Bützow: Naziaufmarsch gegen „Asylmissbrauch“ morgen stoppen!

Hetze gegen Geflüchtete ist eines der zentralen Themen der neofaschistischen Szene. Hier können die Nazis nicht selten an bereits in der bevölkerung bestehende Ressentiments anknüpfen und ihren Einfluss in der „Mitte der Gesellschaft“ weiter ausdehnen.

Morgen wollen rund 150 Nazis unter dem Motto „Asylmißbrauch – Nicht mit uns! – Bützow wehrt sich“ durch die Kleinstadt marschieren. Hintergrund sind 55 syrische Flüchtlinge, die in der Ortschaft untergebracht werden sollen. Zwar wird ein offizielles Hervortreten der NPD als stärkste neonazistische Organisation in MV bislang vermieden, ein Mitwirken – dürfte dennoch mehr als wahrscheinlich sein.

Wo wollen die Nazis marschieren?
Die Nazis treffen sich um 10 Uhr30 auf dem Schlossparkplatz in Bützow und marschieren dann über die Landesstraße 11 in Richtung Karl-Marx-Straße, dann geht es in Richtung Rosengarten (wieder über die L 11) weiter. Anschließend soll der Aufmarsch über Forsthof, Leninring, Leninplatz, Rühner Landweg und Gartenstraße verlaufen. Abschließend soll es über das Rathaus wieder zum Schlossparkplatz gehen.
Insgesamt sind drei Kundgebungen der Nazis vorgesehen: am NEC-​Park­platz (Karl-​Marx­str), am Le­nin­platz (nahe Rüh­ner Land­weg) und am Rat­haus.

Eine ausführlichen Bericht über den geplanten Aufmarsch gibt es bei Endstation Rechts.

Das Bündnis „Eine Blume für Bützow“ plant Gegenproteste. Infostände sind bislang an folgenden Punkten geplant: Am Rüh­ner Land­weg, in der Karl-​Marx Stra­ße, beim Forst­hof und am Schloss­park­platz (in direkter Nähe zu den Flücht­lings­woh­nun­gen). Evtl. gibt es einen weiteren Stand am Rathaus.

Zentraler Anlaufpunkt für die Proteste ist zunächst der Schlossplatz ab 9 Uhr. Checkt regelmäßig die üblichen Informationskanäle und bleibt informiert!

Folgend dokumentieren wir den Bützower Aufruf gegen den Naziaufmarsch:

Büt­zow zeigt sich: Keine To­le­ranz für In­to­le­ranz!

Für mor­gen, den 19. Juli, rufen Ras­sis­t_in­nen und Neo­na­zis im Deck­man­tel einer ver­meint­li­chen „Bür­ger­initia­ti­ve“ unter dem Motto „Asyl­miss­brauch nicht mit uns! Būtzow wehrt sich“ ab 10.​30 Uhr zu einer De­mons­tra­ti­on durch Büt­zow auf. Sie wol­len damit ihr men­schen­ver­ach­ten­des Welt­bild durch Büt­zows Stra­ßen tra­gen und ge­zielt di­rekt an den Woh­nun­gen der kürz­lich an­ge­kom­me­nen Flücht­lin­ge ent­lang het­zen.

Das Büt­zo­wer Bünd­nis für eine of­fe­ne Ge­sell­schaft will das nicht un­gestõrt zu­las­sen und ruft dazu auf, gegen den Auf­marsch der Nazis und Ras­sis­tIn­nen kre­ak­tiv, laut und bunt zu pro­tes­tie­ren!

Als so­ge­nann­te „Bür­ger­initia­ti­ve gegen Asy­lan­ten­woh­nun­gen in Büt­zow“ het­zen die Or­ga­ni­sa­to­ren der De­mons­tra­ti­on auf Face­book seit Wo­chen und Mo­na­ten gegen die Un­ter­brin­gung von Flücht­lin­gen in Büt­zow. In den Kom­men­ta­ren fal­len neben per­ma­nen­ten ras­sis­ti­schen Kom­men­ta­ren bis hin zu Ge­walt­auf­for­de­run­gen, nicht sel­ten Auf­ru­fe für ein „zwei­tes Lich­ten­ha­gen“.

Wir wol­len die­sen Auf­marsch nicht un­ge­stört durch Büt­zow zie­hen las­sen! Wir wol­len laut, bunt und krea­tiv un­se­ren Pro­test gegen ihre men­schen­ver­ach­ten­de Ein­stel­lun­gen ent­ge­gen brin­gen. Meh­re­re Info­stän­de sind in der di­rek­ten Nähe der De­mo­rou­te ge­plant. Die an­woh­nen­den Flücht­lin­ge wer­den von uns nicht al­lei­ne ge­las­sen. Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit ihnen und rufen alle dazu auf, dies mit uns zu tun!

Das Büt­zo­wer Bünd­nis für eine of­fe­ne Ge­sell­schaft und To­le­ranz setzt sich ein für eine viel­fäl­ti­ge, so­li­da­ri­sche und of­fe­ne Ge­sell­schaft, in der Ras­sis­mus und Neo­na­zis­mus kei­nen Platz haben!

Das Bünd­nis, dass sich aus allen nam­haf­ten Ver­ei­nen der Stadt, vie­len Un­ter­neh­men, Kir­chen, der Stadt­ver­wal­tung, den Stadt­par­la­ments­frak­tio­nen und vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu­sam­men­setzt, hat be­reits in der Ver­gan­gen­heit ein po­si­ti­ves Zei­chen ge­setzt und sich zur ge­mein­sa­men ge­sell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung, hil­fe­su­chen­den Men­schen Zu­flucht zu ge­wäh­ren, be­kannt.

Für ein Leben in Frei­heit und Si­cher­heit für alle Men­schen!


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