Naziaufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg

++ NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg durch die Oststadt +++ Aufzug gegen Globalisierung und „schrankenlose Überfremdung“ +++ Gegenproteste sind in Planung +

Von Marko Neumann

Der erste Mai ist seit Jahren ein fester Aufmarsch-Termin für die neofaschistische Szene in Mecklenburg-Vorpommern und der ganzen Bundesrepublik. In den vergangenen Jahren versuchte die NPD immer wieder durch verschiedenen Städte MV’s zu laufen, stets begleitet von starken Gegenprotesten. Nur 2013 verzichtete der NPD-Landesverband auf einen eigenen Aufmarsch im Nordosten.

Wie schon 2012 wollen die Nazis durch die Neubrandenburger Oststadt marschieren. Damals hatte das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen den NPD-Aufmarsch erfolgreich stören.

Unter dem recht neutral gehaltenem Motto „Gute Arbeit hat einen Wert! Gerechtigkeit erkämpfen – Ausbeutung beenden!“ wirbt die NPD unter anderem auf ihrer Homepage seit heute für ihren Aufzug. Der Aufruf enthält die üblichen Floskeln vom „Niedergang des Landes“ und den „geltgeilen Eliten“.

Dennoch fällt eines auf: die deutliche Ablehnung des kapitalistischen Systems, die noch bis vor wenigen Jahren ein festes Standbein ihrer politischen Agenda war, umschifft die NPD mit größter Vorsicht. Zu groß ist offenbar immer noch die Angst, das laufende Verbotsverfahren könnte die neofaschistische Bewegung ihrer wichtigsten Organisation berauben.

Der aktuelle Aufruf lässt wieder einmal tiefe Einblicke in das Weltbild der NPD zu. So wird – was auch sonst – die Globalisierung als Ganzes abgelehnt und eine „nationale Sozialpolitik“ gefordert, und vor einer „schrankenlosen Überfremdung“ gewarnt. Gleichzeitig werden sinkende Einwohner*innenwahlen in Mecklenburg-Vorpommern angeprangert.

Besonders kurios wird es aber bei den Steuerforderungen. Zwar wird eine „Herabsetzung der Steuerlast“ gefordert, gleichzeitig sollen die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber gesenkt werden. Die Senkung der Nebenkosten für Arbeitgeber führt zwangsläufig zu einer Steigerung der Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber – welche ja eigentlich von Steuern entlastet werden sollen.

Die NPD will sich am 01. Mai um 12 Uhr an der Kreuzung Juri-Gagarin-Ring / Helmut-Just-Straße treffen. Weitere Informationen in Kürze. Bleibt informiert und achtet auf Ankündigungen.


0 Antworten auf „Naziaufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

:) :( :d :"> :(( \:d/ :x 8-| /:) :o :-? :-" :-w ;) [-( :)>- more »

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sieben − fünf =



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: