Atomtransporte stoppen und die, die sich dafür einsetzen, nicht kriminalisieren!

++ Irrweg Atomenergie beenden +++ Prozess gegen Antiatomaktivist_Innen am 28. November in Ribnitz-Damgarten +++ Stilllegung aller Atomanlagen weltweit statt Kriminalisierung von Protesten +

Pressemitteilung des Anti-Atom-Bündnis-Nordost vom 24.10.2013

Wieder einmal ist es zu einem Unfall mit Atomfracht gekommen. Laut Recherchen des NDR sind bei der Kollision des für Atomtransporte bekannten Frachters „Mikhail Lomonosov“ mit einer Segelyacht Urandioxid für die Brennelementefabrik Lingen und Uranhexafluorid, wahrscheinlich für die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau an Bord gewesen.

Zuletzt war am 1. Mai dieses Jahres Hamburg knapp an einer Katastrophe mit Uranhexafluorid vorbeigeschrammt. Der Frachter „Atlantic Cartier“ brannte im Hafen. Zwischen Autos und LKW mit an Bord: 9 t Uranhexafluorid, für die Urananreicherungsanlage in Gronau. Uranhexafluorid reagiert mit Wasser/Luftfeuchtigkeit unter anderem zu Fluor-Wasserstoff. Bei Austritt von Uranhexafluorid ist im Umkreis von mehreren Kilometern mit teilweise tödlichen Verätzungen der Atemwege zu rechnen.

Die meisten solcher Atomtransporte dienen der Versorgung und dem Vertrieb der Produkte der UAA im westfälischen Gronau und der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen, die weltweit Atomkraftwerke beliefern. Diese Anlagen wurden bei den Vereinbarungen zum schrittweisen Atomausstieg absichtlich vergessen. Die UAA Gronau wurde in den letzten Jahren sogar ausgebaut.

Tagtäglich fahren durch Deutschland Atomtransporte, über Wasser, über Land, mal Rohmaterial, mal fertige Brennelemente, dann Atommüll. Ohne diese risikoreichen Atomtransporte wäre der Weiterbetrieb der Atomanlagen nicht lange möglich. Daher sind Atomtransporte zu Recht genau der richtige Anlass, um auf die scheinheilige Politik der Bundesregierungen aufmerksam zu machen und zur öffentlichen Diskussion beizutragen.

So auch im Februar 2011, noch vor dem SuperGau in Japan, als zahlreiche Menschen anläßlich eines Transports von fünf Castor-Behältern aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe nach Lubmin auf nahezu der gesamten Strecke gegen die weitere Nutzung der Atomkraft protestierten; unter ihnen auch zwei Menschen, die sich in der Nähe von Ribnitz-Damgarten an den Bahngleisen angeketteten. Nicht erst die genannten Unfälle oder der immer noch andauernde SuperGAU in Fukushima zeigen, dass die Nutzung der Atomkraft einen Irrweg darstellt. Aber anstatt Einsicht zu zeigen, wird versucht zu kriminalisieren: Den zwei Menschen wird im Zusammenhang mit der oben genannten Aktion Nötigung vorgeworfen. Am 28.11.2013 soll nun ab 10 Uhr im Saal 23 des Amtsgerichts Ribnitz-Damgarten verhandelt werden.

„Ein solches Verfahren hätte nie eröffnet werden dürfen“, sagt einer der Angeklagten. „Das Verfahren gehört eingestellt, denn die Justiz handelt nicht unabhängig, sondern zeigt sich als Handlanger der Regierenden und der Atomindustrie, indem sie Straftatbestände konstruiert. Bei dem Prozess“, so weiter, „geht es nicht um uns. Bei dem Prozess geht es darum abzuschrecken, damit nicht noch mehr Leute auf die Idee kommen, sich wirkungsvoll gegen die Zumutungen der Atomindustrie zur Wehr zu setzen.“

Die Verhandlung ist öffentlich und die Angeklagten freuen sich über Besuch.

Gegen den scheinheiligen Atomausstieg der Bundesregierungen. Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!

Kontakt:
Email: mitmachen[ätt]systemausfall.org
Tel. : 0176 94391812

Mehr Infos unter: lubminnixda.blogsport.de


0 Antworten auf „Atomtransporte stoppen und die, die sich dafür einsetzen, nicht kriminalisieren!“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

:) :( :d :"> :(( \:d/ :x 8-| /:) :o :-? :-" :-w ;) [-( :)>- more »

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


+ fünf = vierzehn



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: