„Nur männliche studierende Deutsche“ – Rostocker Burschis fordern Ariernachweis für Studentenverbindungen

Von Burschenschaftsverbindungen hört mensch im allgemeinem nur, wenn sie saufend durch die Lande ziehen oder sonstwie unangenehm auffallen. Auch auf ihrem Burschenschaftstag vergangene Woche war war progressiven Signalen in der Vereinspraxis nichts zu hören.

„Nur Bewerber, die männliche studierende Deutsche sind, können in eine Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft aufgenommen werden. Deutscher ist grundsätzlich, wer sich durch Sprache, Kultur, gleiches geschichtliches Schicksal und Abstammung als Deutscher auszeichnet.“ heißt es in einem Antrag der erbindung Redaria-Allemannia. künftig sollen neue Vereinsmitglieder nach „deutscher“, „abendländisch-europäischer“ und „nicht-abendländisch-europäischer“ Abstammung eingeteilt werden. Sollte ein Anwärter – Frauen sind in Burschenschaften grundsätzlich nicht erlaubt – der dritten Kategorie entsprechen, könnte nach Vorstellungen der Rostocker Burschis der Rechtsausschuss über eine Mitgliedschaft entscheiden.

Es klingt wie ein Skandal, ist aber längst Alltag im Leben von Burschenschaften. Es ist nicht der erste Antrag dieser Art. Zwar wurde der Vorschlag letztlich zurückgezogen, die Praxis Menschen nach Völkern einzuteilen, ist jedoch in einigen Burschenschaften – wie der Hamburger Germania – bereits Gang und Gebe, berichtet der Freitag. Wie anschlussfähig deutsche Burschenschaften für (neo)faschistische Ideologien sind, zeigte sich schon in der Eröffnungsrede des bundesweiten Verbindungstreffens, an dem rund 250 Männer teilnahmen. burscNina Marie Bust-Bartels zitierte die Eingangsrede Hans-Helmut Knütters – einem Vordenker der sogenannten Neuen Rechten – im Freitag: „Der Kampf gegen den Faschismus, den sich die von Linken unterwanderte deutsche Gesellschaft zur Aufgabe mache, sei völlig unsinnig, weil „der Faschismus eine Epochenerscheinung war.“

Aus solchen Vorschriften spreche „ein offener, weißer, völkischer Rassismus“, erläuterte Hajo Funke, Politologieprofessor und Rechtsextremismusexperte von der Freien Universität Berlin laut spiegel.de. Mit Rechtsstaatlichkeit habe das nichts zu tun, auch wenn die Anträge vermeintlich bürokratisch-korrekt formuliert sind: „Grundlage ist eine völkische Ideologie.“


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