Rostock nazifrei zur AfD-Demo: Teilnahmezahl bei AfD-Demo bricht rapide ein – Lauter und bunter Protest mit 750 Menschen

Trotz einer langfristigen Mobilisierung und der Ankündigung der Bundesvorsitzenden Frauke Petry hat es die AfD MV nicht geschafft, ihre Wähler zur Auftaktveranstaltung für den Wahlkampf zu mobilisieren. Statt der erwarteten 1.500 Teilnehmenden kamen nur circa 350 Personen auf den Bahnhofsvorplatz.

Pressemitteilung des Bündnisses Rostock nazifrei vom 20. Juli 2016

Die Enttäuschung schlug sich dann wohl auch in den Redebeiträgen von Holger Arppe, Marcus Pretzell, Frauke Petry, Leif-Erik Holm und einigen Landeslistenkandidaten nieder, die im Vergleich zu früheren Auftritten als langweilig bezeichnet werden können. Den einzigen stürmischen Beifall gab es am Ende bei der Ankündigung, die Nationalhymne zu singen. „Wir hoffen, dass die Teilnahmezahl der heutigen AfD-Veranstaltung das realistische Abbild des Wahlergebnisses für die anstehende Landtagswahl in MV aufzeigt“, so Matthias Siems von Rostock nazifrei.


Bild: Protest gegen den Wahlkamofauftakt der „Alternative für Deutschland“ vergangenen Mittwoch in Rostock.

Zu einem Zwischenfall kam es, als eine offensichtlich dem rechten Spektrum zugehörige Person eine Flasche auf ein Polizeifahrzeug warf und mit anderen, bereits stark alkoholisierten Personen, flüchten wollte. Die Polizei nahm nach Augenzeugenberichten mehrere Personen in Gewahrsam, die vermutlich aus dem rechten Umfeld von Mvgida stammen. Warum sich der Rostocker AfD-Vorsitzende Holger Arppe kurz vor Ende der Veranstaltung zu Personen mit rechter Szenebekleidung stellte und Johannes Salomon, Direktkandidat aus dem Landkreis, direkt mit den Verdächtigen und weiteren Burschenschaftlern und Mitgliedern der Identitären Bewegung Gespräche führte, bleibt ihr Geheimnis. „Von einer Abgrenzung zur rechtsextremen Szene kann offensichtlich keine Rede sein“, so Imam-Jonas Dogesch von Rostock nazifrei.

Die Kundgebungen des Bündnisses Rostock nazifrei konnten insgesamt mehr als 750 Menschen rund um den Konrad-Adenauer-Platz mobilisieren. Die verschiedenen Kundgebungsorte waren mit Plakaten, Transparenten und Musik lauter und bunter als die AfD-Veranstaltung. Unser Bündnis setzte mit ausgelassenem Beifall für die unterschiedlichen Redebeiträge gegen Rassismus, Homophobie und für ein solidarisches Miteinander ein deutliches Zeichen in Rostock. Ein großes Dankeschön geht insbesondere an die Innenstadtgemeinde, die nicht nur mit einem riesigen Banner „Unser Kreuz hat keine Haken“ an einer Hebebühne weithin sichtbar war und vor einer Vereinnahmung durch die AfD warnte, sondern auch zusammen mit anderen Glaubensgemeinschaften eine Interreligiöse Andacht organisierte, an der 100 Menschen teilnahmen.


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