Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs

+ Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs +++ Entschlossener Widerstand gegen den Naziaufmarsch und die Kriminalisierung linker Politik in Magdeburg ++

Pressemitteilung des Bündnisses Entschlossen handeln Magdeburg vom 16. Dezember 2014

Unter dem Motto „Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig! Die Angriffe von Staat und Nazis zurückschlagen!“ rufen wir, die Initiative „Entschlossen Handeln“ zu einer antifaschistischen Demonstration am Freitag, den 16. Januar 2015 in Magdeburg auf. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, die sich als Teil der antifaschistischen & revolutionären Linken sehen. Wir organisieren bereits seit 2012 eigenständige Aktionen – an denen sich stets mehrere hundert Menschen beteiligten – gegen den jährlichen Naziaufmarsch in Magdeburg.

Mit der Demonstration wollen wir direkt am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs auf die Straße gehen um zum einen deutlich zu machen, dass antifaschistische Aktionen nicht bei der Verhinderung eines Naziaufmarsches aufhören dürfen sondern sich gegen jedes faschistische sowie nationalistisches Denken und Handeln richten müssen. Zum anderen sehen wir es als notwendig an, auf die staatliche Repression aufmerksam zu machen, der eine Vielzahl von Menschen ausgesetzt ist, weil sie sich u.a. in den letzten Jahren an den Protesten gegen den Aufmarsch der Nazis in Magdeburg beteiligten.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass gerade nach der Aufdeckung der „NSU“-Morde und den damit verbundenen Enthüllungen über die Verstrickung zwischen Sicherheitsbehörden und organisierten Nazis, der deutsche Staat weiterhin einen antifaschistischen Protest kriminalisiert. Deshalb und aufgrund einer massiven Einschränkung des Versammlungsrechts, wie wir es während angemeldeter Demonstrationen z.B. in Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder erleben mussten, wird die bevorstehende Demo in Magdeburg bewusst nicht bei den Behörden oder der Polizei angemeldet.

Steffen Winkler, Pressesprecher der Initiative erklärt dazu: „Wer wie die Polizei außerordentliche Mittel in Bewegung setzt um Naziaufmärsche zu ermöglichen, einen antifaschistischen Widerstand kriminalisiert, der sich gegen den Terror der Nazis richtet, welchem fast täglich MigrantInnen und Andersdenkende in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sind und dazu noch das Versammlungsgesetz einschränkt, in dem Demonstrationen in eine Art Gefangenentransport verwandelt werden, den werden wir garantiert nicht um Erlaubnis fragen, um unser politisches Anliegen auf die Straße zu tragen!“.

Treffpunkt für unsere Demonstration wird um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof von Magdeburg sein, von wo aus wir wenig später durch die Innenstadt gehen werden und schon jetzt die Polizei dazu auffordern, sich deutlich zurückzuhalten. Die genaue Route werden wir in den kommenden Wochen veröffentlichen.


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