Wer hätt’s gedacht: Ehemaliger CDU-Abgeordneter wechselt zur AfD

++ ehemaliger CDU-Abgeordneter Löttge tritt zur „Alternative für Deutschland“ über +++ Löttge sei enttäuscht von CDU-Politik +++ erneut homophobe und rassistische Töne bei AfD +

Von Marko Neumann und Phil­ipp Gutrun-​Hahn

Die „Alternative für Deutschland“ hat in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufsehen gesorgt. Besonders im Bundestagswahlkampf fiel die rechtspopulistische Partei um ihren Vorsitzenden Bernd Lucke mit eurofeindlichen und teilweise rassistischen Parolen auf. Nur denkbar knapp verfehlte die AfD mit 4,7% den Einzug in den Bundestag. Als sogenannte Protestpartei zog sie von fast allen anderen Parteien Stimmen ab.


Bild: Bundestagswahlplakat der AfD. Nicht nur die NPD versucht mit fremdenfeindlichen Parolen Wähler_Innen auf sich zu vereinigen.

Trotz- oder gerade wegen des nur knapp verfehlten Einzugs in das bundesdeutsche Parlament geht die Stimmungsmache der Kleinstpartei unvermindert weiter. Erst vor wenigen Tagen bezeichnete Lucke Sinti und Roma als eine „nicht gut integrierbare Randgruppe“, das Outing des ehemaligen Fußballnationalspielers hatte Lucke kritisiert, da er „ein klares Bekenntnis zu „Ehe und Familie“ vermisse.

Doch die menschenverachtenden Ausfälle des AfD scheinen den ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Mathias Löttge wenig zu stören. Er trat vor Kurzem der „Alternative für Deutschland“ bei. Der ehemalige Barther Bürgermeister und frühere Präsident des Landestourismusverbandes sei enttäuscht von der CDU. Schon länger war er unzufrieden mit der Arbeit der CDU, ihm fehlen unter anderem Möglichkeiten der Mitgestaltung bei den Christdemokrat_innen. Besonders die „Große Koalition“ mit der SPD sollen ihm zum Wechsel bewogen haben. Er hätte sich eine Befragung der Basis gewünscht, offenbar in Anlehnung an das Vorgehen der Sozialdemokrat_innen.

Die AfD verfügt in MV seit April vergangenen Jahres über einen eigenen Landesverband. Löttge selbst gehört nun dem erst vor Kurzem gegründeten AfD-Regionalgruppe Nordvorpommern-Stralsund an und ist einer der drei Koordinator_innen. Insgesamt hat die AfD ca. 320 Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern.


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