Stralsund: „Kein Vergeben, kein Vergessen! Kein Kiez für Nazis!“ – Aktionstag Rock gegen Rechts 2013 gehen an den Start!

+ Start der Rock gegen Rechts Aktionstage 2013 in Stralsund +++ Warm Up Konzert dieses Wochenende +++ auch in Stralsund gilt: „Kein Kiez für Nazis!“ ++

Von Marko Neumann

Kommendes Wochenende ist es wieder soweit: die Rock gegen Rechts Aktionstage gehen los. Vom 16. August bis zum 14. September 2013 wird es in diesem Jahr wieder zwei Konzerte und eine ganze Reihe von Informations- und Bildungsveranstaltungen geben.


Bild: Der organisatorische Leiter der Initiative Jens Knoop während der Aktionstage vergangenes Jahr.

Was im Jahr 2005 als Schüler_Inneninitiative begann, entwickelte sich zu einem Konzert- und Bildungsprojekt besonderer Güte. In den letzten Aktionstagen fanden zwei Musikveranstaltungen und fünf Infoveranstaltungen statt. Aber in diesem Jahr soll es noch „Lauter“ werden, damit auch alle die Botschaft verstehen.

Die Events werden 2013 in dieser Form zum dritten Mal stattfinden und enthalten wieder eine klare Botschaft gegen jede Form von Unterdrückung von Menschen durch Menschen. „Wir wollen in diesen Wochen darauf aufmerksam machen, dass Rassismus, Faschismus und Sexismus in unserer Gesellschaft alltäglich und in verschiedenen Formen auftreten. Dem wollen wir offen und entschieden entgegentreten.“ sagte der organisatorische Leiter der Initiative, Jens Knoop.

Rock gegen Rechts ist in Stralsund entstanden, weil es hier die ersten NPD Kommunalvertreter gab und die NPD hohe Wahlergebnisse, bei den Landtagswahlen 2006 und 2011 in MV erreichte. In Stralsund und insbesondere in den Stadtteilen Frankenvorstadt und Grünhufe lag die Partei mit über 20% der abgegebenen Stimmen weit über dem Landesdurchschnitt. Insbesondere der hohe Anteil der Stimmen bei Jungwähler_Innen die der NPD ihre Stimme gaben, war erschreckend hoch und erfordert politische und zivilgesellschaftliche Gegenwehr.

Man muss den Neonazis zeigen, dass man sich nicht fürchtet, dass man keine Angst hat, dass man ihnen den öffentlichen Raum nicht überlässt. Mehr noch: Man muss ihn zurückerobern. Es ist schlimm genug, dass rassistische, antisemitische, islamophobe und andere menschenfeindliche Einstellungen weit genug in der Bevölkerung verbreitet sind, dass überhaupt Menschen den Wunsch verspüren, NPD zu wählen. Sie sollen aber nie das Gefühl bekommen, das wäre normal oder gar akzeptabel.

„Insgesamt werden zwei Konzerte mit mehreren Künstler_Innen, die zum größten Teil aus dieser, aber auch aus anderen Regionen kommen, innerhalb der Aktionstage stattfinden. Zusätzlich bieten wir mehrere Informations- und Bildungsveranstaltungen innerhalb, aber auch in diesem Jahr außer halb von Stralsund an.“ erklärte Jens Knoop weiter. „Wir wollen über die Gefahr des Rechtsextremismus informieren und Gegenstrategien aufzeigen. Es geht darum, mit demokratischen Mitteln und ohne Gewalt die Auseinandersetzung in Bild, Ton, Wort und Schrift zu führen.“ fährt Knoop fort.
Mit dem Hintergrund der Morde der Terrorzelle „NSU“ und dessen offengelegten Aktivitäten in Stralsund will auch Rock gegen Rechts den Menschen gedenken, die Opfer neofaschistischer Gewalt wurden. „Wir wollen eine Gegenkultur anbieten, die die örtliche Neonaziszene nicht toleriert und dem etwas entgegensetzt.“ sagte Knoop.

Die ersten Veranstaltungen beginnen schon in wenigen Tagen. Morgen (16.08.) wird die Ausstellung „Tatort Stadion“, die sich mit bla bla beschäftigt, eröffnet. Los geht’s um 18 Uhr in der Kulturkirche Stralsund. Einen Tag später, am 17.08., gibt’s was auf die Ohren! Ab 18Uhr beginnt – ebenfalls in der Kulturkirche Stralsund – das Warm Up Konzert mit den bands Tante Leika, Cancer, Haltestelle 27 und Light Your Anchor. Auf der anschließenden After Show Party mit Stereoscope und Jóng gibt’s die Möglichkeit, die letzten Powerreserven zu aktivieren.

Mehr Infos zu den Veranstaltungen und Konzerten gibt es demnächst bei uns oder auf www.rockgegenrechts.com.


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