Greifswald: „Universität ohne Nazis“ gegründet

++ Kein Platz für Nazis an der Uni Greifswald +++ neue Initiative gegen Neofaschist_innen in der Hansestadt gegründet +++ alternative Erstiparty am 24.10.14 im IKUWO +

Von Marko Neumann

Rassismus und andere chauvinistischen Einstellungen sind keineswegs nur Phänomene bei Menschen mit wenig oder geringer Schulbildung. Auch an gehobenen Lehreinrichtungen, wie den Universitäten verbreitet sich zunehmend nationalistisches Gedankengut, nicht selten studieren auch schon ideologisch gefestigte Neofaschist_innen an den hiesigen Unis.

In Greifswald hat als Reaktion auf diese Entwicklung vor einigen Tagen die Initiative „Uni ohne Nazis“ gegründet. In einer kurzen Gründungserklärung heißt es unter anderem:

„Rechte Strukturen machen keinen Bogen um akademische Institutionen. Wir wollen uns als Ziel setzen, Freiräume zu schaffen, in denen Menschen geschützt ihren Idealen einer akademischen Bildung nachkommen können. Wir wollen den Menschen eine Alternative bieten, die kein Bock darauf haben, mit Nazis in Vorlesungen und Seminaren zu sitzen. Wir wollen den Menschen eine Alternative bieten, die kein Bock darauf haben, gezwungenermaßen die Veranstaltungen von rechten und diskriminierenden Profs besuchen zu müssen.
Gemeinsam mit der Universität, den verschiedenen Gremien, der Studierendenschaft aber auch der Zivilgesellschaft wollen wir rechte Strukturen an der Universität aufdecken und stellen.“

Dass die neue Initiative alles andere als ein Papiertiger ist, bewiesen die engagierten Studierenden bereits während eines Vortrages des landesweit bekannten Neonazi Marcus G. an der Universität.

Aktuelle Informationen über „Uni ohne Nazis“ in Greifswald und ihre Aktivitäten gibt es auf der Facebook Seite der Gruppe unter https://www.facebook.com/UoNhgw reinklicken. In anderen Städten haben sich in der Vergangenheit ähnliche Gruppen gegründet, so klärt die „Kritische Uni Rostock“ beispielsweise seit Monaten unter anderem über (neu)rechte Dozent_innen in Rostock auf.

Erstsemester_innen, die so garkeinen Bock haben, ihre Freizeit auch mit Nazis zu verbringen, können diesen Freitag (24.10.14) im Internationalen Kultur- und Wohnprojekt (IKUWO) bei der Alternativen Erstiparty reinschauen. Alle Infos dazu gibt es hier.


1 Antwort auf „Greifswald: „Universität ohne Nazis“ gegründet“


  1. 1 Uni ohne Nazis Greifswald 13. Februar 2015 um 0:13 Uhr

    Wir haben ebenfalls einen Blog! Weiteres in nächster Zeit! ;)

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