Archiv für Oktober 2014

Stralsund: „Bunte Vielfalt in der Hansestadt“ – Protestveranstaltungen gegen den Fackelmarsch der NPD

++ breiter Protest gegen NPD-Aufmarsch am Wochenende in Stralsund +++ Mahnwachen und Fest unter dem Motto „nazifrei und Spaß dabei“ am Sonnabend geplant +++ Stadtteilspaziergang und weitere Veranstaltungen in Arbeit +

Pressemitteilung von Rock gegen Rechts e.V. vom 09.10.2014

Am zweiten Oktober gründeten auf Einladung des Rock gegen Rechts Stralsund e.V. Vertreter vieler demokratischer Parteien sowie Teilnehmer der Gewerkschaften, antirassistischer Organisationen und der Friedensbewegung ein breites Bündnis, um Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 11. Oktober in Stralsund zu planen. Das bunte Bündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, einen familienfreundlichen und gewaltfreien Protest zu ermöglichen sowie eine angemessene Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte zu befördern. Nach nur einer Woche ist es den über 40 Bündnismitgliedern und ihren Unterstützer_innen gelungen, hierfür ein buntes Programm für diesen Tag zusammen zu stellen.

Den Kern bildet ab 17 Uhr ein Fest bei der Kulturkirche St. Jakobi. Unter dem Motto „Nazifrei und Spaß dabei“ sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu eingeladen. Neben Musik sowie Spiel und Spaß für Kinder wird es auch Informationsstände geben, die die Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch bieten. Für das leibliche Wohl wird mit Getränken und Essen samt Bratwurst und Zuckerwatte gesorgt.

Um 15.30 Uhr beginnt am Alten Markt vor dem Büro der Bündnis 90/Die Grünen ein historischer Rundgang durch die Stralsunder Altstadt. Unter der Leitung des Stralsunders Jörg Zink, der die Stolpersteine in Stralsund zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit initiierte, wird es eine Führung zur Geschichte des jüdischen Lebens in Stralsund geben.

Zum diesjährigen Drachenfest am Stralsunder Strandbad lädt das SIC von 14 bis 17 Uhr ein. Zur gleichen Zeit wird es in Knieper West in der Maxim-Gorki-Straße ein Kinderfest samt Spielmobil geben. Hierzu lädt gemeinsam mit dem Kinderschutzbund die LINKE ein. Anschließend lädt auf eigene Initiative der BÜRGERGARTEN ab 17 Uhr zu einem Lichterfest in familiärer Atmosphäre ein.

Desweiteren werden in der Stadt zwischen 15 und 23 Uhr zahlreiche Mahnwachen – organisiert von politischen und sozialen Verbänden, Vereinen und Politikern des Landes, des Kreises und der Stadt – zu finden sein.

Mehr Infos zum Bündnis und seinen Aktionen am 11.10. unter: www.stralsundnazifrei.rockgegenrechts.com

Toleranz und Mitmenschlichkeit stellen die Grundlage für alle Aktionen des Stralsunder Bündnisses dar. Das Bündnis will zeigen, dass Nefaschist_innen in Stralsund nicht willkommen sind!

Jetzt Tickets kaufen für die Proteste gegen den Naziaufmarsch am Sonnabend in Stralsund!

Die Mobilisierung gegen den Fackelmarsch der NPD in Stralsund diesen Sonnabend ist in vollem Gange. Aus Greifswald und Rostock werden Busse an den Strelasund organisiert.

In Rostock bekommt ihr die Bustickets für eine gemeinsame Anreise:
• im Café Marat (Doberanerstr 21): täglich ab 13.00 Uhr
• im Café Median (Niklotstr 5): täglich ab 18.00 Uhr
• vor dem Poldo (Doberanerstr 21): Donnerstag ab 18.00 Uhr

und in Greifswald gibt es Karten hier:
• am Mittagstisch in der Brinke 16-17: täglich ab 13.00 Uhr
• zur Vokü im “Exil” (Brinke 16-17): Donnerstag ab 19.00 Uhr
• im Infoladen Analog (Lange Straße 14): Donnerstag 15.00 – 19.00 Uhr

Achtet auf weitere Ankündigungen! Checkt regelmäßig die Mobiseiten bei uns, Stralsund Nazifrei und Rassisten stoppen.

Rostock: Veranstaltung „Demokratische Autonomie verteidigen! Save Kobanê!“ am 08.10.14 im Café Median

Infoveranstaltung zum „Islamischen Staat“ (IS) und der Situation in Kobanê am Mittwoch, den 8. Oktober 2014 ab 20 Uhr im Café Median

In Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) entwickelt sich gerade ein Gesellschaftsmodell, welches versucht Basisdemokratie, Säkularität und feministische Emanzipation umzusetzen. Im dortigen Autonomiegebiet soll eine Gesellschaft jenseits von Nationalstaat und ethnischer oder religiöser Spaltung vorangetrieben werden. Derzeit werden diese Bestrebungen durch das Vorrücken und die Angriffe des Islamischen Staates (IS) bedroht, der im Begriff ist die eingekesselte Stadt Kobanê einzunehmen. Bis jetzt konnten die den Panzern und schweren Geschützen vom IS waffentechnisch unterlegenen Selbstverteidigungseinheiten der Autonomieregion (YPG/YPJ) zusammen mit Kämpfer_innen der PKK Kobanê gegen den IS verteidigen. Während die PKK in vielen Ländern noch als terroristische Organisation gilt, unterstützte der NATO-Partner Türkei lange den IS. In vielen Ländern finden seit Tagen Proteste statt, die ein Eingreifen in die Geschehnisse in Kobanê fordern. Die Veranstaltung informiert über die aktuellen Entwicklungen in Kobanê und das Vorrücken der IS.

Vor und nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, Bustickets zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch dieses Wochenende in Stralsund zu erwerben.

Termine für Infoveranstaltungen gegen den Naziaufmarsch der NPD diesen Sonnabend

Kommenden Sonnabend will die NPD mit einem Fackelmarsch durch Stralsund marschieren. Die Bündnisse Stralsund Nazifrei und Rassisten stoppen mobilisieren zu Protesten gegen den neonazistischen Aufzug. Die gesamte Woche über wird es Infoveranstaltungen dazu geben. Hier die aktuelle Übersicht:

06.10.2014 – Rostock – Café Median – ab 20 Uhr
07.10.2014 – Greifswald – Brinke 16-17 – ab 19 Uhr
08.10.2014 – Neubrandenburg – AJZ – ab 20 Uhr
08.10.2014 – Berlin – Schreina47 – ab 20 Uhr
09.10.2014 – Lübeck – Café Brazil – ab 18 Uhr
09.10.2014 – Ribnitz-Damgarten – AJZ Kita – Uhrzeit folgt

Kommt am Sonnabend nach Stralsund! Keinen Fußbreit den Faschist_innen!

„sozial gerecht“ schreibt sich ohne n, p, d!

Aufruf zum antifaschistischen Protest am 11. Oktober: Kein Naziaufmarsch in Stralsund!

Am Samstag, dem 11. Oktober 2014, plant die NPD aus Vorpommern/Rügen einen Fackel- und Gedenkmarsch durch die Hansestadt Stralsund. Hiermit fordern wir einen aktiven antifaschistischen Gegenprotest und rufen zu zivilgesellschaftlichen Ungehorsam gegen diese geschichtsrevisionistische Veranstaltung auf!

Aufruf des Bündnisses Rassisten stoppen gegen den geplanten NPD-Fackelzug durch Stralsund

Bereits am 03. Oktober 2008 organisierte der NPD Kreisverband Stralsund einen Aufmarsch unter dem Motto „Sozial geht nur national – Nationaler Sozialismus statt Globalisierung“.



Im letzten Jahr war eine vermehrte Aktivität von freien Kräften, um den aus Greifswald zugezogenen Neonazi René Hackbarth, sowie die Gründung der Gruppe „Whiteboys Stralsund“ festzustellen. Von diesen mit initiiert, wollen sechs Jahre danach wieder Neonazis Anfang Oktober durch Stralsund marschieren. Wie alljährlich am 8 Mai in Demmin, wollen diese einen Opfermythos konstruieren, um das Ende des von Deutschland ausgehenden zweiten Weltkriegs umzudeuten. Hierbei wird die Bombardierung Stralsunds durch eine US-amerikanische Offensive am 06. Oktober 1944 benutzt um 70 Jahre später mit dem „Gedenken an deutsche Opfer“ nationalsozialistisches Gedankengut zu reproduzieren und damit einen Millionen Tote fordernden Angriffskrieg zu verherrlichen. Gleichzeitig verbinden sie das Motto mit einem Protest gegen die „aktuelle NATO-Aggressionspolitik“, welche eine Zusammenarbeit mit neofaschistischen Kräften in der Ukraine beinhaltet, und begeben sich damit in einen gewagten politischen Spagat.

Rassistisch und faschistisch motivierte Gewalt ist in Stralsund zu oft allgegenwärtig, die Stadtverwaltung sieht zu, wir werden es nicht tun!

Unter der Federführung von NPD-Stadtvertreter Dirk Arendt kommt es im Vorfeld des jährlich stattfindenden Kinderfestes in der Brunnenaue oder anlässlich von NPD-Wahlkampfständen regelmäßig zu Gewalt gegen nichtrechte Jugendliche. Des weiteren wurden Besucher*Innen von linken Konzerten und Bewohner*Innen des auf dem Dänholm gelegenem Asylbewerberheims bedroht und angegriffen, sowie Einrichtungen von nichtrechten Parteien beschädigt. Die Behörden und Organe der Hansestadt Stralsund versuchten in der Vergangenheit weder neonazistische Veranstaltungen zu erschweren, noch zivilgesellschaftlichen Aktivismus gegen Rassismus zu unterstützen.

Somit bleibt es an Jugendlichen und Bürgerinnen und Bürgern hängen diese Zustände zu thematisieren und ihnen gemeinsam entgegenzutreten. Lasst uns am 11. Oktober 2014 zahlreich auf die Straße gehen und den Neonazis den Tag versauen. Kein ungestörter Naziaufmarsch in Stralsund! Keine Toleranz für nationalsozialistische Hetze! Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Stralsunder Aktionskonsens gegen den Naziaufmarsch am 11. Oktober: „Für die Entfaltung demokratischer Kultur und gegen Rechtsextremismus“

Das Aktionsbündnis in Stralsund ist entstanden aus Anlass der Ankündigung eines Aufmarsches von Rechtsextremisten und aus Empörung über die in unserer Region existierenden rechtsextremen Strukturen. Wir unterstützen dieses Bündnis und tragen den Aktionskonsens mit.

Das Aktionsbündnis ist getragen von Einwohnerinnen und Einwohnern der Region sowie von Vereinen und Organisationen verschiedenster Art. Wo immer möglich, streben wir eine Kooperation mit Kommunen und anderen öffentlichen Strukturen an. Wir teilen die Auffassung, dass die Ideologie der Nazis und ihre deutschlandweiten Strukturen und der breite Alltagsrassismus konsequent und langfristig bekämpft werden müssen.

Politische Gruppierungen und Personen, die andere aufgrund eigener Maßstäbe abwerten und Ideologien von Intoleranz und Gewalt gegen Andersdenkende vorantreiben, stellen eine akute Bedrohung dar. Sie gefährden nicht nur Minderheiten, sondern unsere gesamte pluralistische Demokratie. In unserer Gemeinschaft sind wir von folgendem Aktionskonsens getragen:

1. Wir stellen uns mit friedlichen, kreativen Mitteln gegen menschenverachtende Ideologien.
2. Wir sind solidarisch mit allen, die sich gegen Rechtsextremismus und entsprechende Strukturen in unserer Region stellen.
3. Wir arbeiten gewaltfrei, nicht eskalierend und positionieren uns gegen Versuche der Kriminalisierung entsprechender Anti-Nazi-Proteste.
4. Wir verstehen unsere langfristige Arbeit über Anti-Nazi-Proteste hinaus als einen Beitrag für eine solidarische und freie, kulturell vielfältige Entwicklung der Gesellschaft.
5. Wir setzen uns ein für Menschenwürde und Menschenrechte, Respekt und Toleranz und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unserer Region.

Erstunterzeichner_innen:
- Rock gegen Rechts Stralsund e.V.
- Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.
- Schloss Bröllin e.V.
- SPD Kreisverband Vorpommern-Rügen
- SPD Stadtverband Stralsund
- Jusos Vorpommern-Rügen
- Jusos Rügen
- Jusos Rostock
- Storch Heinar
- Ajuku e.V.
- AWIRO e.V.
- DIE LINKE. Kreisverband Stralsund
- linksjugend [’solid] M-V,
- Bündnis 90/Die GRÜNEN Stadtverband Stralsund,
- Bündnis 90/Die GRÜNEN Kreisverband Vorpommern-Rügen,
- Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Bürgerschaft Stralsund
- Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Vorpommern-Rügen
- Bündnis 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Stralsund
- Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Boddenkette-Recknitz-Trebeltal
- DIE LINKE. Kreisverband Vorpommern-Rügen
- Rügener Friedensbündnis
- DKP Ortsverband Stralsund
- SDRJ Nordvorpommern
- PIRATENPARTEI Vorpommern-Rügen
- PIRATENPARTEI Mecklenburg-Vorpommern
- DGB Vorpommern
- ver.di Jugend Nord
- ver.di Jugend Rostock
- ver.di Jugend Neubrandenburg-Greifswald
- Wählergemeinschaft/Fraktion Linke offene Liste in der Bürgerschaft Hansestadt Stralsund

Sämtliche Unterzeichner_innen sowie weitere Infos zu den Gegenprotesten am Sonnabend können unter www.stralsundnazifrei.rockgegenrechts.com nachgelesen werden.

Gegen den Naziaufmarsch am 11. Oktober! Stralsund akzeptiert keinen Rassismus!

++ Vorbereitungen zu den Gegenprotesten gegen NPD-Fackelmarsch am 11. Oktober in Stralsund laufen +++ Aktionsbündnis Stralsund Nazifrei gegründet +++ Bündnis fordert breiten Protest gegen rassistische und geschichtsrevisionistische Hetze der NPD +

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Stralsund Nazifrei vom 03.10.2014

Am letzten Donnerstag gründeten auf Einladung des Rock gegen Rechts Stralsund e.V. Vertreter vieler demokratischer Parteien sowie Teilnehmer der Gewerkschaften und antirassistischer Organisationen und der Friedensbewegung ein breites Bündnis, um Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 11. Oktober in Stralsund zu planen.

Zu Beginn informierte der Leiter der Polizeiinspektion Stralsund Thomas Dabel über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Anschluss wurden eine gemeinsame Erklärung formuliert und die unterschiedlichen Aktionen besprochen. Es wird ein breites Angebot geben. Den Kern bildet ein Demokratiefest, welches vor der Jacobikirche stattfinden soll. Dort soll am Samstag ab 17 Uhr der Anlaufpunkt für alle sein, die sich gegen die Rechtsextremisten und für eine weltoffene Region engagieren wollen.

Alle sind eingeladen, sich mit kreativen, musikalischen oder politischen Aktionen an dem Fest zu beteiligen. Das bunte Bündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, einen familienfreundlichen und gewaltfreien Protest zu ermöglichen sowie eine angemessene Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte zu befördern. Toleranz und Mitmenschlichkeit stellen die Grundlage für alle Aktionen des Stralsunder Bündnisses dar.

Das Bündnis will zeigen, dass Rechtsextremisten in Stralsund nicht willkommen sind!

Hierzu bitten alle Beteiligten um breite Unterstützung.

Mehr Infos zum Aktionsbündnis unter: www.stralsundnazifrei.rockgegenrechts.com

Nach Misshandlungen an Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen – Auch Beschwerden in MV

++ Nach Misshandlungen Geflüchteter durch Mitarbeiter der Sicherheitsfirma „European Homecare“ in NRW auch Vorwürfe in MV +++ Vorsitzende des Flüchtlingsrates in Mecklenburg-Vorpommern fordert Überprüfung von Sicherheitsleuten auf rassistischen Hintergrund +++ Innenminister Caffier (CDU) sieht „keine Veranlassung“ für Vorsichtsmaßnahmen +

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Die Bilder von Geflüchteten, welche von Mitarbeitern der Sicherheitsdienste in Flüchtlingsheimen in Nordrhein-Westfalen misshandelt wurden, machten Schlagzeilen. Auch in MV gibt es Probleme mit privaten Sicherheitsfirmen.


Bild: Dieses Handyfoto zeigt Wachleute in einer Flüchtlingsunterkunft in NRW, die einen Algerier quälen. (Foto eingebunden über proasyl.de)

Die in NRW in die Kritik geratene Sicherheitsfirma „European Homecare“ „bewacht“ auch in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Flüchtlingsunterkünfte. Für insgesamt sechs von achtzehn Heimen (zwei in Güstrow und jeweils eins in Greifswald, Anklam, Torgelow und Wolgast) ist die Firma zuständig. „Ich bin entsetzt über die Vorfälle“, sagte die Vorsitzende des Flüchtlingsrates in MV, Ulrike Seemann-Katz.

Bislang seien in MV zwar keine Misshandlungsfälle wie in Nordrhein-Westfalen, doch auch hier gibt es Beschwerden. „Respektloser Umgang mit Asylbewerbern kommt häufiger vor. Die Bewohner berichten, dass man sie oft duzt, im Befehlston herumkommandiert oder wegschickt, wenn sie Fragen haben.“ Diese und andere Vorwürfe gebe es nicht nur gegenüber den Wachleuten, sondern auch gegenüber Mitarbeitern der Heime. Erklärte die Vorsitzende des Flüchtlingsrates MV Ulrike Seemann-Katz.

Bei Wachschutzunternehmen wird meist nur gering qualifiziertes Personal eingesetzt. „Bei Ausschreibungen für die Verwaltung der Heime geht es zu 70 Prozent nach dem Preis und nur zu 30 Prozent nach Qualität.“ Meint Seemann-Katz. Sie fordert nun, was der gesunde Menschenverstand auch ohne die Misshandlungen der Geflüchteten in Burbach und anderen Städten rät: die Überprüfung auf eine fremdenfeindliche Gesinnung der Wachleute. “Es darf nicht sein, dass Leute, die bereits durch rechtsextreme Übergriffe oder Gewalttaten in Erscheinung getreten sind, Asylbewerber schützen dürfen.“. In einigen Landkreisen will die Verwaltung künftig genauer hinschauen, wer die Flüchtlingsheime bewacht.

„In MV gab es derartige Vorfälle nicht und wir haben derzeit keine Veranlassung, eine Überprüfung privater Betreiber von Asylbewerberunterkünften vorzunehmen“, behauptet dagegen Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Die Misshandlungen in NRW sowie die Beschwerden von Geflüchteten in MV sind offensichtlich nicht „Veranlassung“ genug für den Christdemokraten.




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