Magdeburg: Am 18. Januar – Nazis blockieren! Was sonst?!

++ Veröffentlichung der Treffpunkte für die Blockaden gegen den Naziaufmarsch +++ Unterstützungsliste wächst weiter +++ Grundrechtekomitee plant kritische Beobachtungen +

Pressemitteilung des Bündnisses Magdeburg Nazifrei vom 10.01.2014

Am kommenden Samstag, den 11. Januar 2014, wird das Bündnis Magdeburg Nazifrei die Anlaufstellen für die geplanten Aktionen gegen den Aufmarsch der Nazis herausgeben und weitere Einzelheiten zum Tag selbst veröffentlichen. Aus Sicherheitsgründen können die Nummern der Info-Telefone, des Ermittlungsausschlusses (EA) und der Sanitätszentrale frühestens am Vorabend bekannt gegeben werden.

Am gestrigen Nachmittag hat das Bündnis Magdeburg Nazifrei, in Vorbereitung ihrer Blockaden, in der Innenstadt die Bürgerinnen und Bürger auf den kurz bevorstehenden Naziaufmarsch aufmerksam gemacht und die Menschen zu den geplanten Gegenaktivitäten aufgeklärt. Wir konnten mit vielen unterschiedlichen Leuten ins Gespräch kommen. Auch der Inhaber des Bioladens Oli im Bioladen„Alles Natur“ hat Solidarität signalisiert und mit einem unserer Bündnispartner Oliver Wendenkampf, Stadtrat und BUND-Geschäftsführer in Sachen-Anhalt, ein Foto mit dem aktuellen Plakat des Bündnisses gemacht. Bereits seit vielen Wochen werden in Magdeburg und bundesweit Flyer verteilt und Plakate verklebt und Menschen informiert.

Im vergangenen Jahr ist es in der ganzen Stadt wiederholt zu Provokationen und Gewalttätigkeiten seitens der Polizei gekommen, selbst auf der jährlich stattfindenden „Meile der Demokratie“. Dieses Vorgehen ist im Nachgang von vielen Protestierenden und Aktiven kritisiert worden. Aus diesem Grund haben wir das „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ nach Magdeburg eingeladen. Als Unterstützer_innen des zivilen Ungehorsams werden sie am 18. Januar vor Ort sein und ein besonderes Augenmerk auf den Verlauf der Geschehnisse und das Vorgehen der sogenannten Ordnungshüter_innen haben.

Am 18. Januar 2014 ist es soweit: Es werden wieder circa tausend Neonazis erwartet. Sie wollen mit Fackeln durch die Stadt marschieren und bei ihrem skurrilen Schauspiel eines sogenannten „Trauermarsches“ die Opfer und Betroffenen im Zuge des Nationalsozialismus und des zweiten Weltkrieges verhöhnen, indem sie die Geschichte für ihre Zwecke instrumentalisieren. Dabei lassen es sich die Organisatoren nicht nehmen, die Proteste gegen den Naziaufmarsch im Vorfeld zu verspotten. „Jetzt erst recht!“ heißt es deshalb für uns. Wir werden dem Naziaufmarsch, in Anlehnung an unseren Aktionskonsens, entschlossen und motiviert entgegentreten. Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch zu verhindern und ihn damit zukünftig zur Geschichte werden zu lassen.

Im letzten Jahr wurde der Demonstrationszug der Neonazis von der Polizei großflächig geschützt und ganze Stadtteile für ihr Spektakel abgeriegelt und damit unzugänglich für jeden Gegenprotest gemacht. Deshalb sind wir in diesem Jahr umso entschlossener, wenn es wieder heißen muss: „Nazis blockieren – was sonst?“


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