haben bereits verschiedenen antirassistische und antifaschistische Gruppen Widerstand angekündigt. Unter anderem hat die Antirassistische und Antifaschistische Kampagne Güstrow (ARAF) bereits verlautbart:

„Am 23.03. wollen die Nazis bei uns in Güstrow marschieren und gegen das Flüchtlingsheim hetzen! Das gilt es zu verhindern! Wir werden uns ihnen in den Weg stellen. Nun ist es an der Zeit, den Faschisten zu zeigen, dass Güstrow kein ruhiges Hinterland ist. Es ist nicht ihre Homezone.
Wir planen bereits Gegenmaßnahmen und halten euch auf dem laufenden.“

Weitere Informationen folgen demnächst.

Destroy borders! Refugees welcome!

Naziaufmärsche blockieren ist unser Recht!


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