Kurzmeldung: 300 Teilnehmer*innen bei MVGIDA-Aufmarsch in Schwerin

++ Teilnehmer*innenzahl bei MVGIDA-Aufmarsch stark eingebrochen +++ 300 MVGIDA-Anhänger*innen und etwa genauso viele Gegendemonstrant*innen +++ Homepage mvgida.de wirbt für Demokratie und Toleranz +

Von Marko Neumann

Der heutige MVGIDA-Aufmarsch in der Landeshauptstadt Schwerin ist ein deutlicher Dämpfer für den landesweiten Pegida-Ableger. Gerade einmal 300 Menschen folgten dem Aufruf der rechtspopulistischen MVGIDA. Die starke Dominanz der neofaschistischen Szene in den MVGIDA-Aufmärschen wurde auch heute wieder deutlich. Aus mehreren Städten MV’s nahmen bekannte Nazis an dem Aufzug teil. Auch aus Stralsund, wo die MVGIDA vergangene Woche mit mehr als doppelt so vielen Menschen aufmarschierte, kamen wieder bekannte Gesichter.


Bild: MVGIDA-Aufmarsch am 26.01.15 in Schwerin. (Fotoquelle)

Offenbar befanden unter dem vermeintlichen MVGIDA-Anhänger*innen etliche U-Boote. Teilnehmer*innen der MVGIDA-Demonstration am 26.01. in Schwerin warben mit Schildern für die Internetseite www.mvgida.de. Bis heute 19 Uhr 30 warb die Internetseite mit
bekannten Pegida-Thesen. Seit Montag, 26.01.2015, 19 Uhr 30 hat sich die Seite durch ihre Betreiber geändert. Tatsächlich fordert die Website „ungeliebte Pegida-Anhänger“ auf, „sich richtig zu informieren und nicht alles nachzugackern“. Ein Link zur Liste der Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern soll von dieser Seite aus die Möglichkeit geben, mit den demokratisch gewählten Volksvertreter*innen ins Gespräch zu kommen. Ein weiterer Link führt zum Leitfaden zur Durchführung einer eigenen Demonstration ohne die Vereinnahmung durch rechtsradikale und demokratiefeindliche Organisationen. Für Menschen, die sich von der rechten Szene trennen wollen, werden im dritten Link Informationen bereit gestellt.

Dem rassistischen Mob stellten sich etwa 300 Gegendemonstrant*innen entgegen.

Nach dem heutigen Abed stellt sich die Frage, ob MVGIDA die Anmeldungen für die kommenden zwei Monate tatsächlich wahrnehmen wird, oder ob die Rassist*innen auf andere Städte, wie etwa Stralsund – wo das Mobilisierungspotenzial offenbar weitaus größer ist – ausweichen. Eine umfassende Presseschau folgt die kommenden Tage.


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