Friedland: Mit Gott gegen Rassismus? – Gottesdienst am Montag gegen NPD-Aufmarsch

++ NPD-Aufmarsch am Jahrestag der Reichspogromnacht in Friedland +++ Friedensgebet soll vor Nazis schützen +++ antifaschistische Initiativen organisieren Protest gegen rassistische Hetze +

Von Marko Neumann

Ausgerechnet am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht will die NPD durch das kleine Städtchen Friedland marschieren. Im Mittelpunkt ihrer Hetze steht ein Flüchtlingsheim, welches in den kommenden Monaten in dem Ort entstehen soll.

Schon vergangenes Jahr versuchte die NPD am 9. November zu provozieren. Mit einem Fackelmarsch durch Wolgast wollten die Neofaschist_Innen ebenfalls gegen ein neues Flüchtlingsheim hetzen. Damals verhinderten mehrere Kundgebungen und schließlich auch Blockaden einen ungestörten Aufmarsch der NPD und ihrer Anhänger_Innen.

Auch in Friedland regt sich Widerstand gegen den geplanten braunen Aufzug. Bereits diesen Montag soll es ab 18 Uhr in Bezug auf den anstehenden Naziaufmarsch ein Friedensgebet an der Marienkirche geben. Anschließend wird es mit einer Demonstration zur während des Zweiten Weltkrieges zerstörten Nikolaikirche gehen. Ein Symbol, dass Friedland nicht braun ist, soll das Gebet mit anschließender Demo sein. Bloße Symbolpolitik und das Hoffen auf göttliche Hilfe werden jedoch weder rassistische Einstellungen in der Bevölkerung noch den NPD-Aufmarsch verschwinden lassen.

Während Friedlands Bürgermeister Wilfried Block gegenüber dem Nordkurier erklärt „Bei uns ist jeder willkommen, der Asyl benötigt“ und damit dann doch nur eine Aussiebung von Menschen, die zu uns ziehen wollen, vornehmen möchte, organisieren andere Initiativen wirkungsvollen Widerstand. Das Bündnis „Rassisten stoppen!“ organisiert Busse für den 9. November nach Friedland, um den Nazis nicht die Stadt zu überlassen. In Rostock und Greifswald finden dazu Informationsveranstaltungen statt.


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