Archiv der Kategorie '8. Mai 2013 - Wer nicht feiert, ist selber schuld!'

Achter Mai Sticker jetzt auch im Roten Shop erhältlich!

Seit kurzer Zeit könnt ihr unsere Sticker zur aktuellen 8. Mai-Kampagne beim Roten Shop bestellen. Die A7 großen Sticker bekommt ihr für 1€ pro 20St. Die Sticker findet ihr im Soli-Bereich des Shops hier. Übrigens: der Rote Shop vertickt auch andere Aufklebermotive von uns, reinschauen lohnt sich also auf alle Fälle. ;-)


Bild: Das Classic-Motiv unserer Kampagne… jetzt auch im Roten Shop!

Ludwigslust: Flublatt-Verteilaktion zum Tag der Befreiung

Seit Anfang März läuft die Kampagne „8. Mai 2013 – Wer nicht feiert, ist selber schuld!“, in deren Rahmen Flugblätter zum Tag der Befreiung in die Briefkästen der Menschen in MV verteilt werden. Vergangenes Wochenende steckten Aktivist_Innen in der Stadt Ludwigslust mehrere hundert Flugblätter.

Gegen mittag machten sich vergangenen Sonnabend eine Gruppe engagierter junger Menschen auf den Weg, die Ludwigsluster_Innen auf den anstehenden Jahrestag hinzuweisen. In zweier-Gruppen aufgeteilt ging es nach einer kurzen Besprechung los. Ohne viel Zeit zu verlieren, ging es dann auch schon los. Ein Briefkasten nach dem anderen wurde mit den handlichen Flugblättern bestückt.


Bild: Die verteilten Flugblätter in Ludwigslust.

Nach einer Weile fragte ein mittelalter Mann eine der jungen Personen: „Was habt ihr denn da?“. „Infos zum Tag der Befreiung“ kam die Antwort entschlossen zurück und schon bekam der Herr, der an der Gruppe offenbar zufällig vorbeikam, auch ein Flugblatt in die Hand. „Mhm“, war die erste skeptische Reaktion. Nach kurzem Überfliegen lächelte der Mann zufrieden und sagte „Gut, dass ihr soetwas verteilt. Find ich wirklich gut.“ Der Herr verabschiedete sich freundlich. Zufrieden über die positive Reaktion ging es für die jungen Antifaschist_Innen weiter.

In dem Flugblatt, das die Hintergründe und Ursachen des Zweiten Weltkrieges anreißt, heißt es unter anderem:

„Wenn die Mehr­heit der Deut­schen Hit­ler und das NS-​Re­gime nicht un­ter­stützt hätte, dann wäre es zum Aus­bruch des Zwei­ten Welt­krie­ges in der Form nie ge­kom­men. Eu­ro­pa wäre nicht in „ver­brann­te Erde“ ver­wan­delt wor­den und es hätte den Ho­lo­caust an den europäischen Juden nicht ge­ge­ben. Auch die Ver­trei­bun­gen sogenannter „Volksdeutscher“ in Folge der Ver­bre­chen der deut­schen Wehr­macht, der SS, der Ge­sta­po und anderer Mord-Kommandos hätte es nicht ge­ge­ben, ge­nau­so wenig, wie die Ver­ge­wal­ti­gung tau­sen­der Frau­en, nicht nur deut­scher. Deut­sche Städ­te, wie Dres­den, wären nicht von al­li­ier­ten Bom­bern zer­stört wor­den. Kein Haus wäre zer­stört wor­den, weder auf deut­scher, noch auf so­wje­ti­scher, noch auf ir­gend­ei­ner an­de­ren Seite. Mil­lio­nen Leben wären ver­schont ge­blie­ben!“

Nach wenigen Stunden waren die mitgebrachten Flyer allesamt verteilt. Am Nachmittag traf mensch sich am Platz des Friedens in der Stadt und machte sich auf den Rückweg. Auch in anderen Städten werden in den kommenden Wochen die Menschen mit Hilfe von Flugblättern auf den Tag der Befreiung 2013 aufmerksam gemacht.

Der gesamte Flugblatttext kann hier nachgelesen werden. Wenn ihr selber Flugblätter in eurer Region verteilen wollt, dann meldet euch bei uns per Mail.

Demmin: Wieder Nazischmiererein in der Stadt aufgetaucht

Über die Osterfeiertage versuchten die meisten Menschen sich vom Stress des Alltags zu erholen. Sie verbrachten Zeit mit den Liebsten, begingen die Feiertage religiös oder nutzten die Zeit für Entspannung.

In Demmin verbrachten einige Nazis die Ostertage offenbar auf andere Weise. Insgesamt wurden in der Stadt von Gründonnerstag bis Dienstag nach den Feiertagen etwa 30 Symbole mit verfassungsfeindlichem Inhalt an Fassaden und öffentliche Einrichtungen geschmiert. Hakenkereuze und Beleidigungen wurden genauso mit pinker und schwarzer Farbe gesprüht, wie der Zahlencode „88″ (die Ziffern stehen für den achten Buchstaben in Alphabet, „HH“ für „Heil Hitler“) und andere Symbole.

Die Graffitis wurden mittlerweie von der Stadt entfernt, es entstand ein Sachschaden von rund 500€. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu solchen Schmierereien. Zwar scheint die Stadt dem Problem mehr Aufmerksamkeit zu schenken, verhindern kann sie die Graffitis jedoch nicht.

In Demmin marschieren seit Jahren regelmäßig Nazis am 8. Mai durch die Stadt, um die Verbrechen des Faschismus zu relativieren. Auch vor dem Hintergrund der im September anstehenden Bundestagswahlen werden sich die Aktivitäten der Nazis in den kommenden Wochen und Monaten noch intensivieren.

Dokumentation „Der gelbe Stern – Die Verfolgungen im sogenannten dritten Reich“

Die Dokumentation unternimmt es, mit teilweise unveröffentlichtem Filmmaterial ein authentisches Bild jener Vorgänge zu zeichnen, deren letzte Station die Konzentrationslager waren. Warum konnte sich die antisemitische Organisation Hitlers so rasch mit den Vorurteilen vieler Millionen sich für deutsche haltende zu einem derartigen Verfolgungswahn verbinden?

Rede Otto Wels‘ gegen das Reichsermächtigungsgesetz vor 80 Jahren

Am 23. März 2013 jährte sich die Rede des SPD-Reichstagsabgeordneten Otto Wels gegen das nationalsozialistische Ermächtigungsgesetz zum 80. Mal. Otto Wels, ein PD-Reichstagsabgeordneter, hielt am 23. März 1933 in der letzten freien Reichstagssitzung in der Berliner Krolloper eine Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der Faschisten. Die damalige SPD und KPD waren die einzigen Parteien, die sich gegen die Machtübergabe an die NSDAP stellten, dennoch lässt die Rede tief blicken in die Programmatik der Sozialdemokratie. Der folgende Redeauszug ist leider nur ein Teil, vermittelt trotzdem einen Einblick in die Situation im März 1933.

Tag der Befreiung 2013: Neues Material ist da!

Vor knapp zwei Wochen haben wir unsere Kampagne zum Tag der Befreiung 2013 begonnen und euch unter anderem unser Material vorgestellt. Während einige Sachen schon fast vergriffen sind und wir die nächsten Tage neue Auflagen drucken lassen werden, können wir euch jetzt auch unseren Soli-Button zur Kampagne vorstellen.


Bild: Die neuen Button sind da :-)

Der klassische Button wird demnächst unter anderem im K.u.T. Gadebusch, im Bunten Q Schwerin, beim Aktionsbündnis „8. Mai Demmin“ sowie bei unseren Infoständen bekommen.

Übrigens: demnächst könnt ihr unsere Kampagnenaufkleber auch im Internet beim Roten Shop bestellen.

Demmin: Hakenkreuz an Grundschule aufgetaucht

In der Nacht zum 6. März malten noch Unbekannte ein ca. 70 mal 70 Zentimeter großes Hakenkreuz an die Fassade der Grundschule Heinrich Zille. Das verfassungsfeindliche Symbol wurde mit schwarzer Farbe auf die Rückseite der Schule aufgetragen.

Immer wieder tauchen in Mecklenburg-Vorpommern Hakenkreuze und andere faschistische Symbole an Häuserwänden, Müllcontainern und anderen Fassaden auf. Zwar hatte die neofaschistische Szene in der Peenestadt über die Wintermonate kaum von sich reden gemacht, doch der am 8. Mai in der Stadt anstehende Naziaufmarsch und die im September stattfindenden Bundestagswahlen dürften die Nazis vor Ort langsam aus dem Winterschlaf kommen lassen.

Das Bündnis Demmin nazifrei kommentierte den Vorfall unter anderem wie folgt: „Der 8. Mai rückt näher und bis dahin werden sie wohl noch mehr stinkende Duftmarken loswerden wollen, auch wenn sie wie diesmal nicht lange Bestand haben werden. Demmin braucht keine FaschistInnen, auch nicht nachts!“

Tag der Befreiung 2013: Wie könnt ihr uns unterstützen?

Wie im vergangenem Jahr feiern wir auch 2013 gemeinsam mit euch den Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus, vom Ende des Massenmordes an den europäischen Juden und zig Millionen anderer unschuldiger Menschen. Damit wir auch im letzten Winkel MVs feiern können, seid ihr gefragt. Unterstützt unsere Kampagne. Einige Möglichkeiten haben wir euch hier aufgelistet, eurer Kreativität soll damit aber keine Grenzen gesetzt werden!


Bild: Materialauswahl zur Kampagne

Material bestellen
Auch in diesem Jahr haben wir wieder verschiedenes Material für euch drucken lassen. Zwei Flugblätter sowie eine Broschüre über das Ende des Krieges auf dem Gebiet des heutigen MV, könnt ihr genauso bestellen, wie Plakate, Aufkleber und Soli-Button. Schreibt einfach eine Mail an infonordost[ätt]gmx.de und sagt uns, wie viel und wohin ihr das Material haben wollt.

Flugblätter verteilen
Wir verteilen die kommenden Wochen zehntausende Flugblätter zum Tag der Befreiung in die Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns. Wollt ihr uns unterstützen? Dann schreibt uns ebenfalls eine Mail, sagt uns wo und wie viele Flyer ihr verteilen wollt und wir schicken euch ein Paket zu.

Verlinkt uns
Verlinkt uns mit einem unserer Banner auf euren Blogs, Homepages etc. oder teilt unsere Seite auf diversen Social Networks

Spenden
Material und selbst das Porto kosten Geld. Wenn ihr uns mit einer kleineren oder größeren Spende helfen wollt, schreibt uns ebenfalls eine Mail an infonordost[ätt]gmx.de und wir schicken euch die Kontoverbindung.

Mehr Informationen zur Kampagne findet ihr unter ino.blogsport.de/befreiung/ oder auf Facebook unter facebook.com/TagDerBefreiung.

Pressemitteilung: Infoportal Nordost startet Kampagne zum „Tag der Befreiung“

Am vierten März startet das Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Kampagne „8. Mai 2013 – Nur Verlierer feiern nicht!“. Das Internet Projekt informiert seit Februar 2012 regelmäßig über Aktivitäten der rechtsradikalen Szene und den zivilgesellschaftlichen Widerstand.

Bis zum 8. Mai, dem Jahresstag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, werden in Mecklenburg-Vorpommern zehntausende Flugblätter mit Hilfe vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger an die Haushalte verteilt, um an dieses historische Datum zu erinnern. Zusätzlich veröffentlicht die Initiative eine Broschüre über die Geschenisse Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Gebiet des heutigen MV.

Janin Krude, Sprecherin des Infoportals erklärt dazu: „Unser Anliegen ist es besonders Jugendliche für die Verbrechen des historischen Faschismus zu sensibilisieren und damit auf Gefahren der „neuen“ Nazis aufmerksam zu machen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind uns unserer Gesellschaft immernoch bittere Realität. MV ist eines von zwei Bundesländern, in denen die rechtsradikale NPD im Landtag sitzt. Aufklärung ist offensichtlich besonders hier notwendig.“

Neofaschisten marschieren seit Jahren am 8. Mai durch die Peenestadt Demmin, um die Besetzung der Stadt im April 1945 durch die Rote Armee historisch zu verzerren und für ihre menschenverachtende Ideologie zu vereinnahmen.

Zum Hintergrund:
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht und damit defacto Hitler-Deutschland bedingungslos. Über 60 Millionen Menschenleben kostete der 1939 von Deutschland aus entfesselte Krieg. Im Schatten des Krieges bauten die Nazis ein Netzwerk von Konzentrationslagern auf, in denen Menschen die nicht in ihre „Volksgemeinschaft“ passten, unter menschenverachtenden Bedingungen für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten mussten oder qualvoll ermordet wurden. Auch in MV gab es mehrere KZ-Außenlager.

Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie im Internet unter ino.blogsport.de/befreiung/ oder auf Facebook unter facebook.com/TagDerBefreiung

Kontakt: infonordost[ätt]gmx.de

Aufruf: „Der 8. Mai 2013 – Wer nicht feiert, ist selber schuld!“

Start der Kampagne „8. Mai 2013 – Wer nicht feiert, ist selber schuld!“

Der 8. Mai 2013 stellt den 68. Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit defacto Nazi-Deutschlands dar. Nach sechs langen Jahren des Krieges war ein Morden beendet, wie es so noch nie in der menschlichen Geschichte vorgekommen ist. Weit über 60 Millionen Menschen starben in Europa, darunter sechs Millionen Jüd_Innen, die mit menschenverachtender Grausamkeit ermordet wurden.

Mit den Entnazifizierungsgesetzen wollten die Alliierten nach der Befreiung der Konzentrationslager und Besetzung deutscher Städte den faschistischen Ungeist aus den Köpfen der Deutschen verbannen und mit ihm den deutschen Militarismus. Beide Ziele wurden im Kontext des Kalten Krieges nicht erreicht.

Viele ehemalige NSDAP-Kader konnten in der Bundesrepublik eine neue Karriere machen. Sie wurden Richter, Staatsanwälte, Abgeordnete in Parlamenten, Bundesminister oder sogar Bundeskanzler. Die noch nicht weit entfernte Vergangenheit interessierte die westdeutsche Bevölkerung nur abstrakt, solange die Verbrecher nicht in der eigenen Familie oder im eigenen Freundeskreis zu finden waren.

Auch in Ostdeutschland war die Bewältigung der Verbrechen der Nazis nicht immer einfach. Zwar wurden Nazi-Kader in der späteren Deutschen Demokratischen Republik in der Regel bestraft statt hofiert, dennoch konnten Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – wie im westlichen Teil Deutschlands – offenbar nicht aus den Köpfen der Menschen verbannt werden. Die 1947 gegründete Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) wurde wie in der Bundesrepublik drangsaliert und schließlich sogar aufgelöst.

Kurz nach der „Wiedervereinigung“ brannten in vielen ostdeutschen Städten Flüchtlingsheime, wurden Flüchtlinge verfolgt und angegriffen. Hoyerswerda, Mölln, Solingen und nicht zuletzt Rostock/Lichtenhagen wurden zu Synonymen für das wiedervereinigte Deutschland in Europa und der Welt.

Menschenverachtende Ideologien fanden nach der Niederringung des Dritten Reiches keineswegs ein Ende. Bereits in den 1960ern gründete sich in der Bundesrepublik die NPD, die bis in die Gegenwart eine der wichtigsten Organisationen der neofaschistischen Szene in Deutschland spielt.

2012 wurde die rechtradikale Partei zum zweiten Mal in Folge in den Schweriner Landtag gewählt. Mecklenburg-Vorpommern stellt zusammen mit Sachsen eine Hochburg der Neonazis dar. In MV agieren sogenannte „Freien Kameradschaften“ und die NPD eng zusammen. Gerade in Vorpommern breiten sich rechte Einstellungen in einem rasanten Tempo aus. In manchen Ortschaften konnten Nazis wieder eine Hegemonie aufbauen. Der Ort Jameln ist mittlerweile ausschließlich von Neofaschist_Innen bewohnt. Auch rechte Aufmärsche gehören in vielen Teilen M-Vs zum Alltag.

Zunehmend wird der 8. Mai als „Tag der Befreiung“ in Frage gestellt. Gezielt versuchen Nazis die Verbrechen der Wehrmacht, der SS, der Gestapo und anderer Mordtrupps zu relativieren und den Vormarsch der in Mecklenburg und Vorpommern vorrückenden Roten Armee zu stigmatisieren.

Lassen wir rassistische Hetze und Geschichtsverfälschung nicht unwidersprochen stehen! Der industriell geplante und durchgeführte Massenmord an den europäischen Jüd_Innen darf genauso wenig vergessen werden, wie die Gräuln und das unendliche Leid des Krieges, die es ohne die deutschen Weltmachtspläne – nicht nur Hitlers – nicht gegeben hätte. Zeigen wir den Nazis, dass sie nicht alleine sind! Weder in Mecklenburg-Vorpommern, noch sonstwo!

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus!

Wer nicht feiert, ist selber schuld!

Mehr Informationen gibt es unter ino.blogsport.de/Befreiung/

Demmin: „Die Revolution konnte bis jetzt den Diktator loswerden, aber nicht die Diktatur“

„Wie können wir den Menschen in Ägypten bei ihrem Kampf gegen Unterdrückung helfen?“ war eine der Fragen am Ende der Veranstaltung am 19.2. mit Maikel Nabil Sanad in Demmin, organisiert vom Aktionsbündnis 8. Mai.
Eine erste Forderung ist, keine Waffen in die Region zu liefern, also auch keine Militärboote nach Saudi-Arabien, keine Finanzierung des Militärapparates und keine andere Arten der Unterstützung des diktatorischen Regimes in Ägypten.
Da Gewerkschafter_Innen die Peenewerften retten wollen und sich über jeden Auftrag freuen, berühren sich hier die Aktivität des Aktionsbündnisses 8. Mai mit der Aktivität der Gewerkschafter_Innen, die bei den Protesten gegen die Nazis mit dabei sind.

Die Inhalte des Vortrags selbst können gut auf den Seiten der War Resisters International nachgelesen werden.

In der Diskussion danach kam die gleichberechtigte Rolle der Frauen während der Proteste (viele Initiativen wurde von Frauen gestartet) zur Sprache. Die Akivistinnen werden unter anderem von verschiedene religiöse Gruppen aber auch durch den Staatsapparat dadurch bekämpft, dass Männer geschickt werden um sie auf dem Tahrir-Platz zu vergewaltigen.

Maikel Nabil Sanad studiert seit kurzem in Erfurt und fühlt sich derzeit in Deutschland wohler als in Ägypten, auch weil ihm hier keine Verfolgung droht wie in Ägypten, wo er jederzeit wieder in Knast landen könnte. Trotzdem will er nach dem Studium wieder zurück und sich weiter für den Frieden engagieren, bis dahin seine Kriegsdienstverweigerer-Organisation weiter aufbauen.
Eine anregende Diskussion über die anzustrebende Gesellschaftsform litt an sprachlichen Barrieren und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Klar wurde, dass in Deutschland nicht alles so frei und toll ist, wie es von außen scheint, die Freiheit in einer parlamentarischen Demokratie auch begrenzt ist.
In Ägypten selbst gibt es auch viele Diskussionen darüber wie es weitergeht, welche an verschiedenen Stellen gut nachzulesen ist.

Jedenfalls war es eine interessante Veranstaltung die Lust auf mehr Diskussion geweckt hat.

Übernommen mit freundlicher Genehmigung des Bündnisses Demmin nazifrei.

Demmin: Veranstaltung „Das Geheimnis unserer Großmütter“ am 12.01.13

Gespräch mit Svenja Eichhorn, Autorin des Buches „Das Geheimnis unserer Großmütter“

Svenja Eichhorn ist Dipl.-Psychologin und hat mit Frauen gesprochen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges Opfer von Vergewaltigungen wurden. Sie hat festgehalten, was die Frauen ihr erzählt haben und – als Psychologin – nach den späten Folgen solcher Kriegserfahrungen gefragt. Ihre Untersuchung ist 2011 unter dem Titel „Das Geheimnis unserer Großmütter. Eine empirische Studie über sexualisierte Kriegsgewalt um 1945“ erschienen (Koautor Philipp Kuwert). Sie führte sie als Diplomandin am Institut für Psychologie der Universität Greifswald durch und arbeitet heute als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universität Leipzig.

Auf der Veranstaltung des Museums wird Svenja Eichhorn von den Eindrücken erzählen, die die Interviews mit den Frauen bei ihr hinterlassen haben und über die Ergebnisse ihrer Studie sprechen.

Los geht´s am 12. Januar 2013 ab 10Uhr30 im ehemaligen „Blumenladen“ (Hanseufer 2)

Mehr Infos: demminnazifrei.blogsport.de




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