Antirassistische Demonstration „Refugees welcome“ in Neubrandenburg: Klares Zeichen gegen Rassismus in der Viertorestadt

++ 400 Menschen gegen Rassismus in Neubrandenburg vergangenen Sonnabend auf den Straßen +++ Laute und bunte Demonstration gegen menschenverachtende Hetze +++ MVGIDA-Aufmarsch diesen Montag entgegentreten +

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Rund 400 Menschen folgten dem gemeinsamen Aufruf der Gruppen Neubrandenburg nazifrei, Neubrandenburg hilft und Neubrandenburg sagt willkommen am Sonnabend an der antirassistischen Demonstration „Refugees Welcome! M-V heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen“ teilzunehmen. Auf einer Informationsmeile konnten sich Neubrandenburger*innen bereits vor dem Demonstrationszug informieren.
Rassistische Aufmärsche, Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und Angriffe auf Refugees und deren Helfer*innen – all das gehört zum Alltag in Mecklenburg-Vorpommern, dem einzigen Bundesland, in dem die NPD noch im Landtag vertreten ist.


Bild: Ein ‚besorgter Bürger‘ beim Diskutieren auf der Infomeile in Neubrandenburg.

Infomeile vor dem Rathaus
Den ganzen Vormittag über konnten sich die Neubrandenburger*innen auf einer Informationsmeile vor dem Rathaus über die aktuelle Debatte um Geflüchtete und sich ausbreitende menschenverachtende Hetze von NPD, AfD und co informieren. Mehrere Stände unterschiedlicher Parteien und Verbände füllten den Rathausvorplatz.

Say it loud, say it clear…
Zu 14 Uhr versammelten sich mehr und mehr Personen auf dem Platz um an der Demonstration teilzunehmen. Schließlich waren über 400 Menschen auf dem Platz. Ältere waren genauso vertreten wie junge, Fahnen verschiedener Organisationen wehten neben Flaggen der Antifaschistischen Aktion, der Animal Liberation Front und anderer Gruppen. 14 Uhr 20 startete der Demozug durch die Viertorestadt. Mit Musik und lauten Sprechchören ging es durch Neubrandenburg.


Bild: Über 400 Menschen nahmen an der landesweiten Demonstration „Refugees Welcome“ teil.

Mehrere Zwischenkundgebungen auf dem Marktplatz, in der Nähe des Bahnhofes sowie in der Ihlenfelder Vorstadt machten das Anliegen der Demonstration zusätzlich deutlich. „Wir haben heute so viel Zuspruch, so viel Hoffnung von all denen erhalten, die mit uns gekommen sind. Die Mehrheit hier wird nicht zulassen, dass rassistische Propaganda und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge unser Zusammenleben vergiftet“, erklärte Theresa Stein von der Initiative Neubrandenburg sagt Willkommen in ihrem Redebeitrag. Johannes Peters vom Bündnis Neubrandenburg Nazifrei betonte wiederrum in seiner Rede: „Wir wollen nicht, dass sich die Geschichte wiederholt. Dass Menschen aufgrund ihrer Couleur, ihrer Religion, ihrer Sexualität verfolgt werden. Genau davor fliehen sie. Wir sind in der Lage, diesen Menschen zu helfen. Es wäre eine Schande, es nicht zu tun.“
Immer wieder schauten „besorgte Bürger“ sich den Aufzug an, trauten sich aber kaum etwas zu sagen. Auch einzelne organisierte Neonazis, die den Zug beobachteten, hielten Abstand. Die Polizist*innen in Uniform hielten sich weitestgehend zurück und auch die Zivilbeamt*innen übten sich größten Teils in Mäßigung.


Bild: ‚Besorgte Bürger*innen‘ beim Gucken und Filmen der Demonstration.


Bild: Neubrandenburg ist „Kein Kiez für Nazis!“

Den Worten Taten folgen lassen: Montag MVGIDA entgegentreten
Die Demonstration war ein deutliches Zeichen gegen die rassistische Hetze, die Nazis und Alltagsrassist*innen vermehrt auf die Straßen Mecklenburg-Vorpommerns tragen. Menschenverachtende Propaganda darf und wird in MV auch künftig nicht unwidersprochen bleiben.
Bereits diesen Montag will die NPD-Tarnorganisation durch Neubrandenburg marschieren. Ab 19 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Bahnhof treffen. Die Initiativen der Demonstration „Refugees Welcome“ haben für Montag verschiedene Gegenkundgebungen angemeldet, die wir hier dokumentieren:

Mahnwache der Grünen | Turmstraße (Eingang Kaufhof)
Ab 18:30 Uhr bis 23:30 Uhr

Mahnwache der Linken | Marienkirche (Stirnseite)
Ab 18:30 Uhr bis 23:30 Uhr

Kommt zahlreich – bildet Bezugsgruppen – seid laut und kreativ! Kein Fußbreit den Faschist*innen!

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