Rostock: Veranstaltung „Warum Arbeitskampf weh tun muss“ am 09.07.15 im Peter-Weiss-Haus

Politischer Donnerstag im Peter-Weiss-Haus zu den Hintergründen der aktuellen Arbeitsniederlegung bei der Post

09.07.15 | 20 Uhr | Peter-Weiss-Haus in Rostock

Seit mehr als drei Wochen ist die Post im Streik. Es ist der erste unbefristete Streik seit 15 Jahren. Hauptursache für den Streik ist die Ankündigung des Unternehmens, Tausende Stellen in 49 neue Gesellschaften auszugliedern, für die niedrigere Löhne gelten als im Konzern. In den neuen Billiggesellschaften bekommen aktuell 6500 Paketzusteller*innen weniger Lohn für gleiche Arbeit. Die Zusteller müssen auf bis zu 20 Prozent ihres bisherigen Jahresgehalts verzichten. Dabei ist die wirtschaftliche Lage der Post AG mehr als gut. Das Unternehmen ist auf Wachstumskurs. Die notwendigen Zukunftsinvestitionen kann die Post AG problemlos aus ihren Gewinnen finanzieren. Die Post ist mit Abstand der größte Marktführer im Bereich der Paketzustellung.

Das Lohndumping hat den Zweck, die Taschen der Aktionäre zu füllen. Der Postvorstand hat seinen Anteilseignern bis 2020 ein jährliches Gewinnplus von acht Prozent zugesagt. Der Konzerngewinn soll auf fünf Milliarden Euro steigen. Im laufenden Jahr wurde die Dividende wieder um sechs Prozent erhöht und Postvorstand Appel profitiert persönlich von der Aktionärspflege. Sein Jahresgehalt stieg letztes Jahr um 23 Prozent auf 9,6 Mio. Euro. Wir zeigen uns mit den über 20.000 streikenden Postler*innen solidarisch und möchten über die Situation mit wichtigen Zahlen und Fakten aufklären. Was sind die Forderungen von ver.di und was will die Post AG? Wir möchten mit euch diskutieren, weshalb Streik ein legitimes und gutes Mittel des Arbeitskampfes und der Solidarität ist.

Eingeladen sind Eva-Maria Kröger (DIE LINKE) zur Situation der Postvergabepraxis in Rostock und zu den Hintergründen des Streiks und Michael Pfeiffer (ver.di Rostock) zur Situation der Streikenden und zum Unternehmen Post AG.


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