Rostock: „Festival contre le racisme“ vom 11.-24.06.16

Auch 2016 gibt es in Rostock ein „Festival contre le racisme“, organisiert, von viele Initiativen und Organisationen. Hier die Liste der Veranstaltungen. Es lohnt sich, denn es ist für jede*n etwas dabei!

Kundgebung mit Infoständen – „Grenzenlose Solidarität statt Rassismus“: 11.06. von 12.00 bis 18.00 Uhr

Aufgrund der bestehenden Situation in der Stadt wird das Festival contre le racisme kurzfristig von der Niklotstraße nach Groß Klein verlegt und mit der Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus“ kombiniert. Details zur Demo findet ihr hier .
Neben Redebeiträgen von Refugees und anderen antirassistisch Aktiven, viele Infostände, ein Kinderprogramm, Bastelstände, was leckeres zu Essen und kulturelle Acts auf der Bühne.
Mehr Infos bekommt ihr hier.

Soliparty Medinetz meets Rostock Hilft
11.06. ab 22 Uhr im Peter-Weiss-Haus

Der Solieintritt von 4-6 Euro geht an das Medinetz Rostock e.V. (medizinische Flüchtlingshilfe) und Rostock hilft e.V.. Mit Livemusik von Akzentzeichen und Otterwechsel.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Vortrag: „Antimuslimischer Rassismus“
14.06. um 18 Uhr Hörsaal 224 Haus 1, Ulmenstraße 69

Die AfD ist sich einig: der Islam gehöre angeblich nicht zu Deutschland, Muezzinrufe und Minarette sollten verboten werden. Antimuslimischer Rassismus findet sich in den Medien, an den Stammtischen und mittlerweile auch bei Parteien, die in einigen Bundesländern bis zu 24,3 % der Wähler*innenstimmen erhalten. Was bedeutet das aber für die Betroffenen? Wie hat sich das Leben für Musliminnen und Muslime in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren verändert? Sind die Ressentiments neu oder doch Teil eines gesellschaftlichen Systems? Imam-Jonas Dogesch wird versuchen auf diese und weitere Fragen Antworten zu geben und allem voran aufzuzeigen, wie die Lebenswirklichkeit für Musliminnen und Muslime in Mecklenburg-Vorpommern aussieht. Im Anschluß an den Vortrag wird es Platz für eine Diskussion geben. Schließlich wollen wir noch gemeinsam etwas zu Essen zubereiten und essen.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Refugee´s stage: Vortrag mit Geflüchteten zum Thema „Wahrnehmung der Demokratischen Grundrechte“
15.06. um 18 Uhr im Stadtteilbegegnungszentrum „Bürgerhus“ Gerüstbauerring 28

Geflüchtete blockieren eine Straße in Jördenstorf im Landkreis Rostock um auf ihre unzumutbaren Lebensbedingungen aufmerksam zu machen. Der Landkreis reagiert umgehend:  “Wer mit solchen Aktionen wie in Jördenstorf die öffentliche Ordnung gefährdet, verbessert seine Chance auf eine bessere Unterkunft nicht.” (Michael Fengler, Sprecher Landkreis Rostock). Im Rahmen der ersten Veranstaltung der Reihe “Refugee Stage” laden wir Beteiligte nach Rostock ein, um ihre Sicht der Dinge zu erfahren. Was hat die Bewohner_innen zu dieser verzweifelten Aktion veranlasst, die zur außerplanmäßigen Schließung der Notunterkunft in Jördenstorf führte? Wie stehen Geflüchtete in Deutschland für ihre Rechte ein und wie können sie dabei unterstützt werden? Wie geht die Mehrheitsbevölkerung mit der demokratischen Teilhabe Geflüchteter um? Im anschließenden Gespräch wollen wir diese Themen beleuchten.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Stadtrundgang „Rostock unterm Hakenkreuz“
16.06. um 15 Uhr Doberaner Platz

„Rostock unterm Hakenkreuz“ versucht das Grauen der Jahre 1933-45, welches auch in Rostock Einzug gefunden hatte, greifbar zu machen. Im Rahmen eines zweieinhalb bis dreistündigen Stadtrundganges werden wir verschiedene Erinnerungsorte aufsuchen und Informationen zu den Menschen und Ereignissen dieser Orte erfahren. Im Rahmen dieses Rundganges wird außerdem Juri Rosov, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rostock nachvollziehen und Einblick in das jüdische Leben im heutigen Rostock bieten. Wer also Interesse hat, Rostock einmal von einer anderen Seite kennen zulernen, kann kostenlos am Stadtrundgang teilnehmen.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Empowerment-Training in Stralsund
17.06. 16 Uhr bis 19.06. 14:30 Uhr DHJ Jugendherberge, Strandstraße 21, 18439 Stralsund OT Devin

Dieses Training richtet sich an sogenannte People of Colour, schwarze Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund, Migrant*innen, Menschen, die in Deutschland rassistische Erfahrungen machen. Leitfragen sind: Wie können wir trotz der tagtäglichen Wirklichkeit von Rassismus unsere eigenen persönlichen Ziele verfolgen? Wie können wir konstruktiv in dieser Gesellschaft leben? Und was können wir tun, um Rassismus zu verringern?
Der Workshop wird durchgeführt von den Trainer_innen Mutlu Ergün-Hamaz und Mira Sackeyfio des Phoenix e.V. und wird organisiert vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V. der Teilnahmebeitrag beträgt 75,00 € für Berufstätige und 50,00 € ermäßigt.
Hinweis: Anmeldung per E-Mail an jaeger@eine-welt-mv.de erforderlich!
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Antirassistisches Fußball- und Basketballturnier
18.06. 13:00 – 18:00 Uhr Sportplatz Mendelejewstraße

Im Vordergrund der Turniere stehen neben dem Spaß, ein faires und respektvolles Miteinander. Zudem sollen die Turniere ein klares Zeichen gegen Rassismus und jegliche Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit setzen. Denn leider ist es noch immer so, dass insbesondere in Stadien, der Halle oder auf dem Bolzplatz diskriminierendes Verhalten in Wort und Tat an der Tagesordnung steht. Also kommt zahlreich vorbei und zeigt gemeinsam mit uns, dass es auch anders geht! Leibchen zur Teamunterscheidung werden unsererseits gestellt.
Kosten? Keine
Teamsstärke: 1-4 plus Auswechsler_innen
Es soll zumindest versucht werden, Mixed-Teams aufzustellen. Reine Frauenteams sind auch gern gesehen.
Spielmodus: Geplant sind 10 Teams in zwei 5er-Gruppen.
Sonstiges: Eine kleine Verpflegung für die Teams (Getränke und Obst) wird unsererseits gestellt.
Anmeldungen fürs Basketballturnier unter: antira@uni-rostock.de
Teamstärke: 5 Personen
Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 8 Teams zusammen kommen werden.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Kinderbuchlesung im Peter-Weiß-Haus
19.06. 14:00 – 17:00 Uhr Okja-Raum, Peter-Weiss-Haus

Wir laden euch ein mit uns und auch auf eigene Faust Kinderbücher zu entdecken, in denen nicht die Prinzessin vom Prinzen gerettet wird, eine Familie nicht immer aus Mutter, Vater und Kind bestehen muss und Kinder nicht nur Tomi und Annika heißen, sondern Huma oder Ayşe. Die Welt und das Leben bieten mehr!
Wir stellen eine Auswahl an Kinderbüchern mit diskriminierungsfreien Inhalten vor. Einige Bücher werden in gemütlicher Runde vorgelesen. Es wird für alle Kinder von 3 – 8 Jahren etwas dabei sein. Es wird einen Büchertisch der anderen Buchhandlung geben und weiterführendes Infomaterial zu diskriminierungsfreier Kinderliteratur.
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Kundgebung „Uni für Alle!“
20.06. 15 Uhr Universitätsplatz

Viele Menschen, die nach Deutschland fliehen, sind jung und möchten sich ein neues Leben aufbauen. Dazu brauchen sie einen Zugang zu guter Ausbildung. So wie alle anderen eben auch. Erinnern wir die Hochschulleitung daran, dass diese Aufgabe in ihre Verantwortung fällt!
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Filmvorführung „Revision“
20.06. 20 Uhr Lichtspieltheater Wundervoll

Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: „Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.“  In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat. Mit REVISION wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“ ergibt.
Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt 6 Euro, ermäßigt für Studierende 5 Euro.
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Vortrag „Umgang mit Nazis in Vereinen“
21.06. 18:00 – 19:30 Uhr Bildungskeller Haus 1, Ulmenstraße 69

Neonazis nutzen Vereine, um ihre Parolen zu verbreiten oder Geflüchtete aus Vereinen herauszudrängen. Im Rahmen dieses Workshops sollen entsprechende Erfahrungen und der Umgang mit Neonazis in Vereinen diskutiert werden. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem BUND M-V e.V.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Theaterstück „Asyl-Dialoge“ mit anschließender Diskussion
23.06. 19 Uhr Peter-Weiss-Haus

Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten – eine dieser Geschichten spielt in Osnabrück, wo seit März 2014 ein breites Bündnis solidarischer Menschen bereits 30 Abschiebungen verhindern konnte und somit für viele bundesweit zum Vorbild wurde…
Wir hören diese Geschichte aus erster Hand, aus der Perspektive zweier junger Aktivist*innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteur*innen gute Freund*innen werden.
Die ASYL-DIALOGE entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen: dokumentarisches, wortgetreues Theater.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Filmvorführung und Gespräch „Private Revolutions. Jung-Weiblich-Ägyptisch“
24.06. 19 Uhr Lichtspieltheater Wundervoll mit Hoda Saleh

Die Österreicherin Alexandra Schneider flog nach Kairo, um dort über zwei Jahre hinweg vier Frauen und ihr politisches Engagement zu verfolgen.
Amani engagiert sich mit ihrer Radiostation und ihrem Verlag für mehr Frauenrechte und stößt als unverheiratete Business-Frau alle vor den Kopf. Fatema versucht ihre politische Karriere bei den Muslimbrüdern mit ihren Verpflichtungen als Mutter zu vereinbaren. Die Nubierin May kündigt ihren Job als Bankerin, um ein Entwicklungsprojekt im konservativen Süden Ägyptens aufzubauen. Sharbat widersetzt sich ihrem Mann sowie ihrem sozialen Umfeld und riskiert alles, indem sie mit ihren Kindern gegen das Regime demonstriert.
Die Österreicherin Alexandra Schneider flog nach Kairo, um dort über zwei Jahre hinweg vier Frauen und ihr politisches Engagement zu verfolgen.
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