Archiv für Februar 2016

Rostock: ‚One Billion Rising‘ Flashmob am 14.02.16 auf dem Universitätsplatz

Am 14. Februar findet der globale One Billion Rising Flashmob statt. Ein Tag an dem auf die Gewalt gegenüber Frauen* und Mädchen* aufmerksam gemacht werden soll. Denn leider sieht die traurige Realität noch immer so aus, dass jede 3. Frau weltweit bereits Opfer von Gewalt war, geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt wurde.

Kommt also ab 14 Uhr auf den Uniplatz, tanzt gemeinsam mit uns dagegen an und seid dabei! Setzt ein Zeichen und zeigt Solidarität mit den betroffenen Frauen* und Mädchen*! Nette Mucke aus ‚m Lautsprecher, ne kleine Bastelecke und was zu futtern is auch am Start. Rassist*innen können allerdings zu hause bleiben!

One Billion rising sagt dir nix? Dann schau mal hier.

Anklam: Vortrag Flucht und Ankunft am 21.02.16 im Demokratiebahnhof

Aktuell prägen die Flucht und Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland die Medien und private Gespräche. Die Meinungen hierzu, teilweise geprägt durch Fehlinformationen, Vorurteilen und Ressentiments, gehen dabei weit auseinander und spiegeln die Spannungen innerhalb der Gesellschaft wieder.

Vielfach sind die Gründe, die Menschen bewegen die Strapazen einer Flucht auf sich zu nehmen nicht bekannt, ebenso wenig ihre Fluchtwege.

Im Rahmen des Vortrages sollen eben diese Themen aufgegriffen und mit Berichten, Interviews und Karten verständlicher gemacht werden.

Leider werden aktuell Rassismus, Vorurteile und Gewalt innerhalb der Gesellschaft präsenter. Diese Entwicklung lässt sich auf ein Zusammenwirken zwischen gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Verhältnissen zurückführen, welches auch geflüchteten Menschen die Ankunft und das Leben in Deutschland oftmals schwer macht.

Jedoch gibt es noch immer Menschen und Gruppen in Deutschland, welche helfen wollen und den zufluchtsuchenden Menschen Unterstützung anbieten.

Doch wie ist das möglich? Was muss dabei beachtet werden? Und wo gibt es weitere Informationen?

Diesen Fragen wird im letzten Teil des Vortrages nachgegangen. Im Anschluss findet noch eine offene Runde für Fragen, Kritik und Anmerkungen statt.

Kommt vorbei und bringt Freund*innen mit.

Der Vortrag findet am 21. Februar ab 12 Uhr im Demokratiebahnhof (Bahnhofstraße 1, 17389 Anklam) statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gruppe Refugees Welcome Info und dem Demokratiebahnhof Anklam.

Pasewalk, Greifswald, Grevesmühlen & Stralsund: Weitere Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ aktualisierte Aufstellung der bevorstehenden Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern +++ Aufzüge in Pasewalk, Greifswald, Grevesmühlen und Stralsund +++ Kommt zu den Gegenprotesten! ++

Von Marko Neumann

Immer noch jammern besorgte Nazibürger*innen über den vermeintlichen Volkstod, Masseneinwanderung und „die aktuelle Politik“. Hier die Aufstellung der bevorstehenden Naziaufmärsche.

„Protestmarsch“ am 07.02.16 in Pasewalk
Schon zum dritten Mal wollen Nazis durch Pasewalk marschieren. Treffpunkt der Nazis ist 17 Uhr am Rathaus. Die von der inoffiziell von der NPD herausgegebene „Uecker-Randow Bote“ bewirbt den Aufmarsch auf seiner Facebook Seite.

„FFDG“-Aufmarsch am 08.02.16 in Greifswald
Die fremdenfeindliche Gruppierung „FFDG“ will am 08. Februar erneut in Greifswald marschieren, diesmal unter dem Motto „Gegen die aktuelle Politik und für die Zukunft unserer Kinder“. Ihr Treffpunkt ist 18 Uhr 30 am Edeka Oez. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert unter anderem eine Gegenkundgebung. Details dazu findet ihr hier.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 22.02.16 in Grevesmühlen
Die NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ möchte am 22. Februar durch Grevesmühlen marschieren, um gegen eine vermeintliche „Masseneinwanderung“ zu demonstrieren. Die Rassist*innen wollen sich 19 Uhr am Marktplatz treffen.

Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am 04.03.16 in Stralsund
Die Nachfolgeorganisation der „MV.Patrioten“, „Vereint für Stralsund, hat angekündigt am 04. März durch Stralsund zu marschieren. Weitere Informationen folgen.

Stellungnahme der Initiative „Rostock hilft“ zur Rechnung des JAZ e.V. an die Stadt Rostock

+ Nach MVGIDA-Facebook Post: rechtliche Schritte gegen „MVGIDA“-Betreiber*innen eingeleitet +++ HRO hilft weißt Unterstellungen von NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ zurück +++ Initiative fordert Stadt müsse in Sachen Flüchtlingspolitik ihrer Verantwortung gerecht werden ++

Stellungnahme der Initiative „Rostock hilft“ vom 01.02.16 zur Rechnung des JAZ e.V. an die Stadt Rostock

In der vergangenen Woche hat die rassistische Seite „MVGIDA“ (MV gegen die Islamisierung des Abendlandes) auf Facebook Fotos einer Rechnung des JAZ e.V. an die Hansestadt Rostock gepostet. Es handelt sich um eine Rechnung im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Seit dem gab es einige Nachfragen und Verwirrungen. Wir wollen daher kurz erklären, worum es bei der Rechnung geht.


Bild: Werbekarte der Initiative „Rostock hilft“ auf dem Ulmencampus der Universität Rostock.

Zunächst ist die Rechnung echt. Wie bekannt sein sollte, stellt das JAZ e.V. die juristische Struktur hinter „Rostock hilft“ und kümmert sich um Spenden-Konto, Abrechnungen und vieles mehr. Für alles dies bedarf es einer „juristischen Person“, z.B. in Form eines Vereins, ein loses Freiwilligen-Netzwerk wie „Rostock hilft“ darf solche Sachen nicht machen. Wir danken dem JAZ, dass sie den Aufwand seit Anfang September tragen.

Auch die Kooperation mit der Stadt, inklusive alles Hin und Her und Einigungsprozesse, sollte schon lange bekannt sein. So wurden uns zur Unterstützung seitens der Stadt beispielsweise Container an Bahnhof und Terminal zur Verfügung gestellt und auch ein Spenden-Lager wurde seitens der Stadt angemietet, um der seit September in so rasantem Tempo gewachsenen Struktur genügend Raum zu geben.

Zwischenzeitlich gab es weitere Kooperationen mit der Stadt, die uns z.B. für ca. 4 Wochen mit der Unterhaltung der Notunterkunft in der Industriehalle beauftragt hatte. Für die Übernahme dieser Aufgabe, die eigentlich durch die Kommune erfüllt werden müsste, haben wir Zuweisungen bekommen von denen beispielsweise Spritkosten bezahlt wurden, die in diesem Zusammenhang anfielen.

Außerdem wurden Aufwandsentschädigungen für Menschen ausgezahlt, die in den vergangenen Monaten fast ununterbrochen im Einsatz waren. Es handelt sich um sogenannte „Ehrenamtspauschalen“ für diejenigen, die aufgrund des zeitintensiven Engagements nur noch eingeschränkt ihrer Lohnarbeit nachgehen konnten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden keine Jobs mit Festanstellung bei der Stadt zu schaffen – obwohl die Möglichkeit durchaus bestanden hätte – weil „Rostock hilft“ von ehrenamtlichen Engagement lebt.

Als die Fiete-Reeder-Halle schloss, hat das DRK die Versorgung in der Industriestraße übernommen. Wir haben dann den Auftrag der Stadt entgegengenommen Geflüchtete bei Umzügen aus den Unterkünften in eigene Wohnungen zu unterstützen. Auch hierfür hat uns die Stadt Auslagen erstattet.

Eine genauere Aufschlüsselung der Ausgaben will das JAZ noch einmal im Laufe der Woche veröffentlichen. Dies sollte ohnehin passieren, wurde aber in den letzten Wochen schlicht aus Zeitgründen nicht geschafft. Aktuell besteht keine Vertragssituation mit der Stadt und wir erhalten keinerlei städtische Mittel für unsere Arbeit seit Anfang Januar.

„MVGIDA“ hat mit ihrem Post unterstellt, dass „Rostock hilft“ und beteiligte Menschen sich an der Unterstützungsarbeit bereichert hätten. Dies weisen wir entschieden zurück.

Von Anfang an war es Teil der Forderungen von „Rostock hilft“, dass die Kommune mindestens finanziell die Verantwortung für Unterbringung und Versorgung der Durchreisenden und Asylsuchenden übernehmen muss. Alle Ausgaben wurden sauber abgerechnet und haben die breite Unterstützungsarbeit ermöglicht. Kein Cent der Spendengelder ist irgendjemanden privat zu Gute gekommen, sondern floss direkt in die Hilfe von Geflüchteten.

Gegen die Veröffentlichung von „MVIGDA“ hat das JAZ rechtliche Schritte eingeleitet, woraufhin kurz danach das entsprechende Posting von der Seite genommen wurden.

Neubrandenburg: Infoveranstaltung „MVgida und Rechtspopulismus richtig einordnen lernen“ am 11.02.16 im Quartiersmanagement

Die heutige Rechte ist nicht mehr die alte. Ewiggestrige Nazi-Folklore und in Bomberjacken wütende Gewaltkultur verblassen hinter einem vermeintlich harmlosen Patriotismus. Die Wortführer und deren Internetjünger operieren zwischen der rechtsextremen NPD sowie den Gewaltstrukturen der Kameradschaften und einer nationalkonservativen „Mitte der Gesellschaft“. So halten ihre Parolen Einzug in Schulen, Vereine und Familien.

Doch wie sind die Aussagen zu verstehen? Welche Agenda verbirgt sich hinter den vermeintlich harmlosen Parolen über Zuwanderung und Volk? Welche Rolle spielen Rechtsextreme bei MVgida & Co? Und welcher Umgang mit dieser neuen Rechten ist angebracht?

Die Veranstaltung findet am 11. Februar 2016 im Quartiersmanagement (Ravensburger Straße 21a, 17034 Neubrandenburg) statt und beginnt um 16 Uhr 30.

Rostock: Infoveranstaltung „Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Rostocker Gastronomiebranche“ am 11.02.16 im Peter-Weiss-Haus

Von Juli bis September 2015 wurde von der Initiative Rostock Gastro Lohn eine Umfrage zu den Lohn- und Arbeits- bedingungen in der Rostocker Gastronomiebranche durchgeführt. In Kooperation mit der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Rostock wurden die Ergebnisse ausgewertet und im Dezember 2015 veröffentlicht. Der Gesamte Prozess wurde auch von den Medien aufmerksam verfolgt und blieb von der Gewerkschaft für Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und dem Arbeitgeberverband der Gastronomiebranche (DEHOGA) nicht unbemerkt.

Am 11.02.2016 um 19 Uhr möchte die FAU-Rostock im Peter-Weis-Haus den gesamten Prozess der Umfrage Revue passieren lassen und die erhobenen Ergebnisse präsentieren. Ziel soll es sein in einen regen Austausch über die Lohn- und Arbeitsbedingungen innerhalb der Gastronomiebranche und darüber hinaus zu kommen und welche Strategien im Kampf um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu Verfügung stehen.

Bei dieser Veranstaltung ist es erstmals möglich die Ergebnisse der Umfrage als Print-Broschüre zu erhalten.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: