Rostock: Podiumsdiskussion „Perspektiven des Gedenkens“ anlässlich des 11. Todestages Mehmet Turguts am 25.02.15 im JAZ

Am 25. Februar 2004 wurde Mehmet Turgut im Neudierkower Weg in Rostock vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ermordet. Im vergangenen Jahr fand zum ersten Mal eine offizielle Gedenkveranstaltung statt, zu welcher der Oberbürgermeister und die Bürgerschaftspräsidentin der Hansestadt Rostock auch die Brüder Yunus und Mustafa Turgut eingeladen hatten. Auf der Kundgebung wurde vom Oberbürgermeister betont, dass das Gedenken sich nicht in einer einzigen Veranstaltung erschöpfen darf.


Bild: Gedenken an den vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordeten Mehmet Turgut in Rostock. (Fotoquelle Facebook Seite Rostock Nazifrei)

In diesem Jahr wollen wir am 11. Todestag gemeinsam an Mehmet Turgut erinnern und auf einer Podiumsdiskussion über Perspektiven des Gedenkens sprechen. Dazu wollen wir resümieren, was bislang in Rostock geschehen ist und welche Form(en) des Gedenkens es gegenwärtig in Rostock gibt. Wir wollen aber auch gemeinsam darüber nachdenken, wie in Zukunft an den Mord in Rostock erinnert werden kann und welche Wünsche die Angehörigen für das Gedenken an Mehmet Turgut haben. Dabei soll der Blick über die Hansestadt hinaus gerichtet und im Gespräch verschiedene Erfahrungen aus Kassel und Rostock zusammengebracht werden.

Eine von den Fraktionen der Rostocker Bürgerschaft mitgetragene Initiative, den Neudierkower Weg zum Gedächtnis an Mehmet Turgut umzubenennen, war in den Ortsbeiräten auf Widerstände gestoßen. Mit diesem Gespräch über die Perspektiven des Gedenkens wollen wir uns um Möglichkeiten und Wege für einen würdigen Umgang mit der Erinnerung an den Mord bemühen.

Die Initiative „Mord verjährt nicht!“, die dieses Jahr beide Veranstaltungen organisiert, hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2012 gegründet. Ursprünglich war das Ziel, die Forderungen nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Landtag zur Aufklärung der NSU-Verbrechen auch in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen. Nach dem Scheitern dieses Vorhabens verlagerte sich der Arbeitsschwerpunkt auf die Gedenkpolitik.

Auf dem Podium:
Mustafa Turgut (Bruder von Mehmet Turgut)
Ayse Güleç (Initiative 6. April Kassel, Sozialpädagogin)
Yuri Rosov (Vorsitzender des Migrantenrates der Hansestadt Rostock)
Dr. Wolfgang Nitzsche (Präsident der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock, angefragt)
Roland Methling (Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, angefragt)
Moderation: Initiative „Mord verjährt nicht!“

Wann und wo genau? Am 25.02.2015, ab 19 Uhr im Jugendalternativzentrum (JAZ), Lindenstraße 3b in Rostock.


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