Archiv für Oktober 2015

Güstrow: Nazimahnwache vor Villa Kunterbündnis am 10.10.15!

Seit Monaten versuchen Nazis in Güstrow eine „Nationalbefreite Zone“ zu installieren. Immer wieder kommt es zu Einschüchterungsversuchen, gezielt werden Andersdenkende bedroht und tätlich angegriffen.

Diesen Sonnabend (10.10.) wollen die Nazi erneut eine Mahnwache am Borwinbrunnen abhalten. Von 10 bis 12 Uhr wollen sie in direkter Nähe zur Villa Kunterbündnis ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten. Die Vergangenheit hat deutlich gemacht, dass die örtliche Polizei den Schutz der Villa und antifaschistischer Aktivist*innen, wie Karen Larisch, nicht ernst nimmt. Erst bei einer der vergangenen Aufmärsche liefen Nazis direkt an der Villa ohne Polizeipräsenz vorbei und griffen Aktivist*innen vor Ort an.

Kommt nach Güstrow und unterstützt die Antifaschist*innen vor Ort!

Solidarität muss praktisch werden! Keine Homezone für Nazis!

Rostock: „Solidarität statt Hetze“ – Geflüchtete unterstützen, Rassist*innen am 17. Oktober entgegentreten!

Am 17. Oktober will die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) ab 15 Uhr mit ihren Anhänger*innen durch die Rostocker Innenstadt marschieren. Dass die Partei gerade jetzt zu ihrer ersten eigenen Demonstration in Mecklenburg- Vorpommern aufruft, ist genauso wenig Zufall wie der gewählte Ort.

Ein gemeinsamer Aufruf des Bündnisses Rostock nazifrei! und der Initiative Rostock hilft

Die Rostocker Stadtgesellschaft stand in den vergangenen Wochen für ein breites, ehrenamtliches Engagement in der humanitären Unterstützung von Geflüchteten. Genau diese Solidarität ist jedoch für die AfD nichts weiter als eine „verrückte Multikulti-Ideologie“ und „linker Deutschlandhass“.
Nun will sie auch öffentlich wahrnehmbar im Chor derer mitsingen, die seit Wochen gegen Migrant*innen hetzend und demokratisch Protestierende anpöbelnd durch die Straßen des Bundeslandes laufen.


Bild: Aktuelles Plakat der Rostocker Zeitschrift 0381.

Und genau jene „besorgten Bürger*innen“, die sich nahezu jede Woche als „MVGida“ oder „XY wehrt sich gegen…“ zusammen finden, haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Ihnen ist es herzlich egal, unter welchem Label sie ihrem Rassismus und undefinierten Frust gegen „die da oben“ freien Lauf lassen können.

Anhänger*innen der AfD beteiligten sich bereits an deren Aufmärschen. Nun will die Partei endlich eine aktivere Rolle einnehmen. Das mittelfristige Ziel scheint dabei klar zu sein: Auf der aktuellen Welle rassistischer Mobilisierungen gegen Geflüchtete direkt in den Schweriner Landtag surfen.
Wir werden diesem Treiben nicht tatenlos zusehen. Rassistischer Hetze setzen wir unsere Solidarität mit Kriegsflüchtlingen und allen von Rassismus betroffenen Menschen entgegen!

Wir rufen Sie und Euch alle auf, am 17. Oktober gemeinsam mit uns für eine offene Gesellschaft auf die Straße zu gehen. Doch wir wollen nicht nur reden, sondern auch handeln. Deshalb organisieren wir an diesem Tag eine große Spendensammelaktion. Besonders gern gesehen sind Hygieneartikel, Schuhe und Unterwäsche, aber natürlich auch Geldspenden. Aktueller erfahren Sie/erfahrt Ihr den aktuellen Bedarf aber immer auch unter: http://hrohilft.blogsport.eu/spenden/.

Neuer Markt, Kundgebung und Spendensammelaktion ab 13 Uhr

Marienkirche, 14 Uhr Andacht unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen“!

Alt Rehse: Buchlesung „Gefährlich verankert – Rechtsextreme Graswurzelarbeit, Strategien und neue Netzwerke in MV“ am 17.10.15 im Gemeindehaus

Samstag, 17.10.2015 | ab 14 Uhr | Gemeindehaus Alt Rehse

Keine Panik verbreiten, aber vor als Biedermänner getarnten Brandstiftern warnen! Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem wichtigen Erprobungsgebiet rechtsextremer Netzwerke und Subkulturen entwickelt. Das Maß an kultureller Unterwanderung, wirtschaftlicher Verflechtung und gesellschaftlicher Vereinnahmung durch Rocker, Bürgerwehren, Siedlergemeinschaften und Firmenkonglomerate lässt aufhorchen.


Bild: Andrea Röpkes Buch „Gefährlich verankert“, mittlerweile in der zweiten Auflage erhältlich.

Die Journalistin Andrea Röpke hat im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion aufwändig recherchiert und eine faktenreiche Dokumentation erarbeitet. Ihr Buch „Gefährlich verankert“ liefert einen tiefen Blick in die braunen Netzwerke.

Die Buchlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Erinnerungs-, Bildungs-, und Begegnungsstätte Alt Rehse und der Rosa Luxemburg Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Greifswald: Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion „Weiße Wölfe – Eine Reportage über den rechten Untergrund“ am 14.10.15 im Koeppenhaus

Weiße Wölfe – Eine grafische Reportage über den rechten Untergrund“ – Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion u. a. mit David Schraven, Geschäftsführer von CORRECT!V; Birgit Lohmeyer, Jamel rockt den Förster; Mariusz Siemiatkowski, Jugendbegegnungsstätte Golm.

Mittwoch, 14. Oktober 2015 | 19 – 21 Uhr | Koeppenhaus (Bahnhofstr. 4/5, Greifswald)

Als unabhängiges gemeinnütziges Recherchebüro will CORRECT!V mit seinen Geschichten neue Wege gehen. Aus der Recherche zu rechten Terrorgruppen in Dortmund wurde die grafische Reportage „Weisse Wölfe“ entwickelt, die im Februar 2015 im Eigenverlag erschienen ist. Mit der Ausstellung ausgewählter Motive sollen die Hintergründe von rechtsradikalen Anschlägen in Dortmund und anderen Regionen Deutschlands erhellt werden. Sie besticht als eine begehbare Reportage über den Neonazi-Terror; eine Erfahrung, die anders, vielleicht auch intensiver wirkt als die Erfahrung einer durchgeschriebenen Geschichte.

Nach der Eröffnung mit CORRECT!V-Herausgeber und Autor David Schraven und des Zeichners Jan Feindt laden wir zur Podiumsdiskussion ein: „Im Nordosten nichts Neues? Rechte Strukturen und Netzwerke in M-V nach Lichtenhagen und MVgida.“

Es diskutieren:
◾Birgit Lohmeyer, Organisatorin des Forstrock Festivals in Jamel/Mecklenburg;
◾Mariusz Siematkowski, wissenschaftlicher Leiter der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) Golm, Insel Usedom;
◾Robert Schiedewitz von der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt „LOBBI Ost“ aus Neubrandenburg;
Es moderiert David Schraven.

Die Ausstellung ist vom 14. bis 31. Oktober 2015 im Koeppenhaus in Greifswald zu besichtigen. Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung MV.

Rostock: Infoveranstaltung „Auf nach Berlin – TTIP und CETA stoppen!“ am 08.10.15 im Peter-Weiß-Haus

Auf dem Podium erzählen die Organisationen des Rostocker Mobilisierungsbündnisses, warum sie das Freihandelsabkommen TTIP ablehnen, für wen es Vorteile und für wen es Nachteile bringen würde. Ein Bundestagsabgeordneter wird seine Erfahrungen hinsichtlich der mangelnden Beteiligung der Abgeordneten und die Geheimhaltungspolitik der Regierung schildern. Beginnen und enden werden wir den Abend mit einem kurzen Film.

Die Veranstaltung im Rahmen des ‚Politischen Donnerstags‘ findet am 08.10.15 im Peter-Weiß-Haus in Rostock statt. Beginn ist 19 Uhr – und wer vorher kommt, kann noch bei der Volxküche warm essen.

Eine Veranstaltung von Attac Rostock.

Wismar & Stralsund: Erneut Aufmärsche „besorgter Bürger“

++ Aufmarsch der „MV.Patrioten“ am 09.10. in Stralsund und Aufzug von „Wismar wehrt sich“ am 10.10. +++ Proteste in Planung +++ Refugees welcome, denn kein Mensch ist illegal! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die Reihe fremdenfeindlicher Aufzüge in Mecklenburg-Vorpommern reißt nicht ab. Nachdem für das kommende Wochenende neue Aufmärsche und Kundgebungen in Burg Stargard, Bützow und Schwerin angekündigt wurden, wollen verschiedene Gruppierungen auch am 09. und 10. Oktober laufen.

Am 09. Oktober wollen die „MV.Patrioten“ ab 19 Uhr durch Stralsund marschieren „Stralsund/Mecklenburg-Vorpommern wehrt sich gegen Missstände in unserem Land!“ heißt es nebulös in einer Ankündigung auf Facebook. Das Bündnis Stralsund Nazifrei organisiert wieder Proteste gegen den fremdenfeindlichen Mob.

Für den 10. Oktober plant die rechte Facebook Initiative „Wismar wehrt sich“ einen erneuten Aufmarsch durch die Hansestadt. Zum fünften Mal wollen sie ihre menschenverachtende Propaganda durch die Straßen tragen. Das Bündnis Wismar für Alle hat bereits Proteste angekündigt und organisiert den Widerstand.

Kommt zu den Protesten und überlasst dem braunen Mob nicht die Straßen! MV für ALLE!

Aufkleber „Kein Kiez für Nazis“ und „Gegen Extremismus“ neu aufgelegt

++ Aufkleber „Kein Kiez für Nazis“ und „Gegen Extremismus“ nachgedruckt +++ Jetzt gegen Spende bestellen! +++ Nur so lange der Vorrat reicht +

Von Marko Neumann

Auf Grund mehrfacher Nachfragen haben wir uns entschieden, unsere älteren Aufklebermotive „Kein Kiez für Nazis“ und „Gegen Extremismus“ in einer kleinen Auflage nachzudrucken. Bestellt euch gegen eine Spende die Sticker! Schreibt uns dazu eine Mail an infonordost [ädt] Systemausfall [punkt] org.

Natürlich gibt es die neuen „Kein Kiez für Nazis“ Aufkleber weiterhin. Auch die könnt ihr bei uns gegen eine Spende bestellen. Besonders ans Herz legen möchten wir euch aber unsere antirassistischen Musik Sampler „Refugees Welcome“, die Erlöse der CD kommen der AntiRa-Kampagne der Roten Hilfe zu gute.


Bild: Bestellen, so lange noch welche da sind: die neu aufgelegten Stickermotive.




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