Archiv für März 2016

Stralsund, Schwerin, Anklam & Demmin: Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ Neue Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern für April und Mai +++ Nazis wollen in Stralsund, Schwerin, Anklam und Demmin auflaufen +++ Organisiert und beteiligt euch an den Gegenprotesten! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am 01.04.16 in Stralsund
Die fremdenfeindliche Gruppierung „Vereint für Stralsund“ will am 01. Aprilerneut durch Stralsund marschieren. Unter dem Motto „Asylwahn stoppen! Souveränität einberufen! Bevölkerung schützen!“ wollen die Rassist*innen sich 19 Uhr in der Bahnhofsstraße 10 treffen. Das Bündnis Stralsund für Alle ruft zu einer Protestkundgebung um 19 Uhr auf den Alten Markt auf.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 04.04.16 in Schwerin
Die rassistische Facebook Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ will am 4. April erneut in der Landeshauptstadt Schwerin aufmarschieren. Treffpunkt ist der Bahnhof, beginnen wollen die Nazis um 19 Uhr.

Rassistischer „Abendspaziergang“ am 05.04.16 in Anklam
Am 05. April wollen Rassist*innen zum dritten Mal durch Anklam marschieren. Unter dem Motto „Familie, Werte, Heimatliebe statt Hass und Kriege“ treffen sich die Nazis um 18 Uhr 30 in der Südstadt treffen.

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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Kurzmeldung: NPD-Aufmarsch am 1. Mai 2016 in Schwerin!

Seit Jahren missbraucht die neofaschistische NPD in Mecklenburg-Vorpommern den internationalen Tag der Arbeit für ihre menschenverachtende Propaganda. Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

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„Deutschland wehrt sich“ Aufmarsch in Schwerin wird zum Flop

+ „Deutschland wehrt sich“ Aufmarsch vergangenen Montag in Schwerin +++ Gegendemonstration und Blockade vor der Staatskanzlei +++ Schwerin bleibt bunt statt braun! ++

Ein Gastbeitrag von Michél Zimmermann

Als Reaktion auf den angemeldeten fremdenfeindlichen Aufmarsch von „Deutschland wehrt sich“ am 21. März rief die Gruppe MIRA Schwerin zu um 18 Uhr zu einer Gegendemonstration am Südufer des Pfaffenteiches auf. Gemeinsam liefen die Teilnehmer*innen anschließend gemeinsam zum Markt. „Deutschland wehrt sich“ hatte ausgerufen, sich um 19 Uhr am Hauptbahnhof zu treffen und dann gemeinsam bis zum Alten Friedhof zu marschieren.


Bild: Schwerin: nazifreie Zone?!

Die Bereitschaftskräfte der Polizei waren sichtlich aufgeregt und augenscheinlich Jung. Alle jungen Polizist*innen hielten ihre Knüppel bzw. ihr Pfefferspray in den unruhigen Händen. Nachdem mehrere Polizist*innen gefragt wurden, ob sie in der Ausbildung sein, schwiegen sie betreten.

Ihren ersten Stopp legten die DWS-Anhänger*innen am Südufer des Pfaffenteiches ein. Dort stellten sie unter anderem ihren Kandidaten zur kommenden Oberbürgermeister, Wahl Uwe Wilfert, vor. Allerdings konnten Menschen in der Umgebung kaum ein Wort verstehen, da die DWS-Kundgebung lautstark von den Gegendemonstrant*innen beschallt wurden.

Nachdem die Rassist*innen anschließend weiter in Richtung Mecklenburgstraße marschieren wollten, wurden sie an der Staatskanzlei von rund 70 Antifaschist*innen gestoppt. Dort endete dann auch der fremdenfeindliche Aufmarsch. Gemeinsam gingen sie dann wieder Richtung Hauptbahnhof.

Die Blockierung des DWS-Aufmarsches ist für Schweriner Verhältnisse als kleiner Erfolg zu werten. Es waren viele Menschen vor Ort, die bereit waren sich den Rassist*innen in den Weg zu stellen. Niemand ließ sich von den aufgeregten und nervösen Nachwuchspolizist*innen provozieren.

Die Blockade an der Staatskanzlei war nur ein Anfang. Auch künftig müssen Menschen für ein weltoffenes und nazifreies Schwerin auf die Straßen gehen. Geht zu Veranstaltungen und informiert euch! Setzt ein Zeichen in dieser und anderen Städten! Vereint euch gemeinsam auf den Straßen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit! Es wird zeit sich die Straße zurück zu holen!

#nb2403: Letzte Informationen zum Naziaufmarsch in Neubrandenburg

+ Letzte Infos zum Naziaufmarsch am 24.03.16 in Neubrandenburg +++ Neubrandenburg Nazifrei organisiert Gegenkundgebungen +++ Aktionskarte, Hashtags und co. online ++

Von Marko Neumann

Der NPD Kader Norman Runge hat unter dem Label der Tarnorganisation „Neubrandenburg sagt nein zum Asylwahn“ für heute (24.03.16) in der Neubrandenburger Oststadt einen Aufmarsch angemeldet. Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei organisiert mehrere Gegenkundgebungen.

Standorte der Kundgebungen von Neubrandenburg Nazifrei:
18 Uhr | Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete
18 Uhr | Juri-Gagarin-Ring Ecke Humboldtstr.
geplant | Robert-Koch-Str. Ecke Fritscheshofer Str.

Die Aktionskarte findet ihr hier.

Die Nazis treffen sich 19 Uhr auf dem Parkplatz Salvador-Allende-Str. Ecke Kopernikusstr.

Alle sind aufgerufen – Rassistischer Hetze enttarnen & entgegentreten! Haltet dagegen & Seid aktiv!

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Schwerin: Vortrag und Diskussion „Islam in Deutschland – die Bedeutung für unsere Identität“ am 01.04.16 im Schleswig-Holstein-Haus

Der Begriff „Islam“ löst unterschiedliche Emotionen aus – von Ablehnung und Hass gegenüber Muslimen auf der einen Seite bis zur totalen Verteidigung eigener kultureller Identität auf der anderen Seite.

Die Debatte um den Islam, seine Werte und Ausprägungen wird seit Jahren auch in Deutschland kontrovers und teilweise vereinfacht geführt, hat aber im Zuge von internationalem Terrorismus und der Flüchtlingskrise noch einmal an Schärfe gewonnen. Dabei betonen die einen, dass der Islam zu Deutschland gehöre, wogegen andere überzeugt sind, dass diese Glaubensrichtung mit der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar sei. Unter die Räder gerät dabei eine differenzierte Betrachtung des Islams, wobei oft vergessen wird, dass es „den Islam“ oder „die Muslime“ so gar nicht gibt.

Wie sehen die vielfältigen Identitäten von in Deutschland lebenden Muslimen heute aus und wie verändern sich diese im Lichte öffentlicher Diskurse? Was passiert bei der Überschneidung unterschiedlicher Kulturkreise? Welche Sicht auf den Islam haben wir in Europa und warum? Was kann Bildung leisten, um die Komplexitäten der muslimischen Lebenswirklichkeiten abzubilden? Passen europäische Werte und die des Islam zusammen und – vor allem – wie ist ein besseres Verständnis füreinander möglich? Diese und andere Fragen rund um das Thema Islam werden diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet am 01.04.16 im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin (Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin) statt und beginnt 17 Uhr.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Wismar: Vortrag „Flucht und Versagen – Kritik der Politik im Spiegel der sozialen Frage“ am 30.03.16 im Zeughaus

Das Unbehagen an der Politik nimmt in diesen Tagen spürbar zu. Was wir seit vielen Jahren in Form von sinkender Wahlbeteiligung und zunehmender Parteienverdrossenheit beobachten können, erhält vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage eine neue Brisanz.

Die Ankunft von Hunderttausenden von Menschen in Deutschland löst vor allem in den unteren und mittleren Milieus der Gesellschaft Ängste aus, die Phänomenen wie „Pegida“ und „AfD“ starken Auftrieb verleihen. In seinem Vortrag entwickelt Serge Embacher die These, dass diese Situation nicht dem Flüchtlingsthema als solchem, sondern der extremen Vernachlässigung der Sozialen Frage durch die Politik in den letzten beiden Jahrzehnten geschuldet ist. Wer jahrelang eine Politik des Sozialabbaus betreibt (Stichworte: Rente, Gesundheit, Arbeitsmarkt), der darf sich am Ende nicht wundern, wenn das Vertrauen in demokratische Politik erodiert. Ohne eine neue Politik des Sozialen gerät auf Dauer die Demokratie selbst in Gefahr.

Der Vortrag findet am 30. März im Zeughaus Wismar (Ulmenstraße 15, 23966 Wismar) statt und beginnt 18 Uhr 30.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Grevesmühlen: Buchlesung „Gefährlich verankert! Rechtsextreme Graswurzelarbeit in Mecklenburg-Vorpommern“ am 30.03.16 im Rathaus

Die Rechtsextremismusexpertin Andrea Röpke analysiert in ihrem neusten Buch „Gefährlich verankert“, hrsg. in 2. Auflage 2015 von der SPD-Fraktion des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, die vielseitig ausdifferenzierte rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern: Rocker, Bürgerwehren, Siedlergemeinschaften, Autonome Nationalisten und neonazistische Firmennetzwerke.


Bild: Andrea Röpkes Buch „Gefährlich verankert“, mittlerweile ist auch die zweite Auflage vergriffen.

Untersucht werden Graswurzelarbeit, Strategien und neue Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern und es wird deutlich, dass und wie sie Teil der Alltagswelt geworden sind. Im Zusammenhang mit Enthüllungen über den NSU liefert auch die Publikation der Referentin (gemeinsam mit Andreas Speit) „Mädelsache Frauen in der Neonazi-Szene“ wichtige Informationen im Einsatz gegen neonazistische Umtriebe.

Die Lesung mit anschließender Diskussion findet am Mittwoch, den 30. März im Rathaus Grevesmühlen (Rathaus, Grevesmühlen, Rathausplatz 1, 23936 Grevesmühlen) statt und beginnt um 19 Uhr.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Neues Aufklebermotiv „Antifascist Action“ bestellbar

+ Neuer Sticker „Antifascist Action“ verfügbar +++ Konsequent gegen Nazis, Staat und Kapital +++ jetzt Bestellung aufgeben! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Wir machen’s kurz: Unser neuer Aufkleber „Antifascist Action – Konsequent gegen Nazis, Staat und Kapital“ ist aus der Druckerei angekommen. Und wenn ihr Interesse an dem neuen Sticker habt, schreibt uns eine Mail an infonordost [ätt] systemausfall [punkt] org oder meldet euch bei Facebook. Gegen Spende bekommt jede*r einen fetten Stapel! ;-)


Bild: Die neuen Aufkleber „Antifascist Action“ – nur solange der Vorrat reicht!

Rostock: Lesung „Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen“ am 02.04.16 im Zentrum Kirchlicher Dienste

Der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern, die Amadeu Antonio Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden Sie herzlich ein zu der Veranstaltung zu Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Muslim*innen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell erreichen viele Migrant_innen und Asylsuchende Mecklenburg-Vorpommern. In ihren Versuchen, sich nach Vertreibung und Flucht sowie angesichts unsicherer Bleibeperspektiven so etwas wie einen Alltag aufzubauen, sehen sich diese Menschen mit einer besonderen Form der Ablehnung und des Hasses konfrontiert: dem antimuslimischen Rassismus bzw. (geläufiger) der Islamfeindlichkeit.

Nicht alle von diesem Rassismus betroffenen Menschen sind Muslim_innen – das Vorurteil trifft genauso christliche Syrer_innen oder Eriträer*innen – aber die Mehrheit unter ihnen schon. Doch das Wissen über muslimisches Leben hierzulande ist äußerst begrenzt und bestimmt von verzerrten Bildern.

Mit dem Projekt „Land zum Leben – für alle? Antimuslimischer Rassismus im ländlichen Raum“ soll eine von diesen Verzerrungen befreite Wahrnehmung muslimischen Lebens in MV ermöglicht werden, eine Wahrnehmung, die auch die Perspektive der betroffenen Minderheit mit einbezieht. Schließlich haben diese Menschen das Recht auf ein gewaltfreies und menschwürdiges Leben hierzulande.

Wenn wir wollen, dass sie bleiben und helfen, unsere schrumpfenden Dörfer und Städte in Mecklenburg-Vorpommern wieder zu beleben, übernimmt unsere Gesellschaft auch die Pflicht, solch ein Leben zu ermöglichen.

Sie sind herzlich eingeladen zu einer Lesung aus der ersten Publikation des Projekts, einer Sammlung von Lebensgeschichten von Muslim‘innen aus MV.

Die Lesung findet am 02. April im Zentrum Kirchlicher Dienste (Alter Markt 19, 18055 Rostock) statt und beginnt 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Aufruf zum Rostocker Ostermarsch 2016: Gegen Militarisierung und Sozialabbau! Für eine friedliche und lebenswerte Stadt!

Ostern 2016 gehen wir durch den Stadthafen. Auf unserem Weg von der Silohalbinsel zum Matrosendenkmal machen wir an Orten halt, die für Luxus-Wohnungsbau, Reste der früheren Industrieregion Rostock, Raubbau an der Natur, Theatersterben und Privatschulen statt öffentlicher Bildung stehen. Wir sprechen über die weltweiten Kriege, bei denen die von Rostock aus geführte Deutsche Marine kräftig mitmischt und die durch Produktion und Stationierung von Waffen bundesweit unterstützt werden. Wir machen uns dabei klar, dass deutsche Kriege und deutsche Waffenexporte ein Hauptgrund für Flucht sind, und fragen danach, wie man in Zeiten zunehmender rechtsradikaler Erfolge in der Politik eine Willkommenskultur für Geflüchtete aufrechterhalten kann, die diesen Namen verdient. Wir denken auch daran, dass wir uns auf dem Gelände der Hanse Sail befinden, auf der jeden Sommer Kriegsschiffe zur Besichtigung einladen und schon Kinder für das Militär werben. Auf unserer Abschlusskundgebung am Matrosendenkmal erinnern wir am Beispiel der revolutionären Matrosen von 1918, aber auch gestützt auf aktuelle Beispiele, daran, wie man zur Beendigung von Krieg und Militarismus beitragen kann: indem man sich verweigert. Ein guter Auftakt für einen friedlichen und antimilitaristischen Frühling!

Wir treffen uns am Ostersonnabend, 26. März, um 15.00 Uhr auf der Silohalbinsel im Stadthafen.
Gegen weitere Militarisierung! Gegen Sozial- und Kulturabbau!
Für eine friedliche und lebenswerte Stadt, ein friedliches und lebenswertes Land, eine friedliche und lebenswerte Welt!

Mehr Informationen unter rostocker-friedensbuendnis.de.

Greifswald: Kundgebung „Greifswald für Alle – weltoffen, bunt und tolerant“ am 21.03.16 an der Mehringstraße

Die „Patriot*innen“ von FFDG mobilisieren für ihren Aufmarsch „Für die Zukunft unserer Kinder“! Sie treffen sich am 21.03.16 um 19 Uhr am Pomeroder Platz, Anklamer/Ecke Beimlerstraße.

Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert eine Gegenkundgebung.

Durch die Medien und das Internet bekommen extreme politische Ansichten derzeit hohe Reichweiten. Immer mehr Menschen lassen sich mitreißen von menschenverachtenden Aussagen und teilweise auch von unwahren Behauptungen. Gezielt wird von kleinen politischen Gruppierungen eine Stimmung erzeugt, die zum Ziel haben soll, die solidarischen Grundfesten unseres Landes zu erschüttern. Viele Menschen sind verunsichert dadurch – grad in Zeiten, in denen wir eigentlich mehr Zusammenhalt und Menschlichkeit benötigen.

Wir möchten dazu aufrufen, den politischen Extremisten ein klares und friedliches Signal zu geben, dass ihre Hetze in unserer Stadt nicht mehrheitsfähig ist. Greifswald ist eine weltoffene und tolerante Stadt und soll es auch bleiben. Herzlichkeit für Menschen in Not, Hilfe für Benachteiligte, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Lebensweise. Das sind die Werte unserer Gesellschaft. Wir möchten gemeinsam am kommenden Montag, 21.03.16 ab 18:30 Uhr, für diese Überzeugung Zeichen unter dem Motto „Greifswald für alle – weltoffen, bunt und tolerant“ setzen. Für Musik, Redebeiträge, Kaffee und menschliche Wärme ist gesorgt – sie sind herzlichst eingeladen!

Die Kundgebung startet um 18 Uhr 30 in der Mehringstraße beim Institut für Psychologie (Ecke Hans-Beimler-Straße).

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Schwerin: Kundgebung „Keinen Meter den Rassist*innen am Internationalen Tag gegen Rassismus!“ am 21.03.16

Am 21.03.2016 dem 50. Internationalen Tag gegen Rassismus (ITgR) möchte die Refugeefeindliche und rechtskonservativen, teils rechtsradikale Gruppe „Deutschland wehrt sich“ (DWS) eine Demonstration auf dem Marianne Grunthalplatz abhalten. Die Gruppe Mira Schwerin ruft u.a. zu einer Protestkundgebung auf.

Schlimm genug Das sie dies am ITgR tun möchten, dann aber auch noch auf dem Platz in Schwerin, auf welchem die Pädagogin Marianne Grunthal wegen dem Satz: „Gott sei dank dann ist der Krieg bald vorbei!“ von SS-Männern an einem Laternenpfahl gehängt wurde.

Dieser Verspottung des Gedenken an die Opfer des NS-Regime’s wollen wir keinen Platz machen. Der rassistischen Hetze gegen Menschen auf einem so geschichtsträchtigen Platz wollen wir keine Plattform bieten und werden uns dieser entgegenstellen! Hierbei brauchen wir eure Hilfe! Wir brauchen eure Stimmen und eure Solidarität um Laut zu sein – gegen Rassismus! Also kommst auf die Straße und gebt dem Faschismus – keinen Fuß breit! Alerta, Alerta, Antifaschista!

Den Ablaufplan und genauere Informationen findet ihr hier.

Los geht es am 21. März um 18 Uhr 30 auf dem Grunthalplatz in Schwerin.

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Letzte Infos zum Naziaufmarsch am 18.03.16 in Demmin

Heute wollen Nazis und andere Rassist*innen unter dem Motto „Für unsere Kinder. Gegen Asylmissbrauch!“ durch die Stadt Demmin marschieren. Aufgerufen zu dem Aufzug hatte die rassistische NPD-Tarnorganisation „Wir für Demmin“.

Um 19 Uhr wollen die Nazis am Markt starten und nach Informationen des Bündnisses Demmin Nazifrei anschließend eine Schleife durch die Stadt laufen, um sich am Ende wieder am Markt zu versammeln.

Das Infotelefon für Gegenproteste erreicht ihr unter 0160-62 080 18

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Rechte Schläger aus Anklam nach über zwei Jahren zu Bewährungsstrafen verurteilt

Nach einem Angriff auf zwei Männer aus Mauretanien am 25. August 2013 vor einer Anklamer Diskothek, mussten sich am vergangenen Dienstag drei Männer im Alter von 24 bis 28 Jahren vor dem Amtsgericht Pasewalk verantworten.

Pressemitteilung der Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt LOBBI vom 18.03.2016

Vorgeworfen wurde ihnen gemeinschaftliche Körperverletzung. Dem 26-jährigen Nico P. wurde außerdem zur Last gelegt, einen der Betroffenen einige Wochen später an einer Tankstelle drangsaliert zu haben.

Wie die Betroffenen ihre Erinnerung an die Nacht vom 24. zum 25. August 2013 schilderten, wurde einer von ihnen bereits zuvor in der Diskothek von einem der Täter rassistisch beleidigt und provoziert. Er Informierte daraufhin den Sicherheitsdienst, der den jungen Mann aus Anklam ermahnte.

Nachdem die beiden mauretanischen Flüchtlinge den Club schließlich verlassen hatten und sich auf den Heimweg machen wollten, wurde einer von ihnen plötzlich von einem Angreifer festgehalten, während ein zweiter. Als er zu Boden ging, traten Nico P. (26), David S. (28) Und Markus G. (24) gemeinsam auf ihn ein, wie auch das Gericht feststellte. Der Betroffene erlitt Prellungen und eine Verletzung am Arm, den er mehrere Monate nur eingeschränkt bewegen konnte, außerdem brach ihm ein Zahn ab. Sein Freund, der das Geschehen zunächst nicht mitbekam, weil er sein Fahrrad holen wollte, kam dazu und wurde ebenfalls attackiert. Auch er trug schmerzhafte Prellungen davon.

Einer offensichtlich ausgedachten und widersprüchlichen Erzählung der Angeklagten laut der „eins zum anderen kam“, schenkte das Gericht keinen Glauben und verurteilte alle drei je 10-monatigen Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird sowie zu einer Geldzahlung an ein Menschenrechtsprojekt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

„Dieses Urteil ist juristisch konsequent, doch insofern erstaunlich, als dass das Verfahren bereits von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden war“, so ein Mitarbeiter der Opferberatung LOBBI. Nur durch die Beschwerde des Nebenklagevertreters RA Michael Noetzel gegen die Einstellung kam es schließlich zum Prozess.

„Die Story der Angeklagten und ihr dreistes Vertrauen darauf, dass man ihrer hanebüchenen Aussage mehr Glauben schenken würde als der zweier Flüchtlinge, müssen nachdenklich machen. Ein umso wichtigeres Signal ist nun das vorliegende Urteil. Doch dass über zwei Jahre vergehen mussten, bis es überhaupt zur Verhandlung kam und nun einem der Betroffenen Abschiebung droht, ist nicht hinzunehmen“, so der LOBBI-Mitarbeiter weiter.

Die Opferberatungsstellen für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt fordern seit vielen Jahren ein Bleiberecht für Betroffene rassistischer Angriffe. „Es ist eine überfällige Anerkennung der Gefahr, der Menschen ausgesetzt sind, die in Deutschland Schutz gesucht haben. Aber es ist vor allem auch ein politisches Signal an die Täterinnen und Täter, dass ihre politischen Ziele nicht nur geächtet werden, sondern auch nicht durch Abschiebungen durchsetzbar sind.“

Nein zur AfD! Unterstützt die Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“!

Fast täglich greifen Rassisten und Rassistinnen Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen.
Währenddessen wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. An vielen Orten ist die AfD Zentrum der extremen Rechten geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten Nazi-Parolen und hetzen gegen Andersdenkende. Die AfD ist zu einer ernsthaften Gefahr geworden, für all jene, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen.

Deine Stimme gegen rechte Hetze
Wir wollen dem ein Ende machen. Wir greifen ein, wenn Rassistinnen und Rassisten Menschen in unserer Mitte attackieren. Menschenverachtender Stimmungsmache gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime, Roma und Romnija, Sinti und Sintiza, Jüdinnen und Juden treten wir entgegen.
Wir wehren uns gegen Mordanschläge und Pogrome gegen Geflüchtete. Mit Aufforderungen wie zum Schusswaffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze wird die AfD zum Stichwortgeber für solche Übergriffe.
Wir sind viele. Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir stehen auf gegen den Rassismus von Pegida, AfD, NPD & Co. Wir erheben unsere Stimmen, um in die gesellschaftlichen Debatten einzugreifen, gegen rechten Populismus.
Wir wenden uns gegen Obergrenzen und Grenzschließungen, die Wasser auf den Mühlen der Rassistinnen und Rassisten wären. Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!

Unsere Alternative ist Solidarität
Wir werden weiterhin Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Asyl ist Menschenrecht. Wir wollen verhindern, dass Rassistinnen und Rassisten Raum für ihre Hetze bekommen. Wir werden uns stark machen für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen. Wir werden uns der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten. Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. demonstrieren, sprechen oder auf Stimmenfang gehen, werden wir präsent sein und klar und deutlich sagen: Wir stehen auf gegen Rassismus! Keine Stimme für rechte Hetze!

Dem Verbreiten von Hass, setzen wir eine bundesweite antirassistische Aufklärungskampagne entgegen: im Stadtteil, in der Schule, an der Uni, im Betrieb, im Theater, im Konzertsaal – überall!

Wir setzen auf die Aktivität von Vielen. Gemeinsam werden wir klarstellen: Rassismus ist keine Alternative!

Mehr Informationen zur Kampagne findet ihr auf der Homepage unter www.aufstehen-gegen-rassismus.de und auf Facebook unter aufstehengegenrassismus.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: