Greifswald: NPD prügelt auf Gegendemonstrant_Innen ein

++ Spontaner antifaschistischer Protest gegen die NPD in Greifswald +++ ca 100 Gegendemonstranten gegen 20 Nazis von der NPD +++ Greifswalder Nazi verletzt Studenten +

Pressemitteilung des Bündnisses Greifswald Nazifrei vom 29.07.2013

Überraschenderweise machte die NPD am heutigen Montag morgen in Greifswald halt, um in der Hansestadt im Rahmen des Wahlkampfs gegen Ausländer und Andersdenkende zu hetzen.

Der Überraschungseffekt war ganz auf Seiten der Nazis, denn die Kunde, dass sich Faschisten auf dem Markt versammeln, machte erst allmählich die Runde. Der NPD-Truck machte vor dem Rathaus halt und wurde von etwa 20 Schlägernazis bewacht, die sich weiträumig auf dem Markt verteilten um etwaige Gegenprotestler einzuschüchtern. Anwesend war auch der in Ladebow wohnhafte Nazi Frank Klawitter, der nach dem Verbot der HdJ (Heimattreuen deutschen Jugend) mittlerweile den Ordnerdienst der NPD in M-V leitet.

Aufgrund der Spontanität konnte sich ein wirksamer Protest gegen die NPD erst allmählich formieren, doch nach etwa 30 Minuten waren die Gegendemonstranten mit 80-100 Personen deutlich in der Überzahl und versuchten mit Trillerpfeifen, Transparenten und Sprechchören die rassistische Hetze der NPD nicht unwidersprochen stehenzulassen. „Trotz der extrem kurze Mobilisierungszeit, Schietwetters und der sommerbedingten Abwesenheit vieler Greifswalder_Innen haben wir zumindest ein Zeichen gegen die rassistische Hetze der gewaltbereiten Faschisten von der NPD setzen können“ so Cornelia Schulze, Pressesprecherin des Bündnisses Greifswald Nazifrei. Als die Polizei versuchte, einen Gegendemonstranten festzunehmen, der eine Tomate geworfen haben soll, ließen die Faschisten ihre bürgerliche Maske fallen. Sie stürmten im Mob auf einen Teil der Protestierenden los und gingen gewalttätig gegen sie vor. Dabei tat sich der Greifswalder Neonazi Marcus Gutsche hervor, der einen Gegendemonstranten mit einem Fußtritt verletzte. Es wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Eben jener Marcus Gutsche hatte sich noch im Frühjahr für das Schöffenamt am Greifswalder Amtsgericht beworben, wurde aber von der Bürgerschaft wegen seiner rechtsradikalen Einstellung abgelehnt.

„Wieder einmal wurde der NPD gezeigt, dass sie mit ihrer menschenverachtenden Propaganda in Greifswald nicht willkommen ist“, so Schulze weiter.


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