Archiv der Kategorie '8. Mai 2016 - Tag der Befreiung vom dt. Faschismus!'

EILMELDUNG: „Patrioten Rostock“ marschieren HEUTE vor geschlossener Begegnungsstätte in Rostock Groß-Klein

++ Nazis kündigen erneuten Aufmarsch im Rostocker Stadtteil Groß-Klein +++ Rassist*innen wollen sich in der Nähe der ehemaligen Begegnungsstätte für Geflüchtete treffen +++ keinen Fußbreit den Faschist*innen +

Von Julian Feller und Marko Neumann

Es war ein kurzer Aufruf, der auf der Facebook Seite der neofaschistischen Facebook Gruppierung „Patrioten Rostock“ erschien. Heute ab 19 Uhr wollen sich die Rassist*innen im Rostocker Stadtteil Groß-Klein im Schiffbauerring treffen und wieder gegen Geflüchtete hetzen und pöbeln. Der Grund: angebliche sexuelle Übergriffe, von denen zur Zeit aber außer den besorgten Nazibürgern vor Ort niemand weiß.


Bild: Staat. Kapital. Nation. Scheiße. – Demonstration gegen nationalistische Hetze.

Erst vor wenigen Wochen musste der Rostocker Sozialsenator dort untergebrachte „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, wie es im Bürokratendeutsch heißt, dort evakuieren lassen, nachdem die Polizei den Schutz der dortigen Begegnungsstätte, in der sich die Geflüchteten aufhielten, nicht mehr garantieren wollte.

Lassen wir dem braunen Mob nicht die Straße! Rostock bleibt nazifrei! Wir sehen uns in Groß-Klein!

#Update: Presseschau zum Naziaufmarsch am Tag der Befreiung in Demmin

+ Pressemitteilungen, Videos, Berichte & Fotos +++ Presseschau zum Naziaufmarsch in Demmin +++8. Mai: Tag der Befreiung! ++

Von Marko Neumann

230 gezählte Nazis marschierten vergangenen Sonntag durch Demmin. Verschiedene Bündnisse, Parteien und Initiativen mobilisierten gegen den geschichtsrevisionistischen Aufzug. Eine Presseschau.

Demmin nazifrei: Entschlossen gegen den rechten Spuk [09.05.16]

Infoportal Nordost: Polizei ermöglicht Naziaufmarsch am Tag der Befreiung in Demmin [09.05.16]

Webmoritz: Nachbericht zum 8. Mai Demmin [09.05.16]

Greifswald nazifrei: Pressemitteilung – breite Proteste gegen den faschistischen Trauermarsch [09.05.16]

NDR: Demminer wehren sich gegen NPD-Fackelzug [09.05.16]

AST Recherchegruppe: Ehrendienst in Demmin [10.05.16]

Kritische Uni Rostock: Ein Opfermythos der Straße und der Wissenschaft [10.05.16]

AKJ Greifswald: Massiver Polizeieinsatz behindert Proteste gegen Naziaufmarsch in Demmin [10.05.16]

Nordkurier: Linke kritisiert ängstliche Stadt – Ritter fordert Verbot der NPD-Demo in Demmin [10.05.16]

Sören Kohlhuber: Fotos vom Fackelmarsch in Demmin 2016 [10.05.16]

Nordkurier: Protest gegen NPD-Aufmarsch – Sex-Puppen in der Peene [11.05.16]


Bild: Demonstration „Nicht lange fackeln“ am 08. Mai in Demmin. (Foto einebunden über webmoritz.de)

Polizei ermöglicht Naziaufmarsch am Tag der Befreiung in Demmin

+ 230 Nazis beim Fackelmarsch am Tag der Befreiung in Demmin +++ Polizei ermöglicht Neofaschist*innen geschichtsrevi-sionistischen Aufmarsch +++ über 500 Menschen beteiligten sich an Gegenprotesten ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Über 350 Menschen nahmen an der Antifa-Demo „Nicht lange fackeln“ teil, mehrere hundert weitere Demonstrant*innen beteiligten sich an verschiedenen Mahnwachen. Dem gegenüber standen weniger als 230 Nazis, die sich in der Stadt versammelten, um durch Demmin zu marschieren. Obwohl die Nazis nicht nur aus M-V, sondern auch aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Hamburg und Brandenburg kamen, blieb die Zahl der Teilnehmer*innen hinter denen der vergangenen Jahre deutlich zurück.


Bild: Die Demonstration des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin dieses Jahr. (Foto eingebunden über demminnazifrei.blogsport.de)

Laut Demmin nazifrei beteiligten sich über 500 Menschen an den Gegenprotesten. Mit Polizei war mit einem Großaufgebot von 700 Beamt*innen im Einsatz, darunter die berüchtigte BFE-Einheit. Caffiers Prügelgarde machte ihrem Ruf auch dieses Mal alle Ehre.

** Polizei macht Nazis den Weg frei *** Angriffe auf Antifaschist*innen und Fotografen *
Wieder einmal hat die Polizei den Nazis in Demmin den Weg frei geprügelt. Bereits im Voraus der Proteste kam es zu Polizeikontrollen. Ein Bus aus Rostock, in dem sich Antifaschist*innen befanden, wurde von der Polizei angehalten und kontrolliert.
Im Laufe des Abends wurden Fotograf*innen und Journalist*innen durch die Polizei immer wieder bei der Ausübung ihrer Arbeit gehindert. Zeitweise wurden Fotograf*innen abgedrängt und vollständig gefilmt. Ein Fotograf wurde durch die Polizei festgesetzt, nachdem dieser angeblich Portraitaufnahmen von vermummten BFE-Polizist*innen gemacht haben soll.
Blockadeversuche am Luisenplatz und in der Marienstraße wurden nach kurzer Zeit mit einem massiven Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken geräumt. Auch Hunde kamen teilweise zum Einsatz. Am Luisenplatz wurden Sanitäter*innen nicht zu den Eingekesselten durchgelassen. Die am Schwedenwall eingekesselten Antifaschist*innen wurden durchsucht und lange festgehalten. Auch das Friedensfest am Hafen blieb von polizeilichen Greiftrupps nicht verschont. Auch hier kam es zu Angriffen mit Pfefferspray und Knüppeln seitens der BFE-Einheiten.

Neue Taktik im Umgang mit Antifaschist*innen. Gegendemon-strant*innen werden nicht mehr festgenommen, sondern kurzfristig festgesetzt und die Personalien festgestellt. Wohl wissend, dass die meisten Anzeigen gegen Demonstrierende im Nachgang eingestellt werden, begnügten sich die Beamt*innen dieses Mal mit der Vervollständigung der Namens- und Adresslisten ihrer vermeintlichen politischen Gegner*innen und machten dabei auch vor offiziellen Medienvertreter*innen nicht halt.

Die Polizei Mecklenburgische Seenplatte teilte zu Beginn des Abends über Twitter mit, Partner der Gegendemonstrant*innen zu sein. Die Prügelexzesse der eingesetzten Einheiten und ein freundlicher Plausch mit dem bundesweit bekannten Nazikader Sven Krüger an einer Shell Tankstelle machten jedoch deutlich, wem die partnerschaftlichen Gefühle an diesem Tag tatsächlich gehörte.

** Der Fackelmarsch der Nazis: Ein Trauerspiel *
Mit 230 gezählten Teilnehmer*innen war der Aufzug der Nazis kleiner als in den vergangene Jahren. Obwohl die Polizei dem rechten Aufmarsch den Weg freiräumte wirkten die Nazis nicht sehr motiviert. Lustlos warfen sie ihren Kranz am Hafen in die Peene, der schließlich von mehreren Gummipuppen im Fluss begleitet wurde, und hörten sich zwei kurze Reden, darunter eine des noch NPD-Landtagsabgeordneten David Petereit an. Anschließend beendeten sie ihr braunes Spektakel.

* Was von Demmin bleibt **
Wieder einmal wurde der legitime demokratische Protest gegen einen Naziaufmarsch durch die Polizei unterdrückt. Das aggressive Auftreten von Einheiten der eingesetzten Polizei, nicht nur der BFE-Einheit, zeigen deutlich welcher Geist bei weiten Teilen der Polizei herrscht.
Lustlose Redebeiträge, der anschließende schnelle Rückweg der Nazis von ihrer Kundgebung und deutlich gelangweilte Gesichter der Ewiggestrigen zeigten deutlich, wie wenig Lust die eigene Anhänger*innenschaft auf diesen Pflichttermin in Demmin hatte.
Die Konsequenz aus dem leisen Desinteresse der Nazis und der nervösen Aggression der Polizei ist die Fortsetzung und Verstärkung des legitimen Protestes gegen den Naziaufmarsch. Auch wenn die Nazis nicht wirkungsvoll blockiert werden konnten, scheint die Stimmung langsam zu Gunsten der Antifaschist*innen zu kippen. Wieder einmal heißt es also: nach Demmin ist vor Demmin. Wir sehen uns 2017 zum Tag der Befreiung!

Letzte Infos zum Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin

Am 8. Mai wollen Nazis erneut durch Demmin marschieren. Hier die letzten Infos für die Gegenproteste am Sonntag.

Infotelefon, EA-Nummer & Twitter-Kanäle
Infotelefon ab dem 8. Mai 15 Uhr: 0160-62 080 18
Ermittlungsausschuss: 0157 337 30 212
Twitter-Hashtag: #8mDM
Ticker: www.aktionsticker.org & twitter.com/demminnazifrei
Antifa-Ticker: twitter.com/nonazisdm


Bild: Nicht nur in Demmin gilt: „Kein Kiez für Nazis!“

Kundgebungen & Demos
Die Friedensdemonstration beginnt um 17 Uhr 15 am Marktplatz. Die Antifademo startet um 17 Uhr am Bahnhof. Verschiedene Gruppen und Organisationen haben ab 18 Uhr Mahnwachen angemeldet. Für die konkreten Orte druckt euch im Voraus die Aktionskarte aus.
Die Nazis haben ihren Treffpunkt um 19 Uhr am Parkplatz vom Stadion. Ziel des Naziaufmarsches ist wie in den letzten Jahren die Kundgebung im Hafen, um dort ihren „Gedenkkranz“ in die Peene zu werfen. Die genaue Nazi-Route ist nicht bekannt und wird vermutlich auch nicht bekannt gegeben.
Für alle Aktionen des Bündnisses Demmin nazifrei gilt der Brölliner Aktionskonsens.

Wir sehen uns in Demmin!

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Am 8. Mai nach Demmin! Geschichtsverdrehung und Menschenverachtung entgegentreten!

08. Mai 2016 in Demmin! Nicht Lange Fackeln!
Geschichtsverdrehung und Menschenverachtung entgegentreten!

Aufruf der Antifa Defiant Greifswald gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai 2016 in Demmin

Der 08.Mai 2016 ist der 71. Jahrestag der Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands, Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus sowie Endes des durch Deutschland ausgelösten 2. Weltkrieges. Auch in diesem Jahr werden Neonazis in der vorpommerschen Kleinstadt Demmin einen Fackelmarsch durchführen. Dieser soll an die deutschen Opfer, die in den Tagen der Befreiung durch die Rote Armee in Demmin zu beklagen waren, erinnern. Dabei werden, wie jedes Jahr, die Ursachen für den Tod dieser Menschen ausgeblendet: Die Angriffskriege Deutschlands auf seine Nachbarn und ganz Europa sowie die Vernichtungspolitik gegen alle, die von den Nationalsozialisten zu „Untermenschen“ erklärt wurden. So wird lediglich ein Ausschnitt dieses Krieges, der Einmarsch der alliierten Streitkräfte und die anschließende Kapitulation Deutschlands, betrachtet und unter völliger Missachtung sämtlicher Hintergründe die zu dieser Situation führten, Deutschland zum Opfer des Krieges umgedeutet.

Auch am 8. Mai 2016 werden die marschierenden Neonazis sich nicht entblöden, das Leid der deutschen Bevölkerung und die Vertreibung aus den Ostgebieten als Konsequenz des Krieges anzuprangern. Sie weisen damit auf die große Anzahl deutscher Flüchtlinge hin, die das Ende des 2. Weltkrieges mit sich brachte. Gleichzeitig hetzen die gleichen Leute derzeit permanent gegen geflüchtete Menschen aus aller Welt, die in Europa und Deutschland vor Krieg und Elend Schutz suchen. In diesem Verhalten zeigt sich, dass ihnen Leid und Vertreibung vollkommen egal sind, solange es nicht Deutsche trifft. Wer jedoch wirklich gegen Krieg und seine Folgen eintreten will, der muss solidarisch mit allen sein, die davon betroffen sind, egal woher sie kommen, und Möglichkeiten der Zuflucht schaffen. Die Europäische Union hebt sich mit ihrer menschenverachtenden Abschottungspolitik derzeit nicht wirklich von rechtsradikalen Forderungen ab.

Wir werden am 8. Mai in Demmin auch dafür auf die Straße gehen, den alles nur verschlimmernden, menschenverachtenden Denkmustern, die derzeit Europa zu bestimmen scheinen und an diesem Tag zur Schau getragen werden sollen, eine wirkliche Alternative entgegenzusetzen: Das solidarische Handeln mit allen Menschen weltweit, die von Ausbeutung, Krieg, Hunger etc. betroffen sind.

Kommt daher mit uns am 8. Mai nach Demmin und zeigt euren Protest gegen Geschichtsverdrehung und die wahren Ursachen von Krieg und Vertreibung: menschenfeindliche Einstellungen, Nationalismus und Rassismus.

Nicht lange Fackeln! Solidarität leben! Nazis und Rassist*innen stoppen!

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Werner Knapp: „Hurra, wir leben noch!“

Werner Knapp ist Jahrgang 1921 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“.

Den 8. Mai 1945 erlebte ich als Angehöriger eines tschechoslowakischen Panzerregiments bei der zur Festung erklärten Stadt Dünkirchen. Tausende Wehrmachtsangehörige der 226. Granatwerferdivision, SS-Einheiten und Soldaten anderer Waffengattungen hatten sich dorthin geflüchtet. Noch wenige Tage vor Kriegsende war es ein letztes Mal zu heftigen Gefechten gekommen. Obwohl nach den Siegen der Roten Armee bei Stalingrad, Kursk und ihres siegreichen Vormarsches sowie des von den Alliierten eingenommenen Paris und weiteren Vorrückens an der 2. Front, die Niederlage des faschistischen Deutschlands besiegelt war, versuchten die Eingeschlossenen noch am 10. April 1945, unterstützt von schwerem Artilleriebeschuss und Flammenwerfern, von uns eingenommene Objekte zurückzuerobern. Sechs Tage dauerten die für beide Seiten verlustreichen Kämpfe, als sich die Angreifer auf ihre Ausgangspositionen zurückziehen mussten. Die Nachricht über die bedingungslose Kapitulation des faschistischen Deutschlands löste dann bei uns allen unbeschreiblichen Jubel aus, der sich mit der Begeisterung der örtlichen Bevölkerung (Bourbourg) verband. Neben der Genugtuung über den Sieg des antifaschistisch-demokratischen Anliegens der Völker war es die Freude darüber, diesen Krieg trotz vieler schlechter Erlebnisse überlebt zu haben.
In die Tschechoslowakei zurückgekehrt, stellte ein Erlass der Regierung allen Kriegsteilnehmern frei, sich demobilisieren zu lassen. Viele, mit denen man durch die Kriegstage eng verbunden war, verließen die Einheit und drängten nach den Jahren der Trennung zurück zu ihren Familien. Für lange Abschiedszeremonien gönnte man sich nur wenig Zeit. Auch in der Tschechoslowakei überschlugen sich die Ereignisse. Mein Ausscheiden aus der Armee war vor allem von den Erwartungen an eine ungewisse Zukunft in Deutschland bestimmt. Ohne falsche Illusionen kehrte ich nach Erledigung aller Formalitäten der Demobilisierung im Dezember 1945 in die damalige sowjetische Besatzungszone zurück, um mich, wie andere auch, in den Aufbau eines neuen antifaschistisch-demokratischen Deutschlands einzureihen. Meine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 bleiben eng verknüpft mit den vorangegangenen Jahren der Emigration und des Krieges.

Demmin? Nazifrei! – Bustickets für den Tag der Befreiung in Demmin sichern!

+ Parteien, Verbände und Initiativen organisieren Busse am 8. Mai nach Demmin +++ Busse aus Rostock, Neubrandenburg, Greifswald, Rügen, Stralsund, Grimmen & Hamburg +++ Jetzt Tickets sichern! – Demmin wird nazifrei! ++

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Am Tag der Befreiung wollen Nazis wie in den vergangenen Jahren durch Demmin marschieren. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin organisiert gemeinsam mit anderen Initiativen und Organisationen die Proteste gegen den Aufmarsch. In verschiedenen Städten werden Busse organisiert, um eine gemeinsame Anreise zu ermöglichen.

Rostock. Das Bündnis Rostock Nazifrei organisiert Busse von Rostock nach Demmin. Tickets gibt es am Mittwoch, dem 4. Mai, bis 15 Uhr im Freigarten und ab 18Uhr im Cafe Median und am Donnerstagabend beim Poldo im Peter-Weiss-Haus

Neubrandenburg. Die der Bündnisgrüne Kreisverband Seenplatte organisiert aus Neubrandenburg Busse. Abfahrt ist 15 Uhr am ZOB. Die Rückfahrt von Demmin ist für 24 Uhr bzw. nach Ende der Veranstaltungen vorgesehen. Die Fahrtkosten betragen 5,- € Spende pro Person hin und zurück. Anmeldungen bitte an info[ätt]gruene-seenplatte.de oder unter Telefon 0395-5638893. Zusätzlich gibt es einen Ticket-Vorverkauf am Mittwoch, den 4. Mai ab 18 Uhr im AJZ Neubrandenburg (Seestraße 12)!

Greifswald. Das Bündnis Greifswald Nazifrei mobilisiert ebenfalls nach Demmin. In Greifswald gibt es ab sofort im IkuWo die Möglichkeit. Für 5-10 € Soli sichert ihr euch einen Platz nach.

Rügen, Stralsund & Grimmen. Der bündnisgrüne Kreisverband Vorpommern-Rügen organisiert mit weiteren Initiativen und Organisationen eine gemeinsame Anreise nach Demmin. Wer sich also am 8. Mai aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen an den Protesten gegen den Aufmarsch ewig Gestrigen beteiligen will, der ist für Hin- und Rückfahrt mit 5 Euro dabei (Solipreis 10 Euro).
Abfahrtszeiten:
15:00 Uhr Gustow auf Rügen, Bushaltestelle an der Kirche
15:30 Uhr Stralsund, Busbahnhof
16:15 Uhr Grimmen, Bushaltestelle am Bahnhof
17:00 Uhr Ankunft Demmin

Die gemeinsame Rückfahrt findet nach Abschluss aller Gegenproteste statt.
Bitte meldet Euch an unter regionalbuero[.ätt]gruene-vorpommern-ruegen.de

Hamburg. Die Initiative HH goes MV organisiert ebenfalls eine gemeinsame Busanreise Treffpunkt in Hamburg ist 13 Uhr S-Sternschanze. Tickets gibts für 10 € am Bus, im Infoladen Schwarzmarkt oder der Schanzenbuchhandlung.

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Wer oder was war der „Reichsnährstand“ im Dritten Reich?

Der „Reichsnährstand“ war eine wichtige Instanz zur Sicherung der Macht der Nazis im Bereich der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung im Dritten Reich. Grundlage dieses Textes ist der Beitrag „Reichsnährstand“ von Wolfgang Benz aus dem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen – Das Dritte Reich.

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Die Erinnerung an die britische Seeblockade während des Ersten Weltkriegs, die damit einher gegangene Hungersnot und die daraus entstandene Kriegsmüdigkeit der Deutschen hatten weder Adolf Hitler noch seine Paladine vergessen. Um so entschlossener war die Nazi-Führung, den Kampf an der „Heimatfront“ in dem bereits geplanten neuen Krieg nicht zu verlieren.

Der „Reichsnährstand“ war die Organisation zur Durchsetzung nationalsozialistischer Agrarpolitik und zur Lenkung der Ernährungswirtschaft im Dritten Reich. Er ist ein Musterbeispiel für die Eroberung und Festigung der Macht durch die Nazis auf einem zentralen Feld von Wirtschaft und Gesellschaft, zugleich für die Gleichschaltung von Organisationen, die Verflechtung von Staats- und Parteiinteressen und nationalsozialistischer Personalpolitik.

Der Reichsnährstand als Zwangsorganisation, am 13. September 1933 gegründet, vereinigte alle an der Erzeugung, Verarbeitung und Verteilung landwirtschaftlicher Produkte beteiligten Personen. Die als Selbstverwaltungskörperschaft deklarierte Organisation, in der u.a. alle landwirtschaftlichen Betriebe erfasst waren, hatte Mitte der dreißiger Jahre ca. 17 Millionen Mitglieder. Der Reichsnährstand agierte unter ideologischen, ökonomischen und folkloristischen Gesichtspunkten als Element berufsständischer Gesellschaftsordnung.

Idee und Gestalt des Reichsnährstandes waren eng mit der Person Richard Walther Darrés verbunden. Geboren 1895 in Argentinien in einer deutsch-argentinischen Handelsfamilie, hatte er Kolonial- und Landwirtschaft studiert, war mit Schriften wie „Das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse“ (1929) und „Neuadel aus Blut und Boden“ (1930) hervorgetreten. 1930 wurde er Leiter des „Agrarpolitischen Apparats“ der NSDAP und 1931 gleichzeitig als Chef des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS Chefideologie der Partei auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft und des Siedlungswesens. Es gelang ihm rasch, die Agrarverbände, die teilweise schon Ende der zwanziger Jahre von Nationalsozialisten durchdrungen waren, die Bauernvereine und den Reichslandbund zu vereinigen, im April 1933 auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften und schließlich die Landwirtschaftskammern gleichzuschalten.

Am 4. April 1933 zum „Reichsbauernführer“ ernannt, der Hitler unmittelbar verantwortlich war (und damit einen neuen Typ einer obersten Reichsbehörde neben den klassischen Ressorts verkörperte) wurde Darré im Juni 1933 auch Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. An der Spitze des Reichsnährstands stand der Reichbauernführer. Darré standen ab September 1933 zwei Instanzenkomplexe zur Verfügung, einmal als Reichsminister die staatlichen Behörden, zum anderen als Chef des Reichsnährstandes die Landes-, Kreis- und Ortsbauernführer. Ziel des Reichsnährstandes war die Lenkung und Kontrolle der Erzeugung, die Regulierung des Marktes und der Preise, aber auch die ideologische und kulturelle Betreuung der Mitglieder. Höhepunkt dieser Aktivitäten ländlicher Brauchtumspflege (Pflege der Agrarromantik durch Förderung von Volkstanz, Tracht, Sonnwendfeiern, Heimatdichtung etc.) war das zentrale Erntedankfest am Sonntag nach Michaelis auf dem Bückeberg bei Hameln. 1937 nahmen 1,5 Millionen Menschen an diesem Ereignis teil, als Hitler auf dem „Weg durch das Volk“ zum Erntealtar auf der Bergkuppel schritt, um die Erntekrone vom Bauernstand im Namen der Nation entgegen zunehmen.

Der Blut-und-Boden-Theoretiker Darré wurde, weil er die Ernährungsprobleme nach Kriegsausbruch nicht in den Griff bekam und weil seine Vorstellungen schon zuvor mit den Kriegsvorbereitungen von Görings Vierjahresplanverwaltung kollidierten, schrittweise entmachtet. Schon im Herbst 1938 verlor er die Leitung des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS, als Reichsminister trat er mehr und mehr in den Hintergrund, bis er auf Anordnung Hitlers am 16. Mai 1942 beurlaubt wurde. Sein Staatssekretär Backe wurde Nachfolger als Reichsbauernführer und Chef des Reichsnährstandes.

Die Bürokratie dieser Mammutorganisation überdauerte in Teilen das Ende des Dritten Reiches. Weil man glaubte, auf das System der Oberbauernführer bei der Verwaltung des Mangels in den ersten Besatzungsjahren noch angewiesen zu sein, wurde der Reichsnährstand im amerikanisch-britischen Besatzungsgebiet erst im Januar 1948 aufgelöst.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Harri Czepuk: „Befreiung von der Vergangenheit“

Harri Czepuk ist Jahrgang 1927 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei.“

Das offizielle Kriegsende am 8. Mai 1945 erlebte ich teilweise unter eigenartigen Umständen hinter Stacheldraht eines Kriegsgefangenenlagers im damaligen niederschlesischen Sagan. Eigentlich war für mich der Krieg bereits am 29. April am Ortsrand des märkischen Dorfes Halbe beendet, nachdem ich die für mich längste und schrecklichste Nacht vom 28. Zum 29. April erlebt – oder besser gesagt – überlebt hatte. Ich lag am Morgengrauen in einer Kiefernschonung, dort etwa, wo sich heute der Wald mit dem größten deutschen Soldatenfriedhof erstreckt. Von der an dieser Schonung angrenzenden Ackerfläche herkommend, dröhnte ein Lautsprecher mit der akzentfrei deutsch gesprochenen Aufforderung, doch endlich die Waffen niederzulegen, das unsinnige Töten einzustellen und sich der Roten Armee zu ergeben. Rings um mich erhoben sich plötzlich, in der Dunkelheit von mir nicht bemerkt, zwischen zahllosen Toten, zahlreiche Köpfe deutscher Soldaten, in denen offensichtlich die Frage rumorte, wie bei mir: Soll man oder soll man nicht… Da war einerseits die jahrelange Nazipropaganda über die schrecklichen Bolschewisten, die nun in Deutschland eingedrungen seien, um uns alle auszurotten. Das hatte seine Wirkung oft nicht verfehlt. Da war andererseits bei mir persönlich die antifaschistische Erziehung im Elternhaus, mit Einschätzungen über die Russen, die nicht mit dieser Nazipropaganda übereinstimmten. Da war also ein gewisses Einerseits und Andererseits. Zwar ließ uns der Lautsprecher nicht viel Zeit, denn drohend war der Einladung die Mitteilung gefolgt, dass ab 11.00 Uhr die Artillerie der sowjetischen Streitkräfte das Dorf und die umliegenden Wälder unter konzentriertes Feuer nehmen würde, das niemand überleben werde. Dass dies kein leerer Spruch sein würde wussten alle, die seit dem 16. April, dem Beginn der Oderoffensive gegen Berlin, vor allem innerhalb des Kessels von Halbe, gekämpft hatten. Neu war, dass wir Soldaten plötzlich die Freiheit hatten, selbst zu entscheiden. Denn die Führung der 9. Armee mit General Busse und seinem Anhang war in der schon erwähnten Nacht über Leiche fahrend und auf eigene Soldaten schießend, aus dem Kessel ausgebrochen, den größten Teil der Untergebenen ihrem Schicksal überlassend. Doch bei denen gab es unterschiedliche Entscheidungen. Ein Teil wollte das Wagnis eingehen und der Generalität, also der bisherigen Führung nach Westen folgen. Ein anderer Teil erklärte: Ehe mich die Russen umbringen, erschieße ich mich selber. Die Überreste genau jener Entscheidungen liegen heute unter schlichten Grabsteinen auf dem Waldfriedhof von Halbe. Aber ein nicht unwesentlicher Teil der in der Schonung Lagernden nutzte die zwar auf tragische Art, aber immerhin erfolgte Befreiung von der Vergangenheit, um den Versuch zu unternehmen, das eigene Leben zu retten.
Mehr und mehr werdend nahmen sich deutsche Soldaten nach der schrecklichen Schlacht von Halbe ihre neue Freiheit, um sich paradoxerweise in Gefangenschaft zu begeben.
Im Gutshof, in der Nähe des Autobahnabzweiges Berlin-Dresden-Berlin-Forst, wurden wir gesammelt und registriert. Ein erstes Aufatmen. Es gab auch etwas zu essen. Erneutes Aufatmen. Mit den Leuten, die man umbringen will, macht man nicht solche Umstände. Nach zwei Tagen ging es in einer Tausende zählenden Marschkolonne auf der Autobahn Richtung Forst. Außer dieser Marschkolonne wurde die Autobahn, die ja bis zum damaligen Breslau reichte, nur noch von sowjetischen Panzer- und LKW-Kolonnen genutzt, um die zur Festung erklärte damalige schlesische Landeshauptstadt zu stürmen. Das Breslau Festung wurde, hatte nicht die Rettung der Stadt, sondern neben ihrer Zerstörung auch die Vertreibung der Bevölkerung durch die Nazis zur Folge. Dass diese Vertreibung heute geschichtsfälschend genutzt wird, gehört zum Missbrauch mancher Freiheiten, die wir erleben.
Am 5. oder 6. Mai traf unsere Kolonne über Forst kommend in Sagan ein. Unterwegs hatte die Gerüchteküche Hochkonjunktur. So wurde u.a. verbreitet, dass amerikanische Truppen gemeinsam mit den Resten der Naziwehrmacht auf dem Wege seien, die Sowjetarmee wieder von deutschem Boden zu vertreiben. Inzwischen weiß die Welt, dass einige Nazigeneräle, u.a. General Wenck mit seiner 12. Armee solche Pläne hegten, die auch in dessen Kapitulationsangebot vom 3. Mai 1945 an die US-Armee enthalten sind. Die US-Streitkräfte hielten sich jedoch an die Abmachungen der Antihitlerkoalition. Und so wurden die in der Nacht vom 8. Zum 9. Mai als Zeichen der Freude über den militärischen Sieg abgefeuerten Leuchtspursalven aus vielen Handfeuerwaffen der sowjetischen Soldaten zunächst von einigen fanatischen Nazis missverstanden. Doch der Wahn war kurz. Am Morgen des 9. Mai wurden die Phantasten auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeholt.
Aber noch etwas fand in Sagan statt, wie übrigens in vielen anderen Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen auch: eine demonstrativ sichtbar gemachte Auflösung des Deutschen Reiches. Über Nacht gab es kaum noch Deutsche. Überall fanden sich Gruppen zusammen, die sich landsmannschaftlich vom deutschen Reich lossagten. Sie nähten sich Landesfähnchen an ihre Mützen und Rockärmel. Dabei waren sie in ihrer Auswahlbreite nicht zimperlich. Nur Österreicher und Ungarn wussten um ihre neue Unabhängigkeit. Elsässer, Lothringer, Saarländer und Rheinländer votierten für Frankreich, auch wenn manche rechtsrheinisch beheimatet waren. Bayern schmückten sich mit blau-weißen Farben, Badener, Württemberger, Hannoveraner und Sachsen erinnerten sich plötzlich, einmal einen König gehabt zu haben. Selbst kleinste Fürstentümer wurden auf diese Weise vom Deutschen Reich gelöst. Der einfache Grund für dieses Abwracken der großdeutschen Nation war die Bekanntgabe der sowjetischen Lagerleitung, dass alle Nichtdeutschen demnächst aus der Gefangenschaft entlassen werden würden. Und da wundern wir uns heute, dass es mit der deutschen Einheit nicht klappen will? Aus geschichtlicher Erfahrung und beim Nachdenken über die Zukunft muss man feststellen, dass eben mehr und vor allem anderes zur Lösung der nationalen Frage gehört, als das, was 1870/71 oder zwischen 1933 und 1945 bzw. 1989/90 angerichtet wurde.

Nach Schwerin ist vor Demmin: Infos zum Naziaufmarsch am „Tag der Befreiung“ 2016

+ Infoveranstaltungen in M-V, Hamburg und Berlin +++ Swing Tanz Blockade für den 8. Mai angekündigt +++ Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin: Für eine offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nach dem NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Schwerin ist vor dem Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin! Seit Jahren zieht es die neofaschistische Szene am Tag der Befreiung in die Peenestadt, um die Befreiung Demmins durch die Rote Armee geschichtlich umzudeuten. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin organisiert mit anderen Initiativen und Organisationen den Protest gegen den Naziaufmarsch.

In vielen Städten wird es wieder Infoveranstaltungen zum Naziaufmarsch geben. Hier die aktuelle Liste für M-V:

27.04.16 – 20 Uhr – AJZ Neubrandenburg
02.05.16 – 20 Uhr – Median Rostock
03.05.16 – 20 Uhr – Klex Greifswald
04.05.16 – Grünen-Büro Stralsund
05.05.16 – 20 Uhr – IKuWo Greifswald

In Hamburg und Berlin gibt es ebenfalls Termine.

Es wird auch 2016 wieder eine Swing Tanz Blockade geben. Nähere Infos dazu gibt es demnächst bei Demmin nazifrei Gemeinsame Anreisen und Busse nach Demmin sind in Vorbereitung. Weitere Infos dazu gibt es demnächst.

Im Folgenden dokumentieren wir den Kurzaufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin:

Für eine offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin zum 8. Mai 2016

Viele, die nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus wollen; viele, die Menschen, gleich welcher Herkunft, willkommen heißen; viele, die Unterstützerkreise für die Geflüchteten aufgebaut haben; viele, die für eine freie, friedliche und offene Gesellschaft eintreten – sie, wir wollen den öffentlichen Raum nicht denjenigen überlassen, die Hass, Angst und Sündenböcke schaffen.
Etwas mehr als acht Jahrzehnte erst ist es her, dass die Machtergreifung der Nazis Krieg, Zerstörung, Vernichtung über Europa brachte und Millionen Menschen in die Flucht trieb. Auch heute ist Krieg der wichtigste Grund, zu fliehen. Mit Waffenexporten und wirtschaftlichen Interessen ist Deutschland mit verantwortlich für die aktuellen Kriege, die wieder Millionen Menschen in die Flucht treiben. Falls es diesen gelingt, Stacheldraht an den Grenzen und das Mittelmeer lebend zu überwinden, suchen sie Schutz bei uns. Doch für viele Geflüchtete werden die europäischen Grenzen immer undurchlässiger, andere begegnen hier auf den Straßen Misstrauen und Gewalt.
Bedrohlich ist der Aufmarsch der Neo-Nazis jedes Jahr am 8. Mai in Demmin. Sie geben vor, den Opfern der sowjetischen Besetzung zu gedenken. Dabei negieren sie, dass die deutschen Faschisten Krieg und Vernichtung über Europa gebracht haben. Diese Verdrehung der Geschichte benutzen sie, um mit Hassparolen gegen alles Fremde anzugehen.

Wehren wir den Anfängen – stellen wir uns entgegen!

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Bauen im Nazi-Staat: die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“

Es gab keinen Bereich, der nicht versucht wurde von den Nazis zu durchdringen. Für die größenwahnsinnigen Bauvorhaben, wie der „Welthauptstadt Germania“, und militärische Großprojekte, wie dem „Westwall“ waren uniforme Organisationen nötig, die solche Baumaßnahmen umsetzen konnten.

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

In diesem Beitrag werden in der gebotenen Kürze die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“ vorgestellt. Grundlage des Textes sind die Beiträge „Deutsche Arbeitsfront“ und „Organisation Todt“ von Wolfgang Benz aus dem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen – Das Dritte Reich.

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) als Gewerkschaftsersatz im Dritten Reich
Am 10. Mai 1933 wurde die DAF gegründet und war schließlich die war die größte Massenorganisation des Dritten Reiches. Rechtlich ein angeschlossener Verband der NSDAP, übertraf die DAF an Mitgliedern die Partei um das Fünffache. 1939 waren etwa 23 Millionen, 1942 etwa 25 Millionen in der Gemeinschaft „aller schaffenden Deutschen“ zusammengeschlossen.
Zweck der DAF war die Beseitigung des demokratischen Systems des Interessenausgleiches zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die DAF war nach der Zerschlagung der Gewerkschaften die nationalsozialistische Einheitsorganisation für Arbeiter, Angestellte, Handwerker und Gewerbetreibende sowie für Arbeitgeber. Sie besaß weder das Recht zum Abschluss von Tarifverträgen noch die Möglichkeit, die auf die Regelung von Arbeits- oder Urlaubszeiten einzuwirken. Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront war die „Bildung einer Volks- und Leistungsgemeinschaft aller Deutschen“, so stand es in der entsprechenden Verordnung des Führers. Das hieß: Politische Schulung der Mitglieder im Rahmen einer korporatistischen Gesellschaftsordnng. Diese Aufgabe war aber auch der NSDAP selbst zugewiesen, die in Konkurrenz wischen Partei und DAF war damit programmiert, ebenso eine Serie von Konflikten, die sich daraus ergaben, dass der Chef der Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, gleichzeitig Reichsorganiationsleiter der NSDAP war und die Bürokratie der DAF einer Krake gleich ihre Arme überallhin ausstreckte – 1939 hatte die DAF 44.000 hauptamtliche und 1,3 Millionen ehrenamtliche Mitarbeiter.
Gegliedert in zehn Ämter war die DAF auf allen Gebieten der Sozial- und Wirtschaftspolitik aktiv, veranstaltete den „Leistungskampf der deutschen Betriebe“ und den „Reichsberufswettbewerb“ und besaß zahlreiche Wirtschaftsunternehmen, darunter Wohnungsbaugesellschaften, Bauunternehmen, Versicherungen, Banken Verlage und Druckereien. Durch die Übername des Gewerkschaftsvermögens 1933 und durch die Mitgliedsbeiträge war die DAF finanziell äußerst potent. Die Unterorgansiation „NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude“ machte mit ihren Freizeitangeboten die DAF populär, dazu gehörten Kreuzfahrten, Urlaubsaufenthalte und das Volkswagenprojekt.

Militärisch organisiertes Bauwesen: Die Organsiation Todt
1939 wurde die Organisation Todt, zur Durchführung des Baus der militärischen Großanlagen wie dem „Westwall“, der auf 630km Länge von der Schweiz bis Aachen die deutsche Westgrenze mit einer Betonhöckerlinie und 14.000 Bunkern schützen sollte, gegründet. Den Namen hatte sie von ihrem Chef, dem Straßenbauingenieur Fritz Todt, der seit 1922 NSDAP-Mitglied war, der SA angehörte und am 30. Januar 1933 zum „Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen“ ernant worden war. Todt war nicht nur für den Bau der Reichsautobahnen zuständig, er war auch ab Dezember 1938 als Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft verantwortlich. 1940 war er zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition berufen worden.
Mit der Organsiation Todt (OT) trat eine Arbeitsarmee mit etwa 350.000 Männern ins Leben, die während des Krieges in den besetzten Gebieten eine Stärke von etwa 800.000 deutschen und ausländischen Arbeitern – einschließlich Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen – erreichte. Zu den Aufgaben der OT gehörten schließlich alle militärischen Baumaßnahmen, auch die Bauformationen der Wehrmacht wurden der OT unterstellt. „Frontbauleitungen“ sorgten für die Wiederherrstellung zerstörter Infrastruktur. Auch der Bau des „Atlantikwalls“ oblag der Organisation Todt.
Die OT war eine paramilitärische Formation, ihre Angehörigen trugen Uniform Als Sonderorganisation mit speziellem Auftrag, dank ihrer in der NS.Hierarchie hochrangigen personellen Spitze und wegen ihrer relativen Unabhängigkeit von bürokratischen Zwängen galt die OT als effizient. Nachdem Fritz Todt bei einem Flugzeugabsturz im Februar 1942 ums Leben gekommen war, wurde Albert Speer Nachfolger in allen Ämtern, auch als Chef der Organisation Todt.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Henny Dreifuss: „Glücklich und traurig zugleich“

Henny Dreifuss ist Jahrgang 1924 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“.

Die Befreiung erlebte ich am 3. September 1944 in Lyon. Dort war ich seit Januar 1943, um am Widerstand teilzunehmen. Ich hatte mit meinen von Hans Kralik hergestellten falschen Papieren so manche Kontrolle in dieser Zeit überstanden.
Bei ihrem hektischen Abzug aus Lyon – die Befreiungsarmee kam das Rhônetal entlang – hatte die Wehrmacht noch die Brücken über die Rhône und die Saône in die Luft gesprengt und die französische Miliz schoss von den Dächern. Ich erinnere mich gut daran, wie ich in einem Hausflur in der Rue de Brest Zuflucht gefunden hatte und dachte, jetzt möchtest du nicht sterben.
Da ich im Auftrag der Bewegung „Freies Deutschland“ auf dem Flughafen Lyon-Bron gearbeitet hatte, um für die Herstellung unserer illegalen Schriften die Atmosphäre einzufangen, war es richtig und auch notwendig, mich in dem Trubel der Befreiung für einige Wochen in einer FTP-MOI-Einheit (Abkürzung von Francs-tireurs et partisans main d’oervre immigré – d. Red.) von Teilnehmern am Widerstand aus verschiedenen Ländern Europas einzugliedern.
Ich war damals gerade 20 Jahre alt und sehr beeindruckt und froh, nun meine Gefährten aus dem illegalen Kampf kennen zu lernen. Ich wusste, dass es sie gab, aber die konspirative Arbeit brachte es mit sich, dass ich nur wenige kannte, mit denen ich unmittelbar zu tun hatte. Es war eine Zeit, in der ich glücklich und traurig zugleich war. Glücklich, dass ich überlebt hatte, dass dieser grausame Krieg zu Ende und der Faschismus geschlagen war. Traurig bei dem Gedanken an all diejenigen, die das nicht mehr erleben konnten. Die Ungewissheit plagte mich auch, was aus meinen Eltern und meinem Bruder geworden war. Die ersten Deportierten, die überlebt hatten, kamen zurück und berichteten von den unvorstellbaren Grausamkeiten der Nazis. Am 8. Mai 1945 war ich schon in Paris. Es war endlich das Kriegsende in einer aufgewühlten Stadt, deren Bevölkerung – so schien es mir – gar nicht mehr nach Hause ging. Tag und Nacht war Betrieb auf den Boulevards. Es waren unvergessliche Tage.
Noch im Sommer 1945 kehrte ich in meine Heimatstadt Mannheim zurück. Vieles Ka anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Vorzeichen des „Kalten Krieges“ ließen nicht lange auf sich warten. Die sogenannte Entnazifizierung traf die Kleinen. Kriegsverbrecher wurden kaum bestraft. Die Großindustrie machte schnell wieder Geschäfte du Profite. In den Behörden tummelten sich bald wieder die alten Nazis. Breite Teile der Bevölkerung beteuerten, „von nichts gewusst zu haben“.
Zum Glück stellen nachwachsende Generationen viele Fragen, um deren Antwort ich mich bis heute als Zeitzeugin immer wieder bemühe.

Das engmaschige System von Konzentrations- und Vernichtungslager im Dritten Reich

Keine andere Einrichtung des Dritten Reiches steht so symbolisch für den Terror und die Unmenschlichkeit der Nazis und ihrer Ideologie wie das flächendeckende Netz von Konzentrations- und Vernichtungslager. Welche Funktionen hatten die Lager, wo standen die sie und was mussten die Häftlinge in den KZ’s erleiden? Dieser Abriss gibt einen Überblick über diese und andere Fragen.

Grundlage des Textes ist der Beitrag „Welche Rolle spielten die Kirchen im Dritten Reich“ von Wolfgang Benz aus dem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen – Das Dritte Reich“.

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Was sind Konzentrationslager und wie viele gab es?
Beginnend mit dem Konzentrationslager Dachau, das im März 1933 errichtet wurde und bis Ende April 1945 bestand, wurden in den ersten Monaten der „nationalsozialistischen“ Herrschaft etwa 100 weitere „frühere Konzentrationslager“ errichtet, die meist nur kurze Zeit existierten. Nach dem Muster Dachaus entwickelte sich ein System von Lagern, das unter der Regie der „Schutzstaffel“ (SS) zentral gesteuert als Organisation des Terrors außerhalb der Justiz und rechtlicher Normen den Herrschafts- und Verfolgungsanspruch der NS Diktatur gegen politische Gegner, Regimekritiker, Unangepasste – sogenannte „Asoziale“, Homosexuelle und Angehörige bestimmter Glaubensgemeinschafte -) sowie Unerwünschte – beispielsweise Juden, Sinti und Roma – durchsetzte. In Sachsenhausen vor den Toren Berlins (1936) und Buchenwald bei Weimar (1937) wurden neben Dachau zentrale Konzentrationslager eingerichtet, denen Flossenbürg in der Oberpfalz (1938) und das Frauen-KZ Ravensbrück nördlich von Berlin (1939) folgten. Neuengamme bei Hamburg und Mauthausen in Oberösterreich waren ebenfalls noch vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet worden. Mit Auschwitz und Stutthof bei Danzig expandierte das KZ-System dann auf polnischen Boden. Die Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge bekam immer größere Bedeutung, neue Konzentrationslager entstanden in den besetzten Gebieten, aber auch im Deutschen Reich.

Vernichtungslager: organisierte Stätten des Todes
Im Unterschied zu den Konzentrationslagern, in denen die Inhaftierten gequält und gedemütigt und zu Sklavenarbeit gezwungen wurden, in denen auch ihr Leben nicht viel galt, hatten die Vernichtungslager nur einen Zweck: Menschen unmittelbar nach ihrer Ankunft zu töten. Dies geschah in den Todeslagern, die ab Ende 1941 im besetzten Polen errichtet wurden: Chełmno (Kulmhof) im „Wartheland“ war das erste Lager, das ausschließlich der Tötung von Menschen diente. Grund war die Überfüllung des Ghettos Łódz. In Chełmno wurde das „Sonderkommando Herbert Lange“ mit „Gaswagen“ stationiert. Lange hatte seit Sommer 1940 Erfahrungen mit der Ermordung Geisteskranker und anderer Behinderter im Rahmen der „Aktion T 4“ (Euthanasie-Aktion). In Chełmno pendelten die Gaswagen zwischen dem „Schloss“ und dem 5 km entfernten „Waldlager“, wo die auf dem Weg getöteten Opfer verscharrt bzw. später verbrannt wurden. Ermordet wurden dort mindestens 152 000 Juden, die aus Łódz stammten bzw. aus dem Wartheland oder dem Altreich zunächst dorthin deportiert worden waren. Typologisch sind die Todeslager den Mordstätten ganz ähnlich, die von den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD und von anderen Einheiten der SS ad hoc bestimmt wurden, um Juden zu töten. Babij Jar am Stadtrand von Kiew, wo am 29. und 30. September 1941 33771 Juden erschossen wurden , war ein solcher Ort, Ponary vor den Toren Wilnas ein anderer, an dem von Juli 1941 bis Juli 1944 70000 bis 100000 Juden getötet wurden. Wieder ein anderer Exekutionsort war der Wald von Rumbuli, in dem die Insassen des Ghettos Riga den Tod fanden. Zahllose solcher Mordfelder gibt es auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion.
Die Erschießungsgruben und improvisierten Orte des Massenmords wurden schließlich abgelöst von Einrichtungen, an denen das Gleiche geschah – in Aktion gesetzte mörderische Rassenideologie-, zu denen aber das improvisierte und spontane Element nicht gehörte. In Weißrussland entwickelte sich das Lager Maly Trostinez, im Frühjahr 1942 vom Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Minsk errichtet, vom Zwangsarbeitslager zur zentralen Vernichtungsstätte, in der bis Sommer 1944 mindestens 60000 Juden, unter ihnen. Deutsche, Tschechen und Österreicher, sowie sowjetische Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer ermordet wurden. Vernichtung von Menschenleben wurde in den Todeslagern in ein System gebracht und organisiert, die Methoden waren andere als Pogrom und Massaker, es herrschten die Gesetze von Logistik und Effizienz. Geeignete Plätze wurden als Todeslager angelegt, zu ihrer Rationalität gehörte die abgeschiedene Lage, das diente der Geheimhaltung, gute Erreichbarkeit war ebenso notwendig. Deshalb wurden diese Lager im Osten Polens errichtet. In den drei Lagern der „Aktion Reinhardt“ wurden insgesamt etwa 1,75 Millionen Juden ermordet: in Bełzec 600000, in Treblinka 900000, in Sobibor 250000.
Eine letzte Perfektion des Massenmords erfolgte mit der Erweiterung des KZ Auschwitz, als mit dem Lagerbereich Birkenau das Konzentrationslager zum Vernichtungslager wurde. Auch die Methode, das Gift Zyklon B zu verwenden, bedeutete noch einmal eine Steigerung der Effizienz des Mordens (obwohl auch Erschießungskommandos bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Tätigkeit bleiben). Ein zweites Konzentrationslager, Lublin-Majdanek, erfüllte wie Auschwitz ab Herbst 1942 die Doppelfunktion eines Konzentrationslagers und eines Todeslagers. Die durchrationalisierten Handlungsabläufe vom Antransport der Opfer, ihrer Ausplünderung und Ermordung über die Beseitigung der Leichen bis zur Verwertung ihrer Habe kennzeichnen die letzte Phase des Holocaust, die in den Todeslagern stattfand.

Die insgesamt 24 Hauptlager waren schließlich Mittelpunkt eines Netzes von ungefähr 1000 Lagern, das in hierarchischer Abstufung von Haupt- und Außenlagern und Arbeitskommandos gebildet wurde. Außerdem gab es Systeme weiterer Zwangslager, in denen die gleichen Bedingungen wie im KZ herrschten, nämlich etwa 200 „Arbeitserziehungslager“, eine unübersehbare Zahl von „Polizeihaftlagern“, von Zwangsarbeitslagern für Juden in den besetzten Gebieten, dann Hunderte Ghettos in Polen und Osteuropa, in denen Zustände wie im KZ herrschten. Die Orte des Terrors überzogen als engmaschiges Geflecht, dessen Dimension noch weitgehend unerforscht ist, das gesamte deutsche Herrschaftsgebiet.

Schwerin: 7. Aktionsfahrradtour „Unterwegs auf Straßen und Plätzen für Menschlichkeit und Frieden, gegen Neofaschismus“ vom 21. bis 24. April 2016

„Unterwegs auf Straßen und Plätzen für Menschlichkeit und Frieden , gegen Neofaschismus“ unter diesem Motto führt die VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin seit 2010 eine Aktionsfahrradtour als Gedenk- und Demonstrationstour auf den Streckenführungen der Todesmärsche durch.

Die Tagesetappen sind zwischen 35 km und 55 km lang. Mit dieser jährlich in der zweiten Aprilhälfte stattfindenden Radtour fördern wir die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der Todesmärsche, von Faschismus und Krieg.

Sie leistet einen Beitrag zur politischen-historischen Bildung an authentischen Orten durch Wahrnehmung und Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Gespräche mit Bürgern und Bürgerinnen sowie Bündnissen gegen Rechtsextremismus.

Sie möchte zu einem stetigen persönlichen Engagement für Humanismus und und Demokratie ermutigen. Für die Verbreitung der Idee einer weltoffenen und multikulturellen Gesellschaft wird geworben, wie sich für Abrüstungsschritte und eine zivile Außen- und Sicherheitspolitik eingesetzt wird.

Die diesjährige Tourroute verläuft von Schwerin über Grevesmühlen nach Lübeck zu Mölln und endet in Hamburg. Nähere Informationen gibt es auf dem Flyer der.

Aktualisierte Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ neue Aufmärsche in Neustrelitz und Ludwigslust angekündigt +++ AfD-Wahlkampfauftakt in Stralsund +++ weitere Aufmärsche in Schwerin und Demmin im Mai ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nazis und andere Rassist*innen rufen erneut zu fremdenfeindlichen Aufmärschen in Meck-Vorpomm auf und die „Alternative für Deutschland“ plant ihren Wahlkampfauftakt in Stralsund. Genaue Informationen findet ihr wie immer in der Liste.

Rechter „Abendspaziergang“ am 15.04.16 in Neustrelitz
Die Facebook Gruppe „Neustrelitz sagt „nein“ zum Asyl-Wahn“ mobilisiert für den 15. April zu einem „Abendspaziergang“. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Südbahnhof in Neustrelitz.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 18.04.16 in Ludwigslust
Die NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ will am 18. April unter dem Motto „Wir sind das Volk. Gestern. Heute. Morgen.“ durch Ludwigslust marschieren. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz.

Wahlkampfauftakt der AfD am 23.04. in Stralsund
Die „Alternative für Deutschland“ will in den Schweriner Landtag einziehen. Ihr Wahlkampfauftakt findet am 23. April in Stralsund auf dem Neuen Markt statt. Beginnen soll die braun-blaue Veranstaltung um 10 Uhr. Als Redner*innen sind Leif-Erik Holm und Alexander Gauland angekündigt.

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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