Rostock: „Sabotieren rettet Menschenleben“ – Bundeswehrauto ausgebrannt

Die Bundesrepublik führt Krieg. Egal ob am Horn von Afrika, im ehemaligen Jugoslawien oder in Afghanistan: deutsche Soldaten sind weltweit wieder führend mit dabei, wenn es darum geht, deutsche und westliche Interessen durchzusetzen.
Dass seit Jahren eine Mehrheit der Bundesbürger_Innen für einen Abzug deutscher Truppen aus dem Ausland – besonders Afghanistan – sind, ist selbst führenden CDU-Politker_Innen lange bewusst. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der größten Militärdichte in der Bundesrepublik, regt sich immer wieder Widerstand gegen das tötliche Treiben der Bundeswehr und ihrer Regierung.


Bild: „Der Krieg beginnt hier“ – Aufkleber im kleinen Städtchen Sanitz, einem von vielen Standorten der Bundeswehr in MV

Sabotieren rettet Menschenleben.
In der Vergangenen Nacht brannte in der Rostocker Innenstadt ein VW-Passat der Bundeswehr aus. Die örtliche Polizei kann zum derzeitigen Ermittlungsstand Brandstiftung nicht ausschließen, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung. Es ist nicht das erste Mal, dass Fahrzeuge des bundesdeutschen Militär in der Hansestadt brannten. Schon im Mai 2011 fackelten im Rostocker Stadtteil Südstadt mehrere PKW und Transporter der Bundeswehr aus.

Wer wars denn überhaupt?
Als strukturschwaches Bundesland geht die Bundeswehr vermehrt auch in MV auf Rekrut_Innensuche, um die Reihen der bundesdeutschen Armee aufzufüllen. Besonders seit der Aussetzung der Wehrpflicht ist der Erfolgsdruck hoch und so ist schon mancher junger Mensch dem vermeintlichen Abenteuerspielplatz „Bundeswehr“ erlegen. Nicht wenige kommen traumatisiert und/oder körperlich verletzt in die Bundesrepublik zurück, wenn sie zuvor an einem der vielen weltweiten Kriegsschauplätze eingesetzt wurden. Der Frust sitzt tief – bei (ehemaligen) Armeeangehörigen genauso wie bei den Familien und dem Freund_Innen- und Bekannt_Innenkreis. Nicht auszuschließen ist es also, dass sich ehemalige Soldat_Innen an dem Bundeswehr-Auto zu schaffen machten oder ein_e x-beliebige_r Bürger_In sich an dem Auto zu schaffen machte.

Und was sagen die Brownis dazu?
Trotz der allgemeinen Unzufriedenheit und der immer weiter steigenden Ablehnung von sogenannten Auslandseinsätzen der Bundeswehr in allen Schichten der Bevölkerung gibt es für Dirk Vorbröker, der für die rechtsradikale und NPD-nahe Homepage „Mupinfo“ schreibt, klare Schuldige: angebliche „Linksextremisten“ hätten den Brand gelegt: „Der Verdacht der Brandstiftung liegt also nahe und man braucht auch gar nicht lange suchen, um Roß und Reiter klar zu benennen. Seit mehreren Jahren brüsten sich Rostocker Linksextremisten mit nächtlichen Brandanschlägen.“. Wo und wann sich „Linksextremisten“ „brüsten“ würden, konnte Vorbröker – wie so oft wenn es um Anschuldigungen gegen seinen politischen Lieblingsfeind geht – nicht erklären. Wieder einmal bleibt nichts als blauer Dunst am rechten Rand der Republik.

Demokratisierungskriege …
Grundsätzlich ist die von den neoliberalen Parteien und der deutschen Generalität aufgestellten These, durch Militäreinsätze stabile und damit dauerhaft befriedete Gesellschaften aufzubauen, mehr als fraglich. Tatsächlich geht es auch garnicht um die „Befreiung der Frauen“ oder dem „Bau von Schulen“, wie es beispielsweise am Hindukush seit über zehn Jahren gepredigt wird. Das Zauberwort „Demokratisierung“ soll die eigentlichen Wirtschaftsinteressen weltumspannender Milliardenkonzerne verdecken. Deutschland als Exportweltmeister ist an der Ausfuhr seiner Güter mehr als andere westliche Staaten interessiert. Ein Umstand, dem sich immer mehr Menschen bewusst werden. Wohl auch daher kommt die zunehmende Ablehnung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr.


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