Archiv für Januar 2015

Stralsund: MVGIDA Aufmarsch am 02.02.15 stoppen!

MVgida hat wieder die Absicht einen „Spaziergang“ durch die Weltkulturerbestadt durchzuführen. Aus diesem Anlass werden abermals verschiedene Protestaktionen stattfinden. Stralsund ist eine weltoffene Stadt in der Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und das Vergreifen an Schwächere keinen Platz haben!

Das Bündnis „Stralsund nazifrei“ ruft Euch auf, Schilder, Transparente, Fahnen, Trillerpfeifen und vieles mehr mitzubringen, um an den geplanten Mahnwachen unseren Protest lautstark kundzutun. Wo und wann genau sich diese Mahnwachen befinden und was noch alles geplant ist, findet Ihr im Internet unter www.rockgegenrechts.com. Zur Facebook Veranstaltung geht es hier entlang.

Aufruf des Aktionsbündnis Stralsund Nazifrei:

Seit geraumer Zeit gehen in Deutschland tausende Menschen auf die Straße, um gegen eine vermeintliche Islamisierung zu protestieren. Unter dem Deckmantel von Pegida – „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – geht es hier um Hetze gegen asylsuchende Menschen. Dies zeigt wieder einmal, wie stark menschenfeindliche Ressentiments in der Gesellschaft verbreitet sind. Wer einen Blick auf die Veranstalter*innen und auf die Demonstrationsteilnehmer*innen wirft, kann unschwer erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Bewegung besorgter Bürger*innen handelt, sondern um Menschen mit klarem rassistischen Gedankengut und einer Gegenhaltung zu allem, was sie als fremd empfinden.

Dass die von Pegida und Co. propagierte „Islamisierung des Abendlandes“ schlichtweg irrational und nicht existent ist, zeigt sich beispielsweise daran, dass Menschen muslimischen Glaubens einen Bevölkerungsanteil von unter 0,5 Prozent stellen. Das ist nur ein Beispiel für die haltlose Argumentation der Rassist*innen.

Nachdem diese Bewegung am 19. Januar zum zweiten Mal einen Marsch in die Stralsund durchführe und die Stralsunder wiederholt gezeigt haben, dass dieses Gedankengut in der Stadt keinen Platz hat, will die Gruppe „Mvgida“ am 02. Februar in Stralsund wiederholt eine Demonstration durchführen.

Für ein weltoffenes Stralsund! Gegen Fremdenfeindlichkeit und jegliche Art von Rassismus! Für ein solidarisches Miteinander!

Lasst uns zusammen für Demokratie, Frieden und Menschlichkeit einstehen!

Kommt nach Stralsund!

Stralsund: AG Flüchtlingshilfe ruft auf zur Mitarbeit!

++ Arbeitsgemeinschaft Flüchtlingshilfe Stralsund sucht Verstärkung +++ Infoveranstaltung am 02. Februar +++ Kein Mensch ist illegal! +

Pressemitteilung der AG Flüchtlingshilfe Stralsund vom 28.01.2015

Die AG Flüchtlingshilfe, die ein Teil des Vereins „Rock gegen Rechts Stralsund e.V.“ ist, ruft dazu auf sich aktiv in der Arbeit mit Flüchtlingen zu betätigen. Die Arbeitsgemeinschaft bietet für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen eine gute Struktur und andere gute Voraussetzungen. „Es finden sich nicht oft Menschen, die direkt mit Flüchtlingen arbeiten bzw. andere Helfer*innen bei der Arbeit unterstützen wollen. Daher würde sich die Arbeitsgemeinschaft über Verstärkung freuen“, so Sprecher Jens Knoop.

Die Aufgaben steigen mit der Zahl der geflüchteten und um eine funktionierende Gesellschaft zu gewährleisten ist es nötig auch ehrenamtlich Tätige vor Ort zu haben. Leider hat der Landkreis bisher den Betreuungsschlüssel nicht gesenkt. Somit bestätigt sich ein hoher Bedarf an ehrenamtlich Tätigen. Eine enge Kooperation mit Malteser findet statt.

Am 02. Februar 2015 findet im Foyer des Stic-er Theaters (Frankenstraße 61) um 17.00 Uhr für Interessent*innen eine öffentliches Treffen statt, in der die Struktur vorgestellt wird, direkte Möglichkeiten zur Mitarbeit aufgezeigt werden und fragen können ebenfalls beantwortet werden.

Bestellt den Soli-Sampler zum Tag der Befreiung! Unterstützt den antifaschistischen Protest in Demmin!

++ neuer Musik Sampler zum 70. Jahrestag der Befreiung erschienen +++ Minitimer Katzenposter, Antispielismus und andere Bands vertreten +++ mit Kauf der CD antifaschistischen Protest gegen Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin unterstützen +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Auch 2015 wollen Nazis am 8. Mai durch Demmin marschieren. Einmal mehr wollen sie die historischen Ereignisse ins Gegenteil verkehren und Täter_innen zu Opfern stilisieren. Verschiedene Bündnisse und Initiativen organisieren den Widerstand gegen den Nazi-Fackelmarsch.


Bild: Die neuen Musik-Sampler zum Tag der Befreiung 2015.

Mit einem Punk-, Rock- und Hardcore Musik-Sampler unterstützen wir den antifaschistischen Protest in Demmin. Die Erlöse aus dem Verkauf der CD werden direkt in die Proteste gegen den geschichtsrevisionistischen Aufmarsch der Nazis gesteckt. Für 10€ inkl. Porto und Versand könnt ihr die Scheibe bei uns bestellen. Schreibt uns dazu einfach eine Mail an infonordost[ätt]systemausfall.org. Folgend findet ihr die Trackliste:

01 Einer von uns (Antispielismus)
02 Zeit (Dead Shepherd)
03 Stadt Land Flucht (Minitimer Katzenposter)
04 No borders (Nitro Injekzia)
05 Are you ready (Cleansweep)
06 Antisong (Sold As Freedom)
07 Brennende Lust (KloriX)
08 Polizeigewalt (Abfluss)
09 Partisanen (Fußpils)
10 Whats wrong (Fed Up!)
11 Fight for your rights (Contra)
12 Knüppel aus‘m Sack (Projekt Pulvertoastmann)
13 Bier gefüllte Deutsche (Die Dorks)
14 Krieg( Versus Null)
15 Kein Erbarmen (Gehacktes)
16 Raubtier Hierarchie (Start A Riot)
17 Straßenpiraten (ParaDocks)
18 60€ (Bluntshit)
19 Zeichen der Zeit (Reisegruppe Morgenthau)
20 Lebe schnell & lebe scheiße (Schnell&Scheiße)
21 Angst (Abbruch)
22 AFA (Verwahrlost)
23 Brauner Mob (Brainless)
24 Ausgebrannte Seelen (Cosa Nostra)

Kampagnenmaterial zum Jahrestag der Befreiung 2015 erhältlich!

+ Material zum Tag der Befreiung erhältlich +++ Sticker, Hefte, Button und Soli-Sampler aufgelegt +++ Auflagen begrenzt – jetzt bestellen! ++

Von Marko Neumann

Im Rahmen unserer Kampagne zum 70. Jahrestag der Befreiung haben wir natürlich auch wieder diverses Material erstellt. Im Folgenden bekommt ihr eine Übersicht.

Nazis eine kleben: Sticker und Plakate
Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch 2015 wieder Aufkleber in großer Auflage drucken lassen. Das neue Motiv gibt es sowohl in den Größen A7 („normale“ Aufkleber) und A6 (Postkartengröße). Das selbe Motiv gibt es auch als Plakat in Größe A3. Zusätzlich haben wir einen Sticker explizit gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin gedruckt, auch dieses Motiv gibt es in einer „low-bugdet“-Variante als Plakat in Größe A3. Die Plakate und Aufkleber könnt ihr gegen eine Spende bei uns bestellen.


Bild: Das Material zur diesjährigen Kampagne – jetzt bei uns bestellen!

Verteilt Flyer und Postkarten in eurer Nachbar_innenschaft!
Wir haben handliche Flyer zum Tag der Befreiung gedruckt. Die Flugblätter und Postkarten lassen sich schnell und unkompliziert in die Briefkästen in eurer Umgebung verteilen. Auch zum Auslegen in Infoläden und Kneipen oder für die Verteilung bei Infoständen oder Veranstaltungen sind die Flyer und Karten hervorragend geeignet.

Heftreihe „Faschismus und Widerstand“ überarbeitet
Die Heftreihe „Faschismus und Widerstand“ umfasst im Moment unter anderem die Broschüren „Die Schlacht um Stalingrad“ und „Ilja Ehrenburg – Ausgewählte Schriften“. Besonders empfehlen möchten wir euch die Broschüre „Die Befreiung Mecklenburg und Vorpommerns“. Die Hefte könnt ihr ab sofort entweder gegen eine Spende als Printausgabe bei uns bestellen oder als pdf-Datei im Materialbereich herunterladen.

Soli-Sampler zum Jahrestag der Befreiung
Am 8. Mai wollen Nazis durch die Peene-Stadt Demmin marschieren. Seit Jahren versuchen sie die Befreiung der Stadt durch die Rote Armee für ihre geschichtsrevisionistische Propaganda zu missbrauchen. Jedes Jahr stellen sich jedoch mehr Menschen dem braunen Aufzug entgegen. Die Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch kostet jedoch nicht nur Zeit und Energie, sondern auch Geld. Mit dem Verkauf des Punk-, Rock- und Ska Samplers werden wir die Aktionen gegen den Fackelmarsch der Nazis unterstützen. Der Druck von Mobi-Material ist ebenso kostenintensiv, wie die Finanzierung der Fahrten nach Demmin von außerhalb oder die mögliche Nachbereitung der Proteste mit Anwälten. Mit dem Kauf der CD bekommt ihr also nicht nur einen qualitativ hochwertige Punkrock-Sampler mit bekannten Bands wie Antispielismus oder Minitimer Katzenposter auch Newcommer wie FedUP, Brainless oder Abbruch, sondern unterstützt auch direkt den antifaschistischen Widerstand gegen die Nazis in Demmin. Die Erlöse aus dem Verkauf der CD kommen den Protesten gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai 2015 in Demmin zu Gute. Die CD könnt ihr im Roten Shop oder direkt bei uns für 11€ bestellen.


Bild: Die neuen Musik-Sampler zum Tag der Befreiung 2015.

Soli-Kram: Shirts, Buttons & Tassen
Wir haben uns nicht lumpen lassen und ein Shirt gedruckt. Die Hemden bekommt ihr in allen gängigen Größen zum Preis von 14€. Für die Tee- und Kaffetrinker_innen unter euch haben wir eine besonders gelungene Tasse drucken lassen, die ihr ebenfalls für 14€ bei uns bekommt. Als kleinen Zusatz gibt es wieder einen Button, den ihr gegen eine Spende bei uns bestellen könnt. Auch diese Erlöse werden zu Gunsten der Proteste gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai 2015 in Demmin eingesetzt.

Bleibt auf dem Laufenden und informiert euch! Nutzt dazu auch folgende Kanäle:

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Urteil gegen Greifswalder Neonazi wird nun rechtskräftig

Nicht weniger als eineinhalb Jahre sind vergangenen, seitdem der in Greifswald lebende Neonazi Marcus G. einen demonstrierenden Studenten am Rande einer NPD-Kundgebung auf dem Marktplatz angegriffen und verletzt hatte. Nun wird das Urteil aus erster Instanz gegen den mutmaßlichen Kopf der Nationalen Sozialisten Greifswald (NSG) rechtskräftig.

Verschleppt wie eine winterliche Erkältung: Zuerst krank, dann Berufung, dann doch nicht

Eigentlich sollte die nächste Verhandlung gegen Marcus G. morgen in Stralsund stattfinden, denn der Angeklagte, der zum ersten Gerichtstermin aufgrund einer plötzlichen Krankheit nicht erscheinen konnte, ist gegen das Urteil des Greifswalder Amtsgerichts in Berufung gegangen. Das lautete damals: 80 Tagessätze zu je 20 Euro Geldstrafe sowie Kosten für das Verfahren — auch der Nebenklage –, jedoch keine Vorstrafe. Darüber hinaus kann der Geschädigte, der zum Tatzeitpunkt sowohl im Studierendenparlament (StuPa) als auch im kommunalen Ausschuss für Jugend und Soziales saß und von dem Angriff eine schwere Knieverletzung davontrug, seinen Anspruch auf Schmerzensgeld geltend machen.


Bild: Wismar, 20.10.2012: Marcus G. in gewohnter Pose mit Kamera, Pressebinde von Mupinfo… (Foto eingebunden via Fleischervorstadt Blog)

Doch der Neonazi nahm nun seine Berufung kurz vor der Verhandlung zurück. Damit wird das Urteil aus der ersten Instanz rechtskräftig. Bei dessen Findung wertete damals die Richterin das späte Geständnis des aus Berlin stammenden Anti-Antifa-Fotografen, der unmittelbar nach der Tat nichts von dem Angriff wissen wollte, als strafmildernd. Dagegen wurde der — wie auf einem auf dem Fleischervorstadt-Blog veröffentlichten Video nachvollziehbar wird — hinterrücks ausgeführte Angriff, als strafverschärfend beurteilt. Der rechtsextreme Hintergrund der Tat spielte in dem Prozess keine Rolle und wurde auch von Seiten der Nebenklage nicht erwähnt.

Marcus G. lebt seit mehreren Jahren in Greifswald und studiert in der Hansestadt Politikwissenschaften. Als Anti-Antifa-Fotograf begleitete der organisierte Neonazi in den vergangenen Jahren zahlreiche NPD-Veranstaltungen sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch jenseits der Landesgrenze. Wenige Monate vor dem Übergriff auf dem Marktplatz bewarb sich der Neonazi auf ein Schöffenamt, doch wurde er auf Empfehlung der Stadtverwaltung wegen “erheblicher Zweifel” an seiner notwendigen “Unvoreingenommenheit und Neutralität gegenüber allen Bevölkerungsschichten” nicht als Kandidat zum ehrenamtlichen Richter am Amtsgericht Greifswald oder am Landgericht Stralsund zugelassen.

Text übernommen mit freundlicher Genehmigung des Fleischervorstadt Blog.

Auf­ruf: 8. Mai 2015 – 70 Jahre Be­frei­ung vom deut­schen Fa­schis­mus!

27. Januar 2015: 70 Jahre Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz! Beginn unserer Kampagne „70 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus“!

Am 8. Mai 1945 ka­pi­tu­lier­te die deut­schen Wehr­macht und damit de­fac­to Na­zi-​Deutsch­land. Nach sechs lan­gen Jah­ren des Krie­ges war ein Mor­den be­en­det, wel­ches es so noch nie in der mensch­li­chen Ge­schich­te ge­ge­ben hatte. Über 70 Mil­lio­nen Men­schen star­ben, dar­un­ter sechs Mil­lio­nen Jüd_in­nen, die mit men­schen­ver­ach­ten­der Grau­sam­keit er­mor­det wur­den. Das An­zün­den und Brand­schat­zen gan­zer Dör­fer und Ort­schaf­ten, das Er­mor­den von Zi­vi­lis­t_innen sowie das Er­schie­ßen von Kriegs­ge­fan­ge­nen – die Aus­plün­de­rung gan­zer Land­stri­che und nicht zu­letzt der in­dus­tri­ell ge­führ­te Mas­sen­mord an Mil­lio­nen Jüd_in­nen und an­de­ren Min­der­hei­ten waren das Er­geb­nis der Um­set­zung der ver­bre­che­ri­schen Ideo­lo­gie der Nazis.

„Ent­na­zi­fi­zie­rung“? – Ver­drän­gung und feh­len­de Auf­ar­bei­tung nach dem Ende des Krie­ges
Viele ehe­ma­li­ge NS­DAP-​Ka­der und -​Mit­glie­der konn­ten in der Bun­des­re­pu­blik eine neue Kar­rie­re ma­chen. Sie wur­den Rich­ter, Staats­an­wäl­te, Ab­ge­ord­ne­te in Par­la­men­ten, Bun­des­mi­nis­ter oder sogar Bun­des­kanz­ler. Die noch nicht weit ent­fern­te Ver­gan­gen­heit in­ter­es­sier­te die west­deut­sche Be­völ­ke­rung – wenn über­haupt – nur abs­trakt, so­lan­ge die Ver­bre­cher nicht in der ei­ge­nen Fa­mi­lie oder im ei­ge­nen Freun­des­kreis zu fin­den waren.
Auch in Ost­deutsch­land war die Be­wäl­ti­gung der Ver­bre­chen der Nazis nicht ein­fach. Auch in der spä­te­ren DDR konn­ten Rassis­mus und Frem­den­feind­lich­keit of­fen­bar nicht aus den Köp­fen der Men­schen ver­bannt wer­den. Kurz nach der „Wie­der­ver­ei­ni­gung“ brann­ten in vie­len ost­deut­schen Städ­ten Flücht­lings­hei­me, wur­den Geflüchtete ver­folgt und an­ge­grif­fen. Ho­yers­wer­da, Mölln, So­lin­gen und nicht zu­letzt Ros­tock/Lich­ten­ha­gen wur­den zu Syn­ony­men für das wie­der­ver­ei­nig­te Deutsch­land in Eu­ro­pa und der Welt.

Die neuen alten Nazis
Be­reits in den 1960ern grün­de­te sich in der Bun­des­re­pu­blik die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die bis in die Ge­gen­wart eine der wich­tigs­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen der neo­fa­schis­ti­schen Szene in der Bundesrepublik spielt. 2012 wurde die rech­tsra­di­ka­le Par­tei zum zwei­ten Mal in Folge in den Schwe­ri­ner Land­tag ge­wählt. Meck­len­burg-​Vor­pom­mern ist damit ein wich­ti­ges Zen­trum der neofaschistischen Rechten. In MV agie­ren so­ge­nann­te „Frei­en Ka­me­rad­schaf­ten“ und die NPD eng zu­sam­men, ge­ra­de in Vor­pom­mern brei­ten sich rech­te Ein­stel­lun­gen in einem ra­san­ten Tempo aus. In man­chen Ort­schaf­ten konn­ten Nazis wie­der eine ge­sell­schaft­li­che He­ge­mo­nie auf­bau­en. Auch rech­te Auf­mär­sche ge­hö­ren in vie­len Tei­len MV’s zum All­tag.
Zu­neh­mend wird der 8. Mai als „Tag der Be­frei­ung“ in Frage ge­stellt. Ge­zielt ver­su­chen Nazis die Ver­bre­chen der Wehr­macht, der SS, der Ge­sta­po und an­de­rer Mord­trupps zu re­la­ti­vie­ren und den Vor­marsch der Roten Armee in Meck­len­burg und Vor­pom­mern zu stig­ma­ti­sie­ren.

Aktiv wer­den gegen Nazis und an­de­re Ras­sis­t_in­nen! Nazis in Dem­min blo­ckie­ren!
Ras­sis­ti­sche Hetze und Ge­schichts­ver­fäl­schung darf nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben. Der in­dus­tri­ell ge­plan­te und durch­ge­führ­te Mas­sen­mord an den eu­ro­päi­schen Jüd_in­nen darf ge­nau­so wenig ver­ges­sen wer­den, wie die Gräuln und das un­end­li­che Leid des Krie­ges, die es ohne die deut­schen Welt­machts­plä­ne – nicht nur Hit­lers – nicht ge­ge­ben hätte.
Am 8. Mai wol­len zum ach­ten Mal in Folge hun­der­te Nazis durch die Pee­ne­stadt Dem­min mar­schie­ren, um die Ge­schich­te zu ver­dre­hen. Längst hat sich die­ser Auf­marsch fest im Ter­min­ka­len­der der Na­zi­sze­ne Meck­len­burg-​Vor­pom­merns eta­bliert. Las­sen wir sie nicht un­ge­stört ihren Ge­schichts­re­vi­sio­nis­mus ver­brei­ten! Ver­schie­de­ne Bünd­nis­se und In­itia­ti­ven wer­den auch in die­sem Jahr bun­ten Pro­test und Wi­der­stand gegen den Spuck der Nazis or­ga­ni­sie­ren.

8. Mai: Tag der Befreiung! Nazis in Demmin blockieren!

Keinen Fußbreit den Faschist_innen!

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Kurzmeldung: 300 Teilnehmer*innen bei MVGIDA-Aufmarsch in Schwerin

++ Teilnehmer*innenzahl bei MVGIDA-Aufmarsch stark eingebrochen +++ 300 MVGIDA-Anhänger*innen und etwa genauso viele Gegendemonstrant*innen +++ Homepage mvgida.de wirbt für Demokratie und Toleranz +

Von Marko Neumann

Der heutige MVGIDA-Aufmarsch in der Landeshauptstadt Schwerin ist ein deutlicher Dämpfer für den landesweiten Pegida-Ableger. Gerade einmal 300 Menschen folgten dem Aufruf der rechtspopulistischen MVGIDA. Die starke Dominanz der neofaschistischen Szene in den MVGIDA-Aufmärschen wurde auch heute wieder deutlich. Aus mehreren Städten MV’s nahmen bekannte Nazis an dem Aufzug teil. Auch aus Stralsund, wo die MVGIDA vergangene Woche mit mehr als doppelt so vielen Menschen aufmarschierte, kamen wieder bekannte Gesichter.


Bild: MVGIDA-Aufmarsch am 26.01.15 in Schwerin. (Fotoquelle)

Offenbar befanden unter dem vermeintlichen MVGIDA-Anhänger*innen etliche U-Boote. Teilnehmer*innen der MVGIDA-Demonstration am 26.01. in Schwerin warben mit Schildern für die Internetseite www.mvgida.de. Bis heute 19 Uhr 30 warb die Internetseite mit
bekannten Pegida-Thesen. Seit Montag, 26.01.2015, 19 Uhr 30 hat sich die Seite durch ihre Betreiber geändert. Tatsächlich fordert die Website „ungeliebte Pegida-Anhänger“ auf, „sich richtig zu informieren und nicht alles nachzugackern“. Ein Link zur Liste der Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern soll von dieser Seite aus die Möglichkeit geben, mit den demokratisch gewählten Volksvertreter*innen ins Gespräch zu kommen. Ein weiterer Link führt zum Leitfaden zur Durchführung einer eigenen Demonstration ohne die Vereinnahmung durch rechtsradikale und demokratiefeindliche Organisationen. Für Menschen, die sich von der rechten Szene trennen wollen, werden im dritten Link Informationen bereit gestellt.

Dem rassistischen Mob stellten sich etwa 300 Gegendemonstrant*innen entgegen.

Nach dem heutigen Abed stellt sich die Frage, ob MVGIDA die Anmeldungen für die kommenden zwei Monate tatsächlich wahrnehmen wird, oder ob die Rassist*innen auf andere Städte, wie etwa Stralsund – wo das Mobilisierungspotenzial offenbar weitaus größer ist – ausweichen. Eine umfassende Presseschau folgt die kommenden Tage.

Infos gegen den MVGIDA-Aufmarsch heute Abend in Schwerin

Heute Abend wollen Nazis und ihre geistigen Sympathisant_innen durch die Landeshauptstadt marschieren. Hier bekommt ihr die letzten Infos vor dem Aufmarsch.

Die Route der Nazis
Laut der Antifa Schwerin Mitte werden die MVGIDA-Nazis nicht am Südufer des Pfaffenteichs lang gehen. Wie die neue Route aussieht, ist noch nicht bekannt. Bleibt informiert und spontan. ;)

Ermittlungsausschuss
Für die Gegenproteste zum Aufmarsch der MVGIDA-Nazis gibt es einen Ermittlungsausschuss, welcher sich um von staatlicher Repression betroffene Menschen kümmert. Die Nummer des EA lautet: 0157 337 30 212

Die vergangenen MVGIDA-Aufzüge haben erneut gezeigt, dass die Polizei nicht vor brutaler Gewalt zurückschreckt, um den Neofaschist*innen den Weg frei zu machen. Vor den Protesten solltet ihr deshalb unbedingt das Heft „Was tun wenn’s brennt?“ von der Roten Hilfe lesen.

Anlaufpunkt für die Gegenproteste
Zentraler Anlaufpunkt für die alle, die sich dem Protest gegen den rassistischen Aufzug anschließen wollen, ist nach wie vor die Kundgebung auf dem Alten Garten, in unmittelbarer Nähe zum geplanten Start- und Endpunkt des MVGIDA-Aufmarsches. Die Kundgebung beginnt bereits 18 Uhr.

Alle wichtigen Informationen gibt es zeitnah auf der Facebook Veranstaltung (Achtung: die Veranstaltung ist öffentlich!).

Bleibt informiert und achtet auf weitere Ankündigungen! Benutzt dazu auch folgende Kanäle:

Facebook: NoPegidaMV, PortalNordost & Stoppt Pegida und co.
Twitter: infonordost
Hashtags: #nomvgida, #nopegidamv & #mvfüralle
Details: ino.blogsport.de/category/mvgida-stoppen/

Pressemitteilung: Start der Kampagne zum 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus am 27.01.2015

++ Kampagne zum 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus startet am 27. Januar +++ Jetzt Material bestellen +++ Hintergrundartikel, Forschungs- und Zeitzeugenberichte sowie weitere Beiträge werden veröffentlicht +++ Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin geplant +

Pressemitteilung des Infoportals für antifaschistische Kultur und Politik aus Mecklenburg-Vorpommern (INO) vom 26.01.2015

Greifswald/Rostock, der 26. Januar 2015. Am 27. Januar 2015, dem 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, startet das Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Kampagne „8. Mai 2015 – 70 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus“. Das Portal informiert seit Februar 2012 regelmäßig über Aktivitäten der rechtsradikalen Szene und den zivilgesellschaftlichen Widerstand.


Bild: Rotarmisten posieren in Berlin. Im Hintergrund das Brandenburger Tor.

Bis zum 8. Mai, dem Jahresstag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, werden in Mecklenburg-Vorpommern zehntausende Flugblätter mit Hilfe vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger an die Haushalte verteilt, um an dieses historische Datum zu erinnern. Zusätzlich veröffentlicht die Initiative eine umfangreiche Broschüre zum Dritten Reich, der unter anderem das KZ-System im heutigen Mecklenburg-Vorpommern beleuchtet wird.

Neofaschisten marschieren seit Jahren am 8. Mai durch die Peenestadt Demmin, um die Besetzung der Stadt im April 1945 durch die Rote Armee historisch zu verzerren und für ihre menschenverachtende Ideologie zu vereinnahmen. Die Kampagne wird ein Teil der Proteste gegen den Naziaufmarsch sein.

Janin Krude, Sprecherin des Infoportals erklärt dazu: „Unser Anliegen ist es besonders Jugendliche für die Verbrechen des historischen Faschismus zu sensibilisieren und damit auf Gefahren der „neuen“ Nazis aufmerksam zu machen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind uns unserer Gesellschaft immer noch stark verankert, das zeigt nicht zuletzt der stärker werdende Zulauf des Pegida-Ablegers MVGIDA. MV ist das einzige Bundesland, in dem die rechtsradikale NPD im Landtag sitzt. Aufklärung ist hier also besonders notwendig.“

Zum Hintergrund:
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht und damit defacto Hitler-Deutschland bedingungslos. Über 60 Millionen Menschenleben kostete der 1939 von Deutschland aus entfesselte Krieg. Im Schatten des Krieges bauten die Nazis ein Netzwerk von Konzentrationslagern auf, in denen Menschen die nicht in ihre „Volksgemeinschaft“ passten, unter menschenverachtenden Bedingungen für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten mussten oder qualvoll ermordet wurden. Auch in MV gab es mehrere KZ-Außenlager.

Material zur Kampagne, wie Flyer, Broschüren, Button, Plakate, Aufkleber etc. können via Mail besrtellt werden.

Kontaktdaten:
Homepage: ino.blogsport.de
Kampagnenseite: ino.blogsport.de/befreiung (ab 27.01.15 online)
Facebook: TagDerBefreiung
Twitter: infonordost
Hashtag: #tagderbefreiung
e-Mail: infonordost[ätt]systemausfall.org

Aktionskarte gegen den Aufmarsch der MVGIDA-Nazis am 26.01.15 in Schwerin

Zum zweiten Mal will der von Nazis dominierte Pegida-Ableger MVGIDA durch Schwerin marschieren. Am 26. Januar, zur einen Tag vor dem 70. Jahrestag des Vernichtungslager Auschwitz, wurde ein landesweiter Aufzug angemeldet. Beginnen wollen die MVGIDA-Nazis um 18 Uhr 30 vor der Siegessäule in der Landeshauptstadt.

Zentraler Anlaufpunkt für die alle, die sich dem Protest gegen den rassistischen Aufzug anschließen wollen, ist die Kundgebung auf dem Alten Garten, in unmittelbarer Nähe zum geplanten Start- und Endpunkt des MVGIDA-Aufmarsches. Die Kundgebung beginnt bereits 18 Uhr.

Für den Tag gibt es eine Karte der Kartographischen Aktion, die ihr bei der Antifa Schwerin Mitte herunter laden könnt.

Weitere wichtige Informationen gibt es zeitnah bei der Facebook Veranstaltung (Achtung: die Veranstaltung ist öffentlich!).

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Hashtags: #nomvgida, #nopegidamv & #mvfüralle
Details: ino.blogsport.de/category/mvgida-stoppen/

Dokumentation: „Auschwitz – Bilder aus der Hölle“

Der Name Auschwitz-Birkenau wurde zum Synonym für den nationalsozialistischen Massenmord an den Juden. Zwischen 1940 und 1945 wurden allein in diesem Vernichtungslager über 1,1 Millionen Menschen ermordet. Zwar konnten die Abläufe des systematischen Mordens durch Dokumente und Zeugenaussagen genau rekonstruiert werden – aber es existieren nur wenige Fotografien aus den Todeslagern. Bis vor kurzem gab es nur ein einziges bekanntes Album mit Aufnahmen aus Auschwitz, die im Mai oder Juni 1944 von einem SS-Mann angefertigt wurden und zeigen, wie deportierte ungarische Juden am Gleis selektiert, registriert und ausgeplündert werden; die eigentliche Tötung wurde nicht im Bild festgehalten.

Das Album wurde von der KZ-Gefangenen Lilly Jacob in einer verlassenen SS-Kaserne im Lager Dora-Mittelbau entdeckt und später der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem übergeben. Ende 2006 tauchte überraschend ein weiteres Album auf, das aus dem Nachlass eines US-Colonels in den Besitz des United States Holocaust Memorial Museum überging. Die in der Dokumentation „Auschwitz – Bilder aus der Hölle“ erstmals fürs Fernsehen aufbereiteten Fotografien zeigen Schnappschüsse aus dem Alltagsleben von KZ-Wärtern – oft sind es Freizeitaktivitäten, die durch ihre Alltäglichkeit in besonders starkem Kontrast zum Horror des Lagerlebens stehen. Mit den Bildern der beiden Alben, Berichten von Überlebenden und Experteninterviews zeichnet die Sendung ein vielschichtiges Bild des Alltags in Auschwitz und der erschreckenden Banalität des Bösen, die die Täter kennzeichnet.

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung! Chance für Frieden und Demokratie in Europa

++ 8. Mai 2015: 70 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus +++ Frieden und Freiheit weiterhin notwendiges Ziel +++ den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag einführen +

Aufruf der VVN-BdA zum 70. Jahrestag der Befreiung

Am 8. Mai wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer_innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition geleistet hat.

Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Die deutsche Wirtschaft, allen voran Chemie- und Rüstungsindustrie und Banken waren die Gewinner von „Arisierung“, Krieg und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter_innen. Diese Gewinne bildeten die Grundlage des „Wirtschaftswunders“ in der Bundesrepublik, während die Opfer um jede Mark Entschädigung kämpfen mussten und bis heute kämpfen müssen.

In nahezu allen ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern wurden der 8. und/oder 9. Mai gesetzliche Feiertage, das war auch in der DDR der Fall. Genau 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Präsident der Bundesrepublik an einem 8. Mai von Befreiung gesprochen hat. Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteure und Mitläufer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch, Kapitulation, Besatzer. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des Nazi-Regimes „gesellschaftsfähig“.

Damit das so bleibt, fordern wir, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag wird.

Wir wissen, dass die Früchte des 8. Mai stets gefährdet sind. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung haben Konjunktur. Wir wissen, die soziale Spaltung der Gesellschaft hat ein Ausmaß erreicht, in dem die Angst vor dem Abstieg Anpassungsdruck und Ausgrenzungsbereitschaft erhöht. Wir erleben, dass Grundrechte immer weiter eingeschränkt werden. Wir sehen mit Sorge, wie unbarmherzig unsere Gesellschaft Flüchtlingen gegenübertritt und gewaltsame Übergriffe duldet. Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedene Gegenwehr.

Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der Krieg führenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“ als wichtigste Lehre aus der jüngeren deutschen Geschichte dar. In vielen Ländern der Welt, im Irak, in Syrien, in der Ukraine und in weiten Teilen Afrikas toben Kriege. Wieder sind deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – überall beteiligt. Die Bereitschaft, „deutsche Interessen“ erneut mit militärischen Mitteln durchzusetzen ist gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung in Regierung und Bundestag wieder politische Praxis geworden.

Gerade darum wollen wir den Tag zum Feiertag machen, den die Überlebenden als „Morgenröte der Menschheit“ erlebt haben, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance-Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt hat. Wir wollen am 8. Mai vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben. In diesem Sinne rufen wir auf: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Schwerin: Kundgebung gegen MVGIDA-Aufmarsch am 26.01.15 auf dem Alten Garten

Kommenden Montag wollen Nazis unter dem Label der MVGIDA erneut durch Schwerin marschieren. Schon vor zwei Wochen sind mehrere hundert MVGIDA-Nazis durch die Landeshauptstadt gelaufen. Das Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin lädt zu einer Kundgebung gegen den Aufmarsch unter dem Motto “Für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ ein.

Die Kundgebung startet kommenden Montag (26.01.15) um 18 Uhr auf dem Alten Garten. Zur Facebook Veranstaltung geht es hier.

Überlassen wir den Nazis nicht die Straße! MV für alle!

Bleibt informiert und achtet auf weitere Ankündigungen. Nutzt dazu auch folgende Kanäle:

Facebook: NoPegidaMV, PortalNordost & Stoppt Pegida und co.
Twitter: infonordost
Hashtags: #nomvgida, #nopegidamv & #mvfüralle
Homepage: ino.blogsport.de/mvfueralle/

Presseschau: Proteste gegen MVGIDA-Aufmarsch am 19.01.15 in Stralsund

++ über 700 MVGIDA-Nazis vergangenen Montag in Stralsund +++ ca. 400 Gegendemonstrant_innen +++ Polizei ging unverhältnismäßig brutal vor +

Von Marko Neumann

Vergangenen Montag marschierten 700 MVGIDA-Nazis durch Stralsund. Über 400 Gegendemonstrant_innen stellten sich dem rassistischen Aufzug in den Weg. Während die Polizei mit brutaler Härte dem MVGIDA-Aufmarsch den Weg freiprügelte, wurden viele Gegendonstrant_innen eingekesselt.

ajuku: MVGIDA erneut in Stralsund [21.01.]

NDR: MVGIDA stößt auf Gegenproteste in Stralsund [20.01.]

RH Greifswald: Proteste gegen MVGIDA: Post von der Polizei? [20.01.]

FVB: EA Greifswald kritisiert Polizei nach Mvgida-Demonstration in Stralsund [20.01.]

Uni ohne Nazis HGW: Nach MVGIDA #2 [20.01.]

KomFort: Stralsund, die Zweite: Npgida legt zu [20.01.]

Rostock Nazifrei: Fazit „Mvgida Stralsund“ am 19.1.2015 [20.01.]

OZ: 400 Demonstranten protestieren gegen MVGIDA [19.01.]

Veranstaltungen zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz am 27.01.15

++ 27.01.15: 70 Jahre Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz +++ Mahn- und Gedenkveranstaltungen am 24. und 27. Januar in verschiedenen Städten MV’s +++ Beginn der Kampagne zum 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus +

Von Marko Neumann

Überall auf der Welt ist Auschwitz zu einem Symbol für Terror, Völkermord und den Holocaust geworden. Weit über eine Million Menschen ermordeten die Nazis und ihre Helfershelfer*innen auf bestialische Weise in den Gaskammern, bei medizinischen Experimenten oder durch schwere Körperliche Arbeit für die deutsche Kriegsindustrie. Nur wenige Monate nach dem Überfall Deutschlands auf Polen errichtete das NS-Regime in der Nähe des polnischen Ortes Oswiecim das erste Konzentrationslager außerhalb des Deutschen Reiches. Erst am 27. Januar 1945 konnte das Lager durch die Rote Armee befreit werden, es war das größte Vernichtungslager, welches die Nazis errichteten.


Bild: Das Denkmal für die Opfer des Faschismus in Rostock.

In Rostock wird den Opfern des Faschismus am 27. Januar mit einer Kundgebung am Rosengarten gedacht. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen lädt zu um 11 Uhr ein. Neben einigen Redebeiträgen wird es die Gelegenheit geben, Blumen und Gebinde am Mahnmal für die Opfer des Faschismus niederzulegen.

Die Universität Greifswald gedenkt wie in den vergangenen Jahren ebenfalls am 27. Januar der Opfer des Faschismus. Es wird an den alltäglichen nationalsozialistischen Terror und seine Opfer in der Region erinnert, das Thema lautet dieses Jahr Opfer der Wehrmachtsjustiz. Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr im Konferenzsaal im Universitätshauptgebäude (Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald). Es referieren und diskutieren Dr. Claudia Bade und Dr. Andreas Wagner. Details zur Veranstaltung gibt es hier.

In Waren an der Müritz findet bereits am 24. Januar eine Mahn- und Gedenkveranstaltung statt. Diese findet 10 Uhr in der Kreismusikschule (Strelitzer Str. 32) statt. Anschließend wird es eine traditionelle Kranzniederlegung am Kietz geben. In den vergangenen Jahren versuchten Nazis die Kranzniederlegungen zu stören, haltet also die Augen offen.




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