Rostock und Schwerin: Neurechte „Bürgerinitiative“ Pro-Deutschland will Kundgebungen vor alternativen Jugendzentren und Moscheen abhalten!

++ rechtspopulistische Pro-Bewegung geht auch in MV auf Stimmenfang +++ nach Propagandafahrten der NPD knüpft nun Pro-Deutschland an Wahlkampftouren an +++ Kundgebungen in Rostock und Schwerin vor Alternativen Zentren und einer Moschee +

Von Marko Neumann und Philipp Gutrun-Hahn

Momentan tourt die neofaschistische NPD mit ihrem Werbelaster, den sie selbst fast liebevoll „Flaggschiff“ nennen, durch die Bundesrepublik. Große Erfolge konnte die Truppe um den NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel bisher nicht verzeichnen – im Gegenteil, eine Panne jagde bisher die nächste. Auch die zuvor durch die Nordost-NPD initiierte „Asyltour MV“, auf der Udo Pastörs und co. im ganzen Bundesland gegen Flüchtlinge hetzten, zeigten in den großen Städten nur mäßigen Erfolg. Die erste Kundgebung in Rostock brachen die Nazis auf Grund des starken Protests sogar vorzeitig ab.


Bild: Auch rechtspopulistische Gruppierungen wie Pro-Deutschland benutzen zunehmend Social Medias um ihre Hetze zu verbreiten. (Foto: Screenshot facebook Seite Pro-Deutschland)

Doch die NPD ist längst nicht die einzige Partei, die mit plumper Hetze gegen vermeintlich Fremde auf Stimmenfang geht. Auch die neurechte Bürgerbewegung „Pro Deutschland“ will im Laufe des Bundestagswahlkampfes in MV aufschlagen.

Obwohl von Pro-Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern bislang wenig bis nichts zu hören war, will es sich die obskure neurechte „Bürgerbewegung“ – wie sich die antimuslimische Gruppierung selbst nennt – offenbar nicht nehmen lassen, auch in MV auf Stimmenfang zu gehen. Immerhin hatte Pro-Deutschland für den Nordosten eine eigene Landesliste aufstellen lassen. Insgesamt fünf Plätze konnten die Rechtspopulisten füllen. An der Spitze steht – wie könnte es anders sein – ein Mann. Heiko Lehnhardt, Jahrgang 1974, aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald. Nicht eine Frau steht auf der Liste für den Bundestag, Gleichberechtigung ist hier offenkundig nicht erwünscht.

Nachdem in den letzten Wochen die NPD durch die Lande fuhr, versucht sich Pro-Deutschland nun auf dem selben Weg. Ihre Wahlkampftour beginnt am 21. August in Berlin und und geht einmal quer durch die Republik. Rund 50 Städte wollen die Bürgerbewegten anfahren. Am 19. September soll es nach Rostock und Schwerin gehen.

In der Landeshauptstadt wollen die Neurechten von 9Uhr30 bis 11Uhr30 vor der As-Salam Moschee stehen und anschließend von 11Uhr30 bis 13Uhr30 vor dem Alternativen Jugendzentrum Komplex provozieren. Ab 15Uhr30 soll es in Rostock weitergehen. Bis 17Uhr30 will Pro-Deutschland vor dem Infoladen Flüstern und Schreien und danach von 17Uhr30 bis 19Uhr30 vor dem noch nicht fertig gestellten neuen Jugend-Alternativ-Zentrum (JAZ) stehen.

Rassistische Propaganda, egal von welcher Partei oder Organisation, darf nicht einfach ignoriert werden. Die ausgewählten Orte machen deutlich, dass es Pro-Deutschland einmal mehr auf Provokation abgesehen hat. Die teilweise sehr abgelegenen Plätze bieten ansonsten wenig Öffentlichkeit. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gilt es auch hier entgegenzutreten.


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