Greifswald: Verhandlung gegen Neonazi Marcus Gutsche wegen Körperverletzung

++ Verhandlung am Amtsgericht gegen den Greifswalder Neonazi-Studenten Marcus Gutsche am 16.12.2013 +++ Greifswald Nazifrei: Gewalt ist elementarer Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie +++ antifaschistische Kundgebung unter dem Motto „Für Demokratie und gegen Nazigewalt“ angemeldet +

Pressemitteilung des Bündnisses Greifswald Nazifrei vom 09.12.2013

Am 29.7. diesen Jahres machte die NPD im Rahmen ihrer sogenannten „Anti-Asyl-Tour“ auf dem Greifswalder Markt halt. Mit im Gepäck waren etwa 20 meist junge, männliche Nazisympathisanten, die die Kundgebung, notfalls mit dem Mittel der körperlichen Gewalt, störungsfrei halten sollten.


Bild: … plötzlich stürmen die Neonazis los, hier Alexander Wendt (Landesvorstand NPD MV). (Foto eingebunden über die Grünen Greifswald)

Dennoch entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine antifaschistische Gegenkundgebung, die mit Trillerpfeifen und Sprechchören versuchten die rassistische Hetze der NPD zu übertönen. Als auch noch Eier auf die NPD-Kundgebung flogen drehten die Nazis, unter ihnen der Greifswald Student Marcus G., durch und machten Jagd auf die Gegendemonstrantinnen. Im Rahmen dessen trat Marcus G. einen Angehörigen des Studentenparalements so stark gegen das Knie, dass dieser stürzte und nach ersten Diagnosen einen Kreuzbandriss davon trug.

Marcus G. dementierte in der Folge sofort, dass er irgendwen angegriffen haben soll und verwies darauf, dass er selbst angeblich angegriffen wurde und sich in einer Notwehrsituation befunden haben soll. Das erwies sich aufgrund vieler Zeug*innenaussagen sowie einem Video, das den Vorfall dokumentiert sehr bald als Lüge und reine Schutzbehauptung. Der Greifswalder Student Marcus G. gilt als Führungsfigur der lokalen Naziszene. Er und seine Kameradschaft „NSG“ (Nationalen Sozialisten Greifswald) wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Sachbeschädigungen und Gewalttaten gegen Antifaschist*innen in Verbindung gebracht, was bisher jedoch, trotz viele Indizien, nie zweifelsfrei bewiesen werden konnte.

Marcus G. ist bei nahezu jeder Aktion der Nazis in Vorpommern anwesend, er provoziert auf Veranstaltungen, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, versucht Wahlkampfveranstaltungen der demokratischen Parteien zu stören und versucht in der Stadt ein Klima der Einschüchterung bei denen zu erzeugen, die sich gegen Nazis engagieren. Zuletzt trat G. bei NPD-Aufmärschen Friedland und jüngst in Berlin in Erscheinung. Dort wurden aus der Demonstration heraus Journalisten angegriffen und verletzt. „Dass Anhänger*innen des NPD Gewalt gegen Andersdenkende begehen ist für uns keine Überraschung, schließlich ist die Gewalt elementarer Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie.“ erklärt dazu der Pressesprecher des Bündnis‘ Greifswald Nazifrei, Benjamin Pfeiffer.


Bild: Neonazi Marcus G. im Schlepptau der Polizei. (Foto eingebunden über die Grünen Greifswald)

„Eine Verurteilung von Marcus G, der stets behauptet hat, dass Gewalt für ihn kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sei wäre deshalb begrüßenswert, um die Öffentlichkeit wieder mal über den wahren Charakter der NPD und ihrer Anhänger*innen aufklären zu können. Bei der NPD handelt es sich mitnichten um eine „ganz normale“ Partei. Sie missbraucht das System der parlamentarischen Demokratie um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.“ Das Bündnis Greifswald Nazifrei ruft für die Zeit der Verhandlung zu einer antifaschistischen Kundgebung vor dem Amtsgericht auf um Solidarität mit den Opfern von rechter Gewalt zu zeigen und gleichzeitig ein Zeichen gegen Nazis und ihre Gewalt zu setzen.


Bild: G. während der Attacke … (Foto eingebunden über die Grünen Greifswald)

Es ist zu erwarten, dass auch Nazis zum Prozess erscheinen werden, um eine Atmosphäre der Angst zu erzeugen. Daher ruft das Bündnis außerdem dazu auf an der öffentlichen Verhandlung teilzunehmen um Solidarität mit dem Betroffenen zu zeigen. Die antifaschistische Kundgebung unter dem Motto „Für Demokratie und gegen Nazigewalt“ ist für die Zeit von 12 bis 16 Uhr angemeldet, die Verhandlung beginnt um 13 Uhr 30.


2 Antworten auf „Greifswald: Verhandlung gegen Neonazi Marcus Gutsche wegen Körperverletzung“


  1. 1 matze 09. Dezember 2013 um 15:44 Uhr

    mal sehn ob man ihn drankriegen kann/will.wäre schon ein guter erfolg

  2. 2 seo 09. Dezember 2013 um 17:55 Uhr

    hahahaha ..bewaffenet euch alle mit Kameras und Stöcken..dieses nazipack muss überall getroffen und gequält werden..

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