Güstrow: Konzert „No Border“ und Vorträge am 10.05.2013

::ACHTUNG::
Das Konzert fällt leider kurzfristig aus. Weitere Infos bei araf.blogsport.de

Die jüngste Vergangenheit in Güstrow gibt zu denken. Nachdem Pläne für ein Flüchtlingsheim im Stadtteil Dettmannsdorf in en Umlauf kamen, wurden rassistische Stimmen von rechts, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft laut.

Es folgten rechte Aufkleber und Broschüren der NPD, die von der fremdenfeindlichen Bürgerinitiative angelockt wurde, die sich nun als InteressenvertreterIn der Dettmannsdorfer BewohnerInnen wahr nahm. Im Laufe dieser menschenfeindlichen rechten Kampagne, deren erklärtes Ziel es ist, d…ie Menschen, die sich auf der Flucht vor Verfolgung und Mord befinden jegliche Hilfe zu verwehren und sie erbarmungslos auszuweisen, fand am 23. März sogar eine Demonstration gegen das geplante Heim statt. Um dagegen angemessenen Protest üben zu können, mussten Güstrower Pro-Asyl-AktivistInnen und AntifaschistInnen viel Hilfe von außerhalb in Anspruch nehmen. Zugleich wird von rechter Seite mit Gewaltanwendung und Pogrom gedroht, so stand vor kurzem am Wohngebäude des Bürgermeisters Arne Schuldt: „Lichtenhagen kommt wieder!“.

Die rechten Tendenzen in Güstrow, die in dieser Stadt schon viele Jahre zu spüren sind erreichen nach und nach ihren Höhepunkt. Wie Angriffe auf einen Jugendclub und eine Kneipe in der Vergangenheit zeigen, sind Güstrows Nazis durchaus zum Einsatz von brutaler Gewalt und auch zum nicht nur geistigen Brandstiften bereit, weswegen die Warnung am Bürgermeisterhaus sehr ernst zu nehmen ist. Es wird endlich Zeit sich gegen die rechten Strömungen in dieser Stadt zur Wehr zu setzen und sich zusammen mit den Flüchtlingen zu solidarisieren, sie zu unterstützen und gemeinsam zu verhindern, dass rechte Übergriffe das Leben der Asylsuchenden noch mehr gefährden. Was die Flüchtlinge verdient haben, ist Aufnahme und Hilfsangebote. Was sie in Deutschland erfahren sind rassistische Gesetze, die sie isolieren und ihnen keine menschenwürdigen Lebensumstände gewähren, sie erleben Ausgrenzung durch die Bevölkerung, die durch Medienmanipulation und negative Gruppendynamik fremdenfeindliche Vorurteile entwickelt haben, sie erleben Abschiebungen und die Aberkennung von Menschenrechten (von einem Menschenrecht auf Asyl kann nicht gesprochen werden, wenn nur 2% der Flüchtlinge Asyl gewährt wird). Das letzte was sie jetzt noch brauchen sind gewalttätige rechte Übergriffe oder Einschüchterungen.

Deswegen wollen wir ein deutliches Zeichen setzten für die Aufnahme von Flüchtlingen, für das Recht auf Asyl und gegen alle menschenfeindlichen und rassistische Diskussionen, die sich gegen das Flüchtlingsheim gerichtet haben. In diesem Sinne haben wir am 10. Mai einen Informations-und Musiktag organisiert, zu dem ihr alle ganz herzlich eingeladen seid. Es wird ein Vortrag zum Thema Asyl in Deutschland stattfinden, gefolgt von einem Konzert. Alle die außerdem Interesse an der Arbeit für Flüchtlinge und gegen RassistInnen haben sind im weiteren dazu eingeladen sich mit uns an diesem Tag in Verbindung zu setzen damit wir die graubraune Stadt Güstrow endlich gemeinsam zu einem farbenfrohen und aufgeklärten Ort umgestalten können, in dem es sich angenehm leben lässt. Es wird endlich Zeit der braunen Seuche Einhalt zu gebieten, die sich hier wie ein Lauffeuer verbreitet und mit Vorliebe diejenigen attackiert, die es ohnehin am schwersten haben.

Solidarität mit den Flüchtlingen! Bleiberecht für alle!
Lasst uns gemeinsam die Grenzen überwinden und grenzenlose Solidarität leben!

Acts:
Boykott (Rap/Bremen)
forgotten sportbags (Hardcore/Stralsund)
Verwahlost (Punk/Neubrandenburg)
Die Börbons (Punk/Güstrow)

Mehr Infos unter: araf.blogsport.de


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