In eigener Sache: „Manchmal müssen sich Dinge ändern, um voran zu kommen“

… zum Umgang mit Spenden, Materialbestellungen und kapitalistischen Sachzwängen.

Liebe Genoss_Innen,

seitdem wir unser Projekt im Februar 2012 begonnen haben, geben wir immer mal wieder Aufkleber und anderes Material an junge und ältere Antifaschist_Innen heraus. Die meisten von euch werden die Sticker, von denen einige Auflagen schon nach wenigen Tagen restlos verteilt waren, kennen.
Neben unserer Homepage ist es uns besonders wichtig, auch in der „offline Welt“ aktiv zu sein. Die Zahl der Abnehmer_Innen für Sticker, Plakate, Broschüren etc. ist in den letzten Monaten stark gestiegen, die Nachfrage wächst also, wie die Ökonomen sagen würden. Natürlich freut es uns, dass unsere Aufkleber so gut ankommen, allerdings stellte uns das in der Vergangenheit auch vor immer größere Herausforderungen.


Bild: (K)ein Bild der Vergangenheit – Material für den antifaschistischen Alltagsgebrauch.

Die Arbeit, die wir machen, ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch ehrenamtlich. Unsere Kampagnen und Aufkleber finanzieren wir hauptsächlich über Spenden. Früher hat dieses Konzept gut funktioniert, da viele Genoss_Innen gerne ein paar Euros für Aufkleber bei uns hinterlassen haben. Mit zunehmender Nachfrage stiegen natürlich auch die notwendigen Auflagen und nicht zuletzt in vielen Fällen auch das Porto. Gleichzeitig ging die Spendenbereitschaft bei vielen zurück. Wir verstehen, dass Geld knapp ist und sich manche ein paar Euros für Aufkleber nicht oder nur schwer leisten können. „Ohne Moos nix los“, heißt ein bekanntes Sprichwort – dies gilt aber auch für uns.
Die stetig steigenden Kosten können wir mit dem aktuellen Spendenaufkommen nicht mehr bewerkstelligen und um auch in der Zukunft den Nazis weiter mit Kampagnen in die braune Suppe spucken zu können, müssen sich einige Sachen ändern.

I. Zwar berichten wir auch über Naziaufmärsche wie in Dresden oder Magdeburg, unser Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig in MV. Wir werden in Zukunft an Genoss_Innen außerhalb McVorpomms nur noch gegen kostendeckenden Spenden Material verschicken können. Weiter werden wir Genoss_Innen im Nordosten bevorzugt Material schicken müssen, wenn die Sticker alle sind, sind sie leider alle.

II. Auch Genoss_Innen innerhalb M-Vs werden wir in der Regel nur noch gegen kleine Spenden versorgen können. Wir haben versucht, möglichst allen AJZs in MV regelmäßig Pakete zu schicken. Auch das wird sich in Zukunft ändern. Wenn eine Gruppe oder ein Zentrum Material bestellen möchte, dann meldet euch bei uns und wir gucken, was sich machen lässt.

Wir bedauern diese Schritte gehen zu müssen, aber manchmal müssen sich Dinge ändern, um voran zu kommen. Mit der angestrebten Spendenpraxis wollen wir auch verhindern, dass Material irgendwo sinnlos herumliegt. Diese Neuerungen sind natürlich kein straffes Gesetzbuch, sondern eine Richtschnur. In Ausnahmefällen oder bei besonders wichtigen Anliegen können wir auch in Zukunft einige wenige Sticker für lau vergeben.

Wir streben für die kommenden Monate ein eigenes Spendenkonto an, damit das Geld nicht wie in der Vergangenheit quer durch MV transportiert werden muss und lästige Übergabetreffen mehr und mehr entfallen. Auch das ist eine Arbeitserleichterung (für uns alle). Unser provisorisches Konto, bei dem ihr für die kommenden Kampagne zur Bundestagswahl spenden könnt, bekommt ihr auf Nachfrage.

Wir hoffen, dass ihr Verständnis habt für die Änderungen in unserer Verteilpraxis. Leider wächst auch bei uns Kohle nicht auf Bäumen und um auch in Zukunft arbeitsfähig zu bleiben, haben wir kaum eine andere Wahl. So oder so – auch für die Zukunft gilt:

Keinen Fußbreit den Faschist_Innen!

Solidarische Grüße,
die Leutz von INO


3 Antworten auf „In eigener Sache: „Manchmal müssen sich Dinge ändern, um voran zu kommen““


  1. 1 stefan 21. April 2013 um 14:39 Uhr

    hallo genossInnen,
    habe mir vor ca 2 monaten über eure fb-seite sticker bestellt-war echt begeistert ,vor allem auch über die grosse anzahl,so dass ich nir blöd vorkam,euch dafür ne spende zu zahlen,nur wusste ich nicht , wohin…wenn ich mal wieder welche bestellen kann,könntet ihr mir mir nen überweisungszettel mitsenden?ist mir ja klar ,dass ich nicht verlangen kann,die dinger umsonst zu verlangen .nochmal danke!!! bis demnächst?:)

  2. 2 stefan 21. April 2013 um 14:42 Uhr

    sry,wollte natürlich schreiben „so dass ich mir blöd vorkam,euch keine spende dafür zu zahlen“…

  3. 3 Harry Machals 21. April 2013 um 16:47 Uhr

    bedauerlich,aber logisch!
    Auch die unterste Spenderbasis wird immer mehr belastet und zahlenmässig enger.
    Empfehlung: Das künftige Spendenkonto allen linken ,sozialistischen,kommunistischen Gruppen und verbänden bekanntgeben.

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