Starke Reaktion auf marschierende Wutbürger in Greifswald!

Nach dem unangemeldeten rechten Aufmarsch am Montagabend demonstrierten heute Nachmittag etwa 450 Personen in der Greifswalder Innenstadt gegen Fremdenhass.

Ein starkes Zeichen, ein unüberhörbarer Appell, ein deutliches Signal — die Formulierungen, mit denen Demonstrationen wie heute Nachmittag bewertet werden können, sind altbekannt, doch sie treffen manchmal auch den Kern des Gemeinten. Als Reaktion auf den rassistischen Aufmarsch des Vortags, hatte die Initiative Uni ohne Nazis unter dem Motto “Gegen fremdenfeindliche Hetze und rassistische Gewalt – für ein weltoffenes Greifswald“ eine Demonstration angemeldet. Der Zuspruch sollte enorm sein!


Bild: Über 450 Menschen nahmen an der kurzfristig organisierten Demo gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Greifswald teil. (Fotoquelle: Fleischervorstadt Bog)

Dem kurzfristigen Aufruf der Initiative folgten 450 Personen, darunter etwa ein halbes Dutzend Kommunalpolitiker, Studierende und ihre AStA-Vertretung, Wissenschaftlerinnen der Universität Greifswald, Schüler und Familien. Kurz gesagt: Der Demonstrationszug, der sich am Rubenowplatz sammelte, war sehr heterogen zusammengesetzt. Nach einigen Redebeiträgen, unter anderem von Stefan Fassbinder (Grüne), setzten sich die Demonstrierenden in Bewegung und zogen mit Sprechchören und Bannern durch die Lange Straße bis zum Marktplatz, wo die Versammlung nach weiteren Redebeiträgen schließlich gegen 17 Uhr für beendet erklärt wurde. Die Polizei war mit einem knappen Dutzend Beamte im Einsatz. Die Demonstration verlief friedlich und ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.


Bild: Keine Nazis – keine Probleme. Die Demo in Greifswald verlief durchweg friedlich. (Fotoquelle: Fleischervorstadt Blog)

Angesichts der kurzfristigen Ankündigung dieser Demonstration ist es enorm, dass sich heute so viele Leute diesem Protest anschlossen und durch ihre Präsenz zeigten, dass Greifswald mehr kann, als die besorgten Bürger, Rassisten, Neonazis, Gaffer und angetrunkenen Erlebnishungrigen, die sich Montagabend in der Überzeugung, für eine schweigende Mehrheit zu sprechen, durch die Stadt grölten. Trotzdem dürfte allen Beteiligten klar sein, dass der rassistische Spuk damit noch lange nicht vorbei ist, sondern die Zivilgesellschaft weiterhin wachsam bleiben und noch aktiver werden muss.

Text übernommen mit freundlicher Genehmigung des Fleischervorstadt-Blogs.


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