Archiv der Kategorie '8. Mai 1945: Tag der Befreiung!'

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Henny Dreifuss: „Glücklich und traurig zugleich“

Henny Dreifuss ist Jahrgang 1924 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“.

Die Befreiung erlebte ich am 3. September 1944 in Lyon. Dort war ich seit Januar 1943, um am Widerstand teilzunehmen. Ich hatte mit meinen von Hans Kralik hergestellten falschen Papieren so manche Kontrolle in dieser Zeit überstanden.
Bei ihrem hektischen Abzug aus Lyon – die Befreiungsarmee kam das Rhônetal entlang – hatte die Wehrmacht noch die Brücken über die Rhône und die Saône in die Luft gesprengt und die französische Miliz schoss von den Dächern. Ich erinnere mich gut daran, wie ich in einem Hausflur in der Rue de Brest Zuflucht gefunden hatte und dachte, jetzt möchtest du nicht sterben.
Da ich im Auftrag der Bewegung „Freies Deutschland“ auf dem Flughafen Lyon-Bron gearbeitet hatte, um für die Herstellung unserer illegalen Schriften die Atmosphäre einzufangen, war es richtig und auch notwendig, mich in dem Trubel der Befreiung für einige Wochen in einer FTP-MOI-Einheit (Abkürzung von Francs-tireurs et partisans main d’oervre immigré – d. Red.) von Teilnehmern am Widerstand aus verschiedenen Ländern Europas einzugliedern.
Ich war damals gerade 20 Jahre alt und sehr beeindruckt und froh, nun meine Gefährten aus dem illegalen Kampf kennen zu lernen. Ich wusste, dass es sie gab, aber die konspirative Arbeit brachte es mit sich, dass ich nur wenige kannte, mit denen ich unmittelbar zu tun hatte. Es war eine Zeit, in der ich glücklich und traurig zugleich war. Glücklich, dass ich überlebt hatte, dass dieser grausame Krieg zu Ende und der Faschismus geschlagen war. Traurig bei dem Gedanken an all diejenigen, die das nicht mehr erleben konnten. Die Ungewissheit plagte mich auch, was aus meinen Eltern und meinem Bruder geworden war. Die ersten Deportierten, die überlebt hatten, kamen zurück und berichteten von den unvorstellbaren Grausamkeiten der Nazis. Am 8. Mai 1945 war ich schon in Paris. Es war endlich das Kriegsende in einer aufgewühlten Stadt, deren Bevölkerung – so schien es mir – gar nicht mehr nach Hause ging. Tag und Nacht war Betrieb auf den Boulevards. Es waren unvergessliche Tage.
Noch im Sommer 1945 kehrte ich in meine Heimatstadt Mannheim zurück. Vieles Ka anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Vorzeichen des „Kalten Krieges“ ließen nicht lange auf sich warten. Die sogenannte Entnazifizierung traf die Kleinen. Kriegsverbrecher wurden kaum bestraft. Die Großindustrie machte schnell wieder Geschäfte du Profite. In den Behörden tummelten sich bald wieder die alten Nazis. Breite Teile der Bevölkerung beteuerten, „von nichts gewusst zu haben“.
Zum Glück stellen nachwachsende Generationen viele Fragen, um deren Antwort ich mich bis heute als Zeitzeugin immer wieder bemühe.

Das engmaschige System von Konzentrations- und Vernichtungslager im Dritten Reich

Keine andere Einrichtung des Dritten Reiches steht so symbolisch für den Terror und die Unmenschlichkeit der Nazis und ihrer Ideologie wie das flächendeckende Netz von Konzentrations- und Vernichtungslager. Welche Funktionen hatten die Lager, wo standen die sie und was mussten die Häftlinge in den KZ’s erleiden? Dieser Abriss gibt einen Überblick über diese und andere Fragen.

Grundlage des Textes ist der Beitrag „Welche Rolle spielten die Kirchen im Dritten Reich“ von Wolfgang Benz aus dem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen – Das Dritte Reich“.

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Was sind Konzentrationslager und wie viele gab es?
Beginnend mit dem Konzentrationslager Dachau, das im März 1933 errichtet wurde und bis Ende April 1945 bestand, wurden in den ersten Monaten der „nationalsozialistischen“ Herrschaft etwa 100 weitere „frühere Konzentrationslager“ errichtet, die meist nur kurze Zeit existierten. Nach dem Muster Dachaus entwickelte sich ein System von Lagern, das unter der Regie der „Schutzstaffel“ (SS) zentral gesteuert als Organisation des Terrors außerhalb der Justiz und rechtlicher Normen den Herrschafts- und Verfolgungsanspruch der NS Diktatur gegen politische Gegner, Regimekritiker, Unangepasste – sogenannte „Asoziale“, Homosexuelle und Angehörige bestimmter Glaubensgemeinschafte -) sowie Unerwünschte – beispielsweise Juden, Sinti und Roma – durchsetzte. In Sachsenhausen vor den Toren Berlins (1936) und Buchenwald bei Weimar (1937) wurden neben Dachau zentrale Konzentrationslager eingerichtet, denen Flossenbürg in der Oberpfalz (1938) und das Frauen-KZ Ravensbrück nördlich von Berlin (1939) folgten. Neuengamme bei Hamburg und Mauthausen in Oberösterreich waren ebenfalls noch vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet worden. Mit Auschwitz und Stutthof bei Danzig expandierte das KZ-System dann auf polnischen Boden. Die Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge bekam immer größere Bedeutung, neue Konzentrationslager entstanden in den besetzten Gebieten, aber auch im Deutschen Reich.

Vernichtungslager: organisierte Stätten des Todes
Im Unterschied zu den Konzentrationslagern, in denen die Inhaftierten gequält und gedemütigt und zu Sklavenarbeit gezwungen wurden, in denen auch ihr Leben nicht viel galt, hatten die Vernichtungslager nur einen Zweck: Menschen unmittelbar nach ihrer Ankunft zu töten. Dies geschah in den Todeslagern, die ab Ende 1941 im besetzten Polen errichtet wurden: Chełmno (Kulmhof) im „Wartheland“ war das erste Lager, das ausschließlich der Tötung von Menschen diente. Grund war die Überfüllung des Ghettos Łódz. In Chełmno wurde das „Sonderkommando Herbert Lange“ mit „Gaswagen“ stationiert. Lange hatte seit Sommer 1940 Erfahrungen mit der Ermordung Geisteskranker und anderer Behinderter im Rahmen der „Aktion T 4“ (Euthanasie-Aktion). In Chełmno pendelten die Gaswagen zwischen dem „Schloss“ und dem 5 km entfernten „Waldlager“, wo die auf dem Weg getöteten Opfer verscharrt bzw. später verbrannt wurden. Ermordet wurden dort mindestens 152 000 Juden, die aus Łódz stammten bzw. aus dem Wartheland oder dem Altreich zunächst dorthin deportiert worden waren. Typologisch sind die Todeslager den Mordstätten ganz ähnlich, die von den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD und von anderen Einheiten der SS ad hoc bestimmt wurden, um Juden zu töten. Babij Jar am Stadtrand von Kiew, wo am 29. und 30. September 1941 33771 Juden erschossen wurden , war ein solcher Ort, Ponary vor den Toren Wilnas ein anderer, an dem von Juli 1941 bis Juli 1944 70000 bis 100000 Juden getötet wurden. Wieder ein anderer Exekutionsort war der Wald von Rumbuli, in dem die Insassen des Ghettos Riga den Tod fanden. Zahllose solcher Mordfelder gibt es auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion.
Die Erschießungsgruben und improvisierten Orte des Massenmords wurden schließlich abgelöst von Einrichtungen, an denen das Gleiche geschah – in Aktion gesetzte mörderische Rassenideologie-, zu denen aber das improvisierte und spontane Element nicht gehörte. In Weißrussland entwickelte sich das Lager Maly Trostinez, im Frühjahr 1942 vom Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Minsk errichtet, vom Zwangsarbeitslager zur zentralen Vernichtungsstätte, in der bis Sommer 1944 mindestens 60000 Juden, unter ihnen. Deutsche, Tschechen und Österreicher, sowie sowjetische Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer ermordet wurden. Vernichtung von Menschenleben wurde in den Todeslagern in ein System gebracht und organisiert, die Methoden waren andere als Pogrom und Massaker, es herrschten die Gesetze von Logistik und Effizienz. Geeignete Plätze wurden als Todeslager angelegt, zu ihrer Rationalität gehörte die abgeschiedene Lage, das diente der Geheimhaltung, gute Erreichbarkeit war ebenso notwendig. Deshalb wurden diese Lager im Osten Polens errichtet. In den drei Lagern der „Aktion Reinhardt“ wurden insgesamt etwa 1,75 Millionen Juden ermordet: in Bełzec 600000, in Treblinka 900000, in Sobibor 250000.
Eine letzte Perfektion des Massenmords erfolgte mit der Erweiterung des KZ Auschwitz, als mit dem Lagerbereich Birkenau das Konzentrationslager zum Vernichtungslager wurde. Auch die Methode, das Gift Zyklon B zu verwenden, bedeutete noch einmal eine Steigerung der Effizienz des Mordens (obwohl auch Erschießungskommandos bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Tätigkeit bleiben). Ein zweites Konzentrationslager, Lublin-Majdanek, erfüllte wie Auschwitz ab Herbst 1942 die Doppelfunktion eines Konzentrationslagers und eines Todeslagers. Die durchrationalisierten Handlungsabläufe vom Antransport der Opfer, ihrer Ausplünderung und Ermordung über die Beseitigung der Leichen bis zur Verwertung ihrer Habe kennzeichnen die letzte Phase des Holocaust, die in den Todeslagern stattfand.

Die insgesamt 24 Hauptlager waren schließlich Mittelpunkt eines Netzes von ungefähr 1000 Lagern, das in hierarchischer Abstufung von Haupt- und Außenlagern und Arbeitskommandos gebildet wurde. Außerdem gab es Systeme weiterer Zwangslager, in denen die gleichen Bedingungen wie im KZ herrschten, nämlich etwa 200 „Arbeitserziehungslager“, eine unübersehbare Zahl von „Polizeihaftlagern“, von Zwangsarbeitslagern für Juden in den besetzten Gebieten, dann Hunderte Ghettos in Polen und Osteuropa, in denen Zustände wie im KZ herrschten. Die Orte des Terrors überzogen als engmaschiges Geflecht, dessen Dimension noch weitgehend unerforscht ist, das gesamte deutsche Herrschaftsgebiet.

Schwerin: 7. Aktionsfahrradtour „Unterwegs auf Straßen und Plätzen für Menschlichkeit und Frieden, gegen Neofaschismus“ vom 21. bis 24. April 2016

„Unterwegs auf Straßen und Plätzen für Menschlichkeit und Frieden , gegen Neofaschismus“ unter diesem Motto führt die VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin seit 2010 eine Aktionsfahrradtour als Gedenk- und Demonstrationstour auf den Streckenführungen der Todesmärsche durch.

Die Tagesetappen sind zwischen 35 km und 55 km lang. Mit dieser jährlich in der zweiten Aprilhälfte stattfindenden Radtour fördern wir die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der Todesmärsche, von Faschismus und Krieg.

Sie leistet einen Beitrag zur politischen-historischen Bildung an authentischen Orten durch Wahrnehmung und Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Gespräche mit Bürgern und Bürgerinnen sowie Bündnissen gegen Rechtsextremismus.

Sie möchte zu einem stetigen persönlichen Engagement für Humanismus und und Demokratie ermutigen. Für die Verbreitung der Idee einer weltoffenen und multikulturellen Gesellschaft wird geworben, wie sich für Abrüstungsschritte und eine zivile Außen- und Sicherheitspolitik eingesetzt wird.

Die diesjährige Tourroute verläuft von Schwerin über Grevesmühlen nach Lübeck zu Mölln und endet in Hamburg. Nähere Informationen gibt es auf dem Flyer der.

Aktualisierte Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ neue Aufmärsche in Neustrelitz und Ludwigslust angekündigt +++ AfD-Wahlkampfauftakt in Stralsund +++ weitere Aufmärsche in Schwerin und Demmin im Mai ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nazis und andere Rassist*innen rufen erneut zu fremdenfeindlichen Aufmärschen in Meck-Vorpomm auf und die „Alternative für Deutschland“ plant ihren Wahlkampfauftakt in Stralsund. Genaue Informationen findet ihr wie immer in der Liste.

Rechter „Abendspaziergang“ am 15.04.16 in Neustrelitz
Die Facebook Gruppe „Neustrelitz sagt „nein“ zum Asyl-Wahn“ mobilisiert für den 15. April zu einem „Abendspaziergang“. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Südbahnhof in Neustrelitz.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 18.04.16 in Ludwigslust
Die NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ will am 18. April unter dem Motto „Wir sind das Volk. Gestern. Heute. Morgen.“ durch Ludwigslust marschieren. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz.

Wahlkampfauftakt der AfD am 23.04. in Stralsund
Die „Alternative für Deutschland“ will in den Schweriner Landtag einziehen. Ihr Wahlkampfauftakt findet am 23. April in Stralsund auf dem Neuen Markt statt. Beginnen soll die braun-blaue Veranstaltung um 10 Uhr. Als Redner*innen sind Leif-Erik Holm und Alexander Gauland angekündigt.

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Heinz Kessler: „Einer der schönsten Tage meines Lebens“

Heinz Kessler ist Jahrgang 1920 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei.“

Der für die Völker Europas und der Welt von Hitlerdeutschland begonnene furchtbare Raubkrieg hatte ein Ende gefunden. Nach meiner Rückkehr von der sowjetisch-deutschen Front nach Deutschland wurde ich als Leiter des Hauptjugendausschusses beim Magistrat von Berlin berufen. In den ersten Junitagen 1945 rief mich ein Genosse an, es war der spätere Vorsitzende der KPD Max Reimann, und sagte mir: „Deine Mutter lebt. Ich weiß, wo sie ist, nämlich dort, wo auch meine Anverwandten sind. Mach dich fertig, ich hole dich ab und wir fahren dorthin.“

Wir fuhren in den Berliner Stadtbezirk Tiergarten in eine Schule. Meine Mutter, eine vor 1933 schon aktive Antifaschistin und Kommunistin, war im Sommer 1941, nachdem ich auf die Seite der sowjetischen Armee übergelaufen war, in das berüchtigte größte Frauenkonzentrationslager deportiert worden. Beim Herannahen der Sowjetarmee hatten sich die Naziaufseherinnen zivile Kleidung angelegt und die noch lebenden Insassen des KZ zwischen die Fronten getrieben. Auf einem langen und entbehrungsvollen Marsch wurden sie schließlich von den sowjetischen Truppen in Gewahrsam genommen und in diese Schule gebracht. Nach der Identifizierung der Frauen wurden einige Angehörige, wie z.B. der oben genannte Genosse, informiert. Nach Ankunft in der Schule stand meine Mutter mir und ich ihr nach vielen Jahren das erste Mal wieder gegenüber. Wir umarmten uns und schämten uns unserer Tränen nicht. Meine Mutter, abgehärmt, erzählte mir brockenweise tief bewegt und erschüttert von den psychischen und physischen Demütigungen, von den Quälereien, von den vielen KZ-Insassen, die durch die faschistischen Aufseherinnen und Aufseher ums Leben gekommen waren. Sie gab ihrer Freude Ausdruck und verhehlte nicht ihren Stolz darüber, dass ich nicht zuletzt dank der durch sie erfahrenen Erziehung den antifaschistischen Ideen treu geblieben war und mich mit meinen bescheidenen Mitteln an der Seite der Sowjetarmee am Kampf gegen die Hitlerbarbarei unter Einsatz aller meiner Möglichkeiten beteiligt hatte. Ich selbst konnte neben meiner unendlichen Freude, meine Mutter wieder in den Armen zu halten, meine große Hochachtung vor dieser Frau, der Antifaschistin, Kommunistin nicht verbergen.

Es war vielleicht rückblickend einer der erlebnisreichsten und schönsten Tage meines Lebens. Ich versuchte sie zu überzeugen, hier in Berlin zu bleiben, um nach ihrer psychischen und physischen Gesundung am Aufbau der antifaschistischen demokratischen Ordnung teilzunehmen Sie versagte mir diesen Wunsch und erklärte, dass sie an ihre frühere politische Wirkungsstätte, wo ja auch meine Schwester Ruth lebte, nach Chemnitz zurückkehren wollte. Das fand bei mir Verständnis. Sowie sich ihre physischen Kräfte stabilisiert hatten, nahm sie teil am Aufbau der KPD, wirkte mit bei der Vereinigung von SPD und KPD und leistete, wie mir viele Genossen und Genossinnen bestätigten und ich bei meinen Besuchen in Chemnitz/Karl-Marx-Stadt selbst feststellen konnte, vor allem im sozialpolitischen Bereich in der Stadt und im Bezirk eine verantwortungsvolle und umfangreiche Arbeit. Ihre besondere Aufmerksamkeit widmete sie der Vermittlung ihrer politischen und Lebenserfahrungen bei den Kindern und den Jugendlichen. Es war ihre feste Überzeugung, dass die Eltern im Allgemeinen und die Mütter im Besonderen eine riesige Verantwortung dafür tragen, dass die heranwachsende Generation im humanitären Sinne erzogen, frei sein müsse von jeglichem Rassismus und lernen müsse für die Rechte der Jugend, der werktätigen Menschen zu kämpfen. Besonders lag ihr am Herzen, sich niemals dafür herzugeben, für die kapitalistische Gesellschaft Eroberungskriege durchzuführen.

Und so setzten wir, wie sie mich gelehrt hatte und ich selbst erfahren und gelernt hatte, unsere gesellschaftliche Tätigkeit für die Sicherung des Friedens gegen Eroberungskriege fort. Aus dieser Sicht hatte dich der Kreis mit einer prächtigen und mutigen Frau, meiner Mutter Hedwig Keßler und mir, den zum Antifaschisten gereiften und zum Kommunisten gewordenen Menschen, geschlossen.

Kirchenkampf, Reichsbischof und die „Deutsche Kirche“ – Die christlichen Kirchen im beginnenden Dritten Reich

Obwohl die christlichen Werte wie „Nächstenliebe“ und Gebote alá „du sollst nicht töten“ auf den ersten Blick diametral zur Weltanschauung der Nazis stehen, gab es vielfältige Kollaboration – aber auch Widerstand.

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Dieser Beitrag bietet einen abrissartigen Überblick der verschiedenen Facetten des Verhältnisses von Kirchen und der Nazi-Bewegung in den Anfängen des Dritten Reiches. Grundlage des Textes ist der Beitrag „Welche Rolle spielten die Kirchen im Dritten Reich“ von Wolfgang Benz aus dem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen – Das Dritte Reich.

Widerspruch aus theologisch oder religiös begründeter Ablehnung des sich 193 erst im Aufbau befindlichen autotoritär-diktatorischen Nazis-Staates war zunächst auf Randgruppen und Einzelpersonen in beiden Kirchen beschränkt. Auf katholischer Seite waren die „Rhein-Main-Volkszeitung“ als Mittelpunkt eines Kreises sozial Engagierter und Männer der katholischen Arbeiterbewegung wie Jakob Kaiser sowie fromme Christen, die auf ihren Pfarrer hörten und mit der „neuheidnischen“ NS-Politik weiter nichts zu tun haben wollten. Auf der evangelischen Seite waren es Theologen wie Dietrich Bonhoeffer und Karl Barth, die Bedenken gegen en diktatorisches Regime hatten, weil sie den darin zum Ausdruck kommenden unbedingten Verfügungsanspruch über die Menschen ablehnten.

Vertreter der evangelischen Kirchen kamen ab Frühjahr 1933 in Konflikt mit dem Staat, der zum „Kirchenkampf“ eskalierte. Sie widersetzten sich den Gleichschaltungsversuchen, die sich gegen die traditionelle Selbstverwaltungsstrukturen kirchlicher Organisationen richteten. Die Nationalsozialisten wollten eine Kirchenreform durchsetzen, die aus den 28 selbstständigen evangelischen Landeskirchen eine einheitliche und gleichförmige „Reichskirche“ gemacht hätte, die nur dem „Reichsbischof“ nach dem Führerprinzip organisiert sein sollte. Viele evangelische Christen hatten sich dem Nationalsozialismus angeschlossen; sie kämpften, vielfach erfolgreich, unter der Bezeichnung „Deutsche Christen“ bei den Wahlen für kirchliche Gremien, sogenannte Synoden, um ihre Mehrheit. Seit Herbst 1932 traten unter der Führung nationalsozialistischer Pfarrer die „Deutschen Christen“ auch als Organisation an die Öffentlichkeit. Ihnen standen evangelische Christen, Pfarrer wie Laien, gegenüber, die zunächst nur der Maxime folgten, dass die Kirche sich nicht in staatliche Angelegenheiten einmischen dürfte. Aus dieser Haltung heraus entwickelte sich, im Kampf um Tradition und Organisation der Landeskirchen, erst religiös und dann zunehmend auch politisch motivierte Opposition gegen den NS-Staat.

Überredet durch Hitlers kirchenfreundliche Zusicherungen, in Panik wegen des Radikalismus der NSDAP und beschwichtigt durch die Aussicht auf das Konkordat (das Abkommen zwischen der Reichsregierung und dem Vatikan vom Juli 1933, das die Rechte der Kirche in Deutschland festlegte und garantierte) stimmten die Parteien des politischen Katholizismus – Zentrum und Bayerische Volkspartei – im März 1933 dem „Ermächtigungsgesetz“ zu.
Für viele Christen entstand eine paradoxe Situation. Die Mehrzahl der Funktionsträger hatte eben noch in Versammlungen und Kundgebungen deutlich gemacht, dass Katholiken mit ihrer Überzeugung und ihrem Stimmzettel Hitler entgegentreten müssten, nun nahmen die katholischen Bischöfe in ihrer Kundgebung am 28. März 1933 ihre Warnungen vor Hitler und ihre Verurteilung der Ideologie der NSDAP offiziell zurück.

In der Abwehr der „Deutschen Christen“, die bei den Kirchenwahlen im Juli 1933 mit massiver Unterstützung der NSDAP mehr als 70 Prozent der abgegebenen Stimmen errungen hatten, organisierte sich allmählich die kirchliche Opposition in Form der bekennenden Kirche. Keimzelle war der „Pfarrernotbund“, den Pastor Martin Niemöller im September 1933 gründete, dem sich ein Drittel der evangelischen Pfarrer anschloss, weil sie den „Arierparagraphen“ – den die „Deutschen Christen“ auch in der Kirche propagierten – ablehnten. Auf der Synode der Bekennenden Kirche in Wuppertal – Barmen wurden im Mai 1934 grundsätzliche Einwände formuliert. Diese „Barmer Theologische Erklärung“ enthielt die Kernaussage, auch der totale Staat finde seine Grenze an den Geboten Gottes, und es sei Aufgabe der Kirche, „an die Verantwortung der Regierenden und Regierten“ zu erinnern.
Bei solchem Protest gegen die weltliche Obrigkeit ging es in erster Linie noch gegen die Kirchenpolitik des Nationalsozialismus. Die oppositionellen Kirchenvertreter, die immerhin Hitlers Absicht, die evangelische Kirche in das NS-System einzugliedern, durch ihre Haltung vereiteln konnten, blieben noch lange im Zwiespalt zwischen der vom Christen geforderten Loyalität gegenüber dem Staate einerseits und den staatlichen Verstößen gegen christliche Gebote andererseits.

Widerstand im politischen Sinne, in der Absicht, das nationalsozialistische Regime zu stürzen, hat auch die Bekennende Kirche als Ganzes nicht geleistet. Sie kämpfte erst für die Unversehrtheit ihrer organisatorischen Strukturen und dann für die Unabhängigkeit der kirchlichen Lehre, nach der die christlichen Gebote nicht der NS-Ideologie nachgeordnet werden durften. Das Regime aber fühlte sich durch diese kirchlich-theologische Widersetzlichkeit vielfach auch politisch-ideologisch getroffen. Durch alle Landeskirchen ging von nun an ein Riss, die Fronten waren durch die Anhänger der Bekennenden Kirche, die immer mehr in grundsätzliche Opposition zum Staat gerieten, einerseits und die „Deutschen Christen“, die überzeugte Nationalsozialisten waren, andererseits bestimmt. Bei vielen Christen der Bekennenden Kirche wurde aus der oppositionellen Haltung schließlich politischer Widerstand. Sie kämpften, ihrem Gewissen verpflichtet und oft ganz auf sich gestellt, manchmal auch von Gemeindemitgliedern unterstützt, mit ihren Mitteln – Predigt und Schrift – erst gegen Übergriffe des Staates ins kirchliche Leben, dann gegen die praktizierte nationalsozialistische Ideologie, die sich zum Beispiel gegen Behinderte richtete. Sie wendeten sich zudem gegen einen christlichen Glauben, der sich mit Antisemitismus und „neuheidnischen Irrlehren“ vermischte. Dazu gehörte die Forderung nach einem „heldischen Jesus“ ebenso wie das Verlangen nach „artgemäßem Glauben“, gegründet auf „Rasse, Volkstum und Nation.“

Auch das Vertrauen der katholischen Kirche in die Zusicherung Hitlers vom Frühjahr 1933 wich bald der Ernüchterung. Nationalsozialistische Demonstrationen und Straßenterror beim „Gesellentag“ des katholischen Kolpingvereins im Juni 1933 in München wurden offiziell noch als Missverständnis gewertet und mit bischöflichen Ermahnungen zu äußerster Zurückhaltung beantwortet. Provokationen bei Fronleichnamsprozessionen, die zunehmende Behinderung katholischer Vereinsarbeit, Propaganda gegen Bekenntnisschulen, gegen Kruzifixe in Schulen oder die Unterbindung katholischer Publizistik zeigten, was von Hitlers Anbiederungsversuchen an die katholische Kirche zu halten war.

Das Konkordat, das zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan am 20. Juli 1933 abgeschlossen wurde, schien die Haltung der Katholischen Kirche zu honorieren. Der Staat garantierte feierlich die Freiheit des religiösen Bekenntnisses, seine öffentliche Ausübung, den Bestand und die Aktivitäten der katholischen Organisationen und Vereine, sofern sie sich auf religiöse, kulturelle und karitative Zwecke beschränkten. Bekenntnisschulen und Religionsunterricht waren gewährleistet. Im Gegenzug hatten neu eingesetzte Bischöfe einen Treueid auf die Reichsregierung zu leisten, und Priestern und Ordensleuten untersagte der Heilige Stuhl jede parteipolitische Betätigung. Als internationales Abkommen trug das Konkordat zur Stabilisierung und Reputation des neuen Regimes bei, machte den politischen Katholizismus mundtot und verhinderte vorläufig oppositionelle Regungen.

Im Gegensatz zur katholischen Kirche waren die Protestanten gespalten: Die „Deutschen Christen“, geführt vom „Reichsbischof“ Ludwig Müller, der, im September 1933 gewählt, im Dienst der weltlichen Obrigkeit aus den 28 evangelischen Landeskirchen eine einheitliche deutsche Nationalkirche im nationalsozialistischen Geist bilden wollte, waren die Exponenten des regimetreuen Flügels. Im Selbstverständnis der „Deutschen Christen“ im Dezember 1933 hieß es: „Wie jedem Volk, so hat auch unserem Volk der ewige Gott ein arteigenes Gesetz eingeschaffen. Es gewann Gestalt in dem Führer Adolf Hitler und in dem von ihm geformten nationalsozialistischen Staat.“ Die „Bekennende Kirche“ wurde in der Frontstellung zu den „Deutschen Christen“ das Sammelbecken der oppositionellen evangelischen Gläubigen. Die zweite Dahlemer Bekenntnissynode hatte schon im Oktober 1934 ein „kirchliches Notrecht“ gegen den totalen Staat postuliert. Die Kluft innerhalb der evangelischen Kirche wurde immer unüberbrückbarer. Die Errichtung eines Reichsministeriums für kirchliche Angelegenheiten unter Hanns Kerrl im Juli 1935 dämpfte den Kirchenkampf keineswegs. Er erreichte 1937 seinen Höhepunkt mit Verhaftungen von rund 800 Pastoren der Bekennenden Kirche.
Auf evangelischer Seite richteten sich einzelne Kanzelverkündigungen 1935 gegen die „rassisch-völkische Weltanschauung“. In einer Denkschrift des „radikalen Flügels“ der Bekennenden Kirche an Hitler wurde der staatlich verordnete Antisemitismus verurteilt, ebenso wie die Existenz der Konzentrationslager, die Willkür der Gestapo und andere Erscheinungen des NS-Staates. Aber die Denkschrift war geheim, und eine öffentliche Kanzelabkündigung ermahnte die Gläubigen zum Gehorsam gegenüber der weltlichen Obrigkeit. Weder gegen die Entrechtung der deutschen Juden durch die Nürnberger Gesetze im September 1935 noch gegen den Novemberpogrom 1938 haben die Kirchen als öffentliche Institutionen geschlossen und nachdrücklich protestiert.

Offener Widerstand aus christlicher Gesinnung wurde nur von einzelnen Personen, Pfarrern und engagierten Laien geleistet, die sich zu Wort meldeten, um Unrecht beim Namen zu nennen, wie der katholische Priester Max Josef Metzger, der mehrfach verhaftet und im April 1944 hingerichtet wurde, oder der evangelische Pastor Julius von Jan, der die Novemberpogrome 1938 öffentlich verurteilte, der Berliner katholische Domprobst Bernhard Lichtenberg oder der Protestant Heinrich Grüber, die sich offen für Juden einsetzten und dafür verfolgt wurden. Sie bildeten jedoch eine Minderheit und die Konsequenzen, die sie mit ihrem Protest bewusst auf sich nahmen, hatten sie allein zu tragen. Sie kamen ins Gefängnis, wurde in Konzentrationslager verschleppt oder ermordet.

Material zum ‚Tag der Befreiung‘ 2016: Jetzt im Alternativen Zentrum in deiner Nähe!

+ Material zum Tag der Befreiung erhältlich +++ Sticker, Hefte, Flyer und Soli-Sampler aufgelegt +++ Abholung im AJZ deiner Nähe! ++

Von Marko Neumann

Um es euch und uns einfacher zu machen, haben wir Materialpakete an Alternativen Jugendzentren und politische Jugendgruppen in M-V geschickt. Auf Nachfrage haben wir Sticker und Postkarten auch einige AJZ’s außerhalb M-V’s geschickt. Damit ihr wisst, wo ihr euch die Sachen abholen könnt, hier eine Übersicht. Ist euer AJZ nicht dabei? Schreibt uns eine Mail und wir holen das nach. ;-)


Bild: Das aktuelle Material zum Tag der Befreiung 2016.

… innerhalb M-V’s:
Internationales Kultur- und Wohnprojekt e.V. Greifswald
Komplex Schwerin
LJS Rostock
Projektwerkstatt Buntes Q Schwerin
Tacheles UER e.V. Ueckermünde
Tikozigalpa Wismar

… außerhalb M-V’s:
AJZ Chemnitz
AJZ FLA FLA Herford
Alternatives Zentrum Mülheim
Infoladen Korn Hannover
Jugendinitiative Wermelskirchen
Jugendzentrum HORTE Strausberg
Jugendzentrum in Selbstverwaltung ‚Altes Badhaus‘ Bingen
Jugendzentrum in Selbstverwaltung Friedrich Dürr Mannheim
Linkes Zentrum Hinterhof Düsseldorf
Selbstverwaltetes Aktions- und Kommunikationszentrum Oldenburg
Treibhaus e.V. Döbeln

Artikelreihe „Institutionen im Nazi-Staat“ und Zeitzeugenberichte „Erinnerungen an den Tag der Befreiung“

+ Artikelreihe zu Institutionen und Organisationen im Dritten Reich +++ Zeitzeugen berichten vom Tag der Befreiung 1945 +++ 8. Mai: Tag der Befreiung“ Was sonst? ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

1945 befreiten die Alliierten Streitkräfte Europa vom deutschen Faschismus. Der schrecklichste und barbarischste Krieg bis dahin hatte nach fünf Jahren ein Ende gefunden. In den kommenden Wochen werden wir euch in mehreren Artikeln Institutionen und Organisationen des Dritten Reiches vorstellen. Des Weiteren veröffentlichen wir insgesamt vier Zeitzeugenberichte von Menschen, die den 8. Mai 1945 selbst miterlebt haben. Die Berichte wurden zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“. Wir danken den Herausgeber*innen für die Zustimmung der neuerlichen Veröffentlichung.

Kirchenkampf, Reichsbischof und die „Deutsche Kirche“ – Die christlichen Kirchen im beginnenden Dritten Reich
Obwohl die christlichen Werte wie „Nächstenliebe“ und Gebote alá „du sollst nicht töten“ auf den ersten Blick diametral zur Weltanschauung der Nazis stehen, gab es vielfältige Kollaboration, aber auch Widerstand. Dieser Beitrag bietet einen abrissartigen Überblick zu die verschiedenen Facetten des Verhältnisses von Kirchen und der Nazi-Bewegung in den Anfängen des Dritten Reiches.

Das engmaschige System von Konzentrations- und Vernichtungslager im Dritten Reich
Keine andere Einrichtung des Dritten Reiches steht so symbolisch für den Terror und die Unmenschlichkeit der Nazis und ihrer Ideologie wie das flächendeckende Netz von Konzentrations- und Vernichtungslager. Welche Funktionen hatten die Lager, wo standen die sie und was mussten die Häftlinge in den KZ’s erleiden? Dieser Abriss gibt einen Überblick über diese und andere Fragen.

Bauen im Nazi-Staat: die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“
Es gab keinen Bereich, der nicht versucht wurde von den Nazis zu durchdringen. Für die größenwahnsinnigen Bauvorhaben, wie der „Welthauptstadt Germania“, und militärische Großprojekte, wie dem „Westwall“ waren uniforme Organisationen nötig, die solche Baumaßnahmen umsetzen konnten. In diesem Beitrag werden in der gebotenen Kürze die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“ vorgestellt.

Wer oder was war der „Reichsnährstand“ im Dritten Reich?
Der „Reichsnährstand“ war eine wichtige Instanz zur Sicherung der Macht der Nazis im Bereich der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung im Dritten Reich. Die Erinnerung an die britische Seeblockade während des Ersten Weltkriegs, die damit einher gegangene Hungersnot und die daraus entstandene Kriegsmüdigkeit der Deutschen hatten weder Adolf Hitler noch seine Paladine vergessen. Um so entschlossener war die Nazi-Führung, den Kampf an der „Heimatfront“ in dem bereits geplanten neuen Krieg nicht zu verlieren.

Zeitzeugenberichte: „Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945“
In vier Beiträgen erzählen Zeitzeugen ihre Erlebnisse und Erinnerungen an die Befreiung vom deutschen Faschismus 1945. Die Beiträge wurden zuerst veröffentlicht in der Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“. Das Heft ist seit einiger Zeit vergriffen und wird nicht nachgedruckt. Um so mehr freuen wir uns, dass wir die Erlaubnis der Herausgeber*innen der Publikationen bekommen haben, einige Berichte erneut zu veröffentlichen.

Aktualisierte Liste bevorstehender Naziaufmärsche und -Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern

+ Nazis und andere Rassist*innen wollen in Wolgast, Greifswald, Schwerin & Demmin marschieren +++ Kundgebungen der „Identitären Bewegung“ in Ribnitz-Damgarten und Stralsund +++ Kein Fußbreit den Faschist*innen! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Seit Monaten überziehen Nazis und andere Rassist*innen das Land mit fremdenfeindlichen Aufmärschen. Zusätzlich zu den „besorgten Nazibürgern“ tritt nun auch die „Identitäre Bewegung“ stärker an die Öffentlichkeit. Hier die obligatorische Auflistung.

„Identitäre“ Kundgebungen am 09.04.16 in Ribnitz-Damgarten und Stralsund
Die „Identitäre Bewegung“ will am 09. April auf dem Markt in Ribnitz-Damgarten ab 10 Uhr 30 eine Kundgebung unter dem Motto „Sicherheit braucht Identität“ abhalten. Ab 13 Uhr 30 wollen die Neurechten am Alten Markt in Stralsund stehen. Für Stralsund gibt es einen Aufruf zum Protest.

Rechter „Abendspaziergang“ am 11.04.16 in Wolgast
Erneut wollen Rassist*innen durch Wolgast „spazieren“. Das Bündnis Wolgast kann mehr als völkisch sein organisiert eine Gegenkundgebung. Details zum Naziaufmarsch und zu den Gegenprotesten gibt es auf beim Bündnis.

FFDG-Aufmarsch am 11.04.16 in Greifswald
Die selbsternannten „Patriot*innen“ von FFDG mobilisieren für ihren Aufmarsch unter dem Motto „Gegen die aktuelle Asylpolitik“ zum 11. April 2016. Treffpunkt der Nazis ist das Ärztehaus, Ernst-Thälmann-Ring 66, 17491 Greifswald. Das Bündnis Greifswald für Alle mobilisiert zu einer Gegenkundgebung am Ecke Ernst-Thälmann-Ring 1 / Max-Planck-Straße 9 (Sporthalle) ab 18 Uhr 30. Details zu den Gegenprotesten gibt es auf facebook.com/greifswald.fuer.alle .

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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Stralsund, Schwerin, Anklam & Demmin: Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ Neue Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern für April und Mai +++ Nazis wollen in Stralsund, Schwerin, Anklam und Demmin auflaufen +++ Organisiert und beteiligt euch an den Gegenprotesten! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am 01.04.16 in Stralsund
Die fremdenfeindliche Gruppierung „Vereint für Stralsund“ will am 01. Aprilerneut durch Stralsund marschieren. Unter dem Motto „Asylwahn stoppen! Souveränität einberufen! Bevölkerung schützen!“ wollen die Rassist*innen sich 19 Uhr in der Bahnhofsstraße 10 treffen. Das Bündnis Stralsund für Alle ruft zu einer Protestkundgebung um 19 Uhr auf den Alten Markt auf.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 04.04.16 in Schwerin
Die rassistische Facebook Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ will am 4. April erneut in der Landeshauptstadt Schwerin aufmarschieren. Treffpunkt ist der Bahnhof, beginnen wollen die Nazis um 19 Uhr.

Rassistischer „Abendspaziergang“ am 05.04.16 in Anklam
Am 05. April wollen Rassist*innen zum dritten Mal durch Anklam marschieren. Unter dem Motto „Familie, Werte, Heimatliebe statt Hass und Kriege“ treffen sich die Nazis um 18 Uhr 30 in der Südstadt treffen.

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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In eigener Sache: Jetzt Aufkleber-Restbestände ordern!

+ Bestellt euch die Restbestände unserer aktuellen Aufkleber! +++ „Zona Antifascista“, „Wirr ist das Volk“, „Dorfantifa“ und andere Motive +++ Jetzt ordern solange der Vorrat reicht! ++

Von Marko Neumann

Nachdem wir auch die letzten eurer Aufkleber-Bestellungen gepackt haben, sind immer noch ein paar Stapel übrig geblieben. Die nächsten Aufkleber sind aber schon in Vorbereitung und deswegen müssen die alten Motive aus unserem Minilager raus.


Bild: Aktuelle Aufkleber, von denen wir noch einige Restbestände haben.

Besonders ans Herz legen wollen wir euch die Aufkleber zum 8. Mai, der ja bald vor der Tür steht. ;-)

Bestellt euch die Sticker bei uns über Facebook oder per Mail.

Neubrandenburg: Infoveranstaltung „Ein Prozess 71 Jahre danach – Medizin, Justiz und Auschwitz“ am 28.02.16 im Medienhaus

Am 29.02.2016 wird in Neubrandenburg der Prozess gegen einen Mann beginnen, der im KZ Auschwitz als Sanitäter im Dienste der SS arbeitete.
Schon im Vorfeld gibt es viele Diskussionen über den Sinn eines solchen Verfahrens. Wenig bekannt sind aber die historischen Fakten. Die Erinnerungs-, Bildungs – und Begegnungsstätte Alt Rehse (EBB) bietet deshalb in Kooperation mit dem Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert-Stiftung ein zweistündiges Seminar mit historischen Hintergründen zum Prozess an. Drei Referentinnen und Referenten werden zum Sanitätsdienst der SS, zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus durch die Justiz und zur NS-„Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse“ sprechen.

Die Veranstaltung wendet sich besonders an die Prozessbeobachterinnen und -beobachter der Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Sie findet im Medienhaus des Nordkurier, Friedrich-Engels-Ring 29, 17033 Neubrandenburg am 28.2.2016 von 15 bis 17 Uhr statt.

Dr. Frank Wilhelm, Mitglied der Chefredaktion des Nordkuriers, wird moderieren. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung unter schwerin[ädt]fes.de erbeten.

Kampagnenmaterial zum Jahrestag der Befreiung 2016 erhältlich!

+ Material zum Tag der Befreiung erhältlich +++ Sticker, Hefte, Flyer und Soli-Sampler aufgelegt +++ Auflagen begrenzt – jetzt bestellen! ++

Von Marko Neumann

Im Rahmen unserer Kampagne zum 71. Jahrestag der Befreiung haben wir natürlich auch wieder diverses Material erstellt. Im Folgenden bekommt ihr eine Übersicht.


Bild: Das aktuelle Material zum Tag der Befreiung 2016.

Nazis eine kleben: Sticker, Sticker, Sticker
Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch 2016 wieder Aufkleber in großer Auflage drucken lassen. Das aktuelle Motiv gibt es in der Größe A7 („normale“ Aufkleber). Zusätzlich haben wir einen Sticker explizit gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin gedruckt, auch dieses Motiv gibt es in einer „low-bugdet“-Variante als Plakat in Größe A3.

Bestellt das Infoheft „Das Dritte Reich in Mecklenburg und Vorpommern“!
Das aktuelle Heft beschäftigt sich in mehreren Artikeln ausführlich mit dem Dritte Reich, dem Zweiten Weltkrieg und die menschenverachtende Ideologie der Nazis. Neben einem Abriss über das System von KZ-Außenlagern auf dem Gebiet des heutigen M-V’s, gibt es unter anderem Artikel mit Hintergrundinformationen über die Finanzierung der NSDAP vor und nach der Machtübergabe und über die Arbeit der geheimen Staatspolizei. Ein ausführlicher Forschungsbericht befasst sich mit der Modernisierungsthese des Faschismus. Diese und andere Beiträge lassen die Broschüre zu einer interessanten Lektüre 71 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches werden.

Verteilt Postkarten in eurer Nachbar*innenschaft!
Wir haben handliche Flyer und Postkarten zum Tag der Befreiung gedruckt. Die Flugblätter und Postkarten lassen sich schnell und unkompliziert in die Briefkästen in eurer Umgebung verteilen. Auch zum Auslegen in Infoläden und Kneipen oder für die Verteilung bei Infoständen oder Veranstaltungen sind die Flyer und Karten hervorragend geeignet.

Neuauflage des Soli-Samplers zum Jahrestag der Befreiung
Am 8. Mai wollen Nazis durch die Peene-Stadt Demmin marschieren. Seit nunmehr zehn Jahren versuchen sie die Befreiung der Stadt durch die Rote Armee für ihre geschichtsrevisionistische Propaganda zu missbrauchen. Jedes Jahr stellen sich jedoch mehr Menschen dem braunen Aufzug entgegen. Die Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch kostet jedoch nicht nur Zeit und Energie, sondern auch Geld. Mit dem Verkauf des Punk-, Rock- und Ska Samplers werden wir die Aktionen gegen den Fackelmarsch der Nazis unterstützen. Der Druck von Mobi-Material ist ebenso kostenintensiv, wie die Finanzierung der Fahrten nach Demmin von außerhalb oder die mögliche Nachbereitung der Proteste mit Anwälten. Mit dem Kauf der CD bekommt ihr also nicht nur einen qualitativ hochwertige Punkrock-Sampler mit bekannten Bands wie Antispielismus oder Minitimer Katzenposter auch Newcommer wie FedUP, Brainless oder Abbruch, sondern unterstützt auch direkt den antifaschistischen Widerstand gegen die Nazis in Demmin. Die vollständige Tracklist des Samplers findet ihr hier.

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Auf­ruf: „8. Mai 2016 – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus!“

Am 8. Mai 1945 ka­pi­tu­lier­te die deut­schen Wehr­macht und damit de­fac­to Na­zi-​Deutsch­land. Nach sechs lan­gen Jah­ren des Krie­ges war ein Mor­den be­en­det, wel­ches es so noch nie in der mensch­li­chen Ge­schich­te ge­ge­ben hatte. Über 70 Mil­lio­nen Men­schen star­ben, dar­un­ter sechs Mil­lio­nen Jüd*in­nen, die mit men­schen­ver­ach­ten­der Grau­sam­keit er­mor­det wur­den. Das An­zün­den und Brand­schat­zen gan­zer Dör­fer und Ort­schaf­ten, das Er­mor­den von Zi­vi­lis­t*innen sowie das Er­schie­ßen von Kriegs­ge­fan­ge­nen – die Aus­plün­de­rung gan­zer Land­stri­che und nicht zu­letzt der in­dus­tri­ell ge­führ­te Mas­sen­mord an Mil­lio­nen Jüd*in­nen und an­de­ren Min­der­hei­ten waren das Er­geb­nis der Um­set­zung der ver­bre­che­ri­schen Ideo­lo­gie der Nazis.

„Ent­na­zi­fi­zie­rung“? – Ver­drän­gung und feh­len­de Auf­ar­bei­tung nach dem Ende des Krie­ges
Viele ehe­ma­li­ge NS­DAP-​Ka­der und -​Mit­glie­der konn­ten in der Bun­des­re­pu­blik eine neue Kar­rie­re ma­chen. Sie wur­den Rich­ter, Staats­an­wäl­te, Ab­ge­ord­ne­te in Par­la­men­ten, Bun­des­mi­nis­ter oder sogar Bun­des­kanz­ler. Die noch nicht weit ent­fern­te Ver­gan­gen­heit in­ter­es­sier­te die west­deut­sche Be­völ­ke­rung – wenn über­haupt – nur abs­trakt, so­lan­ge die Ver­bre­cher nicht in der ei­ge­nen Fa­mi­lie oder im ei­ge­nen Freun­des­kreis zu fin­den waren.
Auch in Ost­deutsch­land war die Be­wäl­ti­gung der Ver­bre­chen der Nazis nicht ein­fach. Auch in der spä­te­ren DDR konn­ten Rassis­mus und Frem­den­feind­lich­keit of­fen­bar nicht aus den Köp­fen der Men­schen ver­bannt wer­den. Kurz nach der „Wie­der­ver­ei­ni­gung“ brann­ten in vie­len ost­deut­schen Städ­ten Flücht­lings­hei­me, wur­den Geflüchtete ver­folgt und an­ge­grif­fen. Ho­yers­wer­da, Mölln, So­lin­gen und nicht zu­letzt Ros­tock/Lich­ten­ha­gen wur­den zu Syn­ony­men für das wie­der­ver­ei­nig­te Deutsch­land in Eu­ro­pa und der Welt.

Die neuen alten Nazis
Be­reits in den 1960ern grün­de­te sich in der Bun­des­re­pu­blik die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die bis in die Ge­gen­wart eine der wich­tigs­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen der neo­fa­schis­ti­schen Szene in der Bundesrepublik spielt. 2012 wurde die rech­tsra­di­ka­le Par­tei zum zwei­ten Mal in Folge in den Schwe­ri­ner Land­tag ge­wählt. Meck­len­burg-​Vor­pom­mern ist damit ein wich­ti­ges Zen­trum der neofaschistischen Rechten. In MV agie­ren so­ge­nann­te „Frei­en Ka­me­rad­schaf­ten“ und die NPD eng zu­sam­men, ge­ra­de in Vor­pom­mern brei­ten sich rech­te Ein­stel­lun­gen in einem ra­san­ten Tempo aus. In man­chen Ort­schaf­ten konn­ten Nazis wie­der eine ge­sell­schaft­li­che He­ge­mo­nie auf­bau­en. Auch rech­te Auf­mär­sche ge­hö­ren in vie­len Tei­len MV’s zum All­tag.
Zu­neh­mend wird der 8. Mai als „Tag der Be­frei­ung“ in Frage ge­stellt. Ge­zielt ver­su­chen Nazis die Ver­bre­chen der Wehr­macht, der SS, der Ge­sta­po und an­de­rer Mord­trupps zu re­la­ti­vie­ren und den Vor­marsch der Roten Armee in Meck­len­burg und Vor­pom­mern zu stig­ma­ti­sie­ren.

Aktiv wer­den gegen Nazis und an­de­re Ras­sis­t_in­nen! Nazis in Dem­min blo­ckie­ren!
Ras­sis­ti­sche Hetze und Ge­schichts­ver­fäl­schung darf nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben. Der in­dus­tri­ell ge­plan­te und durch­ge­führ­te Mas­sen­mord an den eu­ro­päi­schen Jüd*in­nen darf ge­nau­so wenig ver­ges­sen wer­den, wie die Gräuln und das un­end­li­che Leid des Krie­ges, die es ohne die deut­schen Welt­machts­plä­ne – nicht nur Hit­lers – nicht ge­ge­ben hätte.
Am 8. Mai wol­len zum zehnten Mal in Folge hun­der­te Nazis durch die Pee­ne­stadt Dem­min mar­schie­ren, um die Ge­schich­te zu ver­dre­hen. Längst hat sich die­ser Auf­marsch fest im Ter­min­ka­len­der der Na­zi­sze­ne Meck­len­burg-​Vor­pom­merns eta­bliert. Las­sen wir sie nicht un­ge­stört ihren Ge­schichts­re­vi­sio­nis­mus ver­brei­ten! Ver­schie­de­ne Bünd­nis­se und In­itia­ti­ven wer­den auch in die­sem Jahr bun­ten Pro­test und Wi­der­stand gegen den Spuck der Nazis or­ga­ni­sie­ren.

8. Mai: Tag der Befreiung! Nazis in Demmin blockieren!
Keinen Fußbreit den Faschist*innen!

Achtet auf Ankündigungen und bleibt informiert! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
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Hashtag: #tagderbefreiung
e-Mail: infonordost[ätt]systemausfall.org

Rostock: Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945

Vor 71 Jahren, am 27.01.1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Zwischen 1940 und 1945 ermordeten die Nationalsozialist*innen allein in den Gaskammern von Ausschwitz zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen, andere wurden exekutiert, starben an Hunger und Krankheiten oder wurden für grausame Experimente missbraucht. Insgesamt starben über 6 Millionen Menschen durch den industriellen Massenmord der Nazis.

Um 10 Uhr findet am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Steintor ein stilles Gedenken der VVN-BdA Rostock mit Kranzniederlegung statt.

Um 18 Uhr wird es darüber hinaus eine Kundgebung des Bündnisses Rostock Nazifrei am Doberaner Platz geben.

Wir laden alle Rostocker*innen dazu ein, mit uns an diesem Tag kurz inne zu halten und der Opfer zu gedenken. Dafür werden wir Teelichter mitbringen und diese anzünden, um an diesem Tag auf dem Doberaner Platz ein Zeichen zu setzen, dass wir bewusst mit der deutschen Vergangenheit umgehen und die Opfer niemals vergessen werden. Wir bitten euch kleine Glasgefäße mitzubringen, damit wir die Teelichter windfest zur Geltung bringen können.




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