Archiv für November 2015

MVgida entgegentreten! Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Boizenburg am 30.11.15

Nachdem die letzten beiden Veranstaltungen der MVgida und der Brandanschlag in Boizenburg für die NPD als Erfolg verbucht werden können, wird nun am kommenden Montag erneut zu einem rassistischen Aufmarsch mobilisiert. Sie zeigen damit, was längst schon alle wissen: In Boizenburg fühlen Nazis sich ziemlich wohl.

Aufruf des Bündnisses Hamburg goes MV gegen des MVGida-Aufmarsch am 30.11.15 in Boizenburg

Die rechten Veranstaltungen der letzten Monate und ihre Folgen stehen exemplarisch für die derzeit herrschenden Zustände in Deutschland. Nahezu jede Nacht brennt eine Unterkunft, institutionelle Diskriminierungen sind an der Tagesordnung, gewalttätige Attacken gegenüber Geflüchteten und Supporter_innen zur Normalität geworden. Für die Mehrheit der Menschen scheint diese Zuspitzung der Verhältnisse kein Grund zu sein, sich gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Nationalismus zu stellen. Im Gegenteil: Anschläge auf geplante oder bereits existierende Unterkünfte werden zur Lappalien klein geredet und mit vermeintlichen Ängsten von „Besorgten Bürger_innen“ legitimiert. Wir werden diesen gesellschaftlichen Konsens niemals akzeptieren!


Bild: Kein Friede mit Deutschland und seinen Nazis!

Vereinzelt werden zivilgesellschaftliche Stimmen gegen Nazis in Boizenburg lauter. Das werden wir aus Hamburg unterstützen und der rassistischen und nationalistischen MVgida nicht widerspruchslos die Straße überlassen.

Deshalb rufen wir für Montag, den 30.11.15 zu einer antifaschistischen und antirassistischen Demonstration in Boizenburg auf. Die Auftaktkundgebung startet um 18:30 Uhr Klingbergstraße/Reichenstraße.

Für eine gemeinsame Anreise zur Demonstration aus Hamburg mit Bussen und Autos treffen wir uns um 16.30Uhr an der S-Bahn Sternschanze. Die Fahrt kostet 5 Euro, über mehr freuen wir uns auch. Seid pünktlich und vorbereitet.

Bedingungslose globale Bewegungsfreiheit für alle Menschen!
Keinen Meter den Faschist_innen!
Wir kommen wieder!

Stralsund: Filmabend „Willkommen auf Deutsch“ am 03.12.15 in der Kulturkirche St. Jakobi

Filmabend „Willkommen auf Deutsch“ des Filmclubs „BLENDWERK“ in Kooperation mit dem Ajuku e.V. am 03.12.15. Beginn ist 20 Uhr in der Kulturkirche St. Jakobi.

Was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen, wenn Menschen aufeinander prallen, die sich fremd sind? In einem norddeutschen 400-Seelen-Dorf, das weder Bäcker noch Supermarkt hat, leben traumatisierte Flüchtlinge, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit entfliehen wollten, neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Der Dokumentarfilm setzt bei den Menschen in der bürgerlichen Mitte Deutschlands an, ihren Sorgen und Vorurteilen: Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet er Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung. Kontrovers, sehr emotional und auch amüsant zeigt der Film lebensnah und differenziert, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

Greifswald: Demonstration „Hand in Hand für Toleranz“ am 28.11.15

++ Demonstration am 28.11.15 gegen rassistische Hetze von ‚Greifswald wehrt sich‘ und co +++ Protest unter dem Motto „Hand in Hand für Toleranz“ +++ Bündnis ‚Greifswald stellt sich QUER‘ mobilisiert zu Blockaden des neofaschistischen Aufzuges +

Aufruf zur Demonstration „Hand in Hand für Toleranz“ am 28.11.2015 in Greifswald

Greifswald will weltoffen und tolerant bleiben. Dafür dürfen wir unsere Straßen nicht den Nazis, nicht den Rechtspopulisten und nicht radikalen Hetzern überlassen. Seit einigen Wochen versuchen sie, über Demonstrationsmärsche ihre menschenverachtenden Ansichten – getarnt unter verschleiernden Begriffen – zu verbreiten. Sie möchten eine andere Gesellschaft, sie möchten die Aufweichung und Beseitigung von grundlegenden Menschenrechten. Hierfür benutzen Sie die Sorgen einiger Greifswalder und erhoffen sich Zulauf.

Das überparteiliche, zivilgesellschaftliche Bündnis „Greifswald für alle“ ruft auf, ein deutliches Zeichen für Toleranz zu setzen. Denn wir benötigen mehr Mitgefühl und mehr Hilfe für Menschen in Not. Wir alle sind angewiesen auf ein Miteinander mit Werten und Weltoffenheit. Wie es zu unserer Tradition als Universitäts- und Hansestadt passt.

Bringt Eure Familie, Freunde und Nachbarn mit! Wir treffen uns um 17:30 Uhr beim „TAKT“, neben der Sporthalle, zwischen Joliot-Curie-Straße und den Hochhäusern der Lomonossowallee. Von dort aus gehen wir durch Schönwalde 1 und beenden unsere Kundgebung an der Spiegelsdorfer Wende Hand in Hand für Toleranz.

Ebenfalls demonstriert die menschenverachtende Bewegung „FFDG“ zusammen mit „Greifswald wehrt sich“ unter dem Motto: „Gegen die Islamisierung Deutschlands“ ab 18 Uhr, Ärztehaus in Schönwalde 1.

Wir wollen mit unserer Demonstration ein tolerantes und weltoffenes Zeichen dagegen setzen. Der Islam gehört, wie alle Religionen der Welt, auch zu unserer Gesellschaft.

Hinweis: Die Initiative ‚Greifswald stellt sich QUER‘ mobilisiert zu Blockaden Details findet ihr auf der Facebook Seite des Bündnisses.

Geldstrafe und Verwarnung nach rassistischem Angriff

Eine Frau sowie eine Jugendliche mussten sich wegen gemeinschaftlich versuchter gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung, Beleidigung und der Verwendung von verfassungsfeindlicher Symbolik vor dem Amtsgericht Pasewalk verantworten.

Pressemitteilung der Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt LOBBI vom 26.11.2015

Am 17.07.2014 endete für eine Gruppe Berliner Jugendlicher ihr Fahrradurlaub in Krugsdorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Schrecken. Die Heranwachsenden, die ihr Zeltlager in der Nähe eines Sees aufschlugen wurden gegen vier Uhr morgens von einer Frau und einer Jugendlichen bei ihrer Nachtruhe gestört. Nachdem die jugendlichen Urlauber deutlich gemacht hatten, dass sie in Ruhe gelassen werden wollen, bewarfen die beiden Angreiferinnen ihre Zelte mit Steinen. Als einer der heranwachsenden Touristen versuchte, die Situation zu beruhigen, wurde er rassistisch angefeindet und gezielt von der Frau mit Steinen beworfen. Dabei skandierte sie verfassungsfeindliche Parolen.

Über ein Jahr später fand am 25.11.2015 der Gerichtsprozess am Pasewalker Amtsgericht statt. Noch am gleichen Tag verurteilte das Gericht die siebenfach vorbestrafte Haupttäterin zu 180 Tagessätzen zu je 15 Euro. Als strafmildernd machte das Gericht die geständige Einlassung und die Entschuldigung, gerichtet an einen der Betroffenen, geltend.

Für den Betroffenen sorgte das Urteil eher für Unverständnis. „Hätte sie mich getroffen und verletzt wäre das Urteil nicht so milde ausgefallen. Muss man erst verletzt werden damit die schwere der Tat anerkannt wird?“ Nur wegen seiner schnellen Reaktion sei er nicht verletzt worden berichtete der Zeuge, „sonst hätte sie mich direkt im Gesicht getroffen“. Wirklich annehmen konnte der Betroffene die Entschuldigung nicht. „Ehrlich klang das nicht.“

Der minderjährigen Angeklagten wurden wegen der gemeinsamen Nötigung eine Verwarnung nach dem Jugendstrafrecht ausgesprochen sowie 30 Arbeitsstunden auferlegt. In diesem Falle wurde ein Rechtsmittelverzicht beschlossen. Gegen das Urteil der erwachsenen Angeklagten kann noch in Berufung oder Revision gegangen werden.

Mecklenburg-Vorpommern: Weitere Naziaufmärsche im November und Dezember

++ Weitere Naziaufmärsche in MV für November und Dezember angekündigt +++ „Tag des Deutschen Widerstands“ am 28. November in Schwerin +++ Beteiligt euch an den Gegenprotesten! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die Reihe rassistischer Aufzüge in MV reißt nicht ab. Neben diversen Aufmärschen der NPD und Tarn- und Vorfeldorganisationen im November sind auch erste Termine für Dezember bekannt geworden. Hier die aktuelle Liste der kommenden Naziaufmärsche und Hinweise zu den Gegenprotesten.


Bild: Refugee welcome! – Beteiligt euch an den Protesten gegen die rassistische Hetze von NPD und co.!

Naziaufmarsch am 26.11.15 in Ueckermünde
Am 26. November wollen die ‚besorgten Nazibürger*innen in Ueckermünde aufmarschieren. Sie wollen sich 18 Uhr in der Liepgartener Straße beim Parkplatz treffen.

Naziaufmarsch am 26.11.15 in Ueckermünde
Am 26. November wollen die ‚besorgten Nazibürger*innen in Ueckermünde aufmarschieren. Sie wollen sich 18 Uhr in der Liepgartener Straße beim Parkplatz treffen.

„Stark für Rügen“– Aufmarsch am 27.11. in Bergen (Rügen)
Am 27. November will die rassistische Facebook-Gruppierung „Stark für Rügen“ das dritte mal auf Rügen aufmarschieren – dieses mal durch Bergen (Rotensee). Der bekanntgegebene Treffpunkt der Nazis ist um 18 Uhr auf dem Parkplatz des Bergener City-Centers. Das Bündnis „Rügen für alle“ ruft zu Gegenprotesten auf. Ab 17 Uhr 30 wird es daher eine Gegenkundgebung im Bereich des Stern-Bistro in Bergen-Rotensee geben.

Rassistische Mahnwache am 28.11.15 in Lalendorf
In Lalendorf findet am 28. November .2015 von 10-12 Uhr im Neubaugebiet eine Mahnwache gegen Geflüchtete statt.

„Bützow wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15
Die neonazistische Facebook Gruppierung „Bützow wehrt sich – ungebrochen“ ruft zur Mahnwache auf. Sie treffen sich um 14 Uhr 45 in der Langen Straße 61 (lila Bäcker).

Naziaufmarsch am 28.11.15 in Waren (Müritz)
Am 28. November wollen Nazis durch Waren an der Müritz marschieren. Starten wollen sie 11 Uhr auf dem Platz vor dem Kino.

„Greifswald wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Greifswald
Am 28. November wollen die fremdenfeindlichen Facebook Gruppen „Greifswald wehrt sich“ und „FFDG“ durch die Hansestadt marschieren. Um 18 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Ärztehaus in Schönwalde 1 treffen. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert die Gegenproteste.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Schwerin
Ebenfalls am 28. November will die Facebook Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ durch Schwerin marschieren. Die Nazis treffen sich 17 Uhr am Hauptbahnhof Schwerin zum „Tag des deutschen Widerstand“. Die Gegenproteste organisiert das Bündnis Schwerin für Alle.

„Wismar wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15
Die rassistische Facebook Gruppierung ruft zu einer Kundgebung um 17 Uhr am Parkplatz Weidendamm auf.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 30.11.15 in Wolgast
Erneut möchte die NPD mit ihrem Tarnlabel „MVGIDA“ durch Wolgast marschieren. Sie treffen sich um 18:30 am Platz der Jugend. Das Bündnis „Wolgast kann mehr als völkisch sein“ organisiert die Gegenproteste.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 30.11.15 in Boizenburg
Auch in Boizenburg will die NPD unter dem Label ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“ am 30. November marschieren. Die Nazis treffen sich 19 Uhr am Marktplatz. Achtet auf Ankündigungen zu Gegenportesten. ;)

„MVGIDA“-Aufmarsch am 07.12.15 in Sternberg
Am 07. Dezember will die NPD als „MVGIDA“ durch Sternberg marschieren. Die besorgten Nazibürger treffen sich um 19 Uhr am Marktplatz. Achtet auch hier auf Ankündigungen zu Gegenprotesten.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 14.12.15 in Neubrandenburg
Erneut möchte die NPD unter dem Label ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“ durch Neubrandenburg marschieren. Am 14. Dezember wollen die Nazis durch die Viertorestadt laufen. Details zum Aufmarsch folgen. Die Gegenproteste organisieren die Bündnisse Neubrandenburg nazifrei und Neubrandenburg hilft.

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Greifswald: Gedenkveranstaltung für Eckard Rütz & Klaus-Dieter Gerecke am 25.11.15 vor der Mensa am Schießwall

Gedenkveranstaltung Eckard Rütz | 25.11.2015 | 17 Uhr | Mensa am Schießwall

In den letzten Wochen konnten wir in den Kreisen der „FFDG/Greifswald wehrt sich“ eine zunehmende Instrumentalisierung der Situation Obdachloser für rassistische und menschenverachtende Einstellungen beobachten. Diese scheinheilige Fürsorge ließ solange auf sich warten, bis man aus ihr den Profit des Fremdenhasses schlagen konnte. Aktuell werden Geflüchtete stellvertretend für die Situation der Obdachlosen Menschen verantwortlich gemacht.

Diese Verzerrung der Realität darf nicht Teil des gesellschaftlichen Diskurs werden!
Neonazis und rechte Hetzer haben Obdachlose ermordet bis sie ihren politischen Zwecken dienlich wurden!

In Greifswald gedenkt man den beiden Ermordeten Eckard Rütz und Klaus-Dieter Gerecke aus Mitgefühl, Respekt und vor allem der Angst, dass sich eben solche Taten in der Gesellschaft wiederholen. Das Schicksal dieser Menschen liegt uns nicht erst seit der Flüchtlingskrise und schon gar nicht aus politischer Motivation am Herzen!

Auch im Schatten der FFDG bleiben die Ermordeten nicht vergessen!

Kommt am 25.11.2015 um 17 Uhr zur Mensa am Schießwall zur Gedenkveranstaltung.

Sülstorf bei Wöbbelin: Einweihung der Gedenkstätte Sülstorf nach Neugestaltung

Zur Einweihung der Gedenkstätte Sülstorf luden Landrat und Vereinsvorsitzender Rolf Christiansen sowie Horst Busse, Bürgermeister der Gemeinde, am 15. November 2015 nach Sülstorf ein.

Von Ramona Ramsenthaler

Im Beisein vieler Gäste wurde die Gedenkstätte übergeben. Der Landrat erinnerte in seiner Ansprache auch an die Opfer des Terroranschlags in Paris. Die Anwesenden legten eine Schweigeminute ein.


Bild: Die neugestaltete Gedenkstätte in Sülstorf.

Verein fasste 2014 Beschluss zur Neugestaltung
Bereits 2014 hatten die Mitglieder des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e. V. einstimmig beschlossen, anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Wöbbelin die Gedenkorte und Ehrenfriedhöfe neu zu gestalten. Es wurde der Beschluss gefasst, sich an der Gestaltung des Gedenkplatzes ehemaliges Lagergelände des KZ Wöbbelin zu orientieren und die Künstlerin Dörte Michaelis beauftragt, an allen Gedenkorten als verbindendes Element Podeste aus Klinkern zu schaffen, mit Informationstafeln zu versehen sowie Stelen aus Stahl mit historischen Fotos in die Anlagen einzubinden.
Neben der finanziellen Förderung durch die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin hatten die Bürgermeister der Gemeinden Wöbbelin und Sülstorf sowie der Städte Ludwigslust und Hagenow Eigenmittel für die Maßnahmen zugesagt. Zur inhaltlichen Beratung wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e. V., seines Beirates, der Geschäftsstelle und des Fördervereins sowie der Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, gebildet.

Neugestaltung der Gedenkstätte Sülstorf 2015
Zu Beginn des Jahres 2015 erfolgten für die Gedenkstätte Sülstorf erste Planungen auf ehrenamtlicher Basis durch die Schweriner Firma Landschaftsarchitektur Proske. Bei dieser Gedenkstätte stand die gärtnerische Neugestaltung des Friedhofes bzw. der KZ- Gedenkstätte im Vordergrund, weil die Koniferen bzw. der gesamte Bewuchs so hoch waren, dass man vom Bahnhof aus den Gedenkstein von 1951 und die gesamte Gedenkanlage nicht mehr sehen konnte.

Dank an ehrenamtliches Engagement
Bürgermeister Horst Busse und die Gemeindevertretung Sülstorf beeindruckte in den folgenden Wochen und Monaten die großartige ehrenamtliche Unterstützung vieler Firmen und auch Schüler/innen.
Der Dank gilt insbesondere den Firmen Landschaftsarchitektur Proske, Agp Lübesse, Erdbau Sülte, Otto Dörner mit Niederlassung in Holthusen, Kommunikationsanlagenbau Edgar Drossel sowie den Stralendorfer und Rastower Lehrerinnen und Schülerinnen und Schülern für die ehrenamtliche Unterstützung bei der Neugestaltung der Gedenkstätte sowie den Gemeindearbeitern aus Sülstorf und auch der Künstlerin Dörte Michaelis.

Eine Informationsstele aus Edelstahl mit einem historischen Foto und ein Klinkerpodest mit Tafel informieren über die Geschichte der Gedenkstätte. Die Grablage wurde schlicht gestaltet und der Gedenkstein von 1951 ist nun weithin sichtbar.

Hintergrund: Der KZ-Zug von Sülstorf, Räumungstransport aus dem KZ Helmstedt-Beendorf
Auf dem Nebengleis des Bahnhofes Sülstorf stand vom 13. bis zum 15. April 1945 ein Zug mit fast 4.500 männlichen und weiblichen Häftlingen. Es war der Räumungstransport aus dem KZ Helmstedt-Beendorf, einem Außenlager des KZ Neuengamme. Die Männer kamen am 15. April in das KZ-Außenlager Wöbbelin, die Frauen wurden mit dem Zug bis zum 21. April 1945 weiter in die Außenlager Hamburg-Sasel und Hamburg-Eidelstedt deportiert.
Mehr als 300 Häftlinge dieses Transportes vieler Nationen und Konfessionen kamen in den drei Tagen in Sülstorf aufgrund von Mangelernährung und Misshandlungen ums Leben.
Nach der Entdeckung und Öffnung mehrerer Massengräber 1947 erfolgte die Umbettung von 53 weiblichen Opfern in Einzelgräber. Der Ehrenfriedhof wurde 1951 zu einer Gedenkstätte umgestaltet. Die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg ließ den Gedenkstein aus Granit setzen.

Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern: Neue Termine für November

++ Stimmungsmache gegen Geflüchtete und deren Helfer*innen +++ Aufmärsche in Anklam, Wolgast, Neubrandenburg und co. +++ Kein Fußbreit den Faschist*innen! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Immer noch hetzen Nazis und andere organisierte Rassist*innen in der Öffentlichkeit gegen Geflüchtete und deren Helfer*innen. Neben der regelmäßigen menschenverachtenden Entgleisungen im Internet mobilisieren sie nach wie vor zu diversen Aufmärschen in Mecklenburg-Vorpommern. Im Folgenden findet ihr die aktuelle Liste der bevorstehenden Aufzüge mit den Hinweisen auf die Gegenproteste.


Bild: Kreativer Protest gegen rassistische Hetze – Kein Mensch ist illegal!

„MVGIDA“-Aufmarsch am 23.11.15 in Neubrandenburg
Erneut möchte die NPD unter dem Label ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“ durch Neubrandenburg marschieren. Am 23.11.15 wollen die Nazis durch die Viertorestadt laufen. Starten soll der braune Spuck um 19 Uhr am Marktplatz. Die Gegenproteste organisieren die Bündnisse Neubrandenburg nazifrei und Neubrandenburg hilft.

Naziaufmarsch am 23.11.15 in Ludwigslust
Ebenfalls am 23. November wollen Nazis und andere Rassist*innen durch Ludwigslust laufen. Beginnen soll der braune Spuck um 19 Uhr.

Aufmarsch besorgter Nazibürger*innen am 24.11.15 in Anklam
Nur einen Tag nach den Aufmärschen in Neubrandenburg und Ludwigslust wollen die besorgten Nazibürger*innen durch Anklam marschieren. Sie treffen sich am 24. November um 18 Uhr in der Lübecker Straße.

Naziaufmarsch am 26.11.15 in Ueckermünde
Am 26. November wollen die ‚besorgten Nazibürger*innen in Ueckermünde aufmarschieren. Sie wollen sich 18 Uhr in der Liepgartener Straße beim Parkplatz treffen.

„Greifswald wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Greifswald
Am 28. November wollen die fremdenfeindlichen Facebook Gruppen „Greifswald wehrt sich“ und „FFDG“ durch die Hansestadt marschieren. Um 18 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Ärztehaus in Schönwalde 1 treffen. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert die Gegenproteste.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Schwerin
Ebenfalls am 28. November will die Facebook Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ durch Schwerin marschieren. Die Nazis treffen sich 17 Uhr am Hauptbahnhof Schwerin. Die Gegenproteste organisiert das Bündnis Schwerin für Alle.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 30.11.15 in Wolgast
Erneut möchte die NPD mit ihrem Tarnlabel „MVGIDA“ durch Wolgast marschieren. Das Bündnis „Wolgast kann mehr als völkisch sein“ organisiert die Gegenproteste.

Eine immer aktuelle Liste der bevorstehenden Naziaufmärsche und Hinweise zu den Gegenprotesten findet ihr auf unserer Unterseite ino.blogsport.de/naziaufmaersche/.

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Schwerin: Neonazi-Angriff auf das Komplex und Privatwohnung

++ rechter Übergriff auf Alternatives Zentrum Komplex und Privatwohnung linker Aktivisten +++ Hetze vor Geflüchtetenunterunft +++ Fremdenfeindlicher Aufmarsch diesen Sonnabend in Schwerin +

Pressemitteilung des Komplex Schwerin vom 17.11.2015

Am Montagabend, ca. 21.50 Uhr, versuchte eine Gruppe von 15-20 vermummten Personen in das Kultur- und Wohnprojekt „Komplex“ in der Pfaffenstraße einzudringen.
Die Gruppe, die sich um das ganze Haus herumverteilt hatte, versuchte erfolglos die Eingangstür gewaltsam zu öffnen. Den BewohnerInnen und Besucher an den Fenstern, riefen sie rechte Parolen sowie Gewalt- und Mordandrohungen entgegen. Nach ca. 10 Minuten entfernten sie sich in Richtung Schelfkirche, wo ihre PKW warteten.


Bild: Auch in Schwerin keine Seltenheit – Übergriffe von Neofaschisten.

Wenig später standen sie vor dem Haus eines linken Aktivisten. Unter Vortäuschung einer falschen Identität versuchten die Angreifer, sich Zugang zu verschaffen. Ihnen wurde jedoch nicht die Tür geöffnet. Die Angreifer flüchteten, als sich ein Streifenwagen näherte.

Laut Zeugenberichten wurde später ein Teil der Personengruppe vor der ehemaligen Notunterkunft für Flüchtlinge in Lankow beobachtet. Offenbar löste sich die Gruppe hier auch auf.

Dieser Angriff auf das Komplex war nicht der erste. Vor wenigen Monaten wurde ein Brandanschlag auf das Haus verübt.
Er reiht sich ein in die tägliche Serie von rechten Anschlägen, Einschüchterungen und Gewalttaten in ganz Deutschland. Beflügelt durch eine Menge an rassistischen Demonstrationen, sowie Asylrechtsverschärfungen sehen sich Rechte als Vollstrecker des „erwachten Volkswillens“. Das legitimiert für sie auch Gewalt gegen alles, was nicht in ihr beschränktes Weltbild passt. In der Landeshauptstadt nimmt diese Rolle die Vereinigung „Schwerin wehrt sich“ ein. Organisatorisch und personell unterstützt werden sie durch die NPD. Es ist ein Sammelbecken für Mitglieder von MVgida, Kameradschaften und rechten Hooligans. „Schwerin wehrt sich“ führte wiederholt Kundgebungen durch, auf der sowohl Journalisten als auch politisch anders Denkende bedroht wurden. Gleichzeitig wird in sozialen Medien gegen Flüchtlinge gehetzt. Zuletzt waren Organisatoren und Mitglieder als Teilnehmer auf einer MVgida Demonstration am Montag in Güstrow.

Auch am Samstag werden in Schwerin erneut hunderte RassistInnen durch die Straßen ziehen. Die rechtspopulistische AfD nutzt das aktuelle politische Klima für ihre Zwecke und veranstaltet eine Demonstration unter dem Motto „Asylchaos stoppen“. Vor wenigen Wochen kam es bei der AfD Demo in Rostock zu einem Schulterschluss zwischen der AfD , der NPD und gewaltbereiten Neonazis. Etwas anderes ist in Schwerin nicht zu erwarten.

Wir fordern auf, sich den geistigen Brandstiftern entgegen zu stellen und sich für eine solidarische Gemeinschaft einzusetzen!

Kurzbericht vom Naziaufmarsch vergangenen Sonnabend in Rostock

++ Knapp 600 Rassist*innen vergangenen Sonnabend in Rostock +++ über 1.000 Menschen gegen Rassismus auf der Straße +++ Übergriffe von Nazis und Polizei auf Antifaschist*innen +

Von Marko Neumann

Weniger als 600 Nazis und andere Rassist*innen fanden vergangenen Sonnabend den Weg nach Rostock, um gegen Geflüchtete zu hetzen. Die angekündigte Aufmarschroute war denkbar kurz: vom Konrad-Adenauer-Platz in Richtung Steintor und zurück – und selbst diese Strecke wurde schließlich noch verkürzt.


Bild: Die Polizei sperrte die Route der Nazis weiträumig ab, wie hier am Steintor.

Proteste in der Innenstadt
Das Bündnis Rostock nazifrei hatte zu zwei Kundgebungen am Rosengarten in der Nähe des Steintores sowie am Leibnizplatz aufgerufen. Auch am Hauptbahnhof Süd sowie in der Nähe des Innerstädtischen Gymnasiums – wo die Rassist*innen erst im Oktober langmarschierten – gab es Anmeldungen. Eine Menschenkette und die Andacht in der Petrikirche im Vorfeld der Kundgebungen konnten zusätzlich Menschen bewegen, sich dem breiten Protest gegen den Naziaufmarsch anzuschließen. Alleine an den Kundgebungen am Steintor und am Leibnizplatz beteiligten sich über 1.000 Menschen.

Polizei erneut Garant für rechte Aufmärsche
Die Polizei, die mit mehreren hundert Beamt*innen und mehreren Wasserwerfern vor Ort war, riegelte die Aufmarschstrecke der Nazis hermetisch ab. Hamburger Gitter und Polizeiautos sperrten die Nebenstraßen, in voller Ausrüstung patroulierende Polizeieinheiten marschierten entlang der Naziroute.
Zum frühen Abend standen alle Straßenbahnen in der Innenstadt still – die Polizei ließ den Strom abstellen, damit ein möglicher Einsatz der Wasserwerfer problemlos erfolgen konnte. Zu einem solchen Einsatz kam es jedoch.
Das massive Aufgebot der Polizei sorgte einmal mehr für einen störungsfreien Ablauf des Naziaufmarsches. Zwar hätte der rassistische Aufmarsch auf Grund des vielbeschworenen Personalmangels durchaus untersagt werden können, doch mensch entschied sich wieder einmal dafür, den Demokratiehasser*innen die Straße frei zu machen.
Obwohl der Abend insgesamt relativ friedlich blieb, kam es auch am Sonnabend zu Übergriffen von Polizei und Nazis auf Gegendemonstrant*innen. So bedrohten Nazis aus ihrem Aufzug heraus mehrmals Protestierende und warfen Böller und Flaschen auf Antifaschist*innen. Als sich ein Demonstrant über das pauschale Abfilmen von Antifaschist*innen beschwerte, wurde dieser erst von einem Polizisten geschubst und anschließend von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Die Strategie der Nazis
Auf den ersten Blick wirkt eine wenige hundert Meter lange Aufmarschroute in der Rostocker Innenstadt für die Nazis völlig unattraktiv. Doch die Strategie, die hinter solchen Aufzügen steht, scheint mehr und mehr aufzugehen. Die Rostocker Innenstadt gilt nach wie vor als heißes Pflaster für Rassist*innen aller Art. Somit sind auch kurze und kaum bewohnte Marschrouten durch das bunte und alternative Zentrum Rostocks für die Nazis ein Erfolg. Die kurzen Wege machen eine Blockierung der Aufmärsche unwahrscheinlich. Dieser Fakt und die Nähe zu den am Rostocker Hauptbahnhof ankommenden Refugees und deren Helfer*innen der Initiative Rostock hilft lassen die Naziszene solche Aufzüge als Erfolg erscheinen.

Nach wie vor marschieren Nazis und andere Rassist*innen alle paar Tage durch Städte und Ortschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Antifaschistischer Protest ist deshalb auch in Zukunft bitter nötig. Eine komplette Liste der bevorstehenden Naziaufmärsche sowie Infos zu den Protesten finde ihr auf unserer Unterseite ino.blogsport.de/naziaufmaersche/.

Letzte Infos zum Naziaufmarsch am 14.11.15 in Rostock

++ Letzte Infos zum Naziaufmarsch diesen Sonnabend in Rostock +++ Gegenkundgebungen & Details zu Polizei- und Naziaktivitäten +++ Rostock hetzt nicht – Rostock hilft! +

Von Janin Krude, Franziska Wilke und Marko Neumann

Diesen Sonnabend (14.11.) wollen die Rassist*innen von „Deutschland wehrt sich“ und co. durch die Rostocker Innenstadt marschieren. Das Bündnis Rostock nazifrei und die Initiative Rostock hilft haben verschiedene Gegenveranstaltungen organisiert. Das Bündnis Auf die Barrikaden mobilisiert ebenfalls gegen den Aufzug der Nazis. Im Folgenden geben wir euch die letzten Infos vor dem Aufmarsch.


Bild: Mobiplakate gegen den Naziaufmarsch am 14. November in Rostock.

Die Nazis.
Die Rassist*innen wollen sich 17 Uhr am Hauptbahnhof (Konrad-Adenauer-Platz) treffen und dann zum Steintor und wieder zurück marschieren. Die Zahl der erwartete Nazis liegt bei mehreren hundert Teilnehmer*innen. Anmelder ist der Schweriner David Bühring. Angemeldet ist der Spuck von 17 bis 22 Uhr. Trotz der kurzen Marschstrecke kann der Tag also lang werden.

Die Proteste.
ab 16 Uhr findet beginnend am Steintor eine Menschenkette statt. Spätestens danach lohnt es sich, zur angemeldeten Kundgebung am Leipnizplatz zu gehen. Hier kommt mensch in die direkte Nähe zum Aufmarsch der Nazis.
Für den Fall, dass die Nazis ihre Marschroute ändern sollten, gibt es eine weitere Kundgebung am Innerstädtischen Gymnasium.
Auf der Südseite des Hauptbahnhofes wird es ebenfalls eine Kundgebung geben. Achtung: es ist zu erwarten, dass Nazis, die mit Autos anreisen direkt von der Südseite des durch den Tunnel des Hbf zum Startpunkt der Nazis am Konrad-Adenauer-Platz gehen. Kritisch kann es dabei nicht nur für Teilnehmer*innen an der Süd-Kundgebung geben, sondern auch für den Stand von Rostock hilft im Inneren des Bahnhofs. Hier kann in beiden Fällen antifaschistischer Selbstschutz nötig werden.
Das Bündnis Auf die Barrikaden schreibt: „Für die eigene Anreise gilt: Seid vorsichtig beim Bahnfahren. Gerade die organisierten Neonazis benutzen Vortreffpunkte und fahren meist in großen Gruppen in die Stadt. Passt ebenfalls auf, wenn Ihr aus der Stadt in Richtung Gegenkundgebungen oder zur Aufmarschroute unterwegs seid. Am 17.10. zogen Gruppen von Rassist_innen mit bis zu 30 Personen durch die Steintorvorstadt. Merkt Euch aber auch, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist. Also seid wachsam und zeigt, dass Rostock kein gutes Pflaster für sie ist! […] Meist kurven die Bullen in Verbänden von zwei bis drei Fahrzeugen durch die Straßen in der Nähe der Marschroute. Damit können sie kleine Gruppen zügig vertreiben. Gegen größere Zusammenhänge sind sie aber schnell wirkungslos. Lasst euch nicht von ein paar behelmten Bütteln einschüchtern. […] Sicher ist, dass neben normalen Bereitschaftseinheiten auch Sondereinheiten wie die BFE zum Einsatz kommen werden.“
Die Polizei wird wegen des notorischen Personalmangels mit mindestens drei Wasserwerfern vor Ort sein. Trotzdem sind auch Polizeieinheiten von außerhalb angekündigt.

Infokanäle & Aktionskarte.
Ticker: twitter.com/1411hro
Hashtag: #hro1411
EA-Nummer: 0176/ 818 389 49

Eine Aktionskarte könnt ihr euch hier herunterladen.

„Herz statt Hetze“ in Sassnitz – Friedliche Mahnwache für eine demokratische und weltoffene Insel Rügen am 13.11.15

++ Rassistischer Aufzug diesen Freitag in Sassnitz (Rügen) +++ Bündnis ruft zu Gegenkundgebung auf +++ Refugees welcome! +

Pressemitteilung des Bündnisses Rügen für Alle vom 12.11.2015

Ein Bündnis aus demokratischen Parteien, von Verbänden und Vereinen sowie der Kirche und Gewerkschaft ruft die Einwohner der Insel zu einer Mahnwache am Freitagabend, 13. November 2015 in Sassnitz auf. Dazu versammeln wir uns ab 18 Uhr auf dem öffentlichen Parkplatz Bachstrasse (hinter der Rügengalerie). Ab 18:30 Uhr werden verschiedene Redner das Wort an die Teilnehmer richten.

Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ wollen wir ein Zeichen setzen für eine tolerante und weltoffene Insel Rügen. Anlass ist eine angekündigte Demonstration und Kundgebung „besorgter Bürger“ in Sassnitz. Uns ist es wichtig, dass unsere Insel nicht mit Fremdenfeindlichkeit in Verbindung gebracht wird. Wir stehen für das Grundrecht auf Asyl und sind froh darüber, dass in diesen Tagen wie an vielen Orten in der Bundesrepublik auch auf Rügen Haupt- und Ehrenamtliche beispielgebend aktiv sind, um zu helfen.

Wir bitten um zahlreiche Teilnahme an der Mahnwache. Bringen Sie Kerzen, Laternen und Taschenlampen mit, damit wir gemeinsam einen lichten und freundlichen Punkt in der Stadt schaffen und miteinander ins Gespräch kommen können.

Rostock: Lesung und Konzert ‚Esther Bejarano & Microphone Mafia – Per la Vita‘ am 20.11.15 im Peter-Weiß-Haus

Die jüngste Vergangenheit brachte viele interessante KollaboProjekte, Mash-Ups und anderes hervor, doch ein ähnlich krasses Aufeinander treffen zweier so unterschiedlicher Welten wie es bei diesem Abend der Fall ist, hat es wohl bis dato nicht gegeben und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht geben.


Bild: Esther Bejarano und die Microphone Mafia gehen seit Jahren gemeinsam auf Tour.

Esther Bejarano hat Geschichte am eigenen Leibe erlebt, hat den Schrecken des dritten Reiches mitsamt Aufenthalten in den KZs Auschwitz und Ravensbrück auf schmerzliche Art und Weise spüren müssen. Die dabei behandelten Themen wie Ausgrenzung, Rassismus oder etwa Gewalt sind dabei damals wie heute unglücklicherweise noch aktuell und gehören noch längst nicht der Vergangenheit an. Den Beweis dafür liefert die Microphone Mafia, welche schon seit mittlerweile sage und schreibe zwanzig Jahren ihre Erfahrungen mit Rassismus als sogenannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ in ihren Musikstücken verarbeitet und sich nicht zeitwilligen Trends, wie bspw. dem bis vor kurzem noch extrem populären Gangsta-Rap, beugt, sondern auf konsequent gehaltvolle Texte, mit Sinn und Verstandgetextet und eingerappt, setzt.

Wann? Wo? Wieviel? Der Abend beginnt am Freitag, den 20.11.15 ab 20 Uhr im Peter-Weiß Haus. Der Eintritt kostet 10€.

In eigener Sache: Blog & Social Media Kanäle überarbeitet

++ Blog & Social Media überarbeitet +++ neue Unterseite „Termine“ auf Blog eingerichtet +++ Facebook- und Twitter-Kanäle überarbeitet +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Wir haben etwas an unserem Blog und unseren Social Media Kanälen gebastelt. Damit ihr über die aktuellen Änderungen auf dem Laufenden seid, geben wir euch hier eine kurze Übersicht.


Bild: Screenshot unserer aktuellen Facebook Seite.

Blog weiter ausgebaut
Wir haben auf unserem Blog das Gästebuch gelöscht, dafür haben wir eine neue Unterseite Termine erstellt. Hier findet ihr ab sofort eine Übersicht über regelmäßige Termine in MV. Darüber hinaus aktualisieren wir ständig unsere Unterseite Naziaufmärsche. Hier findet ihr die aktuelle Liste der künftigen Naziaufmärsche. Zusätzlich haben wir unseren externen Downloadbereich erweitert.

Twitter Kanal „ausgemistet“
Wir haben in den vergangenen Wochen unseren Twitter Kanal ausgebaut. Neben der direkten Verbindung unserer Facebook Seite haben wir einige Nazi- und Spam-Accounts entfernt. Uns via Twitter zu folgen, lohnt sich also noch mehr als zuvor. ;)

Facebook Seiten zusammengelegt
In der Vergangenheit haben wir verschiedene Facebook Seiten betreut, die wir nun alle zusammengelegt haben. Alle älteren Kampagnen Seiten auf Facebook existieren nun nicht mehr. Alle Likes wurden auf unsere aktuelle Facebook Seite PortalNordost vereinigt. Hier findet ihr täglich Beiträge zu aktueller Kultur & Politik in Mecklenburg-Vorpommern.

Greifswald: Gedenkveranstaltung „Licht ins Dunkel – Kein Vergessen“ am 09.11.15

Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht in Greifswald

Das Bündnis Greifswald für Alle lädt am Montag, 09.11.15, zu einem Gedenkgang entlang der Stolpersteine durch die Innenstadt ein. Treffpunkt ist um 18 Uhr der Rubenow-Platz. Dann geht es mit würdigenden Worten an einigen Standorten der Stolpersteine vorbei zum Marktplatz.

Seit einigen Wochen bereiten uns altbekannte Nazis sowie Patrioten zusammen mit sogenannten “besorgten Bürgern” mit ihren Demonstrationen und Kundgebungen Sorgen.

Wir wollen mit unserem Gedenkgang am geschichtsträchtigen 9. November auch an dunkle Zeiten in Deutschland erinnern und gleichzeitig im Gedenken an den 9. November 1989 an lichte Tage anschließen. Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Asylsuchenden dürfen gerade in diesem Gedenken keinen Platz in Deutschland und in Greifswald haben.

Wenn sich der Ungeist wieder meldet, wollen und dürfen wir nicht wegschauen. Kerzen und Lampions sind bei unserem Rundgang als Zeichen für Erinnerung und Menschlichkeit erwünscht.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: