Greifswald: Aktionswoche gegen die Räumung der besetzten Brinke WG vom 11.-19.11.14

In Greifswald (Mecklenburg Vorpommern) ist seit unglaublichen 5 in Worten FÜNF) Wochen ein Haus besetzt. Dass diese Besetzung für hiesige Scheißverhältnisse ziemlich lange gehalten wurde (und das zumal sie zwei Häuser neben den Bullen ist), ist nur möglich durch die breite Unterstützung, durch die Bevölkerung und die fast durchweg positive Presse (Schlagzeile „Anarchie für eine bessere Zukunft“).

Nun will der Eigentümer doch räumen lassen, obwohl er bisher vorgab eine Eskalation vermeiden zu wollen und noch nicht alle rechtlichen Schritte durch sind. Eine Räumung steht noch diese Woche unmittelbar bevor, laut Aussage des Gerichtsvollziehers und aufgrund einer einstweiligen Verfügung. Nach einer Räumung könnte der Eigentümer direkt ohne Genehmigung abreißen (weil nur zweistöckig) und seine geilen neuen Eigentumswohnungen hinklatschen. Die Besetzer_innen sagen: „Unsere Besetzung ist das einzige, was das Haus im Moment direkt vor dem Abriss schützt – sie muss verteidigt werden!“

Aufruf zur Aktionswoche vom 11. bis 19. November in Greifswald

Kommt her und verhindert mit uns zusammen kreativ die Räumung. Für Schlafplätze, Essen und weitere Infrastruktur ist gesorgt. Wir haben ein Programm vorbereitet mit Aktionen, Workshops, Filmabend zu vergangenen Besetzungen, Stadtrundgang, Vorträgen. Durch die entwicklungspolitischen Tage, die sich kritisch mit dem Thema Eigentum auseinandersetzen, ist ohnehin viel los in der Stadt.

Wir laden euch ein mit uns zusammen die Stadt unsicher zu machen, um Politik und Eigentümer zu zeigen, dass eine Räumung kein Zuckerschlecken ist. Das Aktionspotential reicht von kreativen Bauideen, über Leerstandsbegehungen bis hin zum Besuch der Stadtmarketing Tagung (Mittwoch). Also haltet euch bereit, kommt zahlreich und kämpft mit uns um das Haus und eine selbst organisierte Stadt!

Außerdem möchten wir den Anlass nutzen uns mit euch zu vernetzen. Unser Ziel ist es ein Konzept des „community supported squatting“ zu entwickeln, also eine Strategie mit der Besetzungen wieder legitim werden und genutzt werden können um eine grundlegende Eigentums- und Kapitalismuskritik in breite Schichten zu tragen. Am Wohnen zeigen sich in vielen Städten weltweit immer krasser die Widersprüche des Kapitalismus auf. In der Aktionswoche gucken wir auf vergangene Besetzungen und werden uns auch mit Aktivist_innen aus Italien und Polen zu deren Erfahrungen mit Besetzungen durch Flüchtlinge, Familien und gegen Zwangsräumung austauschen um eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln.

Mehr Infos zur Besetzung der Brinke WG findet ihr auf brinkewg.blogsport.de.


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