Archiv der Kategorie 'Aktionstage Rock gegen Rechts Stralsund 2013'

Stralsund: Grenzenlose Solidarität – Initiative Rock gegen Rechts dankt den Helfer_innen!

++ Spendensammlung für Flüchtlinge ein voller Erfolg +++ Hilfsbereitschaft sei „Zeichen des Mitgefühls“ +++ Spendenaufruf wird in die nächste Runde gehen+

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts vom 11.01.2014

Die Initiative Rock gegen Rechts dankt der Bevölkerung für die beispielhafte Hilfe, die es in den letzten Wochen für die Asylbewerber_innen gab. „Es ist ein Zeichen dafür, dass die Stralsunder_innen Mitgefühl haben und die Situationen der Flüchtlinge verstehen können und wollen“ so Jens Knoop (organisatorischer Leiter der Initiative). Die Spendenwelle hat auch nach Weihnachten nicht abgenommen. Sogar Spenden aus Städten anderer Landkreise und Bundesländer kamen zusammen. Die Initiative hatte in den letzten Wochen dazu aufgerufen Kleidung und Kinderspielzeug für die Flüchtlinge zu spenden.

Mehrere große Autoladungen kamen zusammen und werden immer noch für die Gemeinschaftsunterkunft auf dem Dänholm und für die dezentral untergebrachten Flüchtlinge sortiert. „Momentan gibt es aber keine Kapazitäten mehr, um die Spenden zu lagern. Daher bitten wir darum weitere Spenden erst abzugeben, wenn dazu wieder aufgerufen wird“ so Knoop.

Kinderkleidung und Spielzeug wird momentan noch am dringendsten benötigt. Hierfür besteht weiterhin die Möglichkeit derartige Sachen bei der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Dänholm, aber auch bei den Partnern der Initiative abzugeben. Sammelstellen sind hier die Volkshochschule Stralsund und die Partei Die Linke. Küchenutensilien, alles was Kinder betrifft, aber auch Herrenkleidung kann u.a. auch direkt bei den Maltesern in Knieper West (nur werktags) abgegeben werden.

„Wir haben mehr vor, als Spenden zu sammeln. Wir möchten für die Bewohner_innen da sein, ihnen zur Seite stehen und Menschen finden die dies auch möchten. Die Initiative hat sich in der Vergangenheit für die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen ausgesprochen. Wir sin damit gegen die Pläne des Landkreises, eine neue Gemeinschaftsunterkunft auf dem Dänholm, mit noch mehr Plätzen zu schaffen, ausgesprochen.“ so Andreas Müller (Pressesprecher der Initiative).

Rock gegen Rechts Stralsund 2013: „politische Verhältnisse im Kreis sind schwierig“ – Kraftvoller Abschluss der Aktivitäten in diesem Jahr

++ Bilanz der Aktionstage 2013 der Stralsunder Initiative Rock gegen Rechts +++ Veranstaltungen für das Jahr 2014 unter dem Motto „grenzenlose Solidarität – Refugees Welcome“ geplant +++ Antinazi-Arbeit besonders bei jungen Menschen weiter notwendig +

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 01.12.2013

„Auch in diesem Jahr konnten wieder viele Veranstaltungen aufgrund des hohen Einsatzes aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden.“, so Jens Knoop (organisatorischer Leiter der Initiative). Es geht darum gemeinsam Erfolge zu feiern, sich über politisches Geschehen auszutauschen und „Kraft zu tanken“ um den Mut, den die einzelnen Akteure haben, in Taten umzusetzen, so Andreas Müller (Pressesprecher der Initiative). Courage war nicht nur bei der Organisation der Aktionstage ein großes Thema. Die Initiative war in diesem Jahr unter den 3 Nominierten für den Courage-Preise der Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern zu finden, eine Auszeichnung für gelungene politische Arbeit.

Eine der größten Veranstaltungen im Jahr 2013 war die Filmvorführung von „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“. 600 Einwohner, darunter auch sehr viele Schüler, sahen den Film in 2 Schulvorführungen und einer Abendvorführung. Hier wurde sich mit dem Thema rechte Musikszene auseinander gesetzt. Ein sehr wichtiges Thema für die Region, denn auch in Vorpommern finden jedes Jahr Neonazikonzerte statt. Auch Günther Hoffmann hatte das Thema in einem Vortrag aufgegriffen. Er referierte über den Einstieg in die rechte Szene, die Entwicklung der rechten Szene und deren Verbindungen in das in Deutschland verbotene Blood&Honour Netzwerk.

Markus Bernhardt stellte sein Buch „Das braune Netz“ vor. Er äußerte sich zum NSU Prozess und zu den staatlichen Verstrickungen mit Rechtsterroristen.

Die Kandidaten für den Bundestagswahlkreis 15 konnten sich in einer Veranstaltung zu den Themen Jugend, Kultur, Arbeit und Neofaschismus äußern.
Das Thema Rassismus hat in diesem Jahr viel Platz eingenommen. So wurde das Buch „Rassismus in der Leistungsgesellschaft“ vorgestellt und sich besonders mit dem antimuslimischen Rassismus und rassistischen Tendenzen in der Fußballszene beschäftigt. Es ist Tatsache, dass die Gesellschaft weiter nach rechts tendiert, Sarrazin’s Thesen in der Mitte der Gesellschaft vertreten werden und Medien unter diesen Gesichtspunkten auch kritisch zu betrachten sind.

Ein weiterer Erfolg für das Bündnis war in diesem Jahr die Kooperation mit Schulen und die Durchführung des Fußballturniers „Kickt gegen Rassismus“.
Wir freuen uns darüber, dass der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Hansestadt Stralsund aber auch Unternehmen, wie z.B. CITTI , Turbine uvm. zu wichtigen Partnern wurden. Desweiteren ist es wichtig zu erwähnen, dass viele Partner uns über Jahre hinweg schon unterstützen. Darüber sind wir sehr dankbar und freuen uns auch weiterhin über eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kaum sind die Aktionstage gegen Rechts in Stralsund vorbei, befasst sich das Bündnis schon mit dem Programm für das nächste Jahr.
Die Schwerpunktthemen im Jahr 2014 werden Rassismus und Rechtspopulismus sein. Es wird vielfältige Veranstaltungen in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen der Stadt und des Landkreises geben. Egal ob Musik, Theater, Ausstellungen, Kunst, Filmabende oder Vorträge – alles wird auch im kommenden Jahr dabei sein. Und weil das lange nicht alles ist, versuchen wir im Jahr 2014 nicht nur das Fußballturnier „Kickt gegen Rassismus“, zu wiederholen, sondern eine weitere Sportveranstaltung zu organisieren.

Politische Verhältnisse im Kreis sind schwierig
Die Aktionstage gegen rechts werden immer mit Themen gefüllt, die wichtig und akut für den Landkreis Vorpommern-Rügen und für die Hansestadt Stralsund sind. So möchte die Initiative die Themen Rassismus und Rechtspopulismus im Jahr 2014 besonders aufgreifen. „Die gesellschaftliche Entwicklung ist fatal und dem muss man mit Aufklärung und Handeln entgegengewirken“, so Andreas Müller.

Besonders junge Menschen haben oft ein hohes Potenzial rassistische Tendenzen zu entwickeln, aber auch die ältere Generation kann man hier nicht verschweigen. So müssen politische Verhältnisse auch im Kreistag geschaffen werden, die einer sogenannten „Lagerpolitik“ entgegenwirken. „Demokratie heißt für uns, dass jeder Mensch beteiligt wird, unabhängig von der Staatsbürgerschaft oder vom Geschlecht. Ersteres sehen wir in unserem Landkreis nicht. Wir positionieren uns bewusst gegen einen Ausbau bzw. Neubau der Asylbewerber_innen Unterkunft und setzen uns ein für ein selbstbestimmtes Wohnen der Asylbewerber_innen. Dafür bedarf es auch einer guten Betreuung!“ so Jens Knoop.

Stralsund: „Klappe gegen Rechts“ Kurzfilme am 05.09.13 in der Eisengießerei zu sehen

Am 5.09.2013 zeigt die Initiative Rock gegen Rechts Stralsund im Rahmen der „Aktionstage gegen Rechts“ die Filme der 1. und 2. Staffel von „Klappe gegen rechts“ um 19 Uhr in der Eisengießerei, Frankenstr. 57 – 61. Bei dem Filmwettbewerb „Klappe gegen rechts“ geht es darum, dass Schüler_innen sich kreativ (kurzer Spielfilm, Trickfilm, Spot, Doku usw.) mit den Themen Rechtsextremismus, Demokratie und Vielfalt auseinandersetzen.

Nach den Filmvorführungen besteht die Möglichkeit mit dem Medienpädagogen Stefan Koeck, der den Filmbeitrag aus unserer Stadt (Adolph-Diesterweg-Europaschule) betreute, ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Delphine Wollenberg, ehemalige Projektleiterin bei der RAA M-V.

Stralsund: Erfolgreiche Ausstellungseröffnung „Rom heißt Mensch“

++ Ausstellung „Rom heißt Mensch“ erfolgreich eröffnet +++ anschließender Vortrag „Neonazistische Jugendarbeit“ informierte viele Besucher_Innen +++ Ausstellung noch bis zum 06.09. in der Volkshochschule Stralsund zu besichtigen +

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 29.08.2013

Am 26.08. wurden in der Volkshochschule Stralsund die „Aktionstage gegen Rechts“ eröffnet. Als erstes wurde den Stralsunder_innen eine Ausstellung von der Europaschule Rövershagen mit dem Titel „Rom heißt Mensch“ vorgestellt. Die Ausstellung wurde von der Geschichtslehrerin, Petra Klawitter, und einigen Schülerinnen erläutert. Die die Ausstellung erarbeitende AG umfasst inzwischen 15 Schüler_innen von der 5. – 12. Klasse. Alle zusammen erarbeiteten eine Ausstellung zum Leben der Sinti und Roma in Deutschland, ihre Traditionen und ihre Geschichte. Die Ausstellung ist noch bis zum 06.09.2013 in der Volkshochschule Stralsund zu besichtigen.

Danach hielt der Rechtsextremismusexperte Günther Hoffmann einen Vortrag zum Thema „Neonazistische Jugendarbeit“. Er klärte über die verschiedenen rechtsextremistischen Gruppierungen in den letzten 60 Jahren in Deutschland auf. Im Vortrag wurde auch über ansässige Neonazikader aus der „Hammerskin“ Szene informiert. Die Jugendarbeit hat dabei in diesen Gruppierungen eine große Rolle gespielt. Dem müssen die Demokraten entgegenwirken – durch eine ausreichend finanziell ausgestatte und selbstverwaltete Jugendarbeit, wie es beispielsweise in der Stadt Pasewalk geschieht. Pasewalk leistet sich eine hochwertige Jugendarbeit und verhindert dadurch das erstarken der rechten Szene.

Stralsund: das „Kickt gegen Rassismus“ Turnier – Rote Karte für Rassismus und Diskriminierung

++ großer Zuspruch beim antirassistischen Fußballturnier im Rahmen der Aktionstage „Rock gegen Rechts Stralsund“ 2014 +++ Vorwärts Stralsund erkämpfte den ersten Platz +++ vielen Dank an, alle, die an der Turnier mitgewirkt haben +

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 25.08.2013

Was macht man an einem wunderschönen, sonnigen Sommertag im August? Da gibt’s eigentlich nur eins: man und frau spielt Fußball! Idealerweise nicht nur aus Spaß am Spiel mit dem runden Leder, sondern auch um gesellschaftspolitische Botschaften zu vermitteln. So geschehen am 24. August im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion, beim ersten antirassistischen Fußballturnier des Bündnisses „Rock gegen Rechts“.


Bild: Kicken gegen Rassismus und Diskriminierung – voller Erfolg vergangenes Wochenende in Stralsund. (Foto: Initiative Rock gegen Rechts Stralsund)

Insgesamt neun Teams spielten nicht nur um die begehrten FC Hansa Rostsock Heimspielfreikarten, sie kickten auch gegen Rassismus und zeigten damit der Öffentlichkeit was Rassismus ist: ein Arschloch. Die Chance für dieses Statement nutzten Mannschaften von Ribnitz-Damgarten bis Anklam. Besonders erfreulich ist auch die Teilnahme von zwei Flüchtlingsteams aus Stralsund und Anklam.

Die Stimmung im Stadion war durchweg positiv und entspannt. Und auch auf dem Feld wurde keine einzige Karte gezückt. Das zeigt, wie sehr die Spieler*innen um Fair Play bemüht waren. Sieger wurde Vorwärts Stralsund. Herzlichen Glückwunsch!

Ein riesengroßes Dankeschön an alle teilnehmenden Mannschaften und Sponsoren (vor allem an CITTI). Ihr wart super! Im nächsten Jahr wird garantiert wieder gekickt. Gegen Rassismus und Diskriminierung.

Platzierungen:
1. Vorwärts Stralsund
2. 1.FC Stabil
3. Ostseekickers
4. 1.FC Asyl Anklam
5. Ajuku
6. Landburschen
7. Asylkickers Dänholm
8. Schwarz Rot Ribnitz Dammgarten
9. Kommando Konterbier

Stralsund: Die „schöne neue Fußballwelt“ rockt gegen Rechts?

++ erfolgreiche Auftaktveranstaltung der Aktionstage Rock gegen Rechts Stralsund 2013 am 16.08.2013 +++ Ausstellung „Tatort Stadion 2″ kann bis zum 22. August in der Stralsunder Kulturkirche besichtigt werden +++ „Kickt gegen Rassismus“ Turnier am 24. August in Stralsund +

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 18.08.2013

Die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Aktionstage gegen Rechts beleuchtete das Thema Rassismus und Diskriminierung von mal einer etwas anderen Seite. Mit der Ausstellung „Tatort Stadion 2“ wurde erstmals im Rahmen dieser Aufklärungs- und Veranstaltungsreihe das Thema aus Sicht des Fußballsports betrachtet. Wohl kein anderer Sport auf der Welt bringt so viele unterschiedliche Menschen und Kulturen zusammen wie der Fußball. Doch leider findet dieses Zusammentreffen immer weniger in offener und diskriminierungsfreier Atmosphäre statt. Das Gegenteil scheint vielmehr der Fall zu sein. Wie heute Fußballvereine in Deutschland mit dem Thema Rassismus, Sexismus und allen anderen Formen von Diskriminierung innerhalb der Fanszene umgehen, darüber sprach in einem Kurzreferat Florian vom Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF).


Bild: Der organisatorische Leiter der Initiative, Jens Knoop, während der Ausstellungseröffnung. (Foto: www.rockgegenrechts.com)

Anhand von Beispielen schilderte er, wie sich neonazistische Tendenzen unter den Fans, vor allem in den Profiligen, in den letzten 1 ½ Jahren verstärkt haben. So zogen sich in diesem Jahr die Ultras Aachen mit einer öffentlichen Erklärung vorerst aus dem Stadion zurück. Ständige Bedrohungen und gewalttätige Angriffe innerhalb und außerhalb des Stadions durch neonazistische Fangruppierungen und Kameradschaften, sowie eine tatenlose Vereinsführung zwangen die Ultras zu diesem gravierenden und letztlich hilflosem Schritt. In Braunschweig wurden Teile der Fanszene, die neonazistische Strukturen aufdeckten, durch Vereinsgremien als Nestbeschmutzer bezeichnet. Ähnliches spielt sich in Duisburg und Dortmund ab. Immer häufiger werden engagierte Fans mit der Aussage „Politik hat im Stadion nichts zu suchen“ konfrontiert. Doch holt man mit Bannern die sich gegen Nazis aussprechen wirklich überhaupt erst die Politik ins Stadion? Nein! Denn sich öffentlich gegen Nazis zu wehren ist sogar in den Augen manch konservativer Politiker Zivilcourage. An jedem Ort, an dem sich Menschen zusammen finden, findet in irgendeiner Form auch Politik statt. Gesellschaftliche Kulturgüter, zu denen der Fußballsport zweifelsohne gehört, sind niemals frei von Politik. Und Sprechchören wie „Arbeit macht frei – Babelsberg 03“ oder „Zick Zack Zigeunerpack“, welche die Babelsberger Fans kürzlich ertragen mussten, dürfen niemals unbeantwortet bleiben.

Trotz der wieder erstarkenden rechten Szene im Fußball dominiert derzeit die sogenannte Sicherheitsfrage in deutschen Stadien, die mediale Debatte. Die Diskussion um Pyrotechnik hat das Thema Diskriminierung in der Öffentlichkeit fast völlig verdrängt. Ob dies politisch so gewollt ist, ist noch nicht klar. Die Ausstellung möchte ihren Beitrag dazu leisten, die Debatte wieder zurück in die Gesellschaft und die Öffentlichkeit zu bringen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann dies noch bis zum 22.August in der Kulturkirche und am 24.August beim ersten antirassistischen Fußballturnier in Stralsund tun.

Stralsund: „Kein Vergeben, kein Vergessen! Kein Kiez für Nazis!“ – Aktionstag Rock gegen Rechts 2013 gehen an den Start!

+ Start der Rock gegen Rechts Aktionstage 2013 in Stralsund +++ Warm Up Konzert dieses Wochenende +++ auch in Stralsund gilt: „Kein Kiez für Nazis!“ ++

Von Marko Neumann

Kommendes Wochenende ist es wieder soweit: die Rock gegen Rechts Aktionstage gehen los. Vom 16. August bis zum 14. September 2013 wird es in diesem Jahr wieder zwei Konzerte und eine ganze Reihe von Informations- und Bildungsveranstaltungen geben.


Bild: Der organisatorische Leiter der Initiative Jens Knoop während der Aktionstage vergangenes Jahr.

Was im Jahr 2005 als Schüler_Inneninitiative begann, entwickelte sich zu einem Konzert- und Bildungsprojekt besonderer Güte. In den letzten Aktionstagen fanden zwei Musikveranstaltungen und fünf Infoveranstaltungen statt. Aber in diesem Jahr soll es noch „Lauter“ werden, damit auch alle die Botschaft verstehen.

Die Events werden 2013 in dieser Form zum dritten Mal stattfinden und enthalten wieder eine klare Botschaft gegen jede Form von Unterdrückung von Menschen durch Menschen. „Wir wollen in diesen Wochen darauf aufmerksam machen, dass Rassismus, Faschismus und Sexismus in unserer Gesellschaft alltäglich und in verschiedenen Formen auftreten. Dem wollen wir offen und entschieden entgegentreten.“ sagte der organisatorische Leiter der Initiative, Jens Knoop.

Rock gegen Rechts ist in Stralsund entstanden, weil es hier die ersten NPD Kommunalvertreter gab und die NPD hohe Wahlergebnisse, bei den Landtagswahlen 2006 und 2011 in MV erreichte. In Stralsund und insbesondere in den Stadtteilen Frankenvorstadt und Grünhufe lag die Partei mit über 20% der abgegebenen Stimmen weit über dem Landesdurchschnitt. Insbesondere der hohe Anteil der Stimmen bei Jungwähler_Innen die der NPD ihre Stimme gaben, war erschreckend hoch und erfordert politische und zivilgesellschaftliche Gegenwehr.

Man muss den Neonazis zeigen, dass man sich nicht fürchtet, dass man keine Angst hat, dass man ihnen den öffentlichen Raum nicht überlässt. Mehr noch: Man muss ihn zurückerobern. Es ist schlimm genug, dass rassistische, antisemitische, islamophobe und andere menschenfeindliche Einstellungen weit genug in der Bevölkerung verbreitet sind, dass überhaupt Menschen den Wunsch verspüren, NPD zu wählen. Sie sollen aber nie das Gefühl bekommen, das wäre normal oder gar akzeptabel.

„Insgesamt werden zwei Konzerte mit mehreren Künstler_Innen, die zum größten Teil aus dieser, aber auch aus anderen Regionen kommen, innerhalb der Aktionstage stattfinden. Zusätzlich bieten wir mehrere Informations- und Bildungsveranstaltungen innerhalb, aber auch in diesem Jahr außer halb von Stralsund an.“ erklärte Jens Knoop weiter. „Wir wollen über die Gefahr des Rechtsextremismus informieren und Gegenstrategien aufzeigen. Es geht darum, mit demokratischen Mitteln und ohne Gewalt die Auseinandersetzung in Bild, Ton, Wort und Schrift zu führen.“ fährt Knoop fort.
Mit dem Hintergrund der Morde der Terrorzelle „NSU“ und dessen offengelegten Aktivitäten in Stralsund will auch Rock gegen Rechts den Menschen gedenken, die Opfer neofaschistischer Gewalt wurden. „Wir wollen eine Gegenkultur anbieten, die die örtliche Neonaziszene nicht toleriert und dem etwas entgegensetzt.“ sagte Knoop.

Die ersten Veranstaltungen beginnen schon in wenigen Tagen. Morgen (16.08.) wird die Ausstellung „Tatort Stadion“, die sich mit bla bla beschäftigt, eröffnet. Los geht’s um 18 Uhr in der Kulturkirche Stralsund. Einen Tag später, am 17.08., gibt’s was auf die Ohren! Ab 18Uhr beginnt – ebenfalls in der Kulturkirche Stralsund – das Warm Up Konzert mit den bands Tante Leika, Cancer, Haltestelle 27 und Light Your Anchor. Auf der anschließenden After Show Party mit Stereoscope und Jóng gibt’s die Möglichkeit, die letzten Powerreserven zu aktivieren.

Mehr Infos zu den Veranstaltungen und Konzerten gibt es demnächst bei uns oder auf www.rockgegenrechts.com.

Stralsund: „Kickt gegen Rassismus!“ – Antirassistisches Fußballturnier am 24. August

Am 24. August findet in Stralsund im Rahmen der „Rock gegen Rechts“ Aktionstage ein antirassistisches Fußballturnier unter dem Motto „Kickt gegen Rassismus“ statt. Habt ihr Lust mitzumachen? Dann Sprecht euch ab, gründet ein Team und meldet euch an!

Folgendes müsst ihr vor der E-Mail Anmeldung (fussball[ätt]rockgegenrechts.com) beachten:

- Es wird in zwei Altersgruppen gespielt: Gruppe A 14-18 Jahre und Gruppe B 19-35 Jahre
- Geschlechter-gemischte Teams sind sehr erwünscht!
- im aktiven Spiel gilt 6+1 Bis 9.30 Uhr solltet ihr Euch am Spieltag vor Ort angemeldet haben!

In der e-Mail Anmeldung müssen folgende Daten stehen:
- Größe des Teams inkl. Ersatzspieler _innen
- Teamname
- Telefonnummer

Wenn ihr Interesse an kostenfreien Erinnerungsshirts habt, dann teilt uns eure jeweiligen T-Shirt-Größen mit! Habt ihr noch Fragen? Schreibt uns einfach! fussball[ätt]rockgegenrechts.com. Die Plätze sind begrenzt – Der Anmeldeschluss ist der 12.08.2013!

Hinweis: Die Besucher_Innen des Fußballturniers erklären mit erscheinen, dass sie als Privatperson auf eigene Gefahr teilnehmen. Eine Haftung durch den Veranstalter ist ausgeschlossen. Nicht-Volljährige müssen eine Haftungsausschlussbescheinigung unterzeichnen lassen. Dazu gibt es mehr Infos unter www.rockgegenrechts.com.

Stralsund: Burschis und Nazis Hand in Hand – Erneut rechte Übergriffe

Am Abend des 09. Mai 2013 wurden nicht-Rechte Jugendliche von einer Gruppe bestehend aus ca. 15 Burschenschaftlern aus Greifswald angegriffen.

Die Burschenschaftler, die am Tage in der Innenstadt nationalsozialistische Aufkleber verklebten, bedrohten eine junge Familie auf Grund ihres alternativen Kleidungsstiels. Die Familie mit einem Kleinkind fühlte sich durch Sätze wie „scheiß Zeckenpack“ stark bedroht und zog sich aus Sicherheit zurück. Eine Stunde Später wurden die Burschenschaftler handgreiflich, als eine Gruppe Punks die von ihnen geklebten Aufkleber entfernen wollten. Sie haben leichte Verletzungen davon getragen.


Bild: „Nazis sind geil“ statt „Nazis raus“? Recht Untriebe in Stralsund nehmen vor den Bundestagswahlen zu.

Als es zu einem zweiten Übergriff am späten Abend kam drohten die Burschenschaftler mit „Stralsunder Glatzen“ worauf es dann „richtig knallen“ wird. Durch das Eintreffen der Polizei in mehreren Fahrzeugen wurde der Konflikt schließlich beendet.

Leider sind Situationen wie diese in Stralsund keine Seltenheit sondern traurige Realität. Schon in den letzten Jahren kam es u.a. vor, während und nach den Veranstaltungen der Initiative Rock gegen Rechts in Stralsund zu rechten Übergriffen auf Mitorganisator_Innen und Besucher_Innen.

Doch auch sonst zeigen sich die lokalen Neonazis sehr aktiv. Immer häufiger tauchen in Stralsund Graffitis mit Parolen wie „Nazi Zone“ oder „Good Night Left Side“ auf, oft sogar an Briefkästen oder Hauseingängen von, den Nazis bekannten, Antifaschist_Innen.

Stralsund: „Kunstwettbewerb im Rahmen der Aktionstage gegen Rechts 2013″ – Deine Kunst, ein Teil gegen rechts!

Erstmalig Veranstaltet die Initiative Rock gegen Rechts in diesem Jahr auch ein Kunstwettbewerb, unter dem Motto “(K)ein Nazi sein!” können Menschen Kunstwerke schaffen, die zu einem späteren Zeitraum ausgestellt werden. Diese Kunstwerke sollten der bildenden Kunst und dem Motto entsprechen. Zu gewinnen gibt es für die ersten 3 Plätze Freikarten zu den Musikveranstaltungen der Aktionstage gegen rechts 2013 sowie Kunstgegenstände von Künstler_innen aus der Region.


Bild: „Nazis die Meinung geigen!“ Aufkleber zu Rock gegen rechts 2012

Mitmachen können alle, die Lust darauf haben. Auch Klassen können sich bewerben! Die Künstler_innen können die Werkstätten des Förderverein Jugendkunst e.V. (Mittwoch 16 bis 21 Uhr) und der Stralsunder Innovation Consult GmbH (SIC) kostenfrei nutzen. Die SIC bittet um vorherige telefonische Absprache (03831/461211) Montag-Freitag 7 bis 17 Uhr.
 
„Sticker Contest, denn deine Stadt klebt!“
 
Unter dem Motto “Kein geben, kein vergessen – Kein Kiez für Nazis” gibt es erstmalig ein Sticker Contest. Die ersten 3 Plätze bekommen jeweils 1500 Aufkleber zugeschickt. Sendet euren Vorschlag mit Kontaktdaten uns per e-mail! Jede Person darf nur ein Motiv einreichen und es muss dem Format DIN A7 (72mmx105mm) mit einer Auflösung von 300 DPI entsprechen.
 
Der späteste Abgabetermin für die beiden Wettbewerbe ist der 09.08.2013!
Informationen zu den Wettbewerben bekommt man auf der Homepage sowie per e-mail unter: info[ät]rockgegenrechts.com und www.rockgegenrechts.com.

Stralsund: Rock gegen Rechts auch 2013 fester Bestandteil alternativer Jugendkultur in MV

Die Initiative Rostock gegen Rechts Stralsund organisiert seit 2005 Konzerte und Informationsverantaltungen in der Hansestadt. Auch 2013 wird es die Aktionstage in Vorpommern geben. Vom 17. August bis zum 7. September wird es mehrere Konzerte und Veranstaltungen rund um das Thema Nazis, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geben. Feine Sahne Fischfilet hat sich bereits angekündigt.


Bild: Der organisatorische Leiter der Initiative Jens Knoop während der Aktionstage 2012.

2013 werden nicht zuletzt die anstehenden Bundestagswahlen im Mittelpunkt der Aktionstage stehen. „Wir sprechen mit unserem Programm viele Zielgruppen an“, sagt Pressesprecher Andreas Müller. Neben Diskussionsveranstaltungen und Vorträgen wird es dieses Jahr ein Fußballturnier gegen Rassismus unter anderem mit dem F.C. Hansa Rostock geben.

„Demokratie braucht dich und keine Nazis“ – so lautete das Motto der Initiative im vergangenen Jahr. Mehrere hundert Menschen – nicht nur aus Stralsund – nahmen an den unterschiedlichen Veranstaltungen zum Jahrestag der Pogrome in Lichtenhagen und der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) teil. Auch in diesem Jahr gehen die Veranstalter_Innen von hunderten Besucher_Innen aus.

Mehr Informationen zur Initiative gibt es im Internet unter www.rockgegenrechts.com




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