Archiv für Januar 2015

Neonazis an der Hochschule Neubrandenburg geoutet

Gegenwärtig sorgen 2, an der Hochschule in Neubrandenburg verteilte, Flugblätter für Aufregung. Auf diesen werden 2 lokale Neonazi-Kader aus der Region Neubrandenburg/Neustrelitz geoutet. Es handelt sich dabei um den 28 Jahre alten Martin Ebeling und die ebenfalls 28ährige Maria Tomzek (geb. Rossow). Beide waren in der völkisch-rassistischen ausgerichteten Vereinigung „Kulturkreis Mecklenburg-Strelitz“ aktiv, der auch der NPD Landtagsabgeordnete, und mutmaßlichen Unterstützer des NSU, David Petereit angehörte.


Bild: Outing Flyer an der Universität Neubrandenburg (Foto via eingebunden Indymedia linksunten)

Outing-Aktion an der Hochschule Neubrandenburg

Während Martin Ebeling (Student im Master-Studiengang Landnutzungsplanung) einen eigenen Versandhandel für Neonazi-Musik, -kleidung & -accessoires betrieben hat werden Maria Tomzek jenseits der Organisation völkischer Tanzveranstaltungen auch enge Kontakte zur mittlerweile verbotenen Organisation „Heimattreue Deutsche Jugend“ nachgesagt. Die Mutter zweier Kinder ist im Master-Studiengang Pflegewissenschaft/-management immatrikuliert und mit dem ehemaligen HDJ-Aktivisten, MMA-Fighter und Mitglied der Hammerskin-Bruderschaft, Denis Tomzek, verheiratet.

Die Verfasser der Plakate fordern eine offensive Auseinandersetzung der Studentenschaft und auch der Institution Hochschule, mit rechtsradikalen Student_innen an der Bildungseinrichtung. Dies scheint insofern mehr als notwendig, da die beiden Geouteten durch die Kontinuität ihrer Aktivitäten zeigen, dass das Verbot der maßgeblichen Neonazi-Struktur der Region, der Mecklenburgischen Aktionsfront (MAF) im Jahr 2011 wirkungslos bleibt und deren ehemalige Mitglieder sich von Ihrer Ideologie keineswegs distanziert haben. Aktivitäten wie der jährlich stattfindende „Tollensemarsch“ und rechte Tanz- oder andere Freizeitveranstaltungen zeigen, dass sie Bestandteil rechter Subkultur sind, die auch ohne organisatorischen Überbau realisierbar sind.

Das eingeforderte Bekenntnis zu einer Hochschule ohne Nazis ist gegenwärtig nicht erfolgt.

Text übernommen von Indymedia linksunten nach CC2.0 Lizenz.

Kurzmeldung: MVGIDA meldet acht Aufmärsche in Schwerin an!

Der letzte Aufmarsch der MVGIDA-Nazis ist gerade einmal einen Tag her, da gibt es bereits die nächsten Anmeldungen. Insgesamt acht Aufmärsche wurden in der Landeshauptstadt für die kommenden Wochen angemeldet, beginnend ab kommenden Montag. Alle vierzehn Tage wollen die MVGIDA-Anhänger*innen sich um 18 Uhr 30 an der Siegessäule treffen. Angemeldet wurden nach Informationen von dieschweriner.de 200-300 Personen. Ob in den kommenden Wochen, an denen MVGIDA nicht in Schwerin marschieren will, in anderen Städten auftauchen wird, ist noch nicht bekannt.

Ein Bericht über den MVGIDA-Aufmarsch dieser Woche in Stralsund folgt demnächst.

Bleibt informiert und achtet auf weitere Ankündigungen. Nutzt dazu auch folgende Kanäle:

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Rostock: Film „Wir sind jung. Wir sind stark.“ ab 22.01.15 im LiWu Metropol zu sehen

Rostock-Lichtenhagen 1992. In der verödeten Wohnsiedlung hängen die Jugendlichen herum und wissen nichts mit sich anzufangen. Tagsüber gelangweilt, harren sie der Nächte, um gegen Polizei und Ausländer zu randalieren. Auch Stefan (Jonas Nay), der Sohn eines Lokalpolitikers (Devid Striesow), streift mit seiner Clique ziellos durch die Gegend. Es brodelt, aber immer nur bis kurz vor dem Siedepunkt. Ohne Job und eine Aufgabe finden die Freunde immer nur sich selbst als Ziel kleinerer und großer Grausamkeiten. Liebe ist austauschbar, Freundschaft und Loyalität sind nur Beiwerk einer aufgesetzten Ideologie. Auch Lien (Trang Le Hong) lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Siedlung, im sogenannten Sonnenblumenhaus, das von Vietnamesen bewohnt wird. Sie glaubt in Deutschland eine Heimat gefunden zu haben und will auch nach der Wende bleiben. Ihr Bruder dagegen plant die Rückkehr, weil er vor dem Hintergrund der wachsenden Anfeindungen um die Zukunft seiner Familie fürchtet.

„Wir sind jung. Wir sind stark. erzählt die Geschichte eines Tages, dem 24. August 1992, aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Menschen. Sie alle eint die Sehnsucht nach einer Heimat, Liebe und Anerkennung. Doch am Ende dieses Tages werden einige von ihnen um ihr Leben fürchten, während andere Molotow-Cocktails werfen und Interviews geben. Der Film zeigt, wie eine Gesellschaft vor den Augen der Weltpresse, in einer der schlimmsten Ausschreitungen der Nachkriegsgeschichte, moralisch gegen die Wand fährt.

Der Film ist ab Donnerstag, den 22. Januar, im Lichtspieltheater Wundervoll Metropol zu sehen. Zum Kinoprogramm geht’s hier hier lang.

Rostock: Vortrag & Diskussion „Pegida, HoGeSa und Co – neue Bewegungen im rechten Spektrum“ am 09.02.15 in der FRIEDA 23

Ende Oktober kam es bei einer vom Bündnis „Hooligans gegen Salafisten“ initiierten Demonstration in Köln zu einer der größten Aufmärsche von Hooligans und Neonazis seit Jahren. Seit Oktober 2014 organisiert die Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ in Dresden und anderen deutschen Städten Demonstrationen. Die Angst vor dem radikalen Islamismus wird von beiden Bewegungen erfolgreich genutzt, um Tausende von Menschen zu mobilisieren. Allerdings richten sich die Proteste nicht nur gegen gewaltbereite Islamisten, sondern gegen den Islam generell und gegen unsere multikulturelle Gesellschaft. Die Demonstranten fordern unter anderem die Abschiebung von Asylbewerbern, die sie größtenteils als „Wirtschaftsflüchtlinge“ betrachten, sowie die Ausweisung angeblich krimineller Zuwanderer.

Während die Aufmärsche der „Hogesa“ in Gewalt eskalierten, geben sich die Pegida-Demonstranten bürgerlich. Wenngleich regelmäßig Neonazis und NPD-Mitglieder an den Kundgebungen teilnehmen, scheint es sich bei der Mehrheit der Demonstranten um wütende und enttäuschte Bürger zu handeln, die jedoch rechtspopulistische, fremdenfeindliche Parolen aufgreifen.

Welche sind die treibenden Kräfte hinter „Hogesa“, „Pegida“ und anderen neuen Bewegungen im rechten Spektrum? Handelt es sich dabei um vorübergehende Phänomene oder ist das nur die Spitze eines Eisberges? Die Proteste belegen einmal mehr, dass rechte Einstellungen bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet sind. Was können Gesellschaft und Politik dagegen tun? Über diese Fragen und mehr wollen wir mit Olaf Sundermeyer diskutieren.

Wann und wo genau?
Die Veranstaltung findet am Montag, den 09.02.2015, von 19 bis 21 Uhr in der FRIEDA 23 im FRIEDA-Studio (Friedrichstraße 23, 18057 Rostock, Erdgeschoss) statt.

Anmeldung bitte bis zum 08.02. an:
Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro MV, Arsenalstraße 8, 19053 Schwerin I Tel: 0385 – 51 25 96, Fax: 0385 – 51 25 95 I E-Mail: schwerin[ätt]fes.de I Internet: www.fes-mv.de

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Bei Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an das FES Landesbüro.

Hinweis: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

Rostock: Lesung mit der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano am 21.01.15 im Orgelsaal der hmt Rostock

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar veranstaltet das Zentrum für Verfemte Musik in diesem Jahr eine Lesung mit der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano.

Die 1924 in Saarlouis geborene Zeitzeugin wird am Mittwoch, den 21. Januar, um 20 Uhr im Orgelsaal der hmt Rostock, aus ihrem 2013 herausgegebenen Buch „Erinnerungen Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts“ lesen. Seit mehr als dreißig Jahren kämpft die humorvolle und energiegeladene Zeitzeugin gegen das Vergessen. Sie erzählt ihre Geschichte an Schulen und geht mit ihrer Musik gegen Intoleranz an.

Musikalisch umrahmt, wird die Veranstaltung von der Pop-World-Abteilung der hmt sowie dem Duo Nymphetamin, welches beim letztjährigen Wettbewerb für Verfemte Musik in Schwerin, den Sonderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Nachwuchskünstlerförderung erhalten hat.

Der Eintritt ist frei. Angehörigen und Smpathisant_innen rechter Organiationen ist der Zutritt verweigert, ggf. wird Gebrauch vom Hausrecht gemacht.

Aufruf: „Stralsund für alle!“ Kein Platz für Ausgrenzung! – Gegen den Aufmarsch der MVGIDA am 19.01.15

Aufruf des Aktionsbündnis Stralsund Nazifrei gegen den Aufmarsch der MVGIDA am 19.01.2015 in Stralsund

Seit geraumer Zeit gehen in Deutschland tausende Menschen auf die Straße, um gegen eine vermeintliche Islamisierung zu protestieren. Unter dem Deckmantel von Pegida – „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – geht es hier um Hetze gegen asylsuchende Menschen. Dies zeigt wieder einmal, wie stark menschenfeindliche Ressentiments in der Gesellschaft verbreitet sind. Wer einen Blick auf die Veranstalter_innen und auf die Demonstrationsteilnehmer_innen wirft, kann unschwer erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Bewegung besorgter Bürger_innen handelt, sondern um Menschen mit klarem rassistischen Gedankengut und einer Gegenhaltung zu allem, was sie als fremd empfinden.


Bild: „Stralsund für alle!“ Protest gegen den rassistischen Aufzug der MVGIDA am 12. Januar in der Hansestadt (Foto via Stralsund nazifrei.

Dass die von Pegida und Co. propagierte „Islamisierung des Abendlandes“ schlichtweg irrational und nicht existent ist, zeigt sich beispielsweise daran, dass Menschen muslimischen Glaubens einen Bevölkerungsanteil von unter 0,5 Prozent stellen. Das ist nur ein Beispiel für die haltlose Argumentation der Rassist_innen.

Nachdem diese Bewegung am 12. Januar zum ersten Mal einen Marsch in die Stralsund durchführen wollten und die Stralsunder gezeigt haben, dass dieses Gedankengut in der Stadt keinen Platz hat, will die Gruppe „Mvgida“ am 19. Januar in Stralsund wiederholt eine Demonstration durchführen.

Mit einem bunten Programm, welches vielfältige Möglichkeiten bietet sich einzubringen, wollen wir Bürgerinnen und Bürger bestärken sich für ein tolerantes, weltoffenes Stralsund zu engagieren.

Für ein weltoffenes Stralsund! Gegen Fremdenfeindlichkeit und jegliche Art von Rassismus! Für ein solidarisches Miteinander!

Ab 17 Uhr 30 starten wir mit einer Kundgebung auf dem Neuen Markt. Um 18 Uhr 15 wird es eine Menschenkette um die Altstadt geben. Mehr Infos zu diesen und weiteren Gegenveranstaltungen gibt es auf www.rockgegenrechts.com. Regelmäßige und zeitnahe Updates gibt es hier.

STRALSUND FÜR ALLE!

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Aufruf: MV für alle! Gegen die rassistischen Aufmärsche der MVGIDA!

„Eure Feindbilder sind so real wie der Weihnachtsmann – und nichts anderes als schlecht verteckter Rassismus. Und die eigentliche Frage ist doch die: wenn man das Abendland nur noch verteidigen kann, indem man menschenfeindliches Gedankengut vor sich her trägt – was gibt’s dann eigentlich noch zu verteidigen?“ Claus von Wagner

Seit mehreren Jahren kommt es in ganz Deutschland zu rassistischen Mobilisierungen gegen Unterkünfte für Geflüchtete, auch in Mecklenburg-Vorpommern reisst der “Protest” nicht ab. Bundesweit sind Städte wie Wolgast, Duisburg, Berlin-Hellersdorf, Leipzig-Schönefeld, Bautzen oder Schneeberg in den letzten Jahren als Synonym für rassistische Bürger_innenbewegungen bekannt geworden. Es sind Orte in denen sich alle möglichen “Deutschen” gegen Menschen erheben, die vor Krieg, Verfolgung und für ein besseres Leben ihr Zuhause verlassen haben. Hinzu gekommen sind so genannte “Patrioten” (Pegida) die ein vermeintliches “Abendland” vor dem Islam und so genannten “Wirtschaftsflüchtlingen” schützen wollen. Begann die “Bewegung” zunächst in Dresden, entstanden in vielen anderen Städten Ableger, die mittlerweile auch im Nordosten der Republik angekommen ist.

Seit Beginn dieser Proteste ist eines rasch deutlich geworden: Die zum Ausdruck gebrachte Angstargumentation vor dem Islam ist – wie viele Ängste – irrational, destruktiv und geprägt von einer verzerrten Wahrnehmung.

Gerade die relativ hohe Beteiligung an dieser antiislamischen Demonstration in Städten mit sehr geringen Einwohner_innen der islamischen Konfession zeigt, wie absurd und willkürlich Name und Anliegen gewählt wurden. Sofern sich überhaupt ein gemeinsamer Nenner der Demonstrierenden finden lässt, ist es der, dass sie als selbsternannte „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ zunehmend neue und weniger unverhohlene rassistische Ressentiments bedienen: Das Recht auf Asyl wird abgelehnt, Grundrechte für Menschen sollen eingeschränkt oder abgeschafft und einem Verwertungsprinzip unterworfen werden. Medien werden zur „Lügenpresse“ ernannt, weil sie deren Anliegen nicht mit dem gewünschten Wohlwollen transportieren.

Diese Formen finden sich besonders stark bei den regionalen Ablegern wie ROGIDA und MVGIDA wieder. Diese organisierten am 6. Dezember eine Demonstration in Güstrow, bei der es zu verschiedenen Straftaten kam. Auch auf verschiedenen PEGIDA-nahen Internetseiten wird offen gegen Migrant_innen gehetzt und Positionen der NPD geteilt. Die Verbindung zwischen den Initiator_innen von ROGIDA und MVGIDA wird umso offensichtlicher, wenn NPD-Kader als Redner auftreten und ihren neonazistischen Einstellungen freien Lauf lassen.

Immer wieder Montags wollen die Rechtspopulist*innen in verschiedenen Städten Mecklenburg-Vorpommerns aufmarschieren. Lassen wir ihre rassistische Hetze nicht unwidersprochen! Informiert euch und kommt zu den Gegenprotesten!

MVGida stoppen! MV für alle!

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Pegida: AfD, Neonazis und der deutsche Stammtisch gemeinsam auf der Straße

Positionierung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) zu den bundesweiten PEGIDA-Aufmärschen

Seit Wochen steigt die Teilnehmerzahl an den „islamfeindlichen“ Aufmärschen in Dresden. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Unterstützer und Teilnehmenden kommen zum Teil von weither angereist.

Die vorgeblich unpolitischen Organisatoren der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“ haben bei der Wahl ihres Namens Traditionsbewusstsein an den Tag gelegt: Als „patriotisch“ bezeichnen sich seit den 1950er Jahren Rechtskonservative und Nazis, die ein anderes Deutschland als die demokratische Bundesrepublik anstreben. Der (politische) Begriff des „Abendlands“ erlebte mit Oswald Spenglers „Untergang des Abendlands“ seine ideologische Ausformung, als er 1918 den drohenden Untergang der westlichen Welt ankündigte. Bis zum Ende der Sowjetunion war er der Inbegriff der antikommunistischen Propaganda im Westen.

Seit 9/11 wird das „Abendland“ nun gegen den Islam verteidigt. Allerdings ist „Islam“ für PEGIDA zugleich Oberbegriff für alles, was die vermeintlich „zu kurz Gekommenen“ quält: kulturelle Vielfalt, Weltoffenheit, die Aufnahme von Flüchtlingen, der Euro und die EU. Damit reiht sich PEGIDA in die rassistischen Mobilisierungen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen ein, die 2014 an vielen Orten Nazis und Nachbarn zusammengebracht haben. Und natürlich richten sich die Demonstranten hier wie dort mit ihrem Schlachtruf „Wir sind das Volk“ an die, die für eine angebliche „Überfremdung“ verantwortlich gemacht werden: Politik und Medien.

Wenn man sieht, wer zu den wöchentlichen Demonstrationen aufruft, zeigt sich, woher der Protest kommt. Führende Vertreter der AfD sind an den Protesten beteiligt. Die Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Frauke Petry, hat inzwischen PEGIDA-Vertreter zum Gespräch eingeladen. Auch andere rechtspopulistische, neurechte und rassistische Gruppen springen auf diesen Zug. Die neurechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ mobilisiert zu den Aufmärschen. Das „Institut für Staatspolitik“ (Zeitschrift „Sezession“) wirbt ebenso intensiv für die Aktionen wie die neurechte Internetzeitung „Blaue Narzisse“. Zu den Unterstützern der rassistischen Mobilisierung gehören das Magazin Compact und die extrem rassistische Internetseite PI-News („Politically incorrect“). Die „Identitären“, eine aus Frankreich stammende rassistische Jugendbewegung, haben von Anfang an zu den Demonstrationen aufgerufen. Und NPD-Anhänger und Funktionäre waren stets unter den PEGIDA – Marschierern. NPD, Pro NRW und andere versuchen, PEGIDA auch in anderen Städten zu imitieren, vorerst jedoch nur mit geringem Erfolg.

Extrem rechte Einstellungen sind in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Im vergangenen Herbst haben rund 15 Prozent der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen solche Rechten gewählt. Mit PEGIDA und ähnlichen Initiativen tragen sie nun ihre Menschenverachtung auf die Straßen. Extrem rechte und menschenfeindliche Einstellungen sind das Ergebnis einer Politik der beschleunigten Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben, der um sich greifenden prekären Beschäftigungsverhältnisse und absehbaren Altersarmut. Staatlich institutionalisierter Rassismus und die inhumane Flüchtlingspolitik auf europäischer Ebene geben bei der Suche nach „Schuldigen“ die Richtung vor.

Jedoch zeigt sich bereits gesellschaftlicher Widerstand gegen die rechte Mobilisierung. Große Demonstrationen fanden in Bonn, Kassel, Köln, München und anderen Städten gegen PEGIDA und ihre Ableger statt. Auch in Dresden gehen tausende Antifaschistinnen und Antifaschisten auf die Straße.

Gemeinsam mit ihnen fordern wir:
• Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung wahrnehmen: Artikel 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ muss für alle Menschen in Deutschland erfahrbar sein, für Flüchtlinge, Arbeitende, Erwerbslose und Rentner. Artikel 1 GG fordert den Schutz von Minderheiten vor jeder Form von menschenfeindlicher Propaganda.
• Wir dürfen den PEGIDA’s und anderen Rassisten und Populisten nicht die Straße überlassen. Wir müssen sichtbar an der Seite derer stehen, die sie ausgrenzen wollen.

Den Text gibt es als Flugblatt, welches entweder hier herunter geladen oder beim Bundesbüro der VVN-BdA bestellt werden kann.

Broschüre zur Kritik an der „Alternative für Deutschland“ aus Hamburg erschienen

Im Rahmen des Landtagswahlkampfes in Hamburg haben verschiedene Gewerkschaften und Initiativen eine Broschüre über die Alternative für Deutschland (AfD) erarbeitet. Im Vorwort heißt es unter anderem:

Nach den nicht erfolgreichen Anläufen zur Bundestagswahl sowie zur Landtagswahl in Hessen wurde spätestens mit dem Einzug der Partei in die Landtage in Thüringen (10,6%), Sachsen (9,7%) und Brandenburg (12,2%) im Jahr 2014 deutlich, dass es sich bei der AfD leider nicht um eine jener rechten Splitterparteien handelt, deren politische Bedeutung unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde verbleibt.

Die aufschlussreiche Broschüre, die auch über Hamburg hinaus sinnvoll verwendet werden kann, kann unter anderem als pdf-Datei hier herunter geladen werden.

Rostock: Politischer Donnerstag „Von Rostock nach Kobanê – Die Kampagne ‚MV für Kobanê‘“ am 29.01.15 im Peter-Weiss-Haus

Die Kampagne „MV für Kobanê“ sammelt unter anderem Kleidung und Medikamente für die bedrohte kurdische Regin Kobanê, die seit Monaten Angriffen des fundamentalistisch-islamistischen IS und der türkischen Armee ausgesetzt ist.

Am 29.01. um 20 Uhr berichten Vertreter_innen der Kampagne Peter-Weiss-Haus im über die Spendensammlung im vergangenen November und schildern ihre Eindrücke und Erlebnisse von der Reise nach Suruc, dem Ankunftsort und Grenzstadt Kobanês des ersten LKW’s mit gesammelten Hilfslieferungen aus MV. Außerdem geben sie einen Ausblick auf die weitere Arbeit der Kampagne.

Presseschau: „MV für alle!“ – Proteste gegen MVGIDA-Aufmärsche vergangenen Montag

++ NPD und Kameradschaften dominieren MVGIDA-Aufmärsche in Stralsund und Schwerin +++ Übergriffe auf Gegendemonstrant_innen +++ Polizei völlig überfordert +

Von Marko Neumann

Mehr als 3.000 Menschen beteiligten sich in ganz MV an den Protesten gegen die Aufzüge der MVGIDA in Schwerin und Stralsund. Die von bekannten Nazi-Kadern dominierten Aufmärsche machten die Schnittmengen der bundesweiten PEGIDA-Bewegung mit neofaschistischen Ideologien einmal mehr deutlich. Eine Presseschau.

In der Landeshauptstadt Schwerin gingen etwa 800 Menschen gegen MVGIDA auf der Straße. Der Aufzug vermeintlich „besorgter Bürger“ war nicht nur durchsetzt von Nazis aus den unterschiedlichsten Spektren, sondern deutlich dominiert. Neben NPD-Kadern, wie dem Landtagsabgeordneten Stefan Köster, war auch bundesweite Prominenz der Szene anwesend. Trotz der Mobilisierung der NPD kamen lediglich 350 Menschen zum MVGIDA-Aufmarsch nach Schwerin.

In Stralsund konnten die rund 250 MVGIDA-Anhänger_innen schon nach wenigen Metern mit einer Sitzblockade der über 400 Gegendemonstrant_innen gestoppt werden. Hitler-Grüße und Parolen der rechten Szene wie „Bürger dieser Stadt haben Asylanten satt!“ prägten auch hier das Bild des Aufmarsches. Das Bündnis Stralsund nazifrei sucht Zeug_innen, die Übergriffe beobachtet haben.

Auch in Rostock, wo ein geplanter Aufmarsch der ROGIDA kurzfristig abgesagt wurde, kam es zu Protesten. Etwa 2.000 Menschen nahmen hier an dem Demonstrationszug und der anschließender Kundgebung am Kröpeliner Tor sowie weiterer Veranstaltungen teil.

Sowohl in Stralsund als auch in Schwerin kam es zu Übergriffen der MVGIDA-Anhänger_innen auf Gegendemonstrant_innen. Die sichtlich überforderte Polizei war nicht in der Lage, Übergriffe wirkungsvoll zu verhindern oder wenigstens zu ahnden. In einer Presseerklärung der Landesweiten Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt LOBBI heißt es:

Bekannte Neonazi-Gewalttäter wurden in Stralsund von den MVGIDA-Organisator_innen ungehindert auf Protestierende losgelassen und schwere Verletzungen in Kauf genommen. Gesten wie das Abschalten des Lichtes im Schweriner Schloss mögen für erste Signale taugen, dürfen aber notwendige Schlussfolgerungen aus den gestrigen Ereignissen nicht mit ins Dunkel ziehen.

Im Folgenden erhaltet ihr einen Überblick über aktuelle Berichterstattung in den Medien:

NNN: Als das Schloss dunkel wurde [12.01.15]

OZ: MVGIDA-Protest: Tausende demonstrieren für Toleranz [12.01.15]

NK: Rund 3000 Teilnehmer bei Demonstrationen gegen PEGIDA in MV [12.01.15]

NDR: MVgida: Tausende bei Gegen-Demonstrationen [13.01.15]

NDR:NPD dominiert Pegida-Ableger im Nordosten [13.01.15]

ER: NPGida – NPD kapert Schweriner PEGIDA-Demonstration [13.01.15]

xLOBBI: „Wehe, wenn sie losgelassen…“ [13.01.15]

KomFort: MV für Alle! – Proteste gegen PEGIDA in Rostock und um Bundesland [13.01.15]

Welt: PEGIDA-Bewegung in MV stark von Rechten dominiert [13.01.15]

[’solid] HGW: Hitlergruß und Israelfahne – MVGIDA in Stralsund [13.01.15]

BNR: NPD-dominierte MVGIDA [13.01.15]

„MV für Alle!“ Letzte Infos vor den MVGIDA-Aufmärschen heute

++ MVGIDA-Aufmärsche in Stralsund und Schwerin +++ Mahnwachen, Kundgebungen und Gegendemos in beiden Städten +++ landesweiter Hastag #mvfüralle eingerichtet +

Von Marko Neumann

In Stralsund und Schwerin will die rassistische MVGIDA heute gegen eine vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Hier bekommt ihr die letzten wichtigen Infos über die Aufmärsche und die Gegenaktionen für heute Abend.

Rostock: Solidaritätsaktionen mit Stralsund und Schwerin
Auch wenn der ursprüngliche ROGIDA-Aufmarsch für heute abgesagt wurde, wird es in der Hansestadt verschiedenen Protestaktionen gegen die Aufzüge in Stralsund und Schwerin geben. Um 16 Uhr startet Am Brink eine Demonstration zum Hauptbahnhof. Dort können alle, die sich direkt an den Protesten gegen MVGIDA beteiligen wollen, mit den Zügen in die beiden Städte fahren. Anschließend geht die Demo weiter zumKröpeliner Tor, wo ab 17 Uhr eine Kundgebung stattfinden wird. Bis 19 Uhr wird es hier Musik, Redebeiträge – unter anderem vom Vorsitzenden des Migrantenrates Juri Roszov und vom Intendanten des Volkstheaters Sewan Latchinian – und verschiedene Mitmachaktionen geben. Mehr Infos bekommt ihr auf facebook.com/1mairostock.

Schwerin: „Gegen die Idiotisierung des Abendlandes“
18 Uhr 30 soll der MVGIDA-Aufmarsch an der Siegessäule am Alten Garten beginnen. Bereits eine halbe Stunde später, um 18 Uhr, findet am Alten Markt eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Schweriner gegen die Idiotisierung des Abendlandes!“ statt. Zur Facebook Veranstaltung geht es hier. Dort findet ihr ggf. auch weitere Einzelheiten der Gegenproteste.

Stralsund: Breiter Protest gegen MVGIDA
Ebenfalls um 18 Uhr 30 wollen die Anhänger_innen von MVGIDA in Stralsund am Hauptbahnhof ihren Marsch beginnen. Es wird verschiedene Gegenaktionen, darunter mehrere Mahnwachen, eine Demonstration sowie ein buntes Fest, in der Stadt geben. Eine Übersicht über die Gegenveranstaltungen findet ihr auf rockgegenrechts.com.

NPD ruft zur Teilnahme auf
„Den Nazivergleich nehmen Sie sofort zurück!“ – „Wieso Vergleich? Ich sagte, sie SIND ein Nazi.“ – Die NPD versucht auf den Zug der PEGIDA-Bewegung aufzuspringen und ruft ihre Anhänger_innen ebenfalls zu der Teilnahme an den Aufmärschen auf. Passt also in jedem Fall auf euch auf und bleibt möglichst in Gruppen, egal ob Stralsund oder Schwerin!

Hashtags #mvfüralle und andere Social Media
Für die Proteste heute Abend gibt es mittlerweile den landesweit einheitlichen Hashtag #mvfüralle, versehen mit den Kürzeln der jeweiligen Städte HRO, SN oder HST. Verwendet darüber hinaus die bereits etablierten Hashtags #nopegidamv, #nomvgida, #schwegdida und #norogida.
Haltet euch auch via Facebook auf dem Laufenden. Nutzt dazu die FB-Seiten ROSTOCK nazifrei, Rock gegen Rechts Stralsund, No Pegida MV, Stoppt Pegida und co und auf PortalNordost.

„Stralsund für Alle!“ – Aufruf gegen den Aufmarsch der MVGIDA am 12.01.15 in Stralsund

“Rostock war ein Zeichen…machen wir in Stralsund auch eins!” Seit geraumer Zeit gehen in Deutschland tausende Menschen auf die Straße, um gegen eine vermeintliche „Islamisierung“ zu protestieren. Unter dem Deckmantel von PEGIDA – patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, geht es hier um Hetze gegen asylsuchende Menschen. Dies zeigt wieder einmal, wie stark menschenfeindliche Ressentiments in der Gesellschaft verbreitet sind. Wer einen Blick auf die Veranstalter_innen und auf die Demonstrationsteilnehmer_innen wirft, kann unschwer erkennen, dass es sich hierbei nicht um einen besorgte Bürger_innenbewegung handelt, sondern um Menschen mit klarem rassistischen Gedankengut und einer Gegenhaltung zu allem, was sie fremd empfinden.

Das die von PEGIDA und co. propagierte „Islamisierung des Abendlandes“ schlichtweg irrational und nicht existent ist, zeigt sich Beispielsweise daran, dass gerade einmal 0,5% der Menschen muslimischen Glaubens in MV leben. Das ist nur ein Beispiel für die haltlose Argumentation der Rassist_innen.

Nach dem sich diese Bewegung für den 12. Januar in Rostock ankündigte, will die Gruppe MVGIDA nun in Stralsund eine Veranstaltung am gleichen Tag durchführen.

Und das wollen wir so nicht akzeptieren! Daher wollen wir ein buntes Programm schaffen, welches die Möglichkeit bietet, vielfältigen Protest auszudrücken. Am Tag geht es ab 17 Uhr u.a. mit einem Fest auf dem Neuen Markt los.

Für ein weltoffenes Stralsund! Gegen Fremdenfeindlichkeit und jegliche Art von Rassismus! Für ein solidarisches Miteinander!

Achtet auf weitere Ankündigungen und informiert euch über die Gegenaktionen auf stralsundnazifrei.rockgegenrechts.com. Benutzt dabei auch diese Kanäle:

Websites: ino.blogsport.de/norogida/
Facebook: PortalNordost, NoPegidaMV & Stoppt Pegida und co.
Hashtags: #norogida, #nopegidamv, #nomvgida & #schwegdida

Gegen die MVGIDA-Aufmärsche am 12.01.15 in Schwerin und Stralsund! Gegen jeden Rassismus und religiösen Fundamentalismus!

++ MVGIDA-Aufmärsche am 12. Januar in Schwerin und Stralsund +++ bunter und lautstarker Protest angekündigt +++ NPD mobilisiert Anhänger_innen zu MVGIDA-Veranstaltungen +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nachdem am vergangenen Montag rund 800 Menschen gegen einen geplanten Aufmarsch der rechtspopulistischen ROGIDA in Rostock demonstrierten, sagte der Anmelder Enrico Naumann aus Stralsund den Aufzug für den 12. Januar kurzfristig ab. Alternativ sollen unter dem Label MVGIDA am gleichen Tag in Stralsund und Schwerin Aufmärsche stattfinden. Obwohl der Aufmarsch in Rostock abgesagt wurde, gibt es auch dort verschiedene Aktionen gegen die rassistische Hetze von PEGIDA und co..

Rassistischer Aufmarsch in Schwerin und die Gegenaktionen
Anmelder für den MVGIDA-Aufzug in der Landeshauptstadt ist Stefan Steiner. Um 18 Uhr 30 soll der Aufmarsch der vermeintlich „besorgten Bürger“ an der Siegessäule am Alten Garten, dort wo unlängst die NPD ihrer islamophoben Hetze freien Lauf ließen, losgehen.
Bereits eine halbe Stunde früher, um 18 Uhr, findet am Alten Markt eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Schweriner gegen die Idiotisierung des Abendlandes!“ statt. Zur Facebook Veranstaltung geht es hier. Der Twitter Hashtag für die Proteste lautet #schwegdida.

Stralsund für alle! – Kein Platz für MVGIDA in der Hansestadt!
Unter dem langatmigen Motto „Mecklenburg-Vorpommern gegen die Islamisierung des Abendlandes, Krieg und religiösen Fanatismus. Für die Zukunft unserer Kinder“ findet auch in Stralsund ein Aufmarsch der MVGIDA statt. Ebenfalls 18 Uhr 30 soll es dort in der Nähe des Hauptbahnhofes Stralsund „auf den rechts anliegenden Parkflächen“ losgehen, wie es auf der entsprechenden Facebook Veranstaltung heißt. Anmelder ist, wie bei dem abgesagten ROGIDA-Aufmarsch, Enrico Naumann, welcher mit seinem Facebook Account gerne auch einmal Nazi-Seiten liked.
Eine Demonstration gegen den rechtspopulistischen Aufmarsch sowie ein buntes Fest auf dem Neuen Markt werden stattfinden. Für genaue und aktuelle Informationen besucht regelmäßig die´Website und die Facebook Seite von Rock gegen Rechts e.V. Stralsund, dort wird auch der offizielle Hashtag für den Abend bekannt gegeben.

Rostock: Solidarität mit Stralsund und Schwerin!
In Rostock wird es trotz des abgeblasenen ROGIDA-Aufmarsches ein deutliches Zeichen gegen die Untriebe der PEGIDA-Ableger geben. Pünktlich (!) um 16 Uhr 30 startet am Brink eine Demonstration zum Hauptbahnhof. Alle, die nach Schwerin oder Stralsund fahren wollen, können hier in die Züge steigen. Diejenigen, die in Rostock bleiben, laufen weiter zum Kröpeliner Tor. Hier findet zwischen 17 und 18 Uhr eine Kundgebung mit Musik und verschiedenen Mitmachaktionen statt. Ab 18 Uhr werden u. a. der Vorsitzende des Migrantenrates Juri Roszov und der Intendant des Volkstheaters Sewan Latchinian sprechen. Zur Facebook Veranstaltung geht es hier lang. Der Hastag lautet nach wie vor #norogida. Checkt regelmäßig die Facebook Seite von ROSTOCK nazifrei für weitere Informationen.

NPD versucht auf Zug aufzuspringen.
Die steigenden Teilnehmer_innenzahlen bei Aufmärschen der sächsischen PEGIDA und ihrer Ableger – zumindest in einigen Teilen der Bunderepublik – ruft auch die NPD auf den Plan. Immer seltener lässt die Partei von sich hören und dümpelt geradezu vor sich hin. Kein Wunder, dass sie versucht, an die PEGIDA-Bewegung anzudocken. In einem kürzlich auf der NPD-nahen Internetseite Mupinfo verbreiteten Artikel heißt es unter anderem:

Wer schon einmal bei einer der Dresdner Demonstrationen dabei war, wird es bestätigen. 15.000 Leute, die im Chor „Volksverräter“ rufen, ist ein außerordentliches Erlebnis. „Volksverräter“ ist NPD-Sprachgebrauch und NPD-Denken. Nicht AfD-Denken. AfD-Parolen würden etwa lauten: „Einwanderung ja, aber bitte etwas anders“. Mag sein, dass viele der Rufer sich dessen gar nicht gewahr sind, dass sie den Sprachgebrauch und damit die ideologische Grundhaltung der NPD übernommen haben. Sie haben es aber, und das ist auf unsere beharrliche Volksaufklärungsarbeit zurückzuführen, die auch auf unbewusster Ebene wirkt.

Daher überrascht es auch nicht, dass die NPD ebenfalls ihre Anhänger_innen dazu aufruft, an den zu den Aufmärschen in Schwerin und Stralsund teilzunehmen. Dass das Phänomen der PEGIDA-Bewegung jedoch keine Erscheinung des „rechten Rands“ in der Bundesrepublik ist, macht Jens Berger in einem aktuellen Artikel sehr deutlich.

Informiert euch und achtet auf neue Informationen! Benutzt dabei auch diese Kanäle:
Websites: ino.blogsport.de/norogida/ & rockgegenrechts.com
Facebook: PortalNordost, NoPegidaMV & Stoppt Pegida und co.
Hashtags: #norogida, #nopegidamv, #nomvgida, #nopegida & #schwegdida

Rostock: Aktionstage „Out of Action – Burn Out und Polizeigewalt“ am 25. & 26.01.2015 im Café Median

Am 25. und 26. Januar sind Genoss_innen von Out of Action zu Gast im Café Median in Rostock.

#update: Die Veranstaltung am am 26.01. entfällt. Die Veranstaltung am 25.01. findet weiterhin statt!

Am Sonntag gibts von 13-17 Uhr einen Workshop zum Thema Burn Out durch Aktivismus. Ein genauerer Ankündigungstext folgt. Bis dahin schaut mal in diesen Flyer rein: Avoiding Burn Out.

Am Montag Abend gibts zur gewohnten Infoabend-Stunde um 20 Uhr Infos zu Trauma und Folgen von Polizei – (und anderer) Gewalt. Den Text aus dem Ratgeber von Out of Action zu dem Thema findet ihr hier. Vor der Infoveranstaltung wird es VoKü von mob.kitchen geben.

Eine Veranstaltungsreihe der SchwarzRoten Hilfe Rostock.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: