Rostock: NPD im Eierhagel

+ NPD „Asyltour“ floppte in der Hansestadt +++ über 250 Gegendemonstrant_Innen +++ Eierwürfe auf Pastörs und co. ++

Von Marko Neumann

Erfolge kann die NPD derzeit nicht verzeichnen. Mitgliederschwund, parteiinterne Flügelkämpfe, Unzufriedenheit bei den sogenannten „Freien Kräften“, die sich mehr und mehr von der Partei abwenden und auch die öffentlichen Auftritte der NPD helfen der angeschlagenen Partei nicht, Boden gut zu machen.

Mit ihrer „Asyltour MV“ wollte die Nordost-NPD wieder von sich reden machen. Gestern war das „Flaggschiff“ der NPD in Rostock. Doch aus dem vermeintlichen Aufwind wurde nichts. Die braune Truppe musste vorzeitig die Segel streichen.


Bild: Überwältigender Protest am Donnerstag in Rostock (Foto: antifarostock.wordpress.com)

Als der NPD Laster kurz nach 13 Uhr am Neuen Markt auftauchte interessierte sich niemand für die braune Truppe – bis auf etwa 250 Gegendemonstrant_Innen aus den verschiedensten Zusammenhängen! Blanke Ablehnung schlug den etwa ein Dutzend Neonazis um Udo astör und Stefan Köster entgegen. Die erst nur sporadisch vertretene Polizei verstärkte schließlich ihr Aufgebot, sodass offiziell schließlich 44 Beamte im Einsatz waren.

Doch als wäre die mehr als zehnfache Übermacht der Gegendemonstrant_Innen für die NPD nicht schon peinlich genug, flogen sogar noch diverse Lebensmittel auf die Köpfe Nazis. Obst und Gemüse flogen genauso in Richtung der von der Polizei geschützten Neofaschist_Innen wie Eier. Von oben bis unten besudelt blieben nur noch einige Regenschirme als letzter Schutzfall für Pastörs Mannen übrig. Doch es half nichts, immer wieder flogen Tomaten, Eier und anderes Zeug auf die Geschichtsverdreher_Innen. Dass Donnerstags auf den Neuen Markt Markttag war, sorgte für ununterbrochenen Nachschub.

Während die Polizei einen engagierten Bürger für einige Stunden festnahm, nachdem er seiner Ablehung für die NPD kundgetan hatte, zog die NPD vorzeitig wieder ab. Nach nur einer Stunde bauten die Kamerad_Innen, darunter so bekannte Gesichter wie Norman Runge und David Böttcher sowie anderer lokaler NPD-Größen, ihre Kundgebung wieder ab.

Als ein klarer Erfolg kann und muss der Protest gegen die NPD an diesem Tag am Neuen Markt gewertet werden. Es ist nicht nur gelungen, die Kundgebung der NPD nachhaltig zu stören, sondern die Nazis sogar von ihrem angemeldeten Kundgebungspunkt regelrecht zu vertrieben. Dennoch war Rostock nicht die letzte Station der „Asyltour MV“ und so wird auch in den nächsten Tagen der Widerstand gegen den NPD Laster nötig sein.


1 Antwort auf „Rostock: NPD im Eierhagel“


  1. 1 Ulli 27. Juli 2013 um 15:03 Uhr

    Lieber Marko Neumann,
    vielen Dank für den Bericht. Inhaltlich finde ich den Artikel sehr gut, aber könntest Du bitte in Zukunft mehr auf sprachliche Richtigkeit achten. Sonst beeinträchtigt das sehr die gute politische Wirkung. Danke und solidarische Grüße, Ulli

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