Archiv für Dezember 2014

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches & kämpferisches Jahr 2015!

Auch 2015 warten wieder viele Herausforderungen auf uns. Egal ob klassische Naziaufmärsche, rassistische Hetze aus der „Mitte“ der Gesellschaft, die sich weiter verschärfende Wirtschaftskrise, umweltzerstörendes Fracking, G7-Gipfel, Atomtransporte oder andere Missstände: auch im kommenden Jahr halten wir euch mit aktuellen Informationen jeder Zeit auf dem Laufenden. Wir bedanken uns bei allen Leser*innen für die Treue in diesem und den vergangenen Jahren.
Die Redaktion wünscht allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches sowie kämpferisches Jahr 2015!

Rostock: Gegen den Aufmarsch der ROGIDA am 12. Januar 2015!

+ Aufmarsch der rechtspopulistischen ROGIDA und co. am 12. Januar 2015 +++ Gegenaktionen stehen unter dem Moto „Rostock für alle!“ +++ Auftaktveranstaltungen für ein weltoffenes Rostock bereits am 05. Januar ++

„Eure Feindbilder sind so real wie der Weihnachtsmann – und nichts anderes als schlecht versteckter Rassismus. Und die eigentliche Frage ist doch die: wenn man das Abendland nur noch verteidigen kann, indem man menschenfeindliches Gedankengut vor sich her trägt – was gibt’s dann eigentlich noch zu verteidigen?“ Claus von Wagner

Die Gruppe, die sich selbst als „ROGIDA“ bzw. „MVGIDA“ bezeichnet, will am 12. Januar in Rostock vom Hauptbahnhof (Südeingang) durch die Innenstadt marschieren und am Hauptgebäude der Universität gegen Geflüchtete, Migrant_innen und alle Menschen auftreten, die nicht ihrem kulturgeschichtlichem Begriff, entsprechen. Ihren Rassismus kleiden sie unter den Begriff der „Antiislamisierung“.
Die Initiative ROSTOCK nazifrei begrüßt es, wenn Menschen für ihre Ideen auf die Straße gehen und ihre demokratischen Rechte in dieser Form nutzen.
Die geplante Demonstration unter dem Namen „ROGIDA“ hat allerdings bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie einerseits die Inhalte und Forderungen von „PEGIDA“ unreflektiert übernimmt und andererseits offen rassistisch, antidemokratisch und menschenverachtend agiert. Solche Bestrebungen lehnen wir ebenso wie neonazistische Einstellungen ab und verurteilen die Versuche, die Solidargemeinschaft aller Rostocker_innen durch die Verunglimpfung, die Herabwürdigung und Ausgrenzung zu gefährden.

Auftaktveranstaltungen am 5. Januar am Doberaner Platz und Kröpeliner Tor
Bereits am 5. Januar findet ab 16 Uhr auf dem Doberaner Platz die erste Auftaktveranstaltung für ein weltoffenes und tolerantes Rostock statt. Nach Reden unter anderem von Pastor Tilman Jeremias, Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche und dem Landtagsabgeordneten Hikmat Al-Sabty geht ein Demozug zum Kröpeliner Tor um an der dortigen Kundgebung weiter teilzunehmen. Ab 17 Uhr wird dort „ROSTOCK nazifrei“ zusammen mit vielen Initiativen, Vereinen und Organisationen für eine vielfältige Stadtgesellschaft eintreten, über die geplante, sogenannte antiislamistische Demo am 12. Januar informieren und deutlich machen, warum eine „Rogida“-Demo Vorurteile bedient, Menschen stigmatisiert und welche Verbindungen die Organisatoren zur rechtsextremen Szene und zur NPD haben.

Wir rufen alle Rostocker_innen auf, sich am 12. Januar mit allen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern solidarisch zu erklären, ganz gleich ob und welcher Konfession sie angehören, auf welchem Wege sie nach Mecklenburg-Vorpommern kamen und warum. Weder hier noch anderswo werden wir es zulassen, das einzelne Teile der Gesellschaft ausgegrenzt, diffamiert, stigmatisiert oder gar bedroht werden. Erst recht, wenn es Menschen betrifft, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind. ROSTOCK FÜR ALLE – unter diesem Motto treten wir gemeinsam für einander ein und werden Rassist_innen keinen Raum bieten.

Weitere Informationen folgen die nächsten Tage. Haltet die Augen offen und informiert euch. Benutzt dafür folgende Kanäle:

Facebook: NoPegidaMV & PortalNordost
Hashtags: #norogida & #nopegidamv
Homepages: ROSTOCK nazifrei & ino.blogsport.de/norogida

Aufruf Magdeburg Nazifrei: 17. Januar 2015 – Nazis blockieren statt ignorieren!

The same procedure as every year: jedes Jahr im Januar treten über Tausend Nazis den Weg nach Magdeburg an, um gemeinsam mit ihren ortsansässigen Kameraden anlässlich der Bombardierung Magdeburgs am 16.01.1945 zu marschieren. Dabei wird bewusst geleugnet, was hinlänglich bekannt ist: erst die Bombardierung deutscher Rüstungsbetriebe im Januar ’45 führte zum endgültigen Produktionsstopp an Kriegswaffen. Magdeburg war für die Hitlerdiktatur einer der wichtigsten Rüstungsstandorte. Die Bombardierung kriegswichtiger Waffenproduktionsstätten wie in Dessau, Dresden und Magdeburg beschleunigten den Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs und die Zerstörung des faschistischen Hitlerregimes.

Den 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs werden die Nazis vermutlich zum Anlass nehmen, die Aufmärsche der letzten Jahre organisatorisch und personell zu überbieten. Angefangen mit acht Nazis als Teilnehmer an der städtischen Gedenkkundgebung im Jahr 1998, steigerte sich die Zahl der Teilnehmenden am Januar-Aufmarsch in den vergangenen Jahren auf über 1.000. Seit 2001 marschieren die Nazis rund um den 16. Januar durch Magdeburg. Im Jahr 2005 ist es erst- und letztmalig gelungen, den Aufmarsch zu stoppen.

Neofaschisten aus Magdeburg und Sachsen-Anhalt nehmen wichtige Positionen in den Vorständen der NPD, der JN und den sogenannten “freien Kameradschaften” ein. Mit der Gründung eines Kreisverbands der Neonazi-Partei „Die Rechte“ im Jerichower Land soll offensichtlich versucht werden, die geschwächten Strukturen der Neonazis in der Region zu stärken. Im Schutz der Partei können die Faschisten ihre nationalistischen Ideologien verbreiten und auf diesem Weg formal legal agieren. Außerdem ist damit zu rechnen, dass sich die Partei in Sachsen-Anhalt weiter vergrößern wird, da Neonazis in Magdeburg ebenfalls einen eigenen Ortsverband anstreben.

Das Bündnis „Magdeburg Nazifrei“ hat sich am 31.05.2012 in Magdeburg gegründet. Als Spektren übergreifendes Blockadebündnis in Magdeburg organisiert es Blockaden gegen den Aufmarsch der Nazis. Im Januar 2015 werden die notwendigen Strukturen für Aktionen gestellt. Mit unserem Engagement und eurer Unterstützung wurde in den Vorjahren die Protestkultur in Magdeburg nachhaltig verändert. Blockaden als Aktionsform sind bei Protestaktiven kein absolutes NoGo mehr. Nach den ersten Blockadeversuchen im Januar 2013 mussten wir erkennen, dass es in Magdeburg einer anderen Strategie bedarf. 2014 setzten wir dann auf ein dezentrales Vorgehen und verbuchten damit erste Teilerfolge. Wir halten an dieser Strategie fest und werden sie weiter ausbauen.

Die Desinformationspolitik und die durch Polizei und Deutsche Bahn unterstütze Mobilität der Neonazis erfordern auch im Januar 2015 eine bundesweite Mobilisierung, um genug Menschen in Magdeburg auf die Straßen zu bringen. Der politische Wille, diesen Aufmarsch stattfinden zu lassen konnte bisher nicht gebrochen werden. Daher ist damit zu rechnen, dass die Nazis von einem zum anderen Ende der Stadt verfrachtet werden, um dort zu marschieren, wo sie kaum blockiert werden können. Die Magdeburger Stadtverwaltung kann nach eigenen Aussagen nichts gegen den Naziaufmarsch tun. Die zuständige Versammlungsbehörde sei in Sachsen-Anhalt die Polizei. Dass der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Ignoranz für eine Strategie gegen Naziaufmärsche hält, bestätigte er auf einer öffentlichen Veranstaltung an der Universität in Magdeburg: „[…] Das ist ja eigentlich das Ziel. Sie wollen mit dem was sie machen in die Öffentlichkeit und die Öffentlichkeit wird durch Medien weiter gegeben. Wenn darüber keiner berichten würde, was ich mir in den ersten zwei Jahre mal gedacht habe, man ignoriert das einfach und keiner berichtet drüber, läuft sich das tot. Das funktioniert aber leider nicht, weil immer irgendjemand darüber berichtet.“

Im letzten Jahr konnte mit dezentralen Protesten der Aufmarsch gespalten und zeitlich um einige Stunden nach hinten verschoben werden, da die Anreisewege der Nazis zeitweilig blockiert werden konnten.

Unterstützt uns und kommt nach Magdeburg. Wir wollen, gemeinsam mit allen Kräften von hier und überall, den Aufmarsch der Neonazis verhindern und damit ein eigenes Statement gegen menschenverachtende Einstellungen und neonazistische Politik setzen.

Mehr Infos unter www.magdeburg-nazifrei.com.

Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs

+ Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs +++ Entschlossener Widerstand gegen den Naziaufmarsch und die Kriminalisierung linker Politik in Magdeburg ++

Pressemitteilung des Bündnisses Entschlossen handeln Magdeburg vom 16. Dezember 2014

Unter dem Motto „Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig! Die Angriffe von Staat und Nazis zurückschlagen!“ rufen wir, die Initiative „Entschlossen Handeln“ zu einer antifaschistischen Demonstration am Freitag, den 16. Januar 2015 in Magdeburg auf. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, die sich als Teil der antifaschistischen & revolutionären Linken sehen. Wir organisieren bereits seit 2012 eigenständige Aktionen – an denen sich stets mehrere hundert Menschen beteiligten – gegen den jährlichen Naziaufmarsch in Magdeburg.

Mit der Demonstration wollen wir direkt am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs auf die Straße gehen um zum einen deutlich zu machen, dass antifaschistische Aktionen nicht bei der Verhinderung eines Naziaufmarsches aufhören dürfen sondern sich gegen jedes faschistische sowie nationalistisches Denken und Handeln richten müssen. Zum anderen sehen wir es als notwendig an, auf die staatliche Repression aufmerksam zu machen, der eine Vielzahl von Menschen ausgesetzt ist, weil sie sich u.a. in den letzten Jahren an den Protesten gegen den Aufmarsch der Nazis in Magdeburg beteiligten.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass gerade nach der Aufdeckung der „NSU“-Morde und den damit verbundenen Enthüllungen über die Verstrickung zwischen Sicherheitsbehörden und organisierten Nazis, der deutsche Staat weiterhin einen antifaschistischen Protest kriminalisiert. Deshalb und aufgrund einer massiven Einschränkung des Versammlungsrechts, wie wir es während angemeldeter Demonstrationen z.B. in Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder erleben mussten, wird die bevorstehende Demo in Magdeburg bewusst nicht bei den Behörden oder der Polizei angemeldet.

Steffen Winkler, Pressesprecher der Initiative erklärt dazu: „Wer wie die Polizei außerordentliche Mittel in Bewegung setzt um Naziaufmärsche zu ermöglichen, einen antifaschistischen Widerstand kriminalisiert, der sich gegen den Terror der Nazis richtet, welchem fast täglich MigrantInnen und Andersdenkende in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sind und dazu noch das Versammlungsgesetz einschränkt, in dem Demonstrationen in eine Art Gefangenentransport verwandelt werden, den werden wir garantiert nicht um Erlaubnis fragen, um unser politisches Anliegen auf die Straße zu tragen!“.

Treffpunkt für unsere Demonstration wird um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof von Magdeburg sein, von wo aus wir wenig später durch die Innenstadt gehen werden und schon jetzt die Polizei dazu auffordern, sich deutlich zurückzuhalten. Die genaue Route werden wir in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Landesjugendring MV fordert: Landesweit Krankenkassenkarte auch für Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsam mit dem Landesflüchtlingsrat und der Migrant_innen-Selbstorganisation Migranet MV fordert der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern Parlament und Regierung auf, die Rahmenbedingungen zu schaffen, Flüchtlingen nicht länger bürokratische Hindernisse in den Weg zu dringend benötigten gesundheitlichen Hilfen und Behandlungen zu räumen.

Pressemitteilung des Landesjugendrings MV vom 15.12.2014

„Mit einer Krankenkassenkarte für Flüchtlinge muss sich jetzt auch das Land Mecklenburg-Vorpommern zu einer menschlicheren und solidarischen Flüchtlingspolitik bekennen! Wir fordern, Flüchtlingen, Asylsuchenden und geduldeten Menschen nicht länger die direkte Hilfe im Notfall zu verweigern, sondern sie, wie alle anderen Menschen in unserem Bundesland auch, zu unterstützen und ihre Gesundheit zu schützen oder schnellstmöglich wiederherzustellen. Der Zugang zu einer landeseinheitlichen Regelversorgung muss diskriminierungsfrei auch diesen Menschen gewährt werden“, sagt der Vorstandssprecher des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern, Fabian Scheller.

„Flüchtlinge sind ein Teil der Migranten und Migranten ein Teil der Gesellschaft. Wenn wir von einer gelungenen Integration sprechen wollen, wenn wir von einer Willkommenskultur sprechen, dürfen wir diesen Teil der Migranten, der auch oft unsere Hilfe braucht, da sie Opfer von Kriegen, Gewalt und Verfolgung sind, nicht von vorneherein durch die Einschränkungen ausgrenzen. Für uns ist der existierende Zugang zum Gesundheitssystem für Flüchtlinge, sowie die Praxis der Zahlung von Lebensunterhaltsleistungen diskriminierend“, so Imam-Jonas Dogesch, der Sprecherratsvorsitzende des MIGRANET-MV während der Verbandsanhörung zum Thema Einführung der Krankenkassenkarte für Flüchtlinge vor dem Sozialausschuss des Landtages MV.

In diesem Jahr wird laut Presseangaben in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 4.000 Asylbewerbern gerechnet.

Aufruf zur Winterhilfe für Geflüchtete in Stralsund

Aufruf von Rock gegen Rechts Stralsund e.V.

In dieser kalten, aber auch herzlichen Jahreszeit müssen wir an die Menschen denken, die nur noch das Wenige besitzen, das sie auf ihrem langen Weg nach Deutschland behalten konnten.

Kälte kann sehr unangenehm sein, vor allem dann, wenn die passende Unterkunft oder Kleidung fehlt. Da viele Helfer_innen über das ganze Jahr hinweg diesen Menschen ihre Solidarität gezeigt haben, benötigen die Bewohner_innen der Asylbewerberunterkunft auf dem Dänholm vorerst keine Kleidung mehr. Falls sich dies ändern sollte, geben wir erneut Bescheid.

Was noch in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber_innen benötigt wird: Weihnachtsgeschenke für Kinder (bitte nicht aufwendig verpacken, dar diese auf ihren Inhalt kontrilliert werden), Küchenutensilien, Fernseher, Handtücher und Bettwäsche. Diese können sie direkt vor Ort in der Rudenstraße 26 a/b, 18439 Stralsund – Dähnholm abgeben. Die Mitarbeiter der Unterkunft stehen ihnen telefonisch zur Verfügung: 0383-1280015.

Aktion: Integration im Wohnzimmer
Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, rufen wir dazu auf an der Aktion “Integration im Wohnzimmer” teilzunehmen. Laden sie ihre neuen Nachbarn bzw. Flüchtlinge zu sich ein und kommen Sie mit ihnen ins Gespräch! Helfen sie ein Miteinander zu ermöglichen. Wir unterstützen sie gerne, falls sie Fragen haben. Nutzen sie einfach die unten genannten Kontaktmöglichkeiten!

Da gibt es was zu tun
Nicht oft finden sich Menschen, die direkt mit Flüchtlingen arbeiten bzw. andere Helfer_innen bei der Planung unterstützen wollen. Daher würde sich unsere Flüchtlingshilfe AG über Verstärkung freuen. Bei Interesse nutzen Sie bitte einfach die unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten!
Wir bitten darum, dass auch Sie diesem Aufruf nachkommen – für eine solidarische Gemeinschaft!

Rostock: „DIY-Anti-Kommerz Weihnachtsgeschenke-Bastelei“ Workshop am 18.12.14 im Peter-Weiss-Haus

Wer den alljährlichen sehr dezent und feinfühlig inszenierten kaufrauschsteigernden Maßnahmen bislang entkommen ist wird heute sich heute richtig freuen. Denn nun heißt es, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und andere damit beglücken.

Wir schnippeln, lochern, tackern, kleben, malen und sprühen was das Zeug hält aus Materialien, die alles andere als Müll sind. Bring‘ gerne eigenen Stuff mit vom Weihnachtsmarktabriss, der letzten Containertour, aus Omis Werkkeller oder Pappis Nähstübchen. Nebenher gibt’s Klamottentausch, Bücherkiste und Jam-Ecke. Wir freuen uns auf einen gemütlich kreativen Abend.

Wenn ihr was Spezielles anbieten wollt, schreibt uns ruhig vorher eine Mail, dann können wir das vorher ankündigen und den Raum verplanen. Mail an schneckenhaus[ätt]systemausfall.org.

Wann und wo?
Am 28. Dezember 2014 im Peter-Weiss-Haus in Rostock. Beginn ist 20 Uhr.

Presseschau zur „Asylrecht ist Menschenrecht“ Demo vergangenes Wochenende in Güstrow

Vergangenes Wochenende demonstrierten rund 500 Menschen in Güstrow gegen rassistische Hetze in der Stadt und für eine menschenwürdige Behandlung der Geflüchteten. Kurzfristig wurde eine rechte Gegendemo angemeldet, die jedoch weit hinter allen Erwartungen zurück blieb.

Pressemitteilung des Ratschlag der Bündnisse
ER: 350 Teilnehmer zeigen: Refugees Welcome
KomFort: Mobilisierungserfolg – AntiRa-Demo in Güstrow
SVZ: Demo für Integratione
NNN: gemeinsame Front füry Asylrecht
OZ: Hunderte demonstrieren für bessere Integration

Güstrow: Erfolgreiche Demonstration gegen rassistische Hetze

500 Personen demonstrierten am Samstag für “Refugees welcome” und gegen Rassismus und Neonazismus durch Güstrow

Pressemitteilung des Ratschlags der Bündnisse vom 07.12.2014

Die Demo „Asylrecht ist Menschenrecht!“ war ein voller Erfolg! Etwa 500 Leute sind dem Aufruf des Ratschlags der Bündnisse unter dem Motto “Refugees welcome! Asylrecht ist Menschenrecht!” gefolgt. Darunter waren viele Güstrower*innen und Flüchtlinge aus ganz MV, die Gesicht gezeigt haben. Dabei wurden sie unterstützt durch große Teile der Zivilgesellschaft aus ganz MV sowie Politiker*innen und Parteien. Gemeinsam haben wir ein deutliches und aktives Zeichen für mehr Willkommenskultur und bessere Lebensbedingungen von Flüchtlingen und gegen Rassismus und Neonazis gesetzt”, resümieren Ulrike Wanitschke und Imam Jonas Dogesch, Mitorganisator*innen vom Ratschlag der Bündnisse.

Auf der Demonstration sprachen mehrere Flüchtlinge, darunter eine syrische Journalistin, eine alleinerziehende Frau aus dem Iran und Imam Jonas Dogesch aus der Tūrkei, über die Gründe ihrer Flucht und ihre Situation als Geflüchtete in Deutschland. In einem Beitrag vom Flüchtlingsrat MV wurden die kürzlichen Verschärfungen im Aufenthaltsrecht, das Festhalten der Bundesregierung am diskriminierenden Asylbewerberleistungsgesetz sowie das Gesetz zu sog. ‘sicheren Herkunftsländern’ kritisiert. Es wurde an die Landesregierung appelliert, einen Winterabschiebestopp zu erklären. Andere Beiträge thematisierten die Chronologie rassistischer Gewalt in Güstrow und MV, speziell gegen Flüchtlinge und forderten alle auf, sich gegen Rassismus zu positionieren und sich mit den Betroffenen zu solidarisieren. Die Abschlusskundgebung der Demonstration fand vor der neu eröffneten Unterkunft für Flüchtlinge in der Südstadt statt, bei der die dort untergebrachten Flüchtlinge willkommen geheißen wurden.

Als Ratschlag der Bündnisse werden wir auch weiterhin gegen Rassismus und Nazis in ganz MV aktiv sein und uns für Minderheitenrechte einsetzen.

Greifswald: „Asylrecht ist Menschenrecht!“ – Jetzt Bustickets nach Güstrow sichern!

Unter dem Motto „Asylrecht ist Menschenrecht“ findet diesen Sonnabend in Güstrow eine Demo gegen die rassistischen Untriebe in der Barlachstadt statt. In der Vergangenheit hetzten Nazis und andere Rassist_innen immer wieder gegen Geflüchtete und deren Unterbringung in Güstrow.

Mittlerweile haben die Nazis ebenfalls eine Veranstaltung angemeldet. Ein Grund mehr, am Wochenende nach Güstrow zu kommen!

In Greifswald gibt es Bustickets zu kaufen. Die Tickets bekommt ihr täglich ab 21 Uhr, am Donnerstag schon ab 19 Uhr 30, im IkuWo. Den kompletten Aufruf zur AntiRa-Demo findet ihr hier. Mittlerweile hat die Antifa Rostock einen eigenen Aufruf veröffentlicht. Start der AntiRa-Demo ist Sonnabend um 13 Uhr am Bahnhof in Güstrow. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Wir sehen uns in Güstrow!

Asylrecht ist Menschenrecht! Kein Fußbreit den Faschist_innen!

Rostock: Queer*PolDo „Warten auf das Wunderland“ am 04.12.14 im Peter-Weiss-Haus

Der letzte Queer*PolDo in diesem Jahr widmet uns dem Thema UTOPIEN. Gezeigt wird der Film „Warten auf das Wunderland“, der zwei Menschen begleitet, die von ihren Vorstellungen vom schönen Leben sprechen. Der Film ist zwar schon etwas älter, hält aber noch einige aktuelle Fragen bereit. Seid danach herzlich eingeladen zu einem gemeinsamen Getränk im Café Marat um 12 schöne Queer*PolDos im vergangenen Jahr zu feiern.

Zum Film:
Axel H. aus Berlin-Kreuzberg wird versuchte Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen vorgeworfen. damit gilt er als linksextrem. Er wartet derzeit auf eine Gerichtsentscheidung.
Alice Evermore aus Berlin-Kreuzberg bereitet sich auf eine Operation vor. Ihr „Body Project“ übertritt dabei gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht und ist an strenge gesetzliche Vorlagen gebunden.
Was treibt die beiden an? Wie weit gehen sie und andere für ihre Überzeugungen und Träume? „Warten auf das Wunderland“ ist ein Dokumentarfilm über gesellschaftliche Normen und Geschlechterideologien, Gefängnis, Krieg und vor allem ein Film über Frei(t)räume und Utopien.

Wann und wo?
Am 04. Dezember 2014 im Peter-Weiss-Haus in Rostock. Beginn ist 20 Uhr.

Greifswald: Filmvorführung “Die Piroge” am 04.12.14 im IKuWo

Film- und Diskussionsabend mit dem Arbeitskreis kritischer Jurist_innen (AKJ) Greifswald.

In packenden Bildern erzählt Moussa Touré die Geschichte einer Reise über das Meer. Ziel der 30 Männer, die sich auf der Piroge zusammengefunden haben, sind die Kanarischen Inseln. Von dort aus hoffen sie, ihre Träume als Musiker oder Fußballer, oder nach materiellem Wohlstand verwirklichen zu können. Die Passagiere kommen aus verschiedenen Regionen des Senegal, manche haben das Meer noch nie gesehen. Nur Kapitän Baye Laye, der das Kommando widerwillig übernommen hat, weiß um die zahlreichen gefahren der Überfahrt. Und so beginnt die gefahrvolle Reise auf der Piroge, die sie vor große Herausforderungen stellen wird.

Der Film gehörte zur offiziellen Auswahl der Sektion “Un certain regard” des Filmfestivals in Cannes. Er erhielt 2012 beim Filmfest München den ARRI-Preis Bester Internationaler Film und den Hauptpreis beim Filmfestival Karthago. Im Februar 2013 wurde er beim Panafrikanischen Filmfestival in Ouagadougou mit dem Bronzenen Yenenga geehrt.

Wann und Wo?
Beginn ist am 04.12.2014 um 20 Uhr 30 im Internationalen Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald.

Rostock: Veranstaltung „Soziale Ungleichheit im Gesundheitswesen“ am 11.12.14 im Peter-Weiss-Haus

Nutzt der Reichtum der Wenigen uns allen? – Zu den Ursachen und den gesundheitlichen und sozialen Folgen von (materieller) Ungleichheit

Die wachsende Ungleichheit weltweit stellt, so selbst das Weltwirtschaftsforum Davos, eine der größten Herausforderungen dar. Konservative Publizisten wie Charles Moore und der inzwischen verstorbene Mitherausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher fragen: Hat die Linke nicht doch recht ?
Inzwischen gehen fast alle Wohlstandsgewinne durch Wachstum nur noch an die oberen 10%, und da vor allem an die oberen 1%-0,1%. Dabei arbeiten fast alle härter und länger. Was ist der „Preis der Ungleichheit“ (Stiglitz) und was bedeutet die nahezu weltweit zunehmende Kluft zwischen arm und reich und die Konzentration exklusiven Reichtums in den Händen weniger für den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und die Demokratie ? Was sind die gesundheitlichen und sozialen Folgen? Wie wirkt sich Ungleichheit auf die Wirtschaft selbst aus ? Was wären notwendige Schritte, um die Gesellschaften wieder in die Balance zu bringen ? Die harte Wirklichkeit sozialer Ungleichheit ist schlecht für fast jeden in der Gesellschaft, so die nicht mehr zu leugnenden und sich immer mehr verdichtenden Erkenntnisse der Wissenschaft zu den Folgen größerer Ungleichheit.

Wann und wo?
Am 11. Dezember 2014 im Peter-Weiss-Haus in Rostock. Beginn ist pünktlich 19 Uhr.




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